23. Sitzung des Stadtrates

TOP 1: Bekanntgabe nicht öffentlicher Beschlüsse

0:27:45

Jan Donhauser

Zunächst Top 1, öffentliche Bekanntgabe von Beschlüssen, die man nicht öffentlich gefasst hat. Das war das letzte Mal Zustimmung zur vergleichsweise Beendigung Klageverfahren gegen die Generalplanerin des Bauvorhabens Schulstandort Pieschen. Ist so bestätigt worden.

Stadtrat. Insofern haben wir das jetzt auch öffentlich bekannt gegeben.

TOP 2: Bericht des Oberbürgermeisters

0:28:16

Jan Donhauser

Der Oberbürgermeister hatte zugesagt, noch in der heutigen Stadtratssitzung zum Sachstand 49. Grundschule in Bezug auf das Betreten des Parks für Schul- und Hortzuberichten. Wir haben uns jetzt darauf verständigt, dass Frau Jenigen das übernehmen wird. Bitte schön.

0:28:35

Eva Jähnigen (Beigeordnete)

Also wir konnten dem Oberbürgermeister einvernehmlich berichten, dass das Problem um die Nutzung durch die Schul- und Hortkinder in der Schul- und Hortzeit jetzt geklärt ist und dass weiterhin die Nutzung des Parks in betreuten kleineren Gruppen stattfinden kann, wie vorher auch vereinbart.

Es ist, das will ich noch mal ausdrücklich sagen, nicht Teil der Betriebsgenehmigung gewesen, also die war nicht bedroht, aber es ist natürlich wirklich als gemeinsames Bildungsangebot wünschenswert und zu sehen, gerade in heißen Tagen wie jetzt. Hintergrund war ein sehr ernsthafter. Die Baumkontrolleure, die in den öffentlichen Parks immer gucken, ob die Bäume noch standfest und verkehrssicher sind, dass da nichts passiert, haben festgestellt, wer in der Pause sich die Bilder ansehen will, So viel Zeit haben wir jetzt nicht, kann ich dir auch gerne nochmal zeigen, dass die Bäume durch die insgesamt natürlich intensive Nutzung des beliebten Parks im Wurzelbereich so geschädigt waren teilweise, dass die nicht mehr standfest sind. Und wir wollen natürlich, dass niemand gefährdet wird. Deshalb werden diese Teile des Parks jetzt abgesperrt sein. Kleinere Teile, aber die anderen Teile nutzbar bleiben. Das kann den Kindern, soweit das jetzt noch nicht geschehen ist, mitgeteilt werden. Jetzt gerade für die heißen Tage, für die Ferien sehr relevant. Das betrifft leider auch den Bereich am Schultor. Deshalb würde das erstmal geschlossen bleiben müssen. Aber der Park kann ja durch den Parkeingang betreten werden. Wir haben jetzt intern besprochen, dass das Amt für Stadtgrün kurzfristig etwas Geld in die Hand nehmen kann und nehmen wird, um diesen Wurzelbereich zu sanieren, dass die Bäume also wieder sicher sind und dann keine Gefahren ausgehen. Das können wir auch sogar in Zeiten der Haushaltssperre machen, weil Gefahrenabwehr ist. Wir wünschen uns natürlich trotzdem, dass Sie den Nachtragshaushalt heute beschließen, wegen der bekannten Probleme. Und insofern ist die Nutzung dann weiter möglich und das kann mitgeteilt werden, soweit das jetzt nicht geschehen ist. Die Kommunikation um dieses Problem ist suboptimal gelaufen. Ich möchte mich bei allen Stadträtinnen und Stadträten bedanken, die darauf hingewiesen haben.

Wir werden im Nachgang noch einmal gemeinsam einen Termin machen und um die Kommunikation, um gemeinsame Park- oder auch Schulhofnutzung in solchen Fällen reden. Denn wir müssen natürlich diese Verkehrssicherheitsfragen, die in intensiv genutzten Bereichen und jetzt auch im Klimawandel bei den Bäumen häufiger eintreten und dann einfach behoben werden müssen. Das müssen wir noch mal klären, wie wir das führen. Das ist hier nicht so gut gelungen. Das tut mir sehr leid. Ich werde auch mit der betroffenen Elternvertretung noch mal das Gespräch suchen und mir auch die Situation vor Ort angucken und bei der Gelegenheit kann das auch noch mal erklärt werden. Man sieht das ja jetzt als Nichtfachmensch nicht sofort, dass so ein Baum nicht mehr standsicher ist, aber das Verständnis ist da, glaube ich, auch hergestellt. Insofern ist das Problem gelöst und es bedarf keines Beschlusses, aber danke für die Initiative. Und wir hoffen, dass es uns gelingt, mit den Mitteln, die wir haben, alle Parks, alle Schulhöfe, alle Bäume verkehrssicher zu halten. Vielen Dank.

0:31:37

Jan Donhauser

Vielen Dank, Frau Jeningen.

TOP 3: Aktuelle Stunde: Veranstaltungen möglich machen! - Klarheit bei der Finanzierung von Zufahrtsschutz

0:31:44

Jan Donhauser

Top drei Veranstaltungen möglich machen. Klarheit bei der Finanzierung von Zufahrtsschutz. SPD-Fraktion und Frau Sturm-Karls würde die Runde eröffnen. Bitte schön.

0:32:01

Kristin Sturm-Karls (SPD)

Dankeschön, sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuschauer im Stream. Ich bin froh, dass wir heute endlich über dieses Thema hier offen reden können und vielleicht auch den Veranstaltern von Frühlings- und Weihnachtsmärkten, von Straßenfesten und Festumzügen, Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Konzerten

ja, etwas abnehmen können. Sie sind in den letzten Jahren in den Fokus gerückt bei der Verübung von Anschlägen mittels Fahrzeugen. Sie treffen die Menschen bei ausgelassenen Freizeitveranstaltungen und Ausflügen. Und die Täter wollen damit eins erreichen, dass genau das passiert, worüber wir heute unter anderem reden. Angst. Sie wollen Angst verbreiten und so vielen Menschen wie möglich schaden.

Die Kommunen und wir als Vertreter der Stadt Dresden befinden uns deshalb seit dem Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt 2024 in einer Paz-Situation. Gegenüber stehen sich die Verwaltung des Landes inklusive der Polizei und die Organisatoren von Veranstaltungen, Stadtteilfesten, Festivals oder Sportveranstaltungen. Ein Sicherheitskonzept mit einem Zufahrtschutz musste auch vor Dezember 2024 jedweder Veranstalter in ein Konzept gießen und von einer Behörde genehmigen lassen.

Das war gelebte Praxis und hat überwindbare Hürden dargestellt. Aber seit diesem Terroranschlag ist das anders.

Zu jeder Veranstaltung erstellt die Polizei ein Zufahrtschutzkonzept bestehend aus einer individuellen Gefährdungsanalyse. Das heißt, hier werden Besucherzahlen, Personendichte und überregionale Symbolkraft einbezogen. Eine Randbemerkung dazu, dies ist besonders das Problem, weshalb Dresden eine höhere Einschätzung jeweils hat. Daran schließt sich eine Geländebeurteilung an, eine Schutzzieldefinition und eine Wechselwirkungsprüfung zwischen den Barrieren für Logistik, Flucht- und Rettungswegen.

Diese Einschätzung wiederum übergibt die Polizei dem Ordnungsamt und dieses wiederum dem Veranstalter mit der Einhaltung von Auflagen. Was sind die Folgen für die Veranstalter? Höhere Kosten durch Logistikunternehmen zum An- und Abtransport der, ich möchte es betonen, kostenlos zur Verfügung gestellten Zufahrtselementen.

Höhere Personalkosten durch die Absicherung dieser Elemente, höhere Kosten und viele Nerven durch die Bürokratie in dem Zusammenhang und nicht zuletzt auch die Haftung für die aufgestellten Elemente, falls sich an ihnen einer verletzt. Es ist ein PAD, in dessen Mitte wir hier im Rat geeint mit dem Ordnungsamt stehen.

Woher kommt nun aber dieser Putt? Aus rechtlicher Perspektive gesehen fehlt schlichtweg eine Gesetzesgrundlage zur Auferlegung der Terrorabwehr auf die Veranstalter. Hierfür hätte das Land sein Polizeigesetz ändern müssen, was es nicht getan hat. Denn dort drinnen steht klar, dass Terrorschutz dieser Behörde unterliegt. Denn wo fängt denn Terror an und wo hört er auf? Was ist zumutbar für Veranstalter und was nicht? So individuell ein Terroranschlag sein kann, so ist es auch die Belastbarkeit von Veranstaltern. Vergnügungsveranstaltungen, ob in Form von Sport, Musik oder Familienfeste, sind wichtig für unsere offene Stadtgesellschaft und unser Zusammenleben. Gerade in den Krisenzeiten, in denen wir uns derzeit befinden, ist es wichtig, dass wir uns zu ausgelassenen Veranstaltungen zusammenfinden können.

Im Moment besteht die Gefahr, dass die Veranstalter das Handtuch werfen oder sich nur noch in geschlossene Lokationen zurückziehen, siehe das Rudolf-Habeck-Stadion. Aus Sicht der SPD-Fraktion müssen wir das verhindern. Wir haben heute noch eine Verwaltungsvorlage, die für uns nicht zustimmungsfähig ist, da sie die gesamten Kosten unverändert auf die Veranstalter übertragen möchte. Wir möchten hiermit auch die Stadtverwaltung auffordern, uns entweder eine Kostenschätzung zu nennen, welche im Haushalt hinterlegt werden muss,

und oder beides natürlich im besten Fall parallel mit den Veranstaltern an einer zumutbaren Rahmenvereinbarung zu arbeiten, die Nachlässe vorsieht und die individuelle Situation berücksichtigt. Wir fordern weiterhin die Verwaltung auf, die Kommunikation mit den Veranstaltern zu optimieren, insbesondere wenn es um Genehmigungen geht. Es ist nicht selten vorgekommen, dass tagelang Sicherheitskonzepte in den Schubladen des Ordnungsamtes liegen und nicht an Veranstalter zugestellt werden, um entsprechend zu reagieren. Ich möchte auch noch zum Abschluss meiner Rede einen kleinen Zusatz einbringen. Wenn ich hier von Sportveranstaltungen rede, und das ist genau der Punkt, über den wir uns ja dann auch so oft streiten, stellt sich natürlich immer auch die Frage, Wenn wir Dynamo-Spiele absichern und hunderte Polizisten dort abstellen, die ihr Leben dort riskieren und teilweise mit schweren Verletzungen nach Hause fahren, kriegt Dynamo das ja auch nicht in Rechnung gestellt. Also warum können wir jetzt nicht die Filmnächte am Elbufer genießen wie immer? Denn eine Konsequenz muss uns als Stadt auch klar sein. Wenn wir solche Kosten auf die Veranstalter legen, legen diese sie auf die Besucher um. Das kann nicht das sein, was wir hier wollen. Dankeschön.

0:37:14

Jan Donhauser

Vielen Dank, und wir würden wie angekündigt mit der AfD-Fraktion starten. Herr Pinkert, bitte.

0:37:24

Christian Pinkert (AfD)

Sehr geehrter Erster Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren Stadträte, sehr geehrte Bürger dieses Landes. Die Aktuelle Stunde trägt den Titel Veranstaltungen möglich machen Klarheit bei der Finanzierung von Zufahrtsschutz. Liebe Bürger, Zufahrtsschutz klingt so schön harmlos. Könnte eine Schranke sein oder Absperrpoller. Aber dies ist hier nicht gemeint. Es handelt sich richtigerweise um Terrorschutz und im Volksmund Merkel-Poller genannt. Wir danken der SPD, dass diese die Aktuelle Stunde beantragt haben. Insbesondere, da ja die vergangenen und aktuellen politischen Entscheidungen von SPD, Grünen und insbesondere CDU für diese Gefährdung der Bürger durch Terroranschläge verantwortlich sind.

Aber warum das alles? War dies vor 2015 auch nötig in Deutschland? Oder warum ist dies heute in Polen oder Ungarn nicht notwendig? 2015 gab es eine von der Regierung völlig gesetzeswidrige Grenzöffnung, die die illegale Einreise von Millionen Menschen beförderte. Hier zuerst aus dem angeblichen Bürgerkriegsland Syrien. Laut der aktuellen Politik und

Ihrer Meinungsklagöre war es ein Bürgerkrieg. Assad gegen alle Bürger. Haben Sie das mal recherchiert? Diese Unruhen wurden hervorgerufen, da radikale Muslime die Macht übernehmen wollten. Dies wurde nach langer Zeit auch mit großer Unterstützung Europas geschafft. Im Zuge der Verfolgung der radikalen Muslime durch Assad sind viele auch hier auf Einladung der CDU zu uns geflohen.

Eine große Anzahl angeblicher Flüchtlinge sind auch aus Afghanistan nach Deutschland gekommen. Viele waren angeblich Ortskräfte der Bundeswehr, können jedoch weder Deutsch noch Englisch. Eine weitere große Anzahl angeblicher Asylsuchender kommt aus Nigeria und anderen afrikanischen Staaten, mit hauptsächlich muslimischer Weltanschauung. Unterschwerend kommt hinzu, dass es sich überwiegend um junge Männer handelt.

Warum ist dies überhaupt problematisch? Eine sehr große Anzahl der in den letzten elf Jahren eingereisten Menschen sind muslimischen Glaubens. Diese wollen in Europa besser leben und hauen aus ihrer Heimat ab, anstatt zu versuchen, diese aufzubauen. Teilweise haben diese auch in ihrer Heimat Straftaten verübt und entzünden sich damit der Strafverfolgung. Bei uns angekommen wird

Wohlstand ohne Gegenleistung eingefordert und es wird offen unsere Demokratie und Lebensweise abgelehnt.

Der Großteil der Muslime lebt ihren nicht-reformierten Glauben aus, was eine eindeutige Ablehnung unserer Lebensweise bedeutet. Zusätzlich gibt es radikal denkende und handelnde Muslime und eine nachgewiesene Tendenz, sich zu radikalisieren. Diese Muslime sind sehr oft straffällig und verüben Anschläge verschiedenster Arten, darunter auch die Anschläge Berlin-Breitscheidsplatz oder aus jüngster Vergangenheit der Anschlag in Magdeburg.

aber noch viel mehr Gewalt und Morde, siehe Messermorde und auch auf Kindergartengruppen, erst vor kurzem Gruppenvergewaltigung oder auch sogenannte Ehrenmorde. Und nein, Sie, die hier vor mir sitzen von den Blockparteien, Sie brauchen nicht zu leugnen, dass die Kriminalstatistik ist hier eindeutig.

Andere sogenannte Migranten mit nicht-muslimischem Glauben sind wiederum nicht auffällig. Wem verdanken wir diese Entwicklung? Der Erosion der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Der CDU, die sich auch noch christlich nennt. Diese CDU arbeitet mit Unterstützung der SPD und Grünen an der Abschaffung des Christentums in Deutschland und hofiert eine gewalttätige radikale Glaubensrichtung.

Wer etwas für seine Bürger, seine Familie, Deutschland und Europa empfindet, sollte diese Entwicklung nicht unterstützen und zumindest aus der CDU austreten. Nun zu der aktuellen Stunde der Fragen. Ja, wie kann die Veranstalter endlich Planungssicherheit geschaffen werden? Die Planung ist kostenfrei für die Veranstalter seitens der Stadt zu erbringen. Die Stadt sollte im Voraus für alle üblichen Veranstaltungsorte diese Planung bereitstellen. Auf welche Art und Weise können Mehrbelastungen im Zuge des Einsatzes von Terrorsperren vermieden werden? Die Stellung und Unterhaltung sollte kostenfrei für die Veranstaltung sein. Die Stadt sollte diese Kosten dem Innenministerium in Rechnung stellen, da dies eigentlich Polizeiaufgabe ist. Und wie ordnet sich die Verfahrensweise der Dresdner Stadtverwaltung in die bundesweite Praxis vergleichbarer Kommunen und die Rechtsprechung ein? Unabhängig der Verfahrensweise anderer Gemeinden

keine Belastungen aufgrund Terrorschutz mit den Stimmen der AfD geben. Dankeschön.

0:42:33

Jan Donhauser

So, vielleicht mal ein kurzer Hinweis nochmal auch, Agnes, wir sind in der Aktuellen Stunde. Das ist keine Vorlage. Das ist kein Antrag. Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja. Und wenn, wenn du gerade berechtigt gesagt hast, nach drei Sekunden, das ist Schluss, dann gucke ich heute ganz genau hin, dass das bei jedem anderen auch so ist. Genau.

Okay, wir machen weiter. Steffen Kraten, CDU-Fraktion.

0:43:05

Steffen Kaden (CDU)

Sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wenn in Deutschland eine Politik seit 2015 gemacht wird, die dazu führt, dass sich die Sicherheit und Ordnung in unserem Land zum Schlechteren verändert,

Dann muss der Staat, der für die Verfahrenabwehr zuständig ist, auch die Folgen und die finanziellen Lasten schultern. Da sind wir völlig klar. Und das heißt in der Praxis, dass bei Festen und bei Veranstaltungen

der Ordnungsdienst des Veranstalters für die Sicherheit innerhalb des Festes sorgt und die entsprechenden Gefahren in den Griff bekommen muss und alles das, was von außen auf diese Veranstaltungen wirkt, durch den Staat zu regeln ist.

Und für die Veranstalterbeteiligung an den Kosten für den Zufahrtsschutz gibt es in Sachsen keine gesetzliche Ermächtigungsgrundlage, um das auf die Veranstalter umzulegen. Grundsätzlich sind die kommunalen Polizeibehörden für vorbereitende und organisatorische Gefahrenabwehrmaßnahmen zuständig.

Näheres regelt im Übrigen die sächsische Polizeigesetzgebung sowie einschlägige Gerichtsurteile, über die wir auch schon hier im Rat mehrfach gesprochen haben.

Ich möchte an dieser Stelle sehr herzlich Herrn Bratzka, unseren Bürgermeister, danken für sein umsichtiges Agieren bei der Beschaffung von Terrorschutzelementen. Wir wissen alle, wie wir im vergangenen Jahr darum gerungen haben, zum einen diese Elemente zu beschaffen und zum anderen diese zu finanzieren.

Die Kostentragung erfolgt hierbei durch die Landeshauptstadt und die Umsetzung war vorbildlich.

in meinen Dank aber auch eine Forderung einbinden. Nämlich, dass diese Aufgaben des Zufahrtsschutzes mit sofortiger Wirkung der zuständigen Bürgermeisterin Frau Jeniken zu übergeben sind. Denn unser Bürgermeister Herr Bratzka soll sich bitte auf Wirtschaftsthemen konzentrieren, auf das Personal und die IT.

Der Stadtrat hat im Dezember 2025 einen Beschluss gefasst, das Thema Terrorschutz und Zufahrtsschutz zu organisieren. Wir hatten als Stadtrat gemeinsam beschlossen, dass hierbei die Kostentragung durch Veranstalter auszuschließen ist.

Die Vorlage, die wir im weiteren Tagesordnungspunkt miteinander diskutieren, enthält nun entsprechende Kosten für die Logistik. Das entspricht nicht unserem Beschluss. Und ich bin, ehrlich gesagt, etwas erstaunt darüber, dass die Verwaltung mit dem Stadtrat hier eine entsprechende Kraftprobe unternimmt. Sie hat sich selbst zweimal eine Klatsche im Verwaltungsausschuss und im Ausschuss für allgemeine Verwaltung durch eindeutige Beschlüsse eingeholt. Denn wenn wir dem zustimmen würden, bedeutet das für die Veranstalter natürlich ein großes Risiko hinsichtlich unkalkulierbarer Kosten. Es ist unbezahlbar für Vereine und Initiativen ohne großen Geldbeutel. Wir werden in dem Fall sehen, dass Veranstaltungen verschwinden oder zumindest ihr Programm einschränken müssen, siehe Dixieland und Elbphangfest. Das lehnen wir ab. Insofern ist es folgerichtig, dass meine Fraktion beim nachfolgenden Tagesordnungspunkt 4 die Verwaltungsvorlage ablehnt durch Zustimmung zum Ausschussbericht Wirtschaftsförderung und dass wir dem Antrag der SPD im Top 5 folgen und zwar in der Fassung des Ausschussberichts Wirtschaftsförderung. Vielen Dank.

0:47:19

Jan Donhauser

Vielen Dank. Als nächster Redner Thorsten Schulze, Fraktion Bündnis 90 die Grünen.

0:47:32

Torsten Schulze (GRÜNE)

Sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen Stadträte, die Polizei hat die Aufgabe, von dem Einzelnen und dem Gemeinwesen Gefahren abzuwirken.

durch die die öffentliche Sicherheit oder Ordnung bedroht wird und Störungen der öffentlichen Sicherheit und der Ordnung zu beseitigen, soweit es im öffentlichen Interesse geboten ist. Wer bei der Polizei arbeitet oder sich mit dem Polizeigesetz beschäftigt, wird erkennen, so beschreibt das sächsische Polizeigesetz im Abschnitt 1, dann Paragraf 1, die Aufgaben der sächsischen Polizei. Das ist in anderen Bundesländern ziemlich genauso ähnlich formuliert. Und es wird auch hier kein Unterschied gemacht, ob es sich um Versammlungen, Veranstaltungen oder sonstige Ereignisse handelt, wie uns das im Verwaltungsausschuss nochmal dargelegt worden ist. Das Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit und Eigentum sind zu schützende Rechtsgüter. Und da muss ich ein Stück weit meinem Vorredner Steffen Karten widersprechen. Es ist nicht die kommunale Polizei oder Polizeibehörde, es ist die sächsische Polizei, sozusagen die Landeseinrichtung.

Veranstaltungen, ob es Konzerte oder Stadtteilfeste sind, gehören zum öffentlichen Leben und sind ein wesentlicher Bestandteil unserer freiheitlichen Gesellschaft und repräsentieren ob besondere Weise auch nochmal dann die kulturelle Vielfalt. Es wurde schon festgestellt, aktuell existiert in Sachsen keine spezifische gesetzliche Grundlage, die die Übertragung von Aufgaben der Gefahrenabwehr von außerhalb einer Veranstaltung, wie zum Beispiel dann dem Zufahrtsschutz, auf private Veranstalterinnen erlaubt.

Öffentliche Sicherheit ist nach wie vor eine staatliche Aufgabe, während private Veranstalterinnen im Rahmen dann auch der Veranstaltungsstättenverordnung für die Sicherheit auf dem eigenen Veranstaltungsgelände verantwortlich sind. Da gibt es eine klare Trennung dann an dieser Stelle. Klar ist es in den letzten Jahren, und das können wir auch anerkennen, die Polizei bei der Absicherung von Veranstaltungen, egal aus welchem Format es dann sowohl personell als auch materiell an Grenzen stößt.

Das kann allerdings nicht dann dazu führen, dass Sie sich von den Aufgaben zurückziehen, uns als Städten und Gemeinden dann dazu führen, sich von den Städten und Gemeinden aus nicht Empfehlungen zu geben und jegliche Beteiligung bei der Anschaffung von Sicherheitselementen ablehnt, so wie wir es jetzt die ganze Zeit erleben. Damit gefährdet der Innenminister und auch die sächsische Staatsregierung Veranstaltungen, weil diese dann entweder aus sicherheitsrelevanten Gründen nicht genehmigt werden oder eventuell auch aus wirtschaftlichen Gründen durch die Veranstalter abgesagt werden müssen, so wie wir es bei der Parade dann für das Dixieland Festival erlebt haben.

Die fehlende Rechtsumklage erschweren auch dann die Arbeit der Ortspolizeibehörde, weil ja letzten Endes dann nicht das Sicherheitskonzept durch das Ordnungsamt, wie hier behauptet worden ist, erarbeitet wird, sondern letzten Endes die sächsische Polizei uns gibt.

Diese fehlende Rechtsgrundlage dann erschwert diese Arbeit der Ortspolizeibehörde und der Verwaltung und schafft extreme Unsicherheit bei den Veranstalterinnen. Und das führt mittlerweile zu unverhältnismäßigen Auflagen, die dann dazu führen, dass aus Kostengründen Veranstaltungen abgesagt werden.

Die Forderung nach klaren Regelungen und politischen Entscheidungen zur Kostenübernahme und Notwendigkeit von Zufahrtsschutzmaßnahmen wird unter anderem auch von Fachverbänden wie dem Bundesverband für Veranstaltungssicherheit, dem BVVS, an die Innenministerien entsprechend auch gerichtet. Der sächsische Innenminister muss an der Stelle wirklich spezifisch zum Zufahrtsschutz bei Veranstaltungen eine klare Regelung schaffen und auch eine Finanzierung, wie diese Dinge letzten Endes dann auch bezahlt werden.

Die sächsische Polizei trägt dabei auch dann die Hauptverantwortung. Vielleicht kann der Kollege Schneider uns dann noch was dazu sagen. Er arbeitet, glaube ich, da. Und den Zufahrtsschutz im öffentlichen Raum und als Teil der Gefahrenabwehr. Das basiert, wie bereits dargestellt, auf allgemeinem Polizei- und Straßenverkehrsrecht. Eine spezifische sächsische Regelung gibt es eben halt, wie gesagt, aktuell nicht.

Die Situation bei uns in Dresden ist, dass die Stadtverwaltung kürzlich Schreiben an Veranstalterinnen, darunter auch ehrenamtlich arbeitende Vereine und Initiativen, versendet, in denen sie ohne Rechtsgrundlage eine Kostenbeteiligung an der Aufstellung von Schufahrtsschutzelementen angekündigt hat. Dies führt zu Unsicherheit, da die öffentliche Sicherheit, wie gesagt, eine staatliche Aufgabe ist, während private Veranstalterinnen für die Sicherheit auf ihren Veranstaltungsgeländen zuständig sind.

Die angekündigten Kosten, die mittlerweile dann auch teilweise mehrere tausend Euro erreichen, stellen für viele Vereine eine hohe Hürde dar, sodass einige mittlerweile auch schon überlegen, sagen wir es auch im Ausschuss, erfahren, dass ihre Veranstaltungen im Sommer diesen Jahres dann überhaupt gar nicht mehr stattfinden lassen können. Wir fordern auch an dieser Stelle nochmals die sächsische Staatsregierung auf, die im Koalitionsvertrag vom 4. Dezember

Vereinbarte Fortschreibung des Sächsischen Polizeibehördengesetzes ausdrücklich auf die... Ich komme zum Ende. ...von öffentlichen Veranstaltungen abzielt und endlich dem Landtag vorlegt und damit zu einer Klarheit schafft. Vielen Dank.

0:52:58

André Schollbach (Die Linke)

Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren, wer in dieser Stadt ein Stadtteilfest, eine Parade oder einen Festumzug durchführen will, der ist ziemlich arm dran, weil er gerät unweigerlich sofort in die Mühlen der Behörden- und Verwaltungsbürokratie und wenn er nicht aufpasst, wird er dort ziemlich schnell zermahlen. Wir können uns das anschauen. Viele wichtige Veranstaltungen und Feste, die jahrelang das Leben in unserer Stadt positiv geprägt haben, die vielen, vielen Menschen Freude gebracht haben, die gibt es gar nicht mehr oder nur noch in reduzierter Form. Bunderepublik-Neustadt weg, Hechtfest weg, die Dixieland-Parade kurzfristig abgesagt. der Festumzug zum Elbhangfest findet nicht mehr statt. Das alles ist nicht gut. Das ist keine gute Entwicklung für unsere Stadt. Und wenn wir uns jetzt anschauen bei dieser Diskussion, was sind denn die Schwierigkeiten aktuell, wenn wir über den Zufahrtsschutz reden. Es wird bei diesem Zufahrtsschutz-Thema Das ist

Wir können uns doch anschauen, gerade was kürzlich in Leipzig passiert ist. Das war ein psychisch kranker Amoktäter offenbar, der ein Fahrzeug pervertiert hat als Mordinstrument und dort durch eine Fußgängerzone gefahren ist. All der Schutz der Veranstaltungen hier in Dresden würde nicht verhindern, dass sich so etwas auch hier ereignet. Wir kennen alle die Fußgängerzonen in Dresden, wo so etwas potenziell geschehen könnte. Ich will ein anderes Beispiel nennen. Alle zwei Wochen finden die Heimspiele von Dynamo Dresden statt.

Da ist die Lennéstraße, ist der Straßburger Platz, ist der Lennéplatz dicht befolgert von Tausenden und Abertausenden Menschen. Wenn man konsequent wäre mit dem Thema Sicherheit, müsste man dort quasi diesen Stadtteil abriegeln mit Zufahrtsschutzelementen, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass auch dort solche schlimmen Ereignisse geschehen. Macht man aber nicht. Man macht's aber bei den Veranstaltern. Und da bin ich beim nächsten Thema. Wir reden ja gerade über die Finanzierung. Jetzt will man den Veranstaltern, die mit diesen Gefahren nichts zu tun haben, weil sie diese Gefahren nämlich gar nicht verursachen, will man aber die Kosten dafür auferlegen. Das ist so, wie wenn ich die Prager Straße künftig von außen absperre mit diesen Zufahrtsschutzelementen und sage allen Ladeninhabern, und jetzt bezahlt ihr dafür. Oder wenn ich eben rund um Dynamo, rund um das Stadion alles absperre und dann sage, Dynamo Dresden trägt die Kosten. Sie haben sie aber überhaupt nicht verursacht. Und deshalb will ich an dieser Stelle mal ganz deutlich sagen, wir müssen diese Diskussion mal vom Kopf wieder auf die Füße stellen. Die Veranstalter von Veranstaltungen haben ein Konzept vorzulegen, damit sie die Gefahren, die von ihren Veranstaltungen ausgehen, zum Beispiel für die Besucherinnen und Besucher, damit sie die beseitigen, damit niemand zu Schaden kommt. Wir reden hier aber von Gefahren von außen, durch Außenstehende. Und für diese Art von Gefahren, seien es Amoktaten, seien es terroristische Anschläge, Das ist eine Aufgabe des Staates. Diese Aufgabe, Terrorabwehr, das kann eine Kommune gar nicht leisten. Das ist eine staatliche Aufgabe, dort gehört sie hin und deshalb ist es grundfalsch, wenn wir hier darüber sprechen, ob denn nicht die Veranstalter von zum Beispiel Stadtteilfesten oder Festumzügen, ob die sozusagen die Kosten für diese Abwehrmaßnahmen tragen sollen oder nicht. Ich habe vorhin, als der Redner der CDU-Fraktion sprach, etwas mit dem Kopf geschüttelt, weil erst hat er den Bürgermeister Pratzka, auch von der CDU, hat er sehr gelobt und anschließend hat er abstrakt von der Verwaltung gesprochen, die hier für eine völlig falsche Vorlage vorgelegt habe. Ich will nur mal sagen, die Verwaltung, die diese völlig falsche Vorlage vorgelegt hat, das ist Geschäftsbereich Wirtschaft, Herr Pratzker, der hat diese Vorlage vorgelegt. Er schlägt dem Stadtrat vor, die Kosten auf alle Veranstalter abzuwälzen. Und ich finde, der Ausschuss für Wirtschaftsförderung hat sie völlig zu Recht einhellig abgelehnt. Ich wollte nur mal auf den Widerspruch hingewiesen haben. Meine Damen und Herren, wir müssen die Probleme dort lösen, wo sie hingehören, das Thema Terror. Abwehr und Gefahrenabwehr, das muss durch den Staat erledigt werden. Und hier richtet sich unser Blick ganz klar an den Freistaat Sachsen, der hier die Verantwortung endlich wahrzunehmen hat. Vielen Dank.

0:58:18

Jan Donhauser

Vielen Dank und wir machen weiter. Team Zastromateur Böhmer, bitte.

0:58:30

Matteo Böhme (Team Zastrow)

Sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister, verehrte Stadträte und Stadträtinnen und liebe Zuschauer. Ich gehe es mal von der anderen Seite an. Veranstaltungsleiter, Produktionsmitarbeiter, Druckkosten für Flyer, Plakate, Banner, natürlich die zusätzlichen Grafikkosten noch dazu, Kosten für Fotografen, Videografen, Werbung im Radio oder Straßenbahnen, Programmkosten für Walking Acts, für Künstler und andere schöne Sachen auf Veranstaltungen. Natürlich die Kosten für Bühnen, die notwendige Technik, ebenso die GEMA, die Künstlersozialkasse, der Veranstaltungsaufbau, eine mobile Elektroanlage, eine Wasserversorgung und natürlich deren Verbrauchskosten. Dekoration, vor allem das Material dafür, Überspannungen, Eingangsportale oder andere Aufbauten. Infrastruktur, Transporttechnik, Equipment für Straßenabsperrungen, Müllsammlung und Entsorgung. Nicht zu vergessen die Miete von den Eventlocations oder den Flächen, wo das alles stattfindet. Sicherheitspersonal, Sanitätspersonal, Monteureauf- und Abbaupersonal, Reinigungspersonal, Sicherheitskonzepte und der Genehmigungsaufwand. Vor allem die Kosten dafür. Genehmigungen für Umwelt, also Lautstärke und Geruch oder Geruch, Hygiene, Gesundheit, Denkmalschutz, Stadtentwässerung, Gewerbebetrieb, Straßenverkehrsangelegenheiten, Brandschutz, Sanitätsdienst, Baugenehmigung. Ach, fast hätte ich die Polizei und das Ordnungsamt vergessen.

Ah, vergessen wir die Veranstalterversicherungen nicht. Ich spreche hier nicht gezielt vom Elbhangfest oder dem bunten Sommer-Neustadt, dem Stadtteilfest St. Pichen oder dem Dixieland-Festival. Auch nicht von den ganzen wunderschönen Großkonzerten, ob in der Rinne, bei den Filmnächten am Elbufer, im Stadion oder eben auch in der Innenstadt. Ich spreche auch nicht von den Weihnachtsmärkten,

den Stadtfest oder anderen Traditionsveranstaltungen. Ich spreche allgemein von allen Veranstaltungen. Das, was ich sagte, das sind die Basics, die jeder Veranstalter, egal ob ehrenamtlich oder wirtschaftlich, zu tragen hat.

Da kommt jeweils noch eine ganze Menge individuelle Kosten ganz oben mit drauf. Und all diese ganzen Kosten sind in den vergangenen Jahren durch steigende Mitarbeiterkosten und Verbrauchskosten im Bereich Energie vor allen Dingen gigantisch in die Höhe gegangen, fressen förmlich jede Einnahme der Veranstaltungen auf. Ich sage Ihnen, Veranstaltungen bringen im Umlauf viel für die Stadt.

vor allem für die Stadt, Arbeitsplätze steuern, andere profitieren davon. Doch Veranstalter selber zu sein, ist und wird zunehmend sehr, sehr unattraktiv. Nun kommt also die Ortspolizeibehörde und diktiert allen Veranstaltern Kosten für die öffentliche Sicherheit, Kosten für und um die Logistik des Zufahrtsschutzes in das Lastenheft hinein.

Das ist auch recht komfortabel von oben nach unten. Die allgemeine geopolitische Lage ist angespannt. Das Bundeskriminalamt geht von einer abstrakten Gefährdungslage aus, spricht Empfehlungen an die Länder aus. Die Landespolizei wiederum empfiehlt den Kommunen, was zu tun ist. Die Oberbürgermeister, Bürgermeister wollen dafür nicht haften, schauen in ihre klammen Stadtkassen hinein, um das Ganze zu finanzieren und sehen da kein Geld.

muss eben der Veranstalter dafür gerade stehen, diese ganzen Empfehlungen umzusetzen und zu bezahlen. Und weil ja alle Veranstalter am besten den Oberreibach machen, sollen auch die Veranstalter am besten gleich alles bezahlen.

Mehrere Verwaltungsgerichte in ganz Deutschland bestätigen da, Terrorschutz und Gefahrenabwehr ist Aufgabe des Staates. Zufallsschutzmaßnahmen dienen der präventiven Abwehr abstrakter Gefahren durch terroristische oder eben, wie wir lernen durften, psychische Angriffe und sind Teil der staatlichen Sicherheitsvorsorge gegenüber der Bevölkerung.

nicht der privatwirtschaftlichen oder ehrenamtlichen Verantwortung von Veranstaltern. Herr Oberbürgermeister, rechnen Sie die Kosten bei der Stadt Dresden zusammen und schreiben Sie diese in den nächsten Haushaltsvorschlag. Da gehören Sie nämlich hin. Gehen Sie zu Land und Bund, denn die sind diejenigen Besteller mit Ihren Empfehlungen. Meine Damen und Herren, Zufahrtsschutz ist eine Pflichtaufgabe der öffentlichen

Genauso wie die Sozialkosten oder die Bildung. Dankeschön.

1:03:47

Ralf Böhme (BSW)

Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich habe einen Teil der Debatte am Anfang verpasst. Insofern darf ich jetzt voraussetzen, dass die wichtigsten Argumente auch aus unserer Sicht vielleicht schon genannt wurden. Natürlich haben wir als Stadtrat die Verantwortung, die Veranstaltungen, die unsere Stadt oder das Leben in unserer Stadt ja auch besonders reich machen, zu schützen. Und das bedeutet eben auch, dass Kosten, die von außen, also aus behördlicher Ecke den Veranstaltern für die Sicherheit aufgezwungen werden, nicht von diesen selbst zu tragen sind.

Das muss also durch, wie ja auch schon richtig gesagt wurde, eigentlich durch eine Weitergabe an höhere Ebenen auf Landesebene und Bundesebene geschehen. Und was aber definitiv hier auch noch hinzugefügt werden sollte, ist, dass wie in anderen Bereichen auch,

die Vernunft oder die Abwägung oder die Betrachtung der Verhältnismäßigkeit bei diesen Themen auch ursächlich dafür ist, dass überhaupt diese Kosten in dieser Höhe entstehen. Denn die Gefahrenbeurteilung, das durften wir uns ja jetzt vor kurzem im Ausschuss erklären lassen, die vom BKA im Zusammenhang mit den LKAs erstellt wird, Und die daraus abgeleiteten Auflagen sind ja immer, und das, was sozusagen auf Verwaltungsebene, auch hier im Hause von Herrn Pratzka, daraus gemacht wird, sind ja immer darauf abgestellt, dass im Falle des Falls, also im Worst Case, es gibt wieder einen Einschlag, man zumindest, also man in diesem Sinne oder in diesem Fall von behördlicher Seite darauf hinweisen kann, man hat ja alles getan, was notwendig war, um das zu verhindern, aber es war leider dann doch nicht zu verhindern. Und das heißt natürlich, wir machen immer die oberste Ebene, was Ausrüstung oder Schutzausrüstung und damit auch Kosten betrifft. Und wir müssen uns aber darüber im Klaren sein,

Der Charakter von Waffen, von Hilfsmitteln für Anschläge, klingt ein bisschen komisch, wird sich aber ändern. Das heißt, wir werden auch mit dem maximalen Schutz weitere Anschläge wohl nicht ganz verhindern können und deswegen auch hier ein Appell für mehr Verhältnismäßigkeit. Danke.

1:05:59

Jan Donhauser

Vielen Dank. Dann machen wir weiter FDP, Freie Bürger. Patrick Probst, bitte.

1:06:13

Patrick Probst (FDP/FB)

Sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister, liebe Kollegen, Terrorschutz ist staatliche Aufgabe. Also es ist die Aufgabe des Freistaates Sachsen. Deswegen frage ich mich, weshalb wir uns jetzt hier im Stadtrat mit der Verwaltung streiten, wer die Kosten für den Terrorschutz zu tragen hat. Letztendlich haben wir

Das heißt, wir, die Stadträte und auf der anderen Seite die Verwaltung, die Suppe auszulöffeln, die uns der Freistaat eingebrockt hat, weil er einfach nichts tut. Der Freistaat hat nichts anderes auf dem Kasten, als die sächsische Polizei damit zu beschäftigen, eine Gefährdungsanalyse zu geben. Das ist der Terrorschutz des Freistaates.

Und die wird dann ganz entspannt an die Landeshauptstadt Dresden weitergereicht, damit diese dann die Gefährdungsanalyse mit den entsprechenden Auflagen an die Veranstalter weiterreichen kann. Und das kann es nicht sein.

Man muss der Verwaltung insoweit aber gleichwohl auch, und das hat hier noch keiner gesagt, auch mal danken, dass hier die Landeshauptstadt Dresden schon für den Terrorschutz, obwohl es eben nicht Aufgabe der Landeshauptstadt Dresden ist, obwohl es Aufgabe des Freistaates Sachsen ist, hier eine Vielzahl von Terrorschutzelementen angeschafft hat und die auch kostenlos zur Verfügung steht. Das ist auch erstmal lobenswert und das ist auch der richtige Weg.

Aber dass die Landeshauptstadt Dresden hier in vorauseilendem Gehorsam hingeht und jetzt sagt, weitere Kosten können wir nicht mehr stemmen, was nachvollziehbar ist, wir wissen alle, wie es im Haushalt aussieht, und diese Kosten dem Veranstalter auferlegen will, das geht nicht.

Vielmehr sollte die Landeshauptstadt Dresden mal hergehen und auch wirklich dafür Sorge tragen, dass nicht in diesem Raum, sondern ein Stück Elbabwärts in dem Raum darüber gesprochen wird und endlich auch mal Taten folgen, echte Taten zum Terrorschutz. Dass hier der Freistaat Sachsen seiner Verantwortung auch mal wirklich gerecht wird.

Man kann hier nur hoffen, dass es auch mal einen Veranstalter gibt, der hier mit einem Verlangen nach einem Konzept wirklich belastet wird, dass er sich da auch mal wirklich rechtlich zur Wehr setzt.

dort auch zu Gericht zieht und sagt, das mache ich nicht mit. Denn eine andere Sprache als die Sprache der Gerichte versteht der Freistaat Sachsen offenbar nicht und versteht auch unser Innenminister nicht. Und deswegen mein Appell auch an den Oberbürgermeister, er möge endlich rechtliche Mittel ergreifen, um hier den Freistaat Sachsen mal in die Verantwortung zu nehmen. Vielen Dank.

1:09:19

Jan Donhauser

Vielen Dank und zum Abschluss der Fraktionsrunde Max Aschenbach für die PVP-Fraktion.

1:09:35

Maximilian Aschenbach (PVP)

Guten Tag, mein Name ist Max Aschenbach, Reimer für die PVP-Kooperation. Ein P steht für die Partei.

Zunächst ein Zitat von Karl Jaspers, dann ein Gedicht. Die Grenze der Sicherheit ist dort, wo die Freiheit durch falsche Freiheit selber vernichtet, wenn Gesetzlichkeit durch Gesetz aufgehoben werden soll. Die menschlichen Dinge gestatten keine absolute Sicherheit. Freiheit kann sich nur durch Freiheit im Risiko behaupten. Wer absolute Sicherheit will, will die Unfreiheit und den politischen Tod.

Der Wille zur absoluten Sicherheit drückt eine Gesinnung aus, die die Wirklichkeit des menschlichen Daseins nicht anzuschauen wagt, nicht in das Antlitz der unerbittlichen Gorgo blicken, sondern sie als nicht vorhanden ignorieren möchte. Wohin treibt die Bundesrepublik 1966? Sehr lesenswert, um das Elend hier beschrieben zu haben. Terrorgedicht.

Striesen, Striezel, Elbhangfest, Mensch feiert gern, wenn man sie lässt. Es stört dabei geschreie Gestank und Schmutz, Viel weniger als Zufahrtsschutz. Denn Bratwurst, Klühwein, Krempelladen Sind verstellt durch Barrikaden. Sicher soll die Fatsche sein, Sonst fährt noch einer mitten rein.

Auf und neben Huckelpisten alles voller Terroristen. Mit Messer, Sprengstoff, Pkw tun sie der deutschen Seele weh. Die einen wollen Glühwein saufen, die anderen ständig Amok laufen. So erzählt die Polizei, Horrorbilder steht dabei. Wurzen, Leipzig, Lichtenhagen, wer Volksfest will, soll Volksfest haben, aber für die Sicherheit durch Beton Gefahr befreit. Gefeiert wird auch hinter Mauern, wissen Dresdner Striezelbauern. Ist halt doof, macht wenig Spaß, ach was soll's, noch ein Glas. Besoffen, dann Kontrolle losen, sicher noch nach Hause grusen, Mutti noch mal eine watschen, morgen Abend Penner klatschen.

Wie war das jetzt mit Terrorsperren? Wer soll die Dinger wohin zerren? Und wofür? Für gegen wen? Wir sollten ohne feiern gehen. Es gibt sie nicht, die Sicherheit, von der ihr Warnis immer schreit. Wo Menschen sind, da wird gelogen, geklaut, gehauen und auch betrogen. Im Stadtrat ist das guter Ton. Der Muse-Mann, ein Hurensohn. Hier gisst der deutsche Terrorist zusammen mit dem Polizist, denn das ist List, nicht der Bulleinrassist. 20 Tote jedes Jahr stapelt unsere Bullenschar. Gesundheits- und Sozialsystem lässt Tausende mit Absicht gehen. Ist gut für alle, großes Glück, beste deutsche Politik. So, dass unser Muselmann doch nur neidisch staunen kann. Denn Terror, Elend und Gewalt kommt meist vom Staat. So ist das halt.

1:12:47

Jan Donhauser

So, an dem spärlichen Applaus haben wir gesehen, dass das jetzt nie der Börner war hier. Aber... Was hast du? Kann ich jetzt mal hier meine Meinung sagen? Ja, ja, ist ja gut. Ihr habt ja immer recht. Ist klar.

Ist klar. Und trotzdem sage ich ganz eindeutig, mit Lichtenhagen hier was zu vergleichen, das gehört sie nicht. Punkt.

So. Und jetzt zum Abschluss der Aktuellen Stunde nochmal Herr Pratzker.

1:13:28

Jan Pratzka

Ja, sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für die Statements. Vielleicht nochmal, was wir im letzten Jahr gemacht haben, ist ja einiges. Wir haben Elemente angeschafft,

Und wir haben Regelungen entworfen, die heute noch Gegenstand sind, zum Teil in der Diskussion, was die Kosten betrifft, aber wir erst mal organisieren, ich sage es bewusst, geschäftsbereichübergreifend, einen Rahmen, wo wir uns als Stadt auch gut bewegen können für die Gewährleistung des Zufahrtsschutzes. Der Rahmen, in dem wir uns aber bewegen, auch als Kommune, genauso wie Veranstalter, ist eben so, dass wir gesetzliche Regelungen haben, die

für uns nie ausreichend sind. Deswegen waren wir über den SSG im SMI im Gespräch und sind jetzt gemeinsam mit der Stadt Leipzig und Chemnitz auch im Gespräch, im Austausch, um gemeinsam auf Landesebene nochmal was zu bewegen. Wir haben die Kosten für die Anschaffung gestemmt, auch mit ihrer Unterstützung aus städtischem Haushalt. Wir haben Logistikkosten für eigene Veranstaltungen gestemmt. Und was eben offen ist und was wir beziffert haben, sind eben die Summen von ca. 450.000 Euro, wenn wir den Zufahrtsschutz für alle Veranstaltungen entsprechend übernehmen. Hier verweise ich, wie das ist, eine Schätzung, die wir entsprechend mit einer Hausbeteiligung bei uns

an Sie am 10. Juni 2026 entsprechend auch beziffert haben. Das als Statement. Ich wünsche mir, dass wir im Miteinander auch mit dem Land dort eine Lösung hinbekommen.

Vielen Dank. Damit würden wir die aktuelle Stunde schließen.

Beschluss

erledigt

TOP 4 & 5: Rahmenbedingungen zu Finanzierung, Unterhalt und Überlassung von Sicherheitseinrichtungen Beschluss: Ablehnung

1:15:12

Jan Donhauser

Können wir uns darauf verständigen, dass wir vier und fünf zusammen behandeln? Wenn da kein Widerspruch ist, würden wir das so machen. Da rufe ich jetzt Top 4 und Top 5 auf. Bei Top 4 gibt es einen Änderungsantrag, der wurde zuerst eingebracht werden können. Das ist Herr Lorik. Und dann würde man in die Fraktionsrunde einsteigen. In der Reihenfolge, wie ich es vorhin schon mal gesagt habe, würde man dann doch mit BSW, wenn gewünscht, anfangen. Auf jeden Fall erst mal der Änderungsantrag, Herr Lorik, bitteschön.

Zur Vorlage, jetzt nicht zum Antrag, aber Änderungsantrag zur Vorlage, bitte.

1:15:55

Jens Lorek

Meine sehr verehrten Damen und Herren, der Änderungsantrag, der Ihnen vorliegt, ist überwiegend technischer Natur. Soweit ich mich richtig orientiere, ist unter den Anwesenden hier kein aktiver Soldat, richtig?

Okay, aber einige, die Wehrdienst geleistet haben in unterschiedlichen Stellen und deswegen ungefähr imstande sind, die Sperrwirkung von den hier genannten Sicherungselementen ungefähr einzuschätzen. Moment.

dass wir überhaupt in die Notwendigkeit kommen, Zufahrtsschutz zu errichten, gehört zu den Änderungen im Stadtbild, von denen der Bundeskanzler gesprochen hat. Vor dem Jahre 2016 hat diese Notwendigkeit nicht bestanden. Und seit also diese Notwendigkeit da ist, stellt sich die Frage, wie das zu bezahlen ist. Und jetzt muss ich Ihnen etwas sagen, was ich Ihnen wirklich nicht gerne sage.

Da kommen wir wieder zur Lorex-Bücherstunde. Und zwar ist es diesmal eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Januar 2025, die bis jetzt noch von niemandem in die Debatte eingeführt worden ist. Es handelt sich um ein Urteil des Ersten Senats vom 14. Januar 2025 und da lautet der Leitsatz,

Die Verfassung kennt keinen allgemeinen Grundsatz, nach dem die polizeiliche Sicherheitsvorsorge durchweg kostenfrei zur Verfügung gestellt werden muss. Sie ist keine allgemeine staatliche Tätigkeit, die zwingend ausschließlich aus dem Steueraufkommen zu finanzieren ist. Also auch wenn viele das hier anders vertreten haben, leider nein. Es ist möglich, dem Veranstalter Kosten für die Sicherheit aufzulegen. Entschieden wurde es anhand eines Hochsicherheits- und Hochrisikospiels in Bremen, Bremen-Hamburg. Ich kenne mich da mit Fußball nichts aus und da ist es auch richtig zu und her gegangen und da ging es um 400.000 Euro. Und ja, der Fußballveranstalter hat diese 400.000 Euro zahlen müssen. Bleibt die Frage, wie bitte?

Herr Kollege, ich habe Sie ganz schlecht verstanden. Vielleicht können Sie mir das hinterher sagen. Mein Änderungsantrag nun bezieht sich auf die Liste von Elementen, die uns dort vorgelegt worden sind. Das sind sechs Elemente, die identifizierbar sind. Und bei zwei Elementen, die ich Ihnen aufgeschrieben habe, sorry, bei aller Liebe, die gibt es nicht. Das eine ist der Name einer Firma, die Sperrmittel anbietet und das zweite, das lässt sich überhaupt nicht zuordnen, das ist vielleicht ein falsch geschriebener Firmenname, könnte sich eventuell um eine Nizza-Sperre handeln, weiß ich einfach nicht.

Deswegen ist mein Änderungsantrag, diese zwei Posten, die ich in dem schriftlichen Teil angebracht habe, aus der Liste zu streichen. Generell aber ein Hinweis. Laut dem Papier, dessen Änderung ich antrage, ist es nur ein Angebot der Stadt, diese Elemente zu benutzen. Keinesfalls ein Zwang. Und bei aller Liebe, ich würde meine Sicherheit nicht einer vom Baubürgermeister Kühn geführten Behörde anvertrauen.

Es gibt ausreichend viele private Anbieter, die sichere Leistungen erbringen und meines Erachtens auch kostengünstiger. Mein Rat an alle diejenigen, die Veranstaltungen machen, nehmen Sie nicht die Leistung der Stadt in Anspruch. Richten Sie einfach Ihre Sperren aus Fahrzeugen, die Sie rundherum auffahren, LKWs, Müllfahrzeuge und so was haben eine exzellente Sperrwirkung. Und wer ganz sicher sein will, der verwendet spanische Reiter, nicht die Holzimprovisation, sondern die industriell hervorgefertigten aus Winkeleisen. Die Dinger halten sogar Panzer auf und sind bei weitem billiger als alles, was hier in der Liste steht. Sie sehen nur richtig hässlich aus wie Krieg. Und Krieg ist das, was seit 2016 über uns gekommen ist. Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass Baubürgermeister Kühn zurücktreten muss.

1:20:05

Jan Donhauser

So, und um auch hier die Balance halten, auch damit bin ich nicht einverstanden, was gerade gesagt worden ist.

Nur, dass das klargestellt wird. Und wir würden jetzt in die Fraktionsrunde... Wie? Steht bei mir nichts dran. Ach, hier euren eigenen, ja. Alles gut, alles gut. Dann machen wir weiter. Erst mal Antrag SPD-Fraktion, bitteschön.

Ja, ja, alles gut.

1:20:41

Kristin Sturm-Karls (SPD)

gerne abkürzen. Genau, weil unser Antrag, den ich jetzt gerne noch kurz einbringen möchte, war eigentlich Gegenstand auch dieser aktuellen Stunde, die wir schon bereits im April beantragt haben. Damals hatte das Ordnungsamt Kosten an Drohungen an Veranstalter verschickt. Man müsste jetzt damit rechnen, wenn man die Zufahrtselemente in Anspruch nimmt, dass man auch diese Logistikkosten zu tragen hat, ohne eine konkrete Zahl. Und wir hatten hier lediglich den Oberbürgermeister beauftragt, dies sofort zu unterlassen und auch weiterhin im Dialog mit den Veranstaltern und Veranstalterinnen zu treten. Ich bin dafür, dass wir vielleicht dann auch die Debatte so langsam zumachen. Ich glaube, die Argumente sind ausgetauscht. Die Aufträge sind in Auftrag gegeben, sozusagen. Und ja, dass wir uns dann heute auch noch anderen wichtigen Dingen widmen können und vielleicht morgen nicht so lange sitzen. Danke. Also ich bitte natürlich um Zustimmung. Ja, danke.

1:21:39

Jan Donhauser

Okay, vielen Dank. Und dann würden wir jetzt die Fraktionsrunde starten. BSW-Fraktion? Nein. Dann FDP, Freie Bürger? Nein. BVP-Fraktion, Herr Dr. Schulte-Wissemann, bitte.

1:21:58

Dr. Martin Schulte-Wissermann (PVP)

Sehr geehrter Herr Staatsbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Menschen im Saal und draußen im Stream, ich versuche es kurz zu machen. Der WIFE hat sich 10 zu 0 zu 1, also fast einstimmig und ohne Gegenstimme, für einen Text entschieden. Das kommt sehr selten vor und ich möchte hier nur sagen, weil meiner Meinung nach dieser Text interpretationsfähig ist für eine kreative Verwaltung. Ich möchte der Verwaltung sagen, hier, und ich werde mir dieses Video aufheben, dieser Text ist nicht zu interpretieren, sondern die Botschaft von dem Votum heute hier in diesem Saal ist ganz deutlich, Terrorschutz und alles, was da drumherum ist,

ist vom Staat zu bezahlen. Und wenn die Stadt das nicht irgendjemand anderes aufdrücken kann, dann müssen wir als Stadt das bezahlen. Das ist nicht Aufgabe der Veranstalter. So, das soll ich nochmal deutlich gemacht haben. Und damit, ich glaube, wir kriegen heute ein seltenes Bild hier in diesem Stadtrat hin. Ziehen wir es durch.

1:23:00

Jan Donhauser

Vielen Dank. Dann machen wir weiter, AfD-Fraktion.

1:23:03

Steffen Hanisch (AfD)

Herr Harnisch, bitte.

Herr Staatsbürgermeister, liebe Kollegen, liebe Gäste, die Sicherheit der Bürger und der Bürgerinnen ist ein höchstes... Bitte? Ja klar, da sind wir doch völlig tiefenentspannt.

Das ist das höchste Gut unserer Gesellschaft. Worüber reden wir hier eigentlich seit vielen Monaten? Es geht um Gefahr. Eine Gefahr liegt vor, wenn ein Zustand oder eine Entwicklung erkennbar ist, die zu konkreten Verletzungen rechtlich geschützter öffentlicher und privater Interessen führen könnte. Gefahrenabwehr. Die Gefahrenabwehr bezeichnet die Vorbeugung und die Bekämpfung von Gefahren vor staatlichen Stellen, insbesondere durch die Ordnungsbehörden und die Polizei. Prävention bezeichnet im weitesten Sinne die Summe aller vorbeugenden Maßnahmen, um diese Gefahren zu verhindern. Dann gibt es die örtlich und zeitlich begrenzten Gefahrengebiete.

ist ein räumlich beschränkter Raum, in dem besondere polizeiliche Befugnisse gelten und die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten ist. Und da sind wir genau bei unserem Thema, nämlich den Veranstaltungen.

Es ist auf gesetzlichen Grundlagen geregelt, und zwar im Bundes- und im Landesrecht. Beziehe mich hier auf das Grundgesetz, auf die Gefahrenabwehrverordnungen, Bundesrechtsanwaltsordnung, Verwaltungsverfahrensgesetz. Warum sage ich das? Der Staat und das Land haben also die Pflicht, die Sicherheit für Veranstaltungen zu gewährleisten. Dies gilt für Gefahren,

die von außen in die Veranstaltung hineinwirken können. Dass sich unsere Verwaltung und die Ausschüsse mit dem Thema Zufahrtsschutz befassen, ist sicherlich löblich und die Zusammenarbeit mit den Ordnungsbehörden ist auch nötig.

Wo wir aber aneinander vorbeireden, sind die Kosten für die erforderlichen Maßnahmen. Wir haben also im Ausschuss ausgiebig in zwei Lesungen, in mehreren Sitzungen über das Thema gesprochen. Man hat sich auch Mühe gegeben, professionelle Leute an den Start zu bekommen, die Antworten geben können. Aber eigentlich haben wir aneinander vorbeigesprochen.

Die Verantwortung ist klar im Gesetzen geregelt und folglich auch geregelt, wer die Kosten zu tragen hat. Und das ist Bund und Land, niemand anders. Niemals werden wir als AfD zustimmen, irgendwelche finanziellen Aufwendungen auf den Veranstalter abzuwälzen.

Der Veranstalter hat weiterhin die Pflicht, für Ordnung in der Veranstaltung selbst zu sorgen und trägt auch dafür selbstverständlich die Kosten. Das ist schon immer so gewesen und wird so bleiben. Aber mehr auch nicht. Wir werden der Federfirmenbeschlussempfehlung wie viel natürlich folgen, so wie wir auch dort schon abgestimmt haben. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

1:26:23

Jan Donhauser

Dann Agnes Czarnecki, Fraktion Bündnis 90 Die Grünen, bitteschön.

1:26:31

Agnes Scharnetzky (GRÜNE)

Sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bürgerinnen und Bürger. Da es hier offenbar sonst niemand für nötig hält, ist es mir ein Anliegen, zu Beginn nochmal zu sagen, dass das, was wir von Herrn Pinkert hier relativ zum Beginn der Debatte gehört haben, ist unsäglich. Es war Hetze, die nichts mit dem Thema zu tun hatte und es war sachlich an vielen Stellen falsch. Ich fand umso bemerkenswerter, dass bei Herrn Kaden durchaus Zungenschläge kamen, die sich bestimmte Wendungen zu eigen gemacht haben, nämlich dass das irgendwas mit 2015 zu tun würde. Auch das ist schlicht falsch.

Denn tatsächlich, wer das recherchiert, stößt da auch drauf. Wir haben in Deutschland genau zwei Fälle, wo Anschläge mit einem Auto verübt wurden und als Terror eingestuft worden sind. Das war einmal Berlin 2016.

Überhaupt keine Konsequenz auf kommunaler Ebene. Und der zweite Fall war letztes Jahr in München, wo ein terroristischer Anschlag auf eine Gewerkschaftsdemonstration verübt worden ist. Alle anderen Amokfahrten sind als Amokfahrten Amokfahrten zu werten. Auch in Magdeburg geht man von einer Amokfahrt aus, von einer Person, die im Verdacht steht rechtsextrem zu sein und die aber offenbar, und das hat sie als Motivlage dargestellt, mit irgendwelchen Behörden unzufrieden war, dass es alles Männer waren, haben wir schon gehört, das muss man jetzt nicht nochmal sagen. Vor dem Hintergrund bitte ich wirklich hier um ein ganz kleines bisschen Detailversessenheit. Es geht um Zufahrtsschutz, meine Damen und Herren. Es geht um Zufahrtsschutzelemente. Viel, was das Thema Sicherheit betrifft, wurde insbesondere von Herrn Schollbach schon sehr gut und richtig eingeordnet. Meine Damen und Herren, auch wir sind nicht der Meinung, und das hat Thorsten Schulze ausführlich begründet, dass diese Kosten auf die Veranstalter umgelegt werden können. Und wir wollen natürlich die Veranstaltungsszene in Dresden nicht über Gebühr belasten. Aber wir hatten am Montag einen Aktionstag zu Kommunalfinanzen. Und das, was hier passiert ist, dass ohne Grundlage und dass das weitestgehend ohne Grundlage ist, ergibt sich auch aus der Beschlusskontrolle aus Februar, die auf unseren Antrag gefolgt ist, der hier im Dezember gemeinsam verabschiedet wurde, die relativ ohne Grundlage

landet eine polizeiliche Aufgabe, die vom Freistaat Sachsen zu tragen ist, hier bei uns in der Kommune. Unsere Kommune interpretiert das so, wie Sie das draußen an den Zufahrtsschutzelementen sehen können. Wenn Sie in Chemnitz über den Weihnachtsmarkt gehen, sieht das ehrlicherweise schon ganz anders aus. Und dann sagen wir, okay, und jetzt entstehen diese Kosten und diese Kosten können wir dem Veranstalter nicht aufbürden, da sind wir uns sehr einig. Und was passiert dann? Diese Kosten werden auf auf uns alle umgelegt, die werden im globalen Haushalt rausgenommen. Es werden Dinge nicht passieren können, weil wir das tragen müssen und das kann nicht sein. Hier erwarte ich, genauso wie auch Herr Probst das schon deutlich gemacht hat, dass der Freistaat endlich seiner Verantwortung gerecht wird und hier als Freistaat die staatliche Aufgabe der Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger übernimmt.

Ein letzter Zungenschlag noch. Ich fand das ganz bemerkenswert, eben auch das Lob für Herrn Pratzka. Herr Pratzka ist ja der zuständige Beigeordnete für Sicherheit. Wenn wir daran was ändern wollen, müssen wir wieder an die Hauptsatzung ran, sind wir auch wieder am Anfang der heutigen Stadtratssitzung. Solange das noch so ist, wird es auch so bleiben. Und dann ist Herr Bratzka eben auch für den, meine Damen und Herren, Zufahrtsschutz zuständig, weil es offenbar immer wieder Menschen gibt, die sich ein Beispiel daran nehmen, dass man mit einem Auto sehr schnell sehr viele Menschen schwer verletzen oder töten kann. Und an der Stelle auch nochmal mein herzliches Mitgefühl mit allen Menschen, die da in letzter Zeit zum Opfer geworden sind, auch mit ihren Angehörigen. Das ist unglaublich schlimm und ich möchte nicht in ihrer Haut stecken. Und ich verstehe, dass wir alles tun müssen, um das in Zukunft zu verhindern. Vielen Dank.

1:30:45

André Schollbach (Die Linke)

Herr Erster Bürgermeister, meine Damen und Herren, das Problem ist ja, dass die Veranstalter von Festen in einer Zwickmühle sind, in einer Zwangssituation. Die Behörden verlangen von denen, dass sie diese Zufahrtssperren aufstellen. Und wenn sie das nicht machen, dann kriegen Sie diese Veranstaltung nicht genehmigt. Das heißt sozusagen, Sie haben die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder Sie fressen diese Auflage und bezahlen dann dafür oder es passiert das andere. Und das ist die Schwierigkeit dabei. Und viele können es aber einfach nicht mehr finanziell schultern. Und die Konsequenz ist, dass dann eben auch Feste und Veranstaltungen ausfallen. Und da muss man die Entscheidung treffen, will man das oder nicht. Ich möchte auf einen zweiten Punkt zu sprechen kommen. Und zwar das hinter der Vorlage von CDU-Wirtschaftsbürgermeister Pratzke liegende Prinzip. Und das muss man dann weiterdenken. Was ist das Prinzip? Wir haben, das ist beschrieben worden, die Gefahren von außen. Sie sollen abgewährt werden und dafür werden die Kosten auf die Veranstalter abgewälzt. Jetzt muss man doch konsequenterweise überlegen, was bedeutet das denn im Hinblick auf weitere Gefahren,

Wir haben inzwischen ganz verbreitet, kann man quasi in jedem Elektronikmarkt kaufen, eine Drohne. Eine Drohne lässt sich sofort, man kann sie zivil einsetzen, um ein bisschen zu spielen, um Fotoaufnahmen zu machen, um hin und her zu fliegen, was auch immer. Man kann sie aber auch pervertieren. Man kann sie einsetzen, zielgerichtet, um anderen Menschen zu schaden. Und wenn man das in Verbindung mit Sprengstoff macht, hat das ein erhebliches Gefahrenpotenzial für große Veranstaltungen. und für viele Menschen. Dann müsste man jetzt weiterdenken, gut, wie sollen wir denn unsere Märkte absichern gegen Angriffe von Drohnen? Zum Beispiel mit großen Netzen oder mit dem großflächigen Einsatz von Störsendern. Das lässt sich technisch alles realisieren, wenn man das möchte. Sollen dann auch die Veranstalter die Kosten dafür bezahlen?

Oder heutzutage ist es, wenn man hinreichend kriminelle Energie mitbringt, durchaus möglich, Sprengmittel zu beschaffen oder herzustellen. Mit entsprechenden Sprengmitteln, eingesetzt auf einer großen Veranstaltung, lässt sich sehr viel Personenschaden

anrichten. Konsequenzerweise müssten wir jetzt überall an allen Zugängen zu Märkten, zu Veranstaltungen entsprechende Detektoren aufstellen, wie in Flughäfen.

Wollen wir wirklich, dass das Realität wird? Und wer soll das dann bezahlen? Auch die Veranstalterinnen und Veranstalter? Wir können das immer weiterdrehen. Es wird nur nicht besser. Die Situation in unserer Stadt wird nicht besser. Es wird nur dazu führen, dass letztlich kein vernünftiges, ziviles Leben mehr stattfindet. Dass die Menschen das, was Freude macht, was das Leben in unserer Stadt ausmacht, nicht mehr erleben können. Und das wollen wir nicht. Und deshalb sagen wir ganz klar, diese Aufgabe der Allgemeinheit muss die Allgemeinheit finanzieren. Und deshalb ist dieser Ansatz, die Kosten, die Aufwände auf die Veranstalter abzuwälzen, nicht richtig. Und deshalb werden wir das auch ablehnen. Vielen Dank.

1:34:32

Jan Donhauser

Vielen Dank. Dann frage ich noch mal die SPD-Fraktion.

Erstmal könnt ihr das Schlusswort dann noch machen. Dann Team Zastrow, keine Wortmeldung. Dann haben wir die Fraktionsrunde geschlossen und Thilo Kießling hat sich gewendet.

1:35:01

Tilo Kießling (Die Linke)

Herr Bürgermeister, meine sehr geehrten Damen und Herren. Herr Pinkert heißt er, glaube ich, von der AfD, hat hier geredet. Agnes Janecki hat schon probiert, ihm entgegenzutreten. Danke dafür. Und ich will das auch noch mal tun, weil was sehen wir denn? Wir sehen also tatsächlich in diesem Land terroristische Kräfte, die das, was das Land ausmacht, angreifen. Natürlich gibt es die. Die gab es übrigens auch schon vor 2015 und möglicherweise sind seit 2015 noch ein paar mehr dazugekommen. Möglich. Und das, was sie angreifen in diesem Land, ist eine Gesellschaft, die vielfältig und weltoffen ist. Diese Gesellschaft wird angegriffen. Sie mögen keine Vielfalt, sie mögen keine Offenheit, sie mögen keine Freiheit. Das ist der Punkt. Und die AfD hört es schon. Die Pinkertsche Rede vorhin, meine Überzeugung, dass es sich um eine Faschisten-Ecke gehandelt hat, einfach nur noch stärkt. Was passiert also?

In vorauseilenden Gehorsam werden, um diesen Terroristen entgegenzutreten, Schutzelemente eingebaut. Und ich empfehle allen, mal bei YouTube einzugeben, Volker Pispos, wovor haben Sie Angst? Das ist von 2007. Und er zählte auf, wovor haben Sie Angst? Damals war es Al-Qaida übrigens. Al-Qaida ist schon lange her. Und er zählte auf, woran in diesem Land man eher sterben kann als an terroristischen Anschlägen. Ein kleines Beispiel nur, man ist an Corona eher gestorben. Aber da hat diese Seite nichts dafür getan, dass da Vorsorge getroffen wird. Im Gegenteil, sie greifen die Vorsorge bis heute an. Oder man kann viel häufiger sterben bei Unfällen auf der Autobahn. Da würde ein Tempolimit gut Vorsorge sein. Das interessiert Sie aber nicht, da sind Sie dagegen.

Weil diese Art zu sterben, die ist Ihnen egal. Es geht Ihnen nämlich überhaupt nicht um die Sicherheit, die der Staat natürlich gewährleisten muss, das ist eine seiner Aufgaben, sondern es geht Ihnen darum, eine bestimmte Gruppe von Menschen anzugreifen und in diesem Angriff aber dabei zu verstecken, dass Sie eigentlich eine politische Gewinngemeinschaft sind. Denn es gibt noch eine Gruppe, die in diesem Land Vielfalt, Weltoffenheit und Freiheit nicht will. Und das ist die AfD. Und sie ist begeistert von diesen Zufahrtssperren, die ja den Menschen in dieser Stadt Angst machen. Und wenn man in den Kommentarspalten in den sozialen Medien schaut, sieht man, huh, seit 2015 müssen wir diese Sperren aufstellen. Da wird ein Narrativ geprägt zum gegenseitigen Vorteil. Weil der Terrorist freut sich, mit minimalem Aufwand macht er den Leuten Angst. Und die AfD freut sich, weil aus dieser Angst heraus kann sie rassistische Hetze vortragen. Hier wieder an diesem Punkt. Sie sind in einer engen Gemeinschaft mit denen, die die Weltoffenheit und die Vielfalt und die Freiheit in dieser Gesellschaft angreifen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

1:37:50

Jan Donhauser

Okay, weitere Wortmeldungen sehe ich nicht. Ich frage nochmal SPD-Fraktion Schlusswort, bitteschön.

1:38:03

Kristin Sturm-Karls (SPD)

Einen Satz möchte ich ganz gerne jetzt tatsächlich auch nochmal aufgreifen, weil ich ihn auch vergessen habe. Ich fand den Aspekt von Herrn Schollbach nochmal ganz wichtig, weil uns das auch schon viele Veranstalter gespiegelt haben, dass einfach die Gefahr droht, wenn sie es denn nicht umsetzen, dass einfach die Veranstaltung schlichtweg nicht stattfindet. Und ich möchte Sie wirklich bitten, Herr Pratzka und auch Frau Jening, wir müssen das dringend verhindern, dringend. Und ich erwarte irgendwie, dass wir uns zeitnah da auch nochmal zusammensetzen, dass wir es nochmal auf die Tagesordnung heben. Wir waren gestern oder ich jetzt nicht, aber einige waren gestern bei dem Pre-Opening für die Filmlichter am Elbufer. Das ist ja eines der prädestiniertesten Beispiele, wo man quasi von allen Seiten rankommt. Also Wasser, Straße, Luft.

Genau, und wir müssen dringend verhindern, dass uns solche tollen, etablierten, auch touristischen Highlights und Veranstaltungen ja im Kern bleiben. Und ja, zu allem anderen Abscheulichen, was jetzt hier gesagt wurde, zum Teil möchte ich mich eigentlich gar nicht noch mal äußern. Ich hoffe, dass wir jetzt vor der Sommerpause hier noch friedlich um die Runden kommen und auch nicht so menschenverachtend. Danke.

1:39:13

Jan Donhauser

Okay, dann gehen wir in die Abstimmung. Wir würden uns zunächst erstmal mit der Vorlage Top 4 beschäftigen. Dort lasse ich erstmal abstimmen, den Änderungsantrag von Herrn Lorek. Wer dem zustimmen kann, den bitte ich um das Stimmzeichen.

Der hätte mit einer Stimme, ja, 66-9-0-Enthaltung keine Mehrheit gefunden. Dann kommen wir zur Abstimmung des federführenden Ausschussberichts. Da der Hinweis, wer hier zustimmt, lehnt dann letztendlich ab. Ich bitte um das Stimmzeichen.

Mit 66 Jahren ein Nein, eine Enthaltung so bestätigt. Das heißt also Vorlage nicht bestätigt. Und dann kommen wir zu Top 5. Das ist der Antrag der SPD-Fraktion. Hier gibt es eine Beschlussempfehlung des federführenden Ausschusses. Zehn Jahre, null Enthaltung, einmal Befangen, eine Enthaltung, Entschuldigung. Und ich bitte um das Stimmzeichen, wer diesem Ausschussbericht zustimmen kann.

1:40:51

Abstimmung

Ja

67 Stimmen

  • Breuer

    AfD

  • Dagen

    AfD

  • Dittrich

    AfD

  • Hanisch

    AfD

  • Ladzinski

    AfD

  • Lommel

    AfD

  • Müller

    AfD

  • Pinkert

    AfD

  • Plötze

    AfD

  • Poppe

    AfD

  • Promnitz

    AfD

  • Reck

    AfD

  • Schöps

    AfD

  • Walter

    AfD

  • Wünsch

    AfD

  • Devantier

    BSW

  • Hecker

    BSW

  • R. Böhme

    BSW

  • Schönfeld

    BSW

  • Ahnert

    CDU

  • Dietze

    CDU

  • Göhler

    CDU

  • Kaden

    CDU

  • Kempe-Gebert

    CDU

  • Krüger

    CDU

  • Lehmann

    CDU

  • Schmidt

    CDU

  • Schneider

    CDU

  • Wagner

    CDU

  • Böhm

    cDuU

  • Brauns

    cou

  • Schwenk

    cou

  • Dänhardt

    DIE LINKE.

  • Keckeis

    DIE LINKE.

  • Kießl

    DIE LINKE.

  • Muth

    DIE LINKE.

  • Schollbach

    DIE LINKE.

  • Stephan

    DIE LINKE.

  • Hauck

    FDP/FB

  • J. Zastrow

    FDP/FB

  • Mende

    FDP/FB

  • Probst

    FDP/FB

  • Lichdi

    fraktionslos

  • Caspar

    GRÜNE

  • Deppe

    GRÜNE

  • Has

    GRÜNE

  • Knot

    GRÜNE

  • Krause

    GRÜNE

  • Mühle

    GRÜNE

  • Ringler

    GRÜNE

  • Scharnetzky

    GRÜNE

  • Schulze

    GRÜNE

  • Wacker

    GRÜNE

  • Herpertz

    PVP-Kooperation

  • Schulte-Wissermann

    PVP-Kooperation

  • Engel

    SPD

  • Frohwieser

    SPD

  • Hartl

    SPD

  • Lames

    SPD

  • Martius

    SPD

  • Sturm-Karls

    sPD

  • Genschmar

    Team Zastrow

  • M. Böhme

    Team Zastrow

  • Große

    TeamZastrow

  • H. Zastrow

    TeamZastrow

  • Liebscher

    TeamZastrow

  • Reschke

    TeamZastrow

Nein

1 Stimme

  • Aschenbach

    PVP-Kooperation

Enthaltung

1 Stimme

  • Lorel

    fraktionslos

1:40:52

Jan Donhauser

Das wäre mit 67 Jahren ein Nein, eine Enthaltung so bestätigt.

Beschluss

Ablehnung

Ja

1 Stimme

Nein

66 Stimmen

TOP 10: Veränderung des Sondervermögens des Eigenbetriebes Kindertageseinrichtungen im Wirtschaftsjahr 2025 durch Übertragung von Liegenschaften

1:41:11

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, meine Damen, meine Herren, liebe Städterinnen und Städte, dann darf ich auch Sie von meiner Seite begrüßen zur heutigen Ratssitzung und Wir starten und gehen weiter in den Punkten ohne Debatte. Das ist vereinbart. Tagesordnungspunkt 10. Wer hier dem federführenden Ausschussbericht in Tagesordnungspunkt 10 folgen möchte, den bitte ich jetzt um Stimmzeichen.

1:41:45

Abstimmung

Ja

66 Stimmen

  • Hilbert

    08

  • Breuer

    AfD

  • Dagen

    AfD

  • Dittrich

    AfD

  • Hanisch

    AfD

  • Ladzinski

    AfD

  • Lommel

    AfD

  • Müller

    AfD

  • Pinkert

    AfD

  • Plötze

    AfD

  • Poppe

    AfD

  • Promnitz

    AfD

  • Reck

    AfD

  • Schöps

    AfD

  • Walter

    AfD

  • Wünsch

    AfD

  • Devantier

    BSW

  • Hecker

    BSW

  • R. Böhme

    BSW

  • Schönfeld

    BSW

  • Ahnert

    CDU

  • Dietze

    CDU

  • Göhler

    CDU

  • Kaden

    CDU

  • Kempe-Gebert

    CDU

  • Krüger

    CDU

  • Lehmann

    CDU

  • Schmidt

    CDU

  • Schneider

    CDU

  • Wagner

    CDU

  • Böhm

    cDuU

  • Brauns

    cou

  • Schwenk

    cou

  • Dänhardt

    DIE LINKE.

  • Keckeis

    DIE LINKE.

  • Kießl

    DIE LINKE.

  • Muth

    DIE LINKE.

  • Schollbach

    DIE LINKE.

  • Stephan

    DIE LINKE.

  • Hauck

    FDP/FB

  • J. Zastrow

    FDP/FB

  • Mende

    FDP/FB

  • Probst

    FDP/FB

  • Caspar

    GRÜNE

  • Deppe

    GRÜNE

  • Has

    GRÜNE

  • Knot

    GRÜNE

  • Mühle

    GRÜNE

  • Ringler

    GRÜNE

  • Schulze

    GRÜNE

  • Wacker

    GRÜNE

  • Aschenbach

    PVP-Kooperation

  • Herpertz

    PVP-Kooperation

  • Schulte-Wissermann

    PVP-Kooperation

  • Engel

    SPD

  • Frohwieser

    SPD

  • Hartl

    SPD

  • Lames

    SPD

  • Martius

    SPD

  • Sturm-Karls

    sPD

  • Genschmar

    Team Zastrow

  • M. Böhme

    Team Zastrow

  • Große

    TeamZastrow

  • H. Zastrow

    TeamZastrow

  • Liebscher

    TeamZastrow

  • Reschke

    TeamZastrow

Enthaltung

2 Stimmen

  • Lorel

    fraktionslos

  • Krause

    GRÜNE

1:41:47

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

66 Ja, keine Nein, zwei Enthaltungen, so bestätigt.

Beschluss

Zustimmung

Ja

66 Stimmen

TOP 13: Erweiterung des Umgriffs des Fördergebietes „Dresden Südost“

1:41:56

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Hier geht es um die Erweiterung des Umkreises des Fördergebiets Dresden Südost. Wer hier dem federführenden Ausschussbericht folgen möchte, den bitte ich jetzt um Stimmzeichen.

1:42:16

Abstimmung

Ja

69 Stimmen

  • Hilbert

    08

  • Breuer

    AfD

  • Dagen

    AfD

  • Dittrich

    AfD

  • Hanisch

    AfD

  • Ladzinski

    AfD

  • Lommel

    AfD

  • Müller

    AfD

  • Pinkert

    AfD

  • Plötze

    AfD

  • Poppe

    AfD

  • Promnitz

    AfD

  • Reck

    AfD

  • Schöps

    AfD

  • Walter

    AfD

  • Wünsch

    AfD

  • Devantier

    BSW

  • Hecker

    BSW

  • R. Böhme

    BSW

  • Schönfeld

    BSW

  • Ahnert

    CDU

  • Dietze

    CDU

  • Göhler

    CDU

  • Kaden

    CDU

  • Kempe-Gebert

    CDU

  • Krüger

    CDU

  • Lehmann

    CDU

  • Schmidt

    CDU

  • Schneider

    CDU

  • Wagner

    CDU

  • Böhm

    cDuU

  • Brauns

    cou

  • Schwenk

    cou

  • Dänhardt

    DIE LINKE.

  • Keckeis

    DIE LINKE.

  • Kießl

    DIE LINKE.

  • Muth

    DIE LINKE.

  • Schollbach

    DIE LINKE.

  • Stephan

    DIE LINKE.

  • Hauck

    FDP/FB

  • J. Zastrow

    FDP/FB

  • Mende

    FDP/FB

  • Probst

    FDP/FB

  • Lichdi

    fraktionslos

  • Caspar

    GRÜNE

  • Deppe

    GRÜNE

  • Has

    GRÜNE

  • Knot

    GRÜNE

  • Krause

    GRÜNE

  • Mühle

    GRÜNE

  • Ringler

    GRÜNE

  • Scharnetzky

    GRÜNE

  • Schulze

    GRÜNE

  • Wacker

    GRÜNE

  • Aschenbach

    PVP-Kooperation

  • Herpertz

    PVP-Kooperation

  • Schulte-Wissermann

    PVP-Kooperation

  • Engel

    SPD

  • Frohwieser

    SPD

  • Hartl

    SPD

  • Lames

    SPD

  • Martius

    SPD

  • Sturm-Karls

    sPD

  • Genschmar

    Team Zastrow

  • M. Böhme

    Team Zastrow

  • Große

    TeamZastrow

  • H. Zastrow

    TeamZastrow

  • Liebscher

    TeamZastrow

  • Reschke

    TeamZastrow

Enthaltung

1 Stimme

  • Lorel

    fraktionslos

1:42:19

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

69 Ja, keine Nein, eine Enthaltung.

Beschluss

Zustimmung

Ja

69 Stimmen

TOP 18: Aufnahme des Hortes der Freien Gartenstadtschule Hellerau

1:42:26

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Wir kommen zum Punkt 18. Auch da ist ohne Debatte vereinbart. Und da geht es um die Aufnahme des Rotes der Freien Gartenstadtschule Helleraum. Wer hier dem federführenden Ausschussbericht folgen möchte, den bitte ich um Stimmzeichen.

1:42:53

Abstimmung

Ja

65 Stimmen

  • Hilbert

    08

  • Breuer

    AfD

  • Dagen

    AfD

  • Dittrich

    AfD

  • Hanisch

    AfD

  • Ladzinski

    AfD

  • Lommel

    AfD

  • Müller

    AfD

  • Pinkert

    AfD

  • Plötze

    AfD

  • Poppe

    AfD

  • Promnitz

    AfD

  • Reck

    AfD

  • Schöps

    AfD

  • Walter

    AfD

  • Wünsch

    AfD

  • Devantier

    BSW

  • Hecker

    BSW

  • R. Böhme

    BSW

  • Schönfeld

    BSW

  • Ahnert

    CDU

  • Dietze

    CDU

  • Göhler

    CDU

  • Kaden

    CDU

  • Kempe-Gebert

    CDU

  • Krüger

    CDU

  • Lehmann

    CDU

  • Schmidt

    CDU

  • Schneider

    CDU

  • Wagner

    CDU

  • Böhm

    cDuU

  • Brauns

    cou

  • Schwenk

    cou

  • Dänhardt

    DIE LINKE.

  • Keckeis

    DIE LINKE.

  • Kießl

    DIE LINKE.

  • Muth

    DIE LINKE.

  • Schollbach

    DIE LINKE.

  • Stephan

    DIE LINKE.

  • Hauck

    FDP/FB

  • J. Zastrow

    FDP/FB

  • Mende

    FDP/FB

  • Probst

    FDP/FB

  • Caspar

    GRÜNE

  • Has

    GRÜNE

  • Knot

    GRÜNE

  • Mühle

    GRÜNE

  • Scharnetzky

    GRÜNE

  • Schulze

    GRÜNE

  • Wacker

    GRÜNE

  • Aschenbach

    PVP-Kooperation

  • Herpertz

    PVP-Kooperation

  • Schulte-Wissermann

    PVP-Kooperation

  • Engel

    SPD

  • Frohwieser

    SPD

  • Hartl

    SPD

  • Lames

    SPD

  • Martius

    SPD

  • Sturm-Karls

    sPD

  • Genschmar

    Team Zastrow

  • M. Böhme

    Team Zastrow

  • Große

    TeamZastrow

  • H. Zastrow

    TeamZastrow

  • Liebscher

    TeamZastrow

  • Reschke

    TeamZastrow

Enthaltung

4 Stimmen

  • Lorel

    fraktionslos

  • Deppe

    GRÜNE

  • Krause

    GRÜNE

  • Ringler

    GRÜNE

1:42:57

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

64 Ja-Stimmen. Keine, nein, fünf Enthaltungen.

Beschluss

Zustimmung

Ja

64 Stimmen

TOP 20: Änderung der Fachförderrichtlinie der Landeshauptstadt Dresden zur Unterstützung der Mobilität für Menschen mit Behinderung

1:43:08

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Damit kämen wir dann zum Tagesordnungspunkt 20. Die erste Änderung der Fachförderrichtlinie zur Unterstützung der Mobilität für Menschen mit Behinderung. Auch hier darf ich den federführenden Ausschussbericht zur Abstimmung stellen. Wer dem zustimmen möchte, den bitte ich jetzt um Stimmzeichen.

1:43:38

Abstimmung

Ja

68 Stimmen

  • Hilbert

    08

  • Breuer

    AfD

  • Dagen

    AfD

  • Dittrich

    AfD

  • Hanisch

    AfD

  • Ladzinski

    AfD

  • Lommel

    AfD

  • Müller

    AfD

  • Pinkert

    AfD

  • Plötze

    AfD

  • Poppe

    AfD

  • Promnitz

    AfD

  • Reck

    AfD

  • Schöps

    AfD

  • Walter

    AfD

  • Wünsch

    AfD

  • Devantier

    BSW

  • Hecker

    BSW

  • R. Böhme

    BSW

  • Schönfeld

    BSW

  • Ahnert

    CDU

  • Dietze

    CDU

  • Göhler

    CDU

  • Kaden

    CDU

  • Kempe-Gebert

    CDU

  • Krüger

    CDU

  • Lehmann

    CDU

  • Schmidt

    CDU

  • Schneider

    CDU

  • Wagner

    CDU

  • Böhm

    cDuU

  • Brauns

    cou

  • Schwenk

    cou

  • Dänhardt

    DIE LINKE.

  • Keckeis

    DIE LINKE.

  • Kießl

    DIE LINKE.

  • Muth

    DIE LINKE.

  • Schollbach

    DIE LINKE.

  • Stephan

    DIE LINKE.

  • Hauck

    FDP/FB

  • J. Zastrow

    FDP/FB

  • Mende

    FDP/FB

  • Probst

    FDP/FB

  • Caspar

    GRÜNE

  • Deppe

    GRÜNE

  • Has

    GRÜNE

  • Knot

    GRÜNE

  • Krause

    GRÜNE

  • Mühle

    GRÜNE

  • Ringler

    GRÜNE

  • Scharnetzky

    GRÜNE

  • Schulze

    GRÜNE

  • Wacker

    GRÜNE

  • Aschenbach

    PVP-Kooperation

  • Herpertz

    PVP-Kooperation

  • Schulte-Wissermann

    PVP-Kooperation

  • Engel

    SPD

  • Frohwieser

    SPD

  • Hartl

    SPD

  • Lames

    SPD

  • Martius

    SPD

  • Sturm-Karls

    sPD

  • Genschmar

    Team Zastrow

  • M. Böhme

    Team Zastrow

  • Große

    TeamZastrow

  • H. Zastrow

    TeamZastrow

  • Liebscher

    TeamZastrow

  • Reschke

    TeamZastrow

Enthaltung

1 Stimme

  • Lorel

    fraktionslos

Beschluss

Zustimmung

Ja

68 Stimmen

TOP 21: Sanierung des Lotzebachstollens – Weiteres Vorgehen

1:43:47

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Und last but not least, Sanierung des Lotsebachstollens. Das weitere Vorgehen unter Tagesordnungspunkt 21, auch hier hat der federführende Ausschussbericht jetzt zur Abstimmung. 68 Ja, 0 Nein, eine Enthaltung.

damit ebenso beschlossen.

Beschluss

Zustimmung

Ja

68 Stimmen

TOP 7: Änderung der Haushaltssatzung 2026 gemäß Erlass des Sächsischen Staatsministerium des Innern vom 21. Juli 2025

1:44:44

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Wir haben Ihnen erneut den Entwurf einer Vorlage unterbreitet und bitten und werben um Zustimmung, für die Zustimmung zum Nachtragshaushalt, sodass wir trotz außerordentlich schwieriger Haushaltslage, die nicht nur Dresden, sondern natürlich auch alle Kommunen entsprechend treffen, und ich erinnere an die Aktionstag, vom vergangenen Montag, Kommunen am Limit, dass wir in deutliche Minusbeträge auch im laufenden Kalenderjahr wieder hinein marschieren müssen. Aber damit ein minimaler Bewegungsspielraum auch für die Arbeit in den Ämtern möglich ist, dass die entsprechenden Förderungen ausgereicht werden können. Und natürlich auch neue Investitionsprojekte gestartet werden. Da bitte ich Sie heute herzlichst darum, diesem Nachtragshaushalt dann die Zustimmung zu geben, damit wir in die Arbeitsfähigkeit hineinkommen und aus der Haushaltssperre heraus. Wir würden einsteigen jetzt in die Debatte. Es gibt einen interfraktionellen Änderungsantrag.

Also, muss ich kurz nochmal nachfragen, wir haben jetzt Fraktionsrunde beginnt, also FDP-Fraktion wäre jetzt diejenigen, die starten. Herr Probst.

1:46:30

Patrick Probst (FDP/FB)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kollegen, Nein sagen ist keine Politik.

Klar, Nein sagen ist einfach. Da kann man sich aus der Verantwortung schleichen. Man braucht ja nur dagegen sein.

Aber da täuschen sich diejenigen, die Nein sagen. Denn wer Nein zu einem Nachtragshaushalt sagt, der trägt doch Verantwortung. Nämlich der trägt die Verantwortung dafür, dass es hier weitergeht mit Kürzungen, dass es hier weitergeht damit, dass Haushaltsmittel nicht freigegeben werden können und dass dadurch bestehende Strukturen in der Gesellschaft unserer Stadt zerstört werden und nicht wiederbringlich sind.

Ja sagen ist natürlich viel, viel schwerer, weil wer Ja sagt, der hat die Konsequenzen dafür zu tragen und hat die Verantwortung zu übernehmen. Wir als Fraktion Freie Bürger FDP haben uns entschieden, Ja zum Nachtragshaushalt zu sagen. Und wir haben uns auf den Weg gemacht, um einen Nachtragshaushalt zu ringen.

Und das heißt eben auch Ja zu sagen, um eine Lösung, um ein Ergebnis zu ringen, was für keinen in unserer Runde einfach war.

Wir haben alle nicht unsere politischen Maximalpositionen durchsetzen können. Aber darum geht es nicht, sondern es geht darum, Verantwortung zu übernehmen. Weil eben Nein-Sagen keine Lösung ist. Und deswegen haben wir hier gemeinsam mit CDU, Grünen, SPD und den Piraten um eine Lösung gerungen, die uns auch, denke ich, gelungen ist. Und man muss auch heute mal eins sagen, was sehr oft vergessen wird.

Es wird immer nur gesagt, das hat alles keinen Wert. Und was ist das Wert, wenn man seine Position nicht durchgesetzt hat? Aber es hat auch einen hohen Wert, dass man verlässlich ist und dass sich die Bürger auch wieder auf uns verlassen können, dass wir es hinbekommen im Nachtragshaushalt und dass eben wir die Bürger nicht im Stich lassen. Und das war uns

Unsere Fraktion, wie auch den vier anderen, heute und in den letzten Tagen und Wochen, in denen wir sehr gerungen haben, wichtig. Wir wollen die Bürger nicht im Stich lassen und deswegen haben wir nicht Nein gesagt, sondern wir werden heute Ja sagen zum Nachtragshaushalt, den wir noch etwas geringfügig motiviert haben. Und ich lade alle hier im Raum ein, auch Ja zu sagen, denn wer Nein sagt, macht keine Politik für die Dresdner. Vielen Dank.

1:49:54

Anne Herpertz (PVP)

Gerd, Herr Obergermeister, werte Beigeordnete und Stadträtinnen, liebe Menschen hier vor Ort und im Stream. Ich glaube, das Phrasengedreschen heute wird wirklich furchtbar. Deshalb beginne ich mit, kein Nachtragshaushalt ist auch keine Lösung. So einfach ist es irgendwie. Es gibt faktische und politische Notwendigkeiten, die Haushaltssperre jetzt wirklich endlich zu beenden, damit die gesperrten Mittel wieder freigegeben werden können, damit die Stadtbezirke, die Gleichstellungsarbeit und noch ganz viele andere Bereiche wieder auf Mittel zugreifen können und auch damit notwendige Investitionen getätigt werden können. Sie wissen aber alle, ich bin gern ehrlich, deshalb heißt das in gewisser Weise auch einfach, irgendwo ist das Schadensbegrenzung, was wir hier machen. Glücklich ist man damit irgendwie auch nicht. Ich wiederhole mich aber auch trotzdem, wer es nicht versucht hat, schon verloren und das steht diesem Stadtrat und auch dieser Stadt in Gänze nicht so gut zu Gesicht. Aus diesem Grund, aber auch aus vielem anderen ist mir und meiner Fraktion daran gelegen, nicht nur nicht im Weg zu stehen, sondern proaktiv mit zu verhandeln und rauszuholen. Was geht, dass wir jetzt mit fünf Fraktionen interfraktionelle Änderungen zur Verwaltungsvorlage auf den Weg bringen, ist ein wichtiges Zeichen. Worauf kommt es mir an? Die DVB kann dringend notwendige Investitionen tätigen. In Klammern Stichwort, wir haben da so ein Problem mit Brücken in dieser Stadt. Die Brunnen, die noch angestellt werden können, werden das auch. Die Volkshochschule wird weniger gekürzt. Das Mosi kann erhalten bleiben und die Gleichstellungsarbeit kann weitergehen. Und die Stadtbezirke haben jetzt wieder deutlich mehr Mittel als mit Haushaltssperre und das ist so wirklich so so wichtig.

Um der Abwärtsspirale der Kürzungen ein bisschen entgegenzutreten, haben sich die fünf Fraktionen hier auch verständigt, die klare Erwartung zu formulieren, dass die SBR-Mittel zumindest in Zukunft wieder mit mindestens 10 Euro pro Einwohner in die Planung gehen. Und das sind wir nicht nur den absolut wichtigen bürgerschaftlichen Engagement schuldig, dass wir damit unterstützen, sondern auch unseren eigenen Stadtbezirksbeiräten. Und das will ich noch einmal gesagt haben, weil das sind die Leute, die dann vor Ort vor den Leuten sitzen. Die sitzen vor den ganzen Vereinen und den Trägern und Engagierten, die ja dort vor Ort sagen müssen, nein, ihr kriegt jetzt das Geld nicht. Also quasi wir lasten unseren SBR nicht weiter auf, die Konsequenzen unseres Handelns dort vor Ort austragen zu müssen. Und das finde ich gut.

Außerdem findet sich auch in dem Antrag mehr Transparenz wieder. Der Haushalt soll maschinenlesbar veröffentlicht werden. Warum das bei 8.000 Seiten Haushalt und 12.000 Produktnummern irgendwie Sinn macht, muss ich vermutlich keinem erklären. Es sorgt aber auch dafür, und das ist wichtig, dass die Menschen da draußen auch mit diesen Zahlen spielen können, sich das angucken können, Verständnis dafür entwickeln können, auch Zahlen vergleichen können und einfach so ein Gefühl für Zahlen, aber auch Verhältnisse zwischen verschiedenen Kostenblöcken bekommen können.

Außerdem soll es Bürgerfonds begleitend zum Haushalt geben, die thematisch endlich Betroffene und Expertinnen in den verschiedenen Bereichen mit an den Tisch holen. Und so ehrlich müssen wir uns machen, dass es bei einer ganzen Menge wirklich empfindlicher Kürzungen in der letzten Zeit nahezu kaum passiert. Und deshalb ist es notwendig, dass wir das machen.

Danke an dieser Stelle an die anderen vier Fraktionsvorsitzenden, dass uns das irgendwie gelungen ist. Ich glaube wirklich super ehrlich stolz kann niemand so super doll auf das Ergebnis sein, aber es zeigt auf jeden Fall gut auf, wer gewillt ist Verantwortung zu tragen und wer nicht. Mir geht es hier ein bisschen um Verantwortung. Es kann auch gute Gründe geben, gegen diesen Antrag zu stimmen, aber es geht trotzdem darum, wir kennen die politischen Verhältnisse in Dresden. Das ist auch ein bisschen persönlich gemeint, wir kennen die Mehrheitsverhältnisse in Dresden. Dass das jetzt ein politischer Kompromiss ist, der sicherlich nicht linksgrün ist, das muss ich auch niemandem erklären. Für mich gilt aber, wenn ich die Möglichkeit habe, mich konstruktiv einzubringen und damit zumindest einige Verbesserungen zu schaffen, dann versuche ich das zumindest. Man kann sich zwar auch die Backen aufplustern, in die Presse stellen und illegal wegen den Brunnen plakatieren gehen, aber ich bevorzuge dann doch lieber, tatsächliche Politik am Verhandlungstisch zu machen mit tatsächlichen Folgen und Verbesserungen für Menschen da draußen. Also lassen Sie das Ding heute endlich hinter uns bringen. Das sind wir den Menschen schuldig und mit wir meine ich die, die das begriffen haben. Dankeschön.

1:53:51

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Als nächster Redner AfD-Fraktion, Herr Lommel.

1:54:05

Bernd Lommel (AfD)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen und liebe Bürger im Livestream.

Der Doppelhaushalt 2025-26 wurde zunächst mal geblockt wieder und wir hatten vor sechs Wochen etwa die Gelegenheit gehabt, einen Nachtragshaushalt zu verabschieden. Wir haben dort sehr schlechte Zahlen gehört und nachdem jetzt der Nachtragshaushalt zunächst mal keine Mehrheit fand, sind die Zahlen noch schlechter geworden durch die neue Steuerschätzung.

Und das haben auch alle gehört, auch die Fraktionen, die diesen Haushalt jetzt ergänzt haben durch den Antrag.

Und ich möchte mit einleitenden Worten des Landesrechnungshofes über die Ergebnisse der überörtlichen Kommunalprüfung etwas rüberbringen. Der sächsische Zitat, der sächsische Staatshaushalt ist aus dem Gleichgewicht geraten. In absehbarer Zeit werden sich Staatsdefizite weiter im beträchtlichen Umfang in den Haushalten abbilden. Solide Landesfinanzen sind nur mit umfassenden Einsparungen und Konsolidierungsmaßnahmen zu erreichen. Profis, die also Politikern sagen, wie es gehen könnte. In den Ergänzungsanträgen, die hier verhandelt werden, war davon überhaupt nichts zu sehen. Dieser Nachtragshaushalt kann natürlich nicht unendlich viel verändern, das geht jetzt hier nur noch ein halbes Jahr. Aber man hätte mit etwas mehr Demut diese Änderungsanträge darstellen können,

Mehr Geld verlangen, okay, aber es gab an keiner Stelle und nirgendwo, wo ich gesehen habe, dass man den Oberbürgermeister unterstützen wollte bei der Konsolidierung. Das hat keine Rolle gespielt. Ich habe den Eindruck, dass dieses nur in Sonntagsreden in Zeitungen stattfindet, um den Bürgern einen Eindruck zu vermitteln, er würde tatsächlich noch Sparpolitik machen. Höhere Kreditmittel für die Dresdner Verkehrsbetriebe, hier 50 Millionen Euro. Das ist erklärungsbedürftig.

Bei der DVB geht es also nicht um Konsolidierung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, sondern es geht auf Risiko. Man kann die Befürchtung haben, dass diese 50 Millionen Kassenkredit zur Vorfinanzierung von Investitionen genutzt werden, bei denen möglicherweise die Förderkurse nicht komplett gesichert ist. Das bedeutet, entweder die Förderkulisse ist positiv oder die DVB schlingert weiter in rote Zahlen, 30, 40 Millionen noch mehr. Dieses Risikospiel würden wir als AfD nicht mitmachen. Auch bei dem notwendigen Bürokratieaufbau

haben sich die Parteien, die das verabschieden wollen, auch ein Stück weit verabschiedet. Es war sehr wichtig gewesen, dass die Gleichstellungsarbeit, dass da ja nicht viel eingespart wird. Und bei den Stadtbezirksmitteln, auch wenn die Steuermittel überall weniger geworden sind, auch dies kann man im Landesrechnungshof-Bereich nachlesen.

Auch da mehr, höher, weiter. Und es soll jetzt schon für den nächsten Haushalt vorgesorgt werden, dass mehr Geld ausgegeben wird. Der Krug oder die Krüge gehen zum Brunnen, bis sie brechen. Es darf mit den Staatshaushalten eben immer weitergehen in die Staatsverschuldung. Klar, das muss zurückgezahlt werden. Auf Bundesebene sehen wir ja eine Reform nach der anderen. Auf Landesebene hat man auch versucht, Steuern zu erhöhen, es hat uns zu wenige Einnahmen geführt und auch hier in der Kommune ist die Gefahr sehr groß, dass eben kommunale Abgaben steigen und höher gehen. Noch ein Wort zu den Vorlagen zum Oberbürgermeister. Das war sicherlich kein Klangstück, aber man hat, wenn man wohlwollend ist, einen Hauch erkennen können von einem Willen von Konsolidierung und

Wir haben sehr lange daran gerungen, wir hätten als AfD sicherlich zumindest, auch wenn wir diesen Verhandlungen nicht beigewohnt haben, zumindest uns enthalten können. Wie gesagt, wir waren hier nicht dabei bei den Gesprächen, aber die Änderungsanträge, die von dieser Fraktion, vor allen Dingen der CDU, die führende Partei ist, im Geldausgeben neuerdings, diese Signale wollen wir nach außen nicht geben. Das ist die falsche Zeit. Und das können andere machen, diese Signale geben. Ich glaube, die Signale sind gegenüber dem Bürger eher Demut, weniger ausgeben. Und deswegen

Werden wir diesem Haushalt leider nicht zustimmen, weil wir glauben, dass Leistungen, die Spaß machen, wie zum Beispiel Schwimmbäder, Sportanlagen, Bibliotheken, Theatern, alles das, was uns am Herzen dauerhaft gesichert bleiben muss, Und dies kann nicht passieren, indem ich in die Nettokreditverschuldung reingehe und irgendwann mal die Landesdirektion über alles fragen muss, so wie das in Leipzig der Fall ist. Ein gefährlicher Weg für Sachsen. Und deswegen machen wir das nicht mit. Auch das ist eine Verantwortung, Herr Probst. Und ich glaube, es ist ehrliche Verantwortung. Vielen Dank.

1:59:31

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Als nächste Rednerin ist Frau Arnert, CDU-Fraktion.

1:59:46

Heike Ahnert (CDU)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Dresdnerinnen und Dresdner, liebe Sportfreunde. Ich habe von ganz vielen Sportvereinen Rückmeldungen bekommen, die sagen, was macht ihr jetzt mit dem Nachtragshaushalt? Große Veranstaltungen, hundert verschiedene Sportvereine, die sagen, wir brauchen dieses Geld. Das ist wichtig. Glaube an der richtigen Stelle, strukturell richtig angesetzt. Es gibt noch mehr Dinge in diesem Nachtragshaushalt,

Die sind wichtig und jeder, der heute sagt, mir ist es nicht wichtig, ich werde hier gegen den Nachtragshaushalt stimmen, der sagt beim Thema DVB, Die Nossener Brücke, die braucht es jetzt nicht. Das ist die Konsequenz. Das ist die Konsequenz. Wenn wir diesem Nachtragshaushalt jetzt nicht zustimmen, das kann man machen, dann eben keine Nossener Brücke zum jetzigen Zeitpunkt. Für die CDU-Fraktion sind die Investitionen, die mit dem Nachtragshaushalt gesichert werden, das Entscheidende. Und ein paar andere Punkte.

Aber nicht alles, was da drin steht. Geht gar nicht. Nicht unser Herzensanliegen. Die zwei genannten Dinge, die sind für uns wirklich Herzensanliegen. Und die muss man sichern. Und am Ende des Tages brauchen wir hier im Stadtrat, wenn es weitergeht für unsere Stadt, eine Mehrheit. Und für die Mehrheit geht man ins Gespräch und dann merkt man ziemlich schnell, ob Dinge gehen oder ob Dinge nicht gehen.

Und wo es sich lohnt oder nicht lohnt. Und ich denke, und das haben wir hier beim letzten Mal schon besprochen, wie schaffen wir es, Einsparungen in der Größe von über 100 Millionen Euro zu schaffen?

Wir sehen den Weg dafür jetzt nicht. Was wir aber sehen, ist eine ganz klare Aufgabenstellung, dass das, was wir jetzt als Optionen drinstehen haben, so schnell wie möglich abbezahlt wird. Das heißt beim Thema Personal, beim Thema Konsolidierung, da muss man richtig reingehen.

Und das muss zum nächsten Haushalt auch geklärt werden. Aber nicht jetzt, nicht in diesem Moment. Und da muss man wieder gucken, wie man zu Mehrheiten kommt. Jetzt ist entscheidend, dass unsere Stadt handlungsfähig ist und dass dieser Stillstand, den wir jetzt an allen Ecken erleben, dass der ein Ende hat.

Und da liegt es ja jedem frei und jeder einzelne Stadtrat muss entscheiden, ob ihm Investitionen wichtig sind und ob er eben möchte, dass für das BB ganz schnell Klarheit passiert, dass die Schüler, die da eben am Terrassenufer sitzen, wissen, wann und wie es weitergeht. Das Thema Infrastruktur in Brücken, ich habe nicht den Eindruck, dass wir auch nur einen einzigen Tag warten können. Ich nicht. Vielleicht haben Sie den Eindruck. Und dann ist es in Ordnung. Wir haben uns entschieden, diesem Nachtragshaushalt zuzustimmen. Das haben wir von Anfang an gemacht. Wir haben geschaut, wie Mehrheiten machbar sind. Und Mehrheiten heißt eben, nee, auf gut Glück dann hier zu schauen, sondern am Ende des Tages Verlässlichkeit zu haben. Und nur dann, wenn wir mit diesem Nachtragshaushalt hinkommen, Änderungsantrags

Es sind Kleinigkeiten. Das ist Kosmetik. Nachvollziehbar. Und da bin ich froh über vieles, was nicht drinsteht. Gehört nämlich zu Behandlungen auch dazu. Die einen freuen sich, die anderen sind nicht so glücklich über das, was da drin ist. Aber am Ende des Tages können wir uns anschauen und können sagen, ja, mit dieser Maßgabe können wir den Nachtragshaushalt mittragen.

Und jetzt lade ich alle ein, darüber nachzudenken, was für unsere Stadt für die nächsten Monate jetzt wichtig ist. Ich glaube, dass Investitionen sofort beginnen müssen. Und das ist uns als CDU-Fraktion wichtig. Wir werden deshalb diesem Änderungsantrag zustimmen und bitte hier auch um Unterstützung für die Ergänzung. Dankeschön.

2:04:02

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Wir setzen fort in der Fraktionsrunde. Bündnis 90 Die Grünen. Frau Scharnitzky, bitteschön.

2:04:13

Agnes Scharnetzky (GRÜNE)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bürgerinnen und Bürger. Es ist eine Mammutaufgabe in diesem Stadtrat, überhaupt noch Mehrheiten zu organisieren. Und Mehrheit heißt, bei 70 Stadträten und Stadträten nach Adam Ries 36 Stimmen zu finden, die sich auf eine Sache einigen können. Und mir ist durchaus bewusst, dass das auch schon in Runden misslungen ist, wo die Grünen nicht Teil des Verhandlungskontextes waren. Und trotzdem weiß ich, und das ist auch unser Anspruch, mitzugestalten in dieser Stadt. Und das ist auch der Grund, warum auch wir an dieser Stelle die Verantwortung für den Nachtragshaushalt mit übernehmen. An dem Prozess um den Nachtragshaushalt kann man noch mal gut sehen, dass Verhandlungserfolge, wie dieser durchaus einer ist, auch wenn ich mich wenig freuen und wenig feiern kann, weil es ein harter Kompromiss ist,

dass es nur gelingt, überhaupt Mehrheiten zu organisieren, wenn die Fraktionen, die verhandeln, die Stadtspitze und aber letztendlich auch die Verwaltung sich im gegenseitigen Respekt begegnen und in der Anerkennung, dass wir hier für unterschiedliche Interessen einstehen und das auch respektieren können. Das ist die Erfahrung, die wir gemacht haben.

Es ist mir auch, also mir geht es genauso wie all meinen Vorrednerinnen, es stehen Dinge drin, die finde ich gut, es stehen Dinge drin, die finde ich weniger gut. Zwei Dinge, die ich sehr gut finde, möchte ich an der Stelle trotzdem nochmal bewusst hervorstellen.

Es steht die Situation im Raum oder es stand die Situation im Raum, die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Dresden hat den Trägern in der Gleichstellungsarbeit mitgeteilt, ab dem 1.7. könnt ihr zumachen, die Förderung ist alle, es wird nichts mehr geben. Das war der Status quo Haushaltssperre. Die Gleichstellungsarbeit, die wohlgemerkt über Gebühren, nämlich um 12%, nicht wie alles andere um 10% gekürzt wurde.

Das können wir jetzt beenden. Die Gleichstellungsarbeit wird auch für die zweite Jahreshälfte Förderung ausgeben können. Und ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, auch hier werden wir unserer Verantwortung gerecht, weil schon demografisch wir es uns schlicht nicht leisten können, dass Frauen und queere Menschen nicht mehr in dieser Stadt leben wollen. Weil wir uns das schlicht nicht leisten können, weil wir in Ostdeutschland schon einmal erlebt haben, was passiert, wenn Frauen massenweise abwandern und alle anderen hier zurückbleiben. Das Zweite, was mir besonders wichtig ist und was auch meiner Fraktion besonders wichtig ist, dass die SBR-Mittel wieder erhöht werden konnten gegenüber dem Vorschlag des Oberbürgermeisters. Bei den Stadtbezirksbeiräten geht es nicht um irgendwelchen Kokolores, da geht es darum, dass Menschen in ihrem Kiez, in ihrer Umgebung Verantwortung für ihren Stadtteil übernehmen und genauso hart darum ringen, Mehrheiten zu finden für die Dinge, die sie bei sich im Stadtteil wichtig finden. Und nachweislich ist es so, dass das dass das Expertinnen und Experten ihre Hut sind und dass die gut sagen können, was dort gebraucht wird und was dort wichtig ist. Von daher freue ich mich auch da sehr. Das Dritte, worüber ich mich tatsächlich freue, weil das wirklich anstrengend ist für die Fraktion und weil es auch an vielen Stellen ungerecht zugeht in diesen Prozessen, ist, dass wir verankern konnten, dass im Haushaltsaufstellungsprozess bereits Bürgerfonds stattfinden werden, wo auch Trägerinnen und Träger einzubeziehen sind, weil wir damit nämlich auch diesem Effekt entgehen, dass wer am besten vernetzt ist oder wer am lautesten schreit oder wer am meisten Zeit investieren kann, in genau diese Gespräche am ehesten bedacht wird, weil er bei besonders vielen Fraktionen in Einzelgesprächen anklopfen konnte. Weil wir nämlich damit zu einem gerechteren Verfahren kommen, dass wir mehr Perspektiven an einem Tisch gemeinsam mit der Verwaltung hören, so wie ich es gesagt habe. Und ich glaube, das ist für mich auch das zentrale Learning. Nur so werden wir auch wieder zu einem Haushalt kommen, wenn wir in diesem Verhandlungsmodus weitermachen. Gleichzeitig und

Es gab jetzt auch von der CDU durchaus kritische Töne. Gestatten Sie mir zu sagen, Konsolidierung und dieser harte Konsolidierungskurs, den werden auch wir kritisch und konstruktiv begleiten, heißt eben auch, respektvoll mit Vorlagen der Verwaltung umzugehen und nicht alles, was in

zum Teil jahrelange Arbeit in der Verwaltung entstanden ist, im Stadtrat im Bausch und Boden wegzustimmen und wegzuschieben und so zu tun, als wäre das nicht gesetzliche Grundlage und Notwendigkeit und als hätte das alles keine Berechtigung. Also auch hier müssen wir glaube ich wieder zu Maß und Mitte finden und müssen wir zu einem konstruktiven und respektvollen Miteinander finden. Vor dem Hintergrund bedanke ich mich ganz herzlich bei unseren Verhandlungspartnern und zwar bei allen Vieren. Ich kann für unsere Fraktion sagen, nicht mit Freude, aber in dem Bewusstsein um unsere Verantwortung und in dem Bewusstsein um die Härten werden wir diesem Nachtragshaushalt heute hier zustimmen. Vielen Dank.

2:09:07

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Die nächste Fraktion ist Fraktion Die Linke, Herr Gießling.

2:09:23

Tilo Kießling (Die Linke)

Oberbürgermeister, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich habe mir Zettel mitgebracht, damit ich nichts vergesse von den Dingen, die ich sagen will. Und ich lasse die allgemeinen Aussagen zur Haushaltssituation weg, denn die sind relativ klar, auch wenn bei einigen, die dann immer davon reden, dass wir hier sparen, sparen, sparen müssen, offenbar vergessen worden ist, dass unsere Haushaltssituation nicht selbst verschuldet ist, sondern dass sie daran liegt, dass der Bund Dinge bestellt und nicht bezahlt und wir deswegen in einem unauflösbaren Defizit drinstecken.

Schon bei der letzten Runde zu diesem Nachtragshaushaltsbeschluss hat die Linke hier gesagt, sie hat ein paar Forderungen. Und wenn man mit uns über diese Forderungen reden will, steht die Tür offen. Ich möchte nur mal Beispiele. Wir hatten also gesagt, wir würden gerne die Schulbudgets wieder anheben. Wir haben gesagt, wir würden gern den Kita-Bereich von seinem Konsolidierungsbeitrag befreien. Oder wir hätten gern das lokale Handlungsprogramm für ein vielfältiges und weltoffenes Dresden. Wir hatten vorhin ja gerade die Debatte, wir hätten da gern wieder etwas mehr Geld reingelegt. Hat allerdings niemand für nötig gehalten, mit uns darüber zu reden. Will ich nur auch mit sagen, auch für die, die in der Breite der Gesellschaft jetzt darüber nachdenken, warum sich die Linke so verhält, wie sie sich verhält. Ich habe gehört, der Oberbürgermeister hätte gesagt,

Selbst wenn alle unsere Forderungen beschlossen wären, würde er nicht widersprechen. Jetzt muss man wissen, der Oberbürgermeister muss widersprechen, weil eine Sache rechtswidrig ist und er kann widersprechen, wenn sie nachteilig ist. Er hat also gesagt, selbst wenn man alle linken Forderungen erfüllt, ist das weder rechtmäßig noch nachteilig.

Heike Arnert von der CDU berate ich mit meinem Fraktionsvorsitzenden. Es ist, glaube ich, in derselben Sitzung gesagt worden. Sei es drum. Er hätte also nicht widersprochen. Das heißt, dass diese linken Forderungen nicht erfüllt worden sind, liegt nicht am Oberbürgermeister oder an harten Fakten, sondern es liegt am gemeinsamen Willen derer, die jetzt diesem Nachtragshaushalt zustimmen. Und dann frage ich schon mal in Richtung der halben PVP-Fraktion, die jetzt ja zustimmen will. Es sind ja nur die beiden Piraten, warum das so ist. Und ich glaube, ihr wart einfach billiger. Es war einfach klar, dass ihr mit weniger zufrieden seid, als die Linke zufrieden gewesen wäre. Und ich denke, das muss man auch genauso an dieser Stelle sagen. Und es ist clever von den anderen, das so zu machen, aber es ist schlecht für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Auch das muss man sagen.

Und wie schlecht es ist und wie billig man sich kaufen lässt, will ich an einem einfachen Punkt zeigen. Da steht heroisch in den Texten, nachdem man noch mal beschreibt, dass man das Moosmutzelhaus gerettet hat, was aber in dem OB-Vorschlag schon drin war, steht drin, Achtung, das ist der Vorschlag, der Stadtrat erwartet vom Oberbürgermeister, dass die Finanzierung dieses und aller weiteren Kinder- und Jugendtreffs im Entwurf des Doppelhaushaltes 2728 weiterhin gesichert wird. Das klingt doch toll, oder? Aber was ist mit der Schulsozialarbeit? Erwarten wir das nicht? Was ist mit der mobilen Jugendarbeit? Erwarten wir es da nicht? Der Oberbürgermeister kann willkürlich den Ansatz kürzen. Für die Kinder- und Jugendtreffs wird es reichen und der Jugendhilfeausschuss muss dann woanders kürzen. Das steht da drin. Das ist euer Beschlussvorschlag. Na super.

Nein, es ist kein... Heike Arnold von der CDU, es ist kein Blödsinn, es ist der Beschlusstext, den ihr vorschreibt.

Ja, ihr schlagt Blödsinn vor. Richtig. Richtig, Heike Arnold sagt, es ist Blödsinn. Ihr schreibt Blödsinn in euren Beschlusstext. Aber gehen wir weiter.

Dann haben wir das Problem, dass von Sparsamkeit überall geredet wird. Und jetzt sage ich nur, also dieselben Leute, die von Sparsamkeit reden, die sind hier dafür, gerade die CDU, bei den Konzessionsabgaben für Weihnachtsmärkte einfach mal auf Geld zu verzichten, und zwar auf eine Summe, die reichen würde, das Projekttheater zu erhalten, die sofort reichen würde, um die Brunnen alle in Betrieb zu setzen. Da wird darauf verzichtet. Das will man nicht, aus reinen Lobbygründen.

Oder wir haben das exorbitante Gehalt von Jan Vogler, da werden vermutlich einige zustimmen, der im Gegensatz zu Frau Groth ja nicht verzichtet hat. Wir haben eine Intendantin, die gesagt hat, angesichts der Lage der Stadt reduziere ich meine Förderung. Er hat es nicht getan, das muss man hier so sagen.

Oder wir haben mehrere Hunderttausend für Berater im Personalbereich, das lasst ihr durch, anstatt zu sagen, wozu leisten wir uns ein Personalamt und einen Oberbürgermeister, der eigentlich sonst fit ist und der das einfach dann mitnimmt. Nein, und ich glaube, diese Doppelmoral an der einen Stelle, da wo es den eigenen Leuten nützt, was durchzulassen und gar nicht so sparsam zu sein, und auf der anderen Seite von Sparsamkeit zu reden und sich dann den billigsten Verhandlungspartner von der linken Seite zu suchen. Das ist Grund genug für uns, diesen Nachtragshaushalt abzulehnen. Und ein letztes Wort zu Patrick Probst, Patrick von der FDP. Du bist mir ja menschlich sehr sympathisch, aber ich gebe dir noch mal mit, schreibst du auf, dieses Land, dieses deutsche Land hatte die größten Probleme in seiner Geschichte mit den Ja-Sorgen. Die Nein-Sorgen waren die, die ganz oft Schlimmeres verhindert haben. Danke für die Aufmerksamkeit.

2:14:21

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Als nächster Redner Herr Dr. Lahmes für die SPD.

2:14:33

Dr. Peter Lames (SPD)

Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren, mit dem heutigen Beschluss kehren wir wieder zu dem Haushalt zurück und machen die notwendigen Korrekturen, die sich im weiteren Vollzug des Haushaltes ergeben haben. Die Haushaltssperre hatten wir in einem ersten Schritt bereits korrigiert in Teilen, das ist jetzt in diesem Beschluss aufgegangen. Und jetzt erlangen wir insgesamt unsere Handlungsfähigkeit zurück. Und Handlungsfähigkeit ist ein gutes Stichwort, denn diejenigen, die den Haushalt im Ausgangspunkt hier getragen und in einem schwierigen Prozess eine Mehrheit dafür organisiert haben, die haben sich auch jetzt wieder als handlungsfähig erwiesen. Und so ganz einfach ist das nicht, wenn es darum geht, fünf Fraktionen und einen Oberbürgermeister unter einen Hut zu bringen. Da geht es eben nur mit einem Kompromiss. Und was sage ich? Nur mit einem Kompromiss? Nein, der Kompromiss ist das wichtigste Element einer pluralistischen Demokratie, in der wir leben. Und einen solchen Kompromiss haben wir geschafft.

Und ich gestatte mir auch die Bemerkung, dass ein Kompromiss erst dann so richtig gut ist, wenn er von allen Beteiligten am Kompromiss getragen werden kann. Aber auch das haben wir geschafft. Für die SPD-Fraktion heißt es ebenfalls, Verantwortung zu übernehmen. Das haben wir getan und tun wir auch heute.

Verantwortung, weil wir die ganze Stadt im Blick haben wollen und da ist der Haushalt das wichtigste Instrument. Und wir haben die ganze Stadt im Blick und gestatten Sie den Vorblick auf die weitere Tagesordnung, die wir noch vor uns haben. Da haben wir zwei

Vorlagen zu Sportgroßveranstaltungen, Biathlon und Radsport. Und wie es so ist, die dritte kleckert jetzt noch hinterher, das goldene Oval, die Leichtathletik. Und wie oft hat man so das Empfinden,

Bei dreien ist einer zu viel. Das haben sehr viele. Und leider haben wir jetzt einen Prozess, wo es ein Zufall ist, was von diesen Vorlagen durchkommt und was im Vorgriff auf einen zukünftigen Haushalt hier durchgesetzt werden kann und ins Werk gesetzt wird. Das ist nicht sonderlich erfreulich in dieser Sitzung. Und zum Zweiten die Vorlage zu den Weihnachtsmärkten.

Da geht es um die Frage, welcher Preis ist angemessen dafür, dass eine private Nutzung öffentlicher Flächen stattfindet? Welcher Preis ist angemessen? Und wir meinen, da braucht es schon gute Gründe. Wenn man eine Vorlage, die unter der Verantwortung des Bürgermeisters Jan Pratzka von der CDU und des Oberbürgermeisters Dirk Hilbert von der FDP erarbeitet worden ist,

nachhaltig und wesentlich korrigieren möchte, im Sinne, dass wir weniger Einnahmen erzielen. Auch das belastet natürlich den Haushalt, vor dem wir stehen. Nach dem Haushalt und nach dem heutigen Nachtragshaushaltsbeschluss ist vor dem Haushalt, würde man in Anlehnung an Sepp Herberger sagen. Und dabei

Bei dem nächsten Haushalt werden harte Nüsse zu knacken sein. Und wenn wir beim Fußball bleiben wollen, wir sind keine elf Freunde geworden und wir sind auch keine fünf oder keine sechs Freunde geworden. Aber wir zeigen heute zum zweiten Mal,

dass wir eine Mannschaft geworden sind, eine Mannschaft, die am Ende ein Ergebnis erzeugen und eine Abstimmung auch zum Erfolg führen kann. Und darauf kommt es an in der Politik mit allem, was dann die Folge ist. Und diese Folge heißt Investitionen möglich, beispielsweise für die DVB. Frau Arnert hat es völlig zu Recht gesagt.

Die Nossener Brücke. Und wir wissen alle genau, da gibt es noch eine weitere Brücke, für die wir das Geld noch gar nicht im Haushalt haben. Darum werden wir uns kümmern. Nach dem Haushalt ist vor dem Haushalt. Und wir sind als Mannschaft so aufgestellt, dass wir auch das schaffen können.

2:19:28

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Als nächster Redner Herr Reschke, Team Zersto.

2:19:45

Robert Reschke (Team Zastrow)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, in dem Gespräch mit dem Oberbürgermeister hatte das Team Zastro keinerlei Forderungen. Unsere einzige Forderung bestand darin, dass wir uns gewünscht haben, dass die Ortschaften gerettet werden. Das hat dieser Rat heute vertagt und die CDU, die hier die ganzen Ortschaftsräte in Dresden stellt, sollte sich fragen, ob das richtig ist.

Die hier eingebrachten Vorschläge finden wir aus unserer Sicht nicht gut und mit uns hat auch hier keiner geredet. Daher lehnen wir dies ab und das war's.

2:20:29

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Vielen Dank. Und zum Abschluss der Fraktionsrunde für BSW, Herr Deventi.

2:20:46

Maurice Devantier (BSW)

Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, wir sitzen nun also vor dem zweiten Versuch, vereinfacht gesagt, den Nachtragshaushalt für Dresden zu beschließen. Es wurde von den Befürwortern nun mehrfach argumentiert, dass es ohne den Beschluss für viele, die von öffentlichen Geldern abhängig sind, noch schlimmer werden würde. Aber was hat sich seitdem an der letzten Beschlussfassungsversuch denn geändert? Was hat sich substanziell verbessert? Die 25 Cent weniger Kürzungen für die Stadtbezirksbeiräte? Die 60.000 Euro weniger Kürzungen für die Volkshochschule? Ist das jetzt die entscheidende Verbesserung zum letzten Mal?

Nein, denn dieser Nachtragshaushalt enthält weiterhin gravierende Verschlechterungen. Über eine halbe Million weniger für die Kultur. Über eine halbe Million weniger für unsere Schulen. Und zusätzlich noch Kürzungen bei der Schulsozialarbeit und so weiter.

Wir haben in Gesprächen die Rücknahme einiger Kürzungen verlangt. Aber andere, das war jetzt wirklich so vorbereitet, nicht abgesprochen, waren offensichtlich billiger zu haben. Und die werfen jetzt den anderen natürlich Verantwortungslosigkeit vor. So geht das politische Spiel. Unsere Vorschläge wurden jedenfalls nicht angenommen. Und wir sind zwar nicht nachtragend, aber so können wir dem Nachtragshaushalt nicht zustimmen.

Aber man muss natürlich heute auch noch mal darauf hinweisen, was wir ja auch beim Aktionstag Kommunen am Limit gemacht haben und alle Fraktionen und der Oberbürgermeister haben das angemahnt. Die finanzielle Notlage Dresdens rührt nicht aus der Stadt, aus dem Stadtrat heraus, sondern den Kommunen insgesamt in Deutschland fehlen aufgrund der verfehlten Bundespolitik über 30 Milliarden Euro.

Und bei diesen Ursachen, dafür wird ja gerne immer dann auf die Ausgaben für Soziales verwiesen. Dabei haben sich die Ausgaben für Rüstung in den letzten zehn Jahren um über 70 Milliarden Euro erhöht. Und um die entsprechenden Einwände gleich zu entkräften, wir fordern nicht die Aufwirkung der Bundeswehr, sondern nur nicht weiter den Rüstungskonzernen.

Das ist ja das Problem unserer Misere, die muss ich ja schon mal nennen. So, und wir sollten eben nicht den Rüstungskonzernen die Milliarden hinterherwerfen. Wenn wir nur die Hälfte dieser 70 Milliarden für unsere Kommunen verwenden könnten, dann könnten wir

unsere Aufgaben im sozialen, im kulturellen und im Bildungsbereich für unsere Bürger, die die Steuern bezahlen, erfüllen. Wenn es aber keine Veränderung dieser Politik gibt, werden bei vielleicht sogar noch weiter steigenden Steuereinnahmen die Leistungen trotzdem weiter sinken und der Unmut der Bevölkerung wird weiter anwachsen, mit möglicherweise fatalen Folgen.

Dieser Nachtragshaushalt löst unsere Probleme nicht. Seine Zustimmung gleicht der Reaktion des Ertrinkenden, der das Salzwasser trinkt im Ozean und hofft, sich davon Zeit zu erkaufen. Aber letztlich wird alles noch schlimmer werden. Dafür stehen wir als BSW-Fraktion nicht zur Verfügung. Vielen Dank.

2:24:08

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, nach der Fraktionsrunde jetzt für die Fraktionslosen, Herr Lohregg.

2:24:30

Jens Lorek

Ja, meine Herrschaften, ich habe schon gesehen, die Markierung ist weg, also mit dieser Rede erledigt sich auch meine andere Wortmeldung. Meine Herrschaften, ich muss mal eins nachfragen. Frau Scharnetzky, Sie sagten, Sie haben schon einmal erlebt, dass Frauen in Ostdeutschland massenhaft abgewandert sind und alle anderen sind zurückgeblieben. Ich bin in meinem 62. Lebensjahr, ich kann mich daran nicht erinnern. Wann war denn das?

Gut. Ich glaube, es ist dieser Woche Dienstag gewesen. Ja, wann war es denn? In den 90ern. Da war ich schon in meinen 30ern. Also ich kann mich nicht erinnern, dass das passiert ist. Na gut, vielleicht habe ich das auch bloß nicht wahrgenommen.

Am Dienstag dieser Woche kommt meine Assistentin zu mir und sagt, im Stadtrat gibt es jetzt eine Verantwortungskoalition. Ich sage im Moment mal, es ist Erich Honecker wieder erstanden.

Erich Honecker hat ab 1983 mit konstanter Regelmäßigkeit immer wieder von einer Koalition der Vernunft und des Realismus geredet.

Und es ist nochmal ergänzt worden, so 1989, 90 durch Hans Motru, der damals Ministerpräsident der DDR war, der hat von einer nationalen Verantwortung geredet. Das National durfte man heute nicht mehr sagen, das ist mal rechtsradikal, aber eine Verantwortungskoalition erinnerte mich sofort an Erich Honecker 2.0.

So, dann zeigt mir meine Katja, welche Fraktionen dort mitmachen. Ich gucke mir das alles an und denke, naja gut, SPD, Grüne, wundert mich jetzt nicht weiter, sind halt Sozis, benehmen sich wie Sozis. Da ist nichts Unverwunderliches dran. Und dann lese ich einen Namen, da dachte ich, das glaube ich nicht. Herr Kollege Aschenbach, wollen Sie allen Ernstes zustimmen?

Also ich habe sie jetzt seit zwei Jahren erlebt. Sie haben eine ganz eigene Art an sich, die ich nicht unbedingt teile, aber die auffallend ist. Sind sie jetzt ein ernstes Staatstragen geworden? Also wirklich unverhaftlich, das glaube ich nicht. Herr Aschenbach, ich habe eine große Bitte, stimmen Sie dagegen. Ich werde es auch tun und im Übrigen bin ich der Auffassung, dass Baubürgermeister Kühn zurücktreten muss.

2:26:58

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, das bringt weitere Wortmeldungen mit sich. Herr Probst zunächst und dann Herr Aschenbach.

2:27:10

Patrick Probst (FDP/FB)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, also ich staune schon über BSW, die sich hier beschwert, dass im Nachtragshaushalt nichts für die Schulen gemacht wird, nichts für Schulsozialarbeit und dass BSW gesagt hat, wir hatten ja kleine Forderungen und mit uns hat man ja nicht geredet. Aber was mich wundert ist, Es waren gar keine Forderungen, um die Lage der Schulen oder der Schulsozialarbeit zu verbessern. Es waren Forderungen, dass mehr Geld für die Förderung der Industriekultur ausgegeben werden muss. Mensch, das brauchen wir zurzeit ganz dringend hier draußen. Also wenn wir da mal an die Bürger gehen und sagen, Leute, was brauchen wir? Ich bin mir sicher, von zehn Leuten werden neun sagen, wir müssen die Industriekultur stärken, fördern. Oder wir müssen wieder mehr Geld für die Städtepartnerschaft mit Sankt Petersburg ausgeben. Das war die andere Forderung. Das ist mir natürlich klar. Aber genau das ist ja das, was wir heute hier brauchen. Leute, es geht darum, wieder

die Stadt handlungsfähig zu machen, bürgerschaftliches Engagement in der Stadt auch wieder zu erleben. Und die Kollegen von Team Zastrow, da haben wir gedacht, wir tun euch was Gutes und sorgen dafür, dass die Brunnen nicht nur angeschaltet werden, sondern dass sie auch bis zum Ende der Saison laufen können. Und trotzdem wollt ihr jetzt, dass die Brunnen nicht angeschaltet werden. Also ... Das kann ich jetzt wahrlich nicht verstehen. Und auch noch mal zu den Linken. Natürlich kann man ganz viel Geld ausgeben. Natürlich, wenn wir das Geld hätten, würden wir das auch alle ausgeben. Aber es ist eben so, wie ich schon sehr oft hier in dem Saal sagte, das Geld fällt nun mal nicht vom Himmel. Und da muss man Prioritäten setzen.

Da muss man Prioritäten setzen. Und das haben wir hier mit dem Nachtragshaushalt gemacht. Und deswegen haben wir auch uns auf den Weg gemacht. Und zum Abschluss. Ich finde das eigentlich unter aller Kanone, dass man jetzt versucht, hier die PVP so zu diffamieren und zu sagen, wie blöd seid ihr, ihr lasst euch billig kaufen.

Es haben sich hier einfach Leute auf den Weg gemacht, die gesagt haben, wir wollen Verantwortung tragen und wir sind zuverlässig, wir sind verlässlich, wir stehen zu unserem Wort. Und offenbar hat das in diesem Raum

Offenbar hat es in diesem Raum für einige keinen Wert mehr, Verlässlichkeit. Für uns hat es einen großen Wert. Und deswegen danke ich ganz besonders auch den Kollegen von PVP.

2:30:26

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, dann kommen wir zu Herrn Aschenbach. Bitteschön.

2:30:30

Maximilian Aschenbach (PVP)

Das kann ich schnell hier vom Platz aus machen.

Ich kann den Kollegen Dings von rechts außen beruhigen, denn wie der Kollege Probst richtig feststellt, bin ich zuverlässig. Deswegen wissen hier alle, dass ich dem nicht zustimme. Und das gibt mir auch nochmal eine gute Gelegenheit, da gab es vielleicht öffentlich den falschen Eindruck. Ich habe mich tatsächlich in der letzten Sitzung, als es um den Nachtragshaushalt geht, fälschlicherweise für die Vorlage des Oberbürgermeisters gedrückt. Das lag aber daran, dass ich eine halbe Flasche Gin getrunken habe. Das war wirklich ein Versehen und das tut mir sehr leid. Das passiert mir heute nicht.

2:31:14

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, meine Damen, meine Herren, damit ist die Rednerliste abgearbeitet. Und bevor wir zur Abstimmung kommen, gestatten Sie mir nur den einen Satz. Hier geht es nicht um, wer ist billiger, sondern am Ende geht es darum, Wir haben eine dramatische Finanzsituation mit massiven Defiziten, die wir hineinschütteln. Deswegen mussten wir eine Haushaltssperre verhängen und mussten uns sehr genau überlegen, wo wir Einsparungen vornehmen können und wo wir noch weiter den Gürtel enger schneiden. Das tun wir bis an die Grenze des erträglichen Maßes, muss man wieder deutlich dazu sagen. Aber alles, was auch an freiwilligen Leistungen ist, die wir darüber hinaus mehr ausgeben, würde gefährden, dass wir diesen Haushalt auch von der Landesdirektion so bestätigt bekommen. Und insoweit glaube ich schon, diejenigen, die sich damit auseinandergesetzt haben und die heute zustimmen, haben sich ganz vehement mit diesen Fragen auseinandergesetzt und haben sich das nicht leicht gemacht. Und da gibt es viele, jeder Einzelne hat Wünsche, die er gerne hätte noch zusätzlich erfüllt bekommen wollen. Und ich danke schon jetzt und hoffe, dass die Mehrheit auch da ist, dass wir in die Arbeitsfähigkeit wieder hineinkommen. Und deswegen würde ich jetzt den interfraktionellen Antrag zur Abstimmung stellen und bitte um die Zustimmung.

2:32:45

Abstimmung

Ja

37 Stimmen

  • Hilbert

    08

  • Ahnert

    CDU

  • Dietze

    CDU

  • Göhler

    CDU

  • Kaden

    CDU

  • Kempe-Gebert

    CDU

  • Krüger

    CDU

  • Lehmann

    CDU

  • Schmidt

    CDU

  • Schneider

    CDU

  • Wagner

    CDU

  • Böhm

    cDuU

  • Brauns

    cou

  • Schwenk

    cou

  • Hauck

    FDP/FB

  • J. Zastrow

    FDP/FB

  • Mende

    FDP/FB

  • Probst

    FDP/FB

  • Lichdi

    fraktionslos

  • Caspar

    GRÜNE

  • Deppe

    GRÜNE

  • Has

    GRÜNE

  • Knot

    GRÜNE

  • Krause

    GRÜNE

  • Mühle

    GRÜNE

  • Ringler

    GRÜNE

  • Scharnetzky

    GRÜNE

  • Schulze

    GRÜNE

  • Wacker

    GRÜNE

  • Herpertz

    PVP-Kooperation

  • Schulte-Wissermann

    PVP-Kooperation

  • Engel

    SPD

  • Frohwieser

    SPD

  • Hartl

    SPD

  • Lames

    SPD

  • Martius

    SPD

  • Sturm-Karls

    sPD

Nein

33 Stimmen

  • Breuer

    AfD

  • Dagen

    AfD

  • Dittrich

    AfD

  • Hanisch

    AfD

  • Ladzinski

    AfD

  • Lommel

    AfD

  • Müller

    AfD

  • Pinkert

    AfD

  • Plötze

    AfD

  • Poppe

    AfD

  • Promnitz

    AfD

  • Reck

    AfD

  • Schöps

    AfD

  • Walter

    AfD

  • Wünsch

    AfD

  • Devantier

    BSW

  • Hecker

    BSW

  • R. Böhme

    BSW

  • Schönfeld

    BSW

  • Dänhardt

    DIE LINKE.

  • Keckeis

    DIE LINKE.

  • Kießl

    DIE LINKE.

  • Muth

    DIE LINKE.

  • Schollbach

    DIE LINKE.

  • Stephan

    DIE LINKE.

  • Lorel

    fraktionslos

  • Aschenbach

    PVP-Kooperation

  • Genschmar

    Team Zastrow

  • M. Böhme

    Team Zastrow

  • Große

    TeamZastrow

  • H. Zastrow

    TeamZastrow

  • Liebscher

    TeamZastrow

  • Reschke

    TeamZastrow

2:32:48

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

37 Ja-Stimmen bei 33 Nein-Stimmen und keiner Enthaltung. Damit ist der Nachtrag so bestätigt. Mit Blick auf die Uhr würde ich an dieser Stelle erstmal ganz herzlich Dankeschön sagen.

Das wäre anderthalb Minuten vor 18.30 Uhr und so weiter. Ich würde keinen weiteren Punkt jetzt aufrufen, sondern Sie in die Pause entlassen. Und... Ja, aber das dauert dann noch eine ganze Weile. Und da wir heute Morgen haben, werden wir das schon irgendwie im Laufe der Zeit noch hinbekommen. Also, erst mal Pause bis 19 Uhr, setzen wir fort.

So, wir werden jetzt eine kleine Sekunde warten müssen.

Beschluss

Ersetzung

Ja

37 Stimmen

Nein

33 Stimmen

TOP 27: Beschleunigung der Einbürgerungsverfahren in Dresden

3:20:24

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Insofern wäre es sinnfällig, dass der Antrieb dann in uns einbringt. Rederecht hat er obligatorisch. Dann haben wir Rederecht vereinbart für Haibui, der danach an der Reihe wäre. und danach würden wir in die Fraktionsrunde einsteigen und PVP beginnt, sodass wir das schon mal vorbereiten können. So, Herr Andreev, sind Sie da? Bitteschön, Sie haben das Wort.

3:21:12

Maxim Andreev

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Gäste und Zuschauer im Stream. Vor zwei Jahren wurde hier ein ähnlicher Antrag der SPD diskutiert. Vor zwei Jahren wartete ich persönlich auf die Bearbeitung meines eigenen Zeichenwirkungshandrags. Mit großer Hoffnung habe ich diese Sitzung damals online verfolgt.

Aber statt Erleichterung musste ich damals von der AfD-Stadträtin anhören, Menschen wie ich können die Clankriminalität fördern und seien möglicherweise, Zitat, nicht würdig zu unserem Staat zu gehören, Zitat Ende.

Heute, zwei Jahre später, stehe ich am gleichen Ort und frage Ihnen, wer erfüllt die Anforderungen an ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung eigentlich besser? Die Menschen, die jahrelang jede gesetzliche Voraussetzung für die Einbürgerung nachweisen müssen, oder Mitglieder einer Partei, die vom Verfassungsschutz als gesichertes Rechtssystem eingestuft wurde?

Heute, zwei Jahre später, stehe ich hier als deutscher Staatsbürger, als direkt gewähltes Mitglied des Ausländerbeirats und sage Ihnen im Namen vieler Migrantinnen und Migranten, die auch jetzt zuschauen, es reicht. Es reicht mit den Relativierungen, es reicht damit,

mit uns wie mit Kindern zu reden und ständig zu fragen, warum braucht er überhaupt einen deutschen Pass, als würde hier über einen Wunschzettel diskutiert und nicht über die Pflichtaufgaben gegenüber Menschen, die diesen Staat seit Jahren mit Steuern und Sozialabgaben finanzieren.

Die Situation bei der Einbürgerung in Dresden lässt sich nur als katastrophal bezeichnen. Laut Stadtverwaltung müssen Antragsteller derzeit etwa drei Jahre auf die Bearbeitung ihrer Anträge warten. Diese Zahl beschreibt jedoch lediglich den aktuellen Bearbeitungsstand, also dass die Behörde derzeit Anträge aus dem Jahr 2023 bearbeitet. Für Menschen, die heute einen Antrag stellen, ist diese Zahl lediglich völlig irreführend. Als promovierter Simulationsingenieur erlaube ich mir die folgende Modellrechnung. Derzeit liegen rund 5100 unbearbeitete Verfahren vor. Gleichzeitig bearbeitet die Behörde etwa 700 Verfahren pro Jahr. Das bedeutet, würde man den heutigen Ruckstand mit aktuellen Kapazität abarbeiten, entspräche das einer Warteschlange von mehr als sieben Jahre statt drei Monate, die gesetzlich vorgeschrieben sind.

Es reicht natürlich nicht, das Problem nur zu benennen und sich darüber zu beschweren. Deshalb haben wir nicht einfach einen symbolischen Antrag formuliert, der am Ende niemandem hilft. Stattdessen hat der Ausländerbeirat seine Rolle genutzt, um einen sachlichen Austausch mit allen demokratischen Fraktionen zu führen. Und an dieser Stelle möchte ich wirklich bei Mitglieder des Ausländerbeirats, die von Fraktionen definiert wurden, mich herzlich bedanken und auch bei der CDU-Fraktion, die bereit war, diesen Antrag zu verbessern, damit er zustimmungsfähig ist. Und das Ergebnis, über das wir heute abstimmen, liegt vor. Wenn Sie das lesen, dann sehen Sie, dass er den Haushalt zusätzlich belastet,

noch schafft rechtliche Unsicherheiten. Die mindestens fünf zusätzlichen Stellen sollen durch die Umschichtung ermöglicht werden. Die vorgesehenen Beratungsstrukturen sind ausdrücklich so auszugestalten, dass sie hoheitlich in Aufgaben der Ausländerbehörde unberuhigt bleiben. Gleichzeitig muss man auch ehrlich sein. Diese Maßnahmen allein werden das Problem nicht lösen.

Im besten Fall wird dieser Antrag und diese Maßnahmen den weiteren Anstieg der Wartezeiten ein bisschen bremsen. Deshalb sieht dieser Antrag auch einen Austausch mit anderen Kommunen vor, um zusätzliche Lösungsansätze zu identifizieren und weitere Schritte vorzubereiten. Sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte, wie bereits erwähnt wurde, belastet dieser Antrag weder den Haushalt noch löst er das Problem vollständig.

Dennoch ist es heute besonders wichtig, allen Menschen in Dresden, die ihren Beitrag in dieser schwierigen Zeit leisten, die in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Forschungseinrichtungen, IT-Branchen, der Industrie und vielen weiteren für unserer Stadt unverzichtbaren Bereichen arbeiten und an deutsche Demokratie glauben, ein klares Signal zu senden. Sie werden gehört, sie werden respektiert und als gleichwertige Teil unserer Stadtgesellschaft anerkannt. Wieso stimmen Sie den ersten Antrag des Ausländerbeirats in der Geschichte der Landeshauptstadt Dresden zu? Vielen Dank.

3:26:15

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, vielen Dank für die Vorstellung und Antragsbegründung. Jetzt hatten wir Rederecht, Hai Bui, der könnte als Nächster dann reden und dann ist Frau Herberts dran.

3:26:39

Hai Bui

Sehr geehrter Herr Europameister, liebe Stadträtinnen und Stadträte, liebe Steuerzahlerinnen und Steuerzahler! Über 5.000 Menschen warten auf das, was ich vor über 20 Jahren erlangt habe. Sie warten darauf, dass sie anerkannt werden, demokratische Teilhabe genießen zu können und Teil dieser Gesellschaft vollends vollführen dürfen. Vor mehr als 20 Jahren durfte ich selbst endlich Deutscher werden. Ich bin immer noch heute stolz darauf, Teil dieser Gesellschaft zu sein und auch wählen zu dürfen.

Die Einbarbeeinbürgerung war für mich mehr als nur ein bürokratischer Akt. Sie hat gezeigt, dass durch Zugehörigkeit, durch Teilhabe man auch Teil dieser Gesellschaft werden kann und darf. Meine Damen und Herren, die aktuellen Zahlen der wartenden Menschen

ist alarmierend, denn wir haben ja noch eine große Ansiedlung vor uns. ISMC baut im Dresdner Norden mehrere Tausend neue Arbeitsplätze auf. Wir erwarten 10.000 neue Zuzüge nur in dem Raum Dresden. Natürlich werden nicht alle davon ausländische Staatsbürger sein, aber ISMC wirbt aktiv in den Chipzentren der Welt nach Fachkräften, die genau diese Strukturen hier aufbauen und hier schon ganz stark anwerben. Es gibt mittlerweile schon eine private Struktur, die genau diese Anwerbung, diese Übersiedlungen vollführen. Und diese Menschen werden in drei bis fünf Jahren antragsberechtigt werden. Diese Menschen, die auch Teil dieser Gesellschaft werden wollen, die auch mitbestimmen wollen, hier im Stadtrat irgendwann oder auch den Deutschen Bundestag wählen zu dürfen. Fachkräfte, Steuerzahler, Mitbürger, Menschen, Väter, Mütter, Töchter, Söhne.

Und genau das sind wir diesen Menschen schuldig, dass wir unser Bestmögliches tun, um Verwaltungsakte, die gerade in diesem Verfahren wichtig sind, sorgfältig geprüft zu werden, dass die Menschen Teil dieser Geschaft werden, die wirklich auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung schwören, auch sorgfältig gemacht wird. Aber meine lieben Stadträte und Stadträtinnen, eine sorgfältige Verwaltung heißt nicht zwangsläufig eine bremsende Bürokratie.

Wir müssen dafür sorgen, dass durch cleveres Prozessmanagement, durch auch hier gezielt mehr Personal in der Umschichtung, gerade weil das Personal hier sehr fachspezifisch arbeiten muss. Staatsangestellte sind sehr speziell und sehr herausfordernd. Da brauchen wir die Experten in der Verwaltung. Die müssen wir jetzt einstellen, beziehungsweise umschichten und ausbilden dafür, dass sie dazu befähigt sind, den Antragsstaat, den wir jetzt haben, abzuarbeiten und die kommende Welle auch bestmöglichst und schnellstmöglichst zu bearbeiten.

Denn eine Einbürgerung ist kein Geschenk, sondern eine bewusste Entscheidung für Rechte und Pflichten für die Mitverantwortung in unserer Demokratie. Sie markiert nicht den Anfang, sondern ist die Anerkennung einer gelungenen Integration. Die deutsche Staatsbürgerschaft ist die sichtbare Bestätigung einer erfolgreichen Integration. Sie macht Zugehörigkeit und Verantwortung verbindlich.

Daher appelliere ich an Sie, an alle Stadträterinnen und Stadträte, stimmen Sie diesem Antrag zu. Stimmen Sie dafür zu, dass wir schnell Verfahren entwickeln, die Verwaltung dazu befähigen, schnell die Anträge abzuarbeiten und unsere neuen Mitmenschen willkommen zu heißen. Denn dies ist auch ein Standortvorteil für den Wirtschaftsstandort Dresden, dass unsere Fachkräfte auch hier weiterhin bleiben wollen. Daher unterstütze ich den Antrag. Vielen Dank.

3:30:04

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, damit steigen wir ein in die Fraktionsrunde. Frau Herberts beginnt.

3:30:16

Anne Herpertz (PVP)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, werte Beigeordnete, liebe Stadträtinnen und Menschen im Saal und im Stream. Wir haben es gerade gehört, die Einbürgerungsverfahren in Dresden dauern wirklich unglaublich lang. Die, die jetzt bearbeitet werden, sind schon drei Jahre alt. Es ist absolut klar, dass endlich etwas getan werden muss, weil was macht das mit den Menschen, die da ewig darauf warten, die schon längst in Deutschland angekommen sind, die hier Kinder haben, die hier arbeiten, die ihr ganzes Leben hier verbringen, die dann ständig damit beschäftigt sein müssen, Ja, sich um tausend Angelegenheiten zu kümmern und die, das finde ich das Wichtigste und Zentralste eigentlich, ja bis zum Deutschen Pass einfach nicht wählen dürfen. Und das degradiert Menschen zu Bürger in zweiter Klasse. Das darf einfach nicht bestehen bleiben.

Also Adressaten von Recht müssen immer auch die Autoren von Recht sein, ziemlich klar. Eine Sache würde ich noch gerne aus dem Prozess rausnehmen, das war eine Antwort auf eine Anfrage, ich glaube von der SPD-Fraktion damals, was denn die Behörde macht, um den Stau abzuarbeiten und ich kann es mir nicht verkneifen, das zu erwähnen. Die Antwort war, wir verkürzen einfach die Zeitfenster für die persönliche Einreichung von Anträgen, weil dann löst sich das Problem ja von selbst. Also weniger Anträge heißt auch weniger Stau. Ich glaube nicht, dass das die Lösung ist. Was wir außerdem ja schon hatten, ist, dass diese Stadt lieber auch Geld zurücklegt, um wegen Untätigkeitsklagen, also wenn man ewig nicht aus dem Pott kommt, die zu bearbeiten, lieber Geld zurückzulegen, statt doch einfach schneller Menschen einzubürgern. Deshalb sage ich auch ganz ehrlich, Freundinnen von mir empfehle ich inzwischen dauerhaft zu klagen, damit die Kosten für diese Stadt hoffentlich so hoch werden, dass man sich zweimal überlegt, ob das nicht besser investiert ist, einfach Menschen einzubürgern, die hier Steuern zahlen, die hier ewig leben.

Außerdem, es ist jetzt zwar, weil ich jetzt eher dran bin, noch nicht gekommen, aber es ist ja trotzdem mit da, wer wirklich glaubt, dass deutsche Pässe hinterhergeworfen werden. Der irrt wirklich so stark. Seien Sie einmal mit bei einem Einbürgerungsprozess dabei. Seien Sie einmal mit dabei bei einer Person, die wirklich hinter sonst wo noch den Passierschein A38 finden muss, der jetzt doch belegt, was vor sieben Jahren am 20. Oktober passiert ist. Das ist überhaupt kein kleiner Wink oder irgendwas. Das sind riesige Aktenordner mit tausend Sachen.

Man kann nicht so ignorant sein und glauben, dass einem der Pass hinterhergeschmissen wird. Ich war außerdem sehr gespannt, wie viele Menschen hier im Stadtrat so einen Einbürgerungstest mal eben aus dem Stand machen würden. Da bin ich auch ein bisschen gespannt drauf. Heißt also, wir unterscheiden zwischen Menschen, die das Glück hatten, an einem Ort geboren zu sein, und die anderen eben weniger. Und da kann ich auch sagen, wer sagt, Pässe werden geschenkt? Wissen Sie, wer die Pässe geschenkt bekommt? die, die hier geboren sind und die den einfach so bekommen haben. Wir bekommen den geschenkt, alle anderen müssen krass dafür leisten, um diesen Pass zu bekommen. Das sollte schneller gehen. Bitte, bitte, bitte geben Sie diesem Antrag ein Ja. Es ist absolut notwendig und es gebietet sich einfach auch der Respekt vor den Menschen, die sich hier einbringen wollen. Dankeschön.

3:33:06

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Als nächstes AfD-Fraktion Frau Dr. Schipps.

3:33:19

Dr. Silke Schöps (AfD)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren. Es stimmt ja, der Antrag beschreibt ein wirkliches Problem in Dresden. Die Ausländerbehörde ist mit der Flut der Anträge auf Einbürgerung überlastet und viele Antragsteller sind frustriert. Und deshalb fordert der Antrag mehr Personal, mehr Digitalisierung und mehr Einbeziehung von NGOs.

Das wird so aber nicht funktionieren, es sei denn, man will am Ende die Qualität der Prüfung im Verfahren herunterfallen lassen. Die Einbürgerungsverfahren sind nämlich keine einfachen normalen 0815-Verwaltungsakte. Es wird sehr viel und sehr, sehr, sehr sorgfältig geprüft, zum Beispiel die Identität

der Person, die Urkundenechtheit. Es wurde uns berichtet, dass das teilweise ein großes Problem ist, gerade in instabilen Staaten oder Bürgerkriegsregionen werden Urkunden manchmal einfach irgendwie auf ein Stück Papier bescheinigt und dann soll die Behörde entscheiden, ist die nur echt oder ist sie nicht echt. Das erfordert großen Aufwand und natürlich auch hohe fachliche Kenntnisse bei den Bearbeitern. Dann geht es um die Prüfung der Aufenthaltshistorie, Unterbrechung, Ausweisung,

unrechtmäßiger Aufenthalt, die Sicherheitsüberprüfung, etwa durch den Verfassungsschutz und Zentralregisterauskunft und so weiter. Und die Plausibilitätsprüfung von Sprachnachweisen, Integrationsnachweisen und den Einwirkungstests. Und letztlich muss auch bewertet werden, ob die wirtschaftliche Selbstständigkeit, also die Fähigkeit, sich selbst ernähren zu können aus eigener Arbeit,

gegeben ist oder ob es halt irgendwo ein Gefälligkeits- oder Scheinarbeitsverhältnis ist. Das kann natürlich nicht jeder Sachbearbeiter von ersten Tag an, wo er in der Behörde arbeitet, beherrschen. Er muss sich lange damit vertraut machen, er muss eingearbeitet werden. Somit wird ein personeller Effekt natürlich erst nach Jahren eintreten. Und die Einarbeitung bindet natürlich auch Strukturen und

Personal, die dann wieder für die Bearbeitung von Anträgen nicht zur Verfügung stehen.

Aber lassen Sie mich noch ein paar Punkte herausgreifen. Wir haben ja bundesweit gesehen, dass es ein Problem mit kriminellen Strukturen gibt, die mittlerweile bundesweit agieren. Es gibt eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion, wo das die Bundesregierung auch so bestätigt. Es geht ja zum Beispiel um Urkundenfälschung. Man kann da so für 750 bis 2700 Euro ein Dokument kaufen. Und mittlerweile gehen die Ermittler davon aus, dass einige Tausend gefälschte Dokumente in Deutschland bereits im Umlauf sind. Oder man schickt einfach zum Sprachtest B2-Prüfung jemand anders mit dem gefälschten Pass mit seinem Foto und der legt dann die Prüfung ab, wo B1 hier ganz gut kann. Und dann hat man dann halt das Sprachzertifikat und kann kaum Deutsch. Also das ist alles möglich. Dafür zahlen Sie so zwischen 2.500 und 6.000 Euro. Alles polizeilich ermittelt.

Als Gegenmaßnahme wurde deshalb vom Bundesinnenministerium 2025 ein Erlass herausgegeben. Es geht um die Anwendungshinweise zum Staatsangehörigkeitsgesetz. Und zwar wird dort ausdrücklich empfohlen, dass alle Antragsteller persönlich bei der Behörde vorsprechen müssen, auch alle Dokumente im Original der Behörde zur Prüfung vorzulegen sind. Das hat natürlich jetzt im Verfahren, wenn man es ganz digital betreiben will,

großes Problem verursacht, also gerade in Berlin haben wir es ja alle gehört, was das von der Auswirkung hatte. Also wie gesagt, digital kann man sowas eigentlich nur ganz, ganz schwierig betreiben. Niemand kann natürlich sagen, ob es in Dresden inzwischen auch eine Betrugsproblemate gibt oder geben kann, wissen wir nicht, kann jeden Tag was rauskommen und ich denke, wir sollen deshalb auf alle Fälle dort sehr Aufmerksamkeit schulen und auch einfordern von unserer Behörde.

Strukturelle Defizite im Integrationskurssystem gibt es auch. Sie haben vielleicht vor ein paar Tagen in der Welt ein Interview mit einer Deutschdozentin gelesen und sie meinte, dass eben ungefähr die Hälfte der Kursteilnehmer überhaupt keinen Bock hätte dort was zu machen und wenn sie halt einen Kurs nicht bestehen, machen sie den nächsten und so lange bis irgendwann mal vielleicht dann doch irgendwie bestanden haben. Sowas kann einfach nicht sein. Und letztlich Ihre Kooperation mit den zivilgesellschaftlichen Organisationen. Ich sehe hier einen großen Interessenkonflikt. Andererseits möchte so eine Organisation, kann man ja machen, wenn man gerne dafür sich einsetzen will, die Antragsteller bestmöglich fördern, unterstützen, damit sie eben diese Antragsverfahren positiv umsetzen können. Und andererseits sollen sie die Behörde dann wieder neutralisieren.

So was funktioniert einfach nicht. Es sei denn, man möchte einfach irgendwie dann neuen warmen Steuergeldregen abfassen. Vielleicht ist es ja so. Wie gesagt, der Antrag identifiziert ein Problem, aber er löst es nicht und deshalb werden wir hier nicht zustimmen. Vielen Dank.

3:38:37

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, als nächster Redner Herr Schwenk für die CDU.

3:38:52

Johannes Schwenk (CDU)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, vielleicht eine Sache vorab. Ich empfehle jedem mal, bei Frau Gräfe, der Abteilungsleiterin für Staatsangehörigkeitsrecht hier in Dresden vorbeizugucken. Die kann einem ziemlich genau erklären, wie die Prozesse funktionieren und vor allem, was die eigentlichen Probleme sind. Die Digitalisierung in dem Fall ist es auch. Aber jeder, der einen Antrag stellt, muss persönlich vorbeikommen. Und zur Prüfungsabnahme. Ich lebe ja nun mit einer, die Prüfung abnimmt. So eine Prüfung kostet 160 Euro. Die muss man erst mal aufbringen. Zum Antrag. Zunächst erstmal ganz großen Dank an die Mitglieder des Integrationsausländerbeirats, die hier ein wirklich wichtiges Anliegen aufgegriffen haben. Es geht in dem Fall um eine funktionierende Verwaltung, auch um Rechtsstaatlichkeit und um Menschen, die hier seit Jahren rechtmäßig in Dresden leben, arbeiten, Steuern zahlen und ein fester Bestandteil der Stadtgesellschaft sind. Das sind nicht nur Personen aus Drittstaaten, sondern das sind auch Personen, die innerhalb der EU leben. Meines Wissens haben wir übrigens hier innerhalb des Stadtrates auch eine Person, die das auch betrifft, die nicht deutscher Staatsangehöriger ist, aber innerhalb der EU geboren wurde, dadurch ein kommunales Wahlrecht hat. Auch diese Person müsste, wenn sie sich einbürgern lassen würde, durch dieses Verfahren durch.

Zu den Zahlen. Die Zahlen zeigen hier in Dresden entsprechend den Handlungsbedarf. Seit 2023 verzeichnet die Staatsangehörigkeitsbehörde je 122 anhängige bzw. eingangene Untätigkeitsklagen. Dafür wurden Rückstellungen von ungefähr 270.000 Euro gebildet. Das ist ein realer finanzieller Schaden und auch ein Vertrauensverlust in das staatliche Handeln. Zudem gibt es aktuell 5100 offene Einbürgerungsverfahren und Einbürgerungsanträge.

So eine Einbürgerung ist aber selber kein reiner Verwaltungsakt. Wer eingebürgert werden will, muss ziemlich klare Voraussetzungen erfüllen. In der Regel müssen es fünf Jahre rechtmäßig gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland sein, eine klar geklärte Identität und Staatsangehörigkeit, das Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung,

Eine eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts in Form von, meines Wissens, den letzten drei Gehaltsauszügen, die glaube ich knapp über 1.500 Euro netto liegen müssen. Keine erheblichen Strafen. Deutschkenntnisse auf einem B1-Niveau. Ich empfehle jedem mal, einen B1-Test zu machen. Das ist gar nicht so einfach. Wenn ich so manche Redebeiträge höre, wird das bei der Grammatik, glaube ich, schwierig. sowie die Kenntnisse für die Rechts- und Gesellschaftsordnung bei uns sowie ein Einbürgerungstest, der Test Leben in Deutschland, der übrigens auch gar nicht so einfach ist und innerhalb des Einbürgerungstests sind es dann nochmal zehn sächsisch-spezifische Fragen. Ist sehr interessant, was man den Migranten sozusagen über die sächsische Kultur, über den Einbürgerungsantrag mitbringen möchte.

Wer heute mit den vollständigen Unterlagen kommt, muss dennoch lange warten. Aktuell sind es rund zweieinhalb Jahre. Rechnerisch ist es wahrscheinlich sogar etwas länger noch. Und in dieser Wartezeit bedeutet für die Betroffenen rechtlich und persönlich sehr, sehr starke Unsicherheit. Deshalb ist für uns der Punkt eins des Antrags besonders wichtig, nämlich die fünf Vollzeitequivalenzstellen, die innerhalb des Stellenplans nicht neu geschaffen werden, sondern umgeschichtet werden. Das hängt auch damit zusammen, dass die Ausländerbehörde einen besonders hohen Krankenstand hat und weil diese Verfahren äußerst komplex sind. Nun hat sich in den letzten Jahren mehrmals der Rechtsrahmen auf Bundesebene, was die Einbürgerung angeht, geändert, als auch, dass die Verfahren teils analog, teils digital laufen, aber vor allem sehr, sehr unterschiedlich.

Für uns muss aber an der Stelle auch klar sein, dass wir hier nur den Rahmen nicht verändern können. Die Behörden werden eigentlich nur entlastet, wenn wir wesentlich stärker zwischen legaler Zuwanderung, Fachkräften, Menschen mit klarer Bleibeperspektive und ausreisepflichtigen Personen unterscheiden. Dass Abschiebungen wesentlich deutlicher vollzogen werden und die Personen, die keinen Anspruch haben, hier in Deutschland dauerhaft zu bleiben, entsprechend auch aus den Verfahren und den Integrationsmöglichkeiten herausgenommen werden. Ich will Ihnen das mal ganz persönlich sagen. Ich lebe mit einer Frau zusammen, die seit über zehn Jahren hier lebt, die alle Anforderungen erfüllt, die 40 Stunden arbeiten geht und sich in der Ausländerbehörde mit den gleichen Personen in die gleiche Schlange stellen muss, die hier keine Bleibeperspektive haben.

Doch, die können einen Antrag stellen, weil die Ausländerbehörde gesetzlich dazu verpflichtet ist, keine Unterschiede zu machen. Und das macht es für Personen, die eine Perspektive haben, die Staatsbürgerschaft zu erhalten, wesentlich schwerer, rein praktisch während ihrer Arbeitszeit mal in die Ausländerbehörde zu gehen, um irgendeinen Stempel zu bekommen, beispielsweise um in ihrem Arbeitsvertrag oder in ihrem Wohnort oder irgendetwas zu verändern. Und wenn wir etwas bisschen dafür beitragen können, dann ist das zumindest ein minimaler Stellenaufwuchs in der

weil es eben nicht nur Personen betrifft aus Drittstaaten, sondern auch Personen aus dem europäischen Ausland. Vielen Dank.

3:44:10

Andrea Mühle (GRÜNE)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Stadträtinnen, liebe Gäste hier und im Stream, zunächst vielen Dank an den Ausländer-, Integrations- und Ausländerbeirat für diese Initiative und für diesen Antrag, der wirklich auch aus den Reihen der direkt gewählten Mitglieder des Integrations- und Ausländerbeirats und dann in Abstimmung mit uns von den Fraktionen entsandten Mitgliedern dort entstanden ist.

Teilhabe ist ein Grundrecht, kein Privileg, politische und gesellschaftliche Teilhabe. Und trotzdem warten mehr als 5.000 Menschen in Dresden, darunter sind übrigens auch Kinder und Jugendliche, die noch keine Steuern zahlen und hier deswegen trotzdem willkommen geheißen werden sollen, darauf dieses Grundrecht wahrnehmen zu können. Wir haben es gehört, 600 bis 700 Einbürgerungen im Jahr, 122 Untätigkeitsklagen. Es wird über die Rückstellungen, die dafür getroffen werden müssen im Haushalt, wurde auch schon gesprochen.

Für diesen Riesenberg, der da vor uns liegt, gibt es keine einfachen Lösungen und auch nie die eine Lösung. Deswegen hat der Antrag auch viele verschiedene Punkte, die man alle zusammen realisieren muss. Das eine ist Personal. Auf jeden Fall braucht es mehr Personal. und auch gut ausgebildetes Personal. Aber es kommt auch darauf an, wie wird das eingesetzt. Was wird zum Beispiel mit Anträgen? Also kommen überhaupt unvollständige Anträge rein? Was wird mit offensichtlich nicht zulässigen Anträgen? Können die schnell abgelehnt werden zum Beispiel? Im Übrigen gibt es auch nur etwa fünf Prozent der Anträge, die am Ende wirklich abgelehnt werden. Das spricht schon dafür, dass man so einen größeren Ermessensspielraum zu pragmatischeren Lösungen finden könnte. Dann spielt eine Rolle die Digitalisierung. Andere Kommunen, die hier Spitzenreiter sind in der Bearbeitung, zum Beispiel Nürnberg, haben ihre Antragstellung vollständig digitalisiert mit einer Prüfung der Vollständigkeit schon im Antragsverfahren. Das führt dazu, dass nur vollständige Anträge überhaupt bei der Behörde eingehen können. Das kann man digital machen. Das ist eine Lösung. Da gibt es auch im Moment ein System davon,

Amt für Staatsangehörigkeit getestet. Das kann man aber auch dadurch sicherstellen, die Vollständigkeit, dass man vorher Beratung anbietet. Das ist der andere Punkt des Antrags.

Und, ich habe es gerade schon gesagt, das allein hilft aber nicht. Man muss dazu kommen, wie man das Verfahren überhaupt gestaltet. Braucht es wirklich zwei Termine, wie sie zurzeit in Dresden notwendig sind? Einmal zur Antragsabgabe, einmal zur Abgabe des Bekenntnisses. Reicht nicht vielleicht ein Termin? Manche Städte machen das auch ganz ohne. Also das ist dann nur das Termin bei der feierlichen Übergabe. Und da ist die Rechtssicherheit genauso gegeben.

Genau, dieses Lernen von anderen Kommunen, Cottbus, Nürnberg, auch Berlin, die das durch eine vollkommene Zentralisierung dort anders geschafft haben, ist ja auch ein Bestandteil unseres Antrages.

Ja, und natürlich können wir jetzt nie dort stehen bleiben an dieser Stelle bei diesem Antrag, diese Problematik, diese vielen Menschen, die hier darauf warten, ihr Grundrecht an politischer und gesellschaftlicher Teilhabe endlich wahrnehmen zu können. An die müssen wir auch bei den Haushaltsverhandlungen denken, an die muss bei den auf uns zukommenden Personalkonzepten, Personalentwicklungskonzepten gedacht werden, an die muss gedacht werden, wenn es um ein Digitalisierungskonzept geht.

Genau, also wir werden das jedenfalls tun und uns an allen diesen Stellen dafür einsetzen und natürlich weiterhin auch die Tätigkeit der Ausländerbehörde kritisch hinterfragen. Wir stimmen dem Antrag zu und werben auch darum, dass alle anderen das tun. Vielen Dank.

3:47:48

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Wird Fraktion Die Linke das Wort gewünscht? SPD, Frau Hartl.

3:48:07

Julia Hartl (SPD)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Stadträtinnen, liebe Menschen im Saal und im Stream. Das Thema Einbürgerung beschäftigt uns als SPD-Fraktion schon sehr lange und sehr intensiv. Wie schon erwähnt wurde, bereits 2023 haben wir einen Antrag hierzu eingebracht, der maßgebliche Punkte des hier heute vorliegenden Antrags beinhaltet. Umso mehr freuen wir uns, dass nun ein Antrag vom Integrations- und Ausländerbeirat selbst vorliegt, der damit von seinem neuen Vorschlagerecht Gebrauch macht und möchten uns ganz herzlich für diese Initiative bedanken.

Denn, man muss es so sagen, die Staatsangehörigkeitsbehörde geht sehenden Auges unter und verbrennt Geld in Zeiten von knappen Kassen. Hierzu sei gesagt, dass dies nicht Schuld an der Behörde selbst ist. Bereits 2019, also vor sieben Jahren, hat sie den Personalplanung darauf hingewiesen, dass es personelle Mehrbedarfe gebe. Es ist auch nicht Schuld der Menschen, die hier von ihrem Recht Gebrauch machen, einen solchen Einbürgerungsantrag zu stellen, so wie es sicher einige Menschen in diesem Saal sehen können.

Einbürgerung bedeutet Teilhabe, bedeutet Dazugehörigkeit, bedeutet Beteiligung und Integration. Eine schnelle Bearbeitung der Einbürgerungsanträge kann ja eigentlich nur im Interesse aller hier im Raum sein, die ständig über gescheiterte Integration schimpfen, sobald sie auch nur im fernesten Gelegenheit bieten. Dann tun Sie doch auch bitte mal was dafür, dass Menschen überhaupt die Chance haben, sich hier zu integrieren und Chancen haben, überhaupt irgendeine Form von Ankommen sein zu empfinden.

Aber wo stehen wir gerade mit der Staatsangehörigkeitsbehörde? Um zu verstehen, wie es ja die Verwaltung und der zuständige Bürgermeister diese Behörde untergehen lassen, mal ein paar Zahlen. Wir haben rund 5100 unbearbeitete Anträge, wie ihr schon gehört habt. Eine aktuelle Wartezeit von drei Jahren, wie Sie schon gehört haben. Rechtlich betrachtet darf die Behörde gar nicht so lange brauchen. Auch das wurde hier schon erwähnt. Aber es ist wichtig, das wirklich allen reinzuhämmern. Rechtlich betrachtet darf die Behörde drei Monate für die Bearbeit brauchen, nicht drei Jahre. Weshalb passiert das? Dass Menschen die Behörden zu Recht verklagen, weil sie zu lange brauchen und dass diese Menschen in ganz großen Unsicherheiten um Krisen stürzen kann. Das führt wiederum dazu, dass an dieser Stelle massiv Geld verbrannt wird. Aktuell, Verwaltung rund 270.000 Euro wegen drohender Untätigkeitsklagen zurückgestellt. Warum steckt man dieses Geld nicht in neues Personal, statt es einfach aus dem Fenster zu werfen? An dieser Stelle, es freut mich wirklich, dass die CDU auch verstanden hat, dass dies wirklich ein Problem ist und dumm verschwendetes Geld ist.

Ich kenne Personen, die haben ihre Familie, ihre Eltern seit über zehn Jahren nicht gesehen. Die haben auch nicht daran geglaubt, dass es je wieder ginge, weil sich in Syrien so lange keine Änderung der Lage abgezeichnet hat. Nun könnten sie genau dies tun, wenn sie einfach ein- und ausreisen könnten, was sie nicht können. Die Gefahr besteht, nicht wieder ins Geland gelassen zu werden ohne deutschen Pass. Und das ist natürlich ein Dilemma, denn die Menschen haben inzwischen ihre Ausbildung, Ihre Freundinnen, Ihre Kinder, Ihre Jobs, etc. Das heißt, wir haben hier Menschen mit Eltern, die alt und krank sind, die Sie möglicherweise nie wieder sehen können, weil unsere Verwaltung es nicht einsieht, einen absurd über die Maß rechtswidrigen Zustand aufzulösen.

Stellen Sie sich mal die Frage, Sie würden einen Antrag an die Verwaltung stellen für einen Reisepass, Wohngeld, was auch immer, und es würde drei Jahre dauern, bis die Verwaltung ihr Anliegen bearbeitet hat, dann wäre hier alles am Brennen. Drei Jahre, bis Sie einen Reisepass bekommen, den Sie vielleicht brauchen, um ins EU-Ausland zu reisen. Absurde Vorstellung, oder nicht? In der Dresdner Staatsangehörigkeitsbehörde? Realität.

Der vorliegende Antrag fordert ganz richtig, die Digitalisierung der Einbürgerungsverfahren mit hoher Priorität voranzutreiben. Länder wie, schon erwähnt, Berlin, Hamburg oder Hessen machen dies bereits vor. Außerdem gibt es ein explizites Nachnutzungsmodell aus NRW, welches wir auch schon 2023 in unseren Antrag integriert haben.

Hiermit ist es möglich, einen Antrag auf Einbürgerung digital zu stellen und vorher in einem QuickCheck selbst zu prüfen, ob man die Voraussetzungen für eine Einbürgerung überhaupt erfüllt. Die Anzahl der persönlichen Vorsprachen werden minimiert und Behörden und Antragsteller entlastet. So schreibt es auch das Land NRW selbst auf ihrer Homepage. In einer Anfrage von uns an die Verwaltung, wie es denn mit der Digitalisierung aussehe, hieß es im vergangenen Jahr noch, dass die Einführung zu einem ungesteuerten Zugang an Anträgen führen würde, welche die Behörde überfordern würde. Anders gesagt, man möchte keine digital und auf lange Sicht entlastende Lösung. Obwohl an anderen Stellen es manchen in der Behörde nicht schnell genug gehen kann mit der Digitalisierung. Nun aber kurz zurück zum Antrag. Personelle Umschichtung, Digitalisierung, Zusammenarbeit mit der zivilgesellschaftlichen Organisation und ein fachlicher Erfahrungsaustausch mit anderen Städten sind alles Maßnahmen, die wir absolut unterstützenswert finden, weshalb wir natürlich zustimmen werden und wirklich nur an aller Hölle appellieren können, diesen Irrsinn endlich an dieser Stelle mal abzufedern. So geht keine funktionierende Verwaltung. Und nochmal Danke an den Ausländerbeirat für diesen tollen Antrag.

3:52:54

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, wird Team Zastrow, das wurde gewünscht. Nein, dann BSB.

3:53:09

Maurice Devantier (BSW)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, es wurde ja gesagt, es muss schneller gehen, also ich fasse mich kurz.

Die Zielstellung des Antrags ist absolut richtig. Wer jahrelang in Deutschland lebt, hier Steuern zahlt, nicht straffällig wird, hat natürlich ein Anrecht auf die deutsche Staatsbürgerschaft. Das muss tatsächlich schneller gehen.

Der Lösungsansatz erscheint aber insofern problematisch. Also der Antrag enthält durchaus richtige Punkte, aber der entscheidende Knackpunkt ist ja das mit den Stellen. Und es gab ja zunächst den Vorschlag, dass man mehr Stellen schaffen soll. Das wurde auch sicherlich angesichts der eben schon heute viel diskutierten Haushaltssituation abgewählt. Und man war jetzt auf die Lösung gekommen, Stellen umzuschichten.

Da kann man sich natürlich auch die Frage stellen, welche Stellen werden es denn dann wohl sein, wenn wir jetzt Leute aus dem Jugendamt abziehen und dann jetzt da die Behörde schicken. Das muss ja auch nicht ein Vorteil sein. Also das ist jetzt auch nicht die zwangsläufig gute Lösung. Die Lösung muss ja darin liegen, dass wir das Verfahren vereinfachen, dass es viel zu viele Prüfungen von absurden Dingen passieren. Und ich fand es zumindest jetzt sehr interessant, dass für die AfD in diesem Fall ja jetzt das Urteil des Verfassungsschutzes relevant erscheint.

Anderen Punkten ja vielleicht nicht. Also vielleicht wäre es die Lösung eher, dass wir das Verfahren vereinfachen, anstatt dass wir jetzt weitere Stellen schaffen, Stellen umschichten, wo sie ja vielleicht auch gebraucht wären. Also wie gesagt, Zielstellung unterstützen wir. Die Lösung erscheint uns nicht optimal. Deswegen werden wir uns enthalten. Danke.

3:54:49

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Wird FDP das Wort gewünscht? Nein. So, dann haben wir Herrn Lorek noch.

3:55:08

Jens Lorek

Meine sehr verehrten Damen und Herren, dieses Jahr ist es genau 30 Jahre her, dass der Bundesgesetzgeber das Bedürfnis verspürte, das verwaltungsgerichtliche Verfahren vereinfachen und beschleunigen zu wollen. Die bis dahin ohne weiteres zulässige Berufung zum Oberverwaltungsgericht wurde abgeschafft und durch eine Zulassungsberufung mit Nichtzulassungsbeschwerde ersetzt.

Das Ergebnis war ein noch schwerfälliger laufendes Verwaltungsverfahren.

Und seitdem, also seit 1996, habe ich bei allen auftretenden Beschleunigungs-, Vereinfachungs- und sonstigen Verbesserungsgesetzen immer wieder dasselbe Phänomen beobachtet. Jeder Beschleunigungs- und Vereinfachungsversuch baut neue Schwierigkeiten auf, verlangsamt das Verfahren, verbraucht zusätzliche Ressourcen und ist insgesamt alles in allem kontraproduktiv.

Und ich kann nicht erkennen, dass der hiesige Antrag ein anderes Schicksal erfahren wird. Es wird genauso laufen wie sonst. Es wird langsamer, schwerfälliger, ineffektiver werden. Und selbst zu den Zeiten, wo man noch mit Karteikarten gearbeitet hat, war man erfahrungsgemäß schneller als mit der heutigen Digitalisierung. Ich werde deshalb diesem Antrag nicht zustimmen und bin im Übrigen der Auffassung, dass Baubürgermeister Kühn zurücktreten muss.

3:56:36

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, weitere Wortmeldungen liegen mir nicht vor. Dann würde ich Herrn Pratzker nochmal für die Verwaltung bitten, eine Ausführung zu machen zu dem jetzt Vorgetragenen. Und dann kommen wir zur Abstimmung.

3:56:50

Jan Pratzka

Ja, vielen Dank für die Gelegenheit dazu. Sie haben vieles Zutreffendes gesagt. Auch der Antrag enthält viele Punkte. Die Unterstützung ist es wert. Das heißt aber nicht, dass man den Unker schlussziehen kann, dass man in der Vergangenheit dort nichts gemacht hätte.

Die Personalaufstockung ist grundsätzlich geeignet zu tun, aber wir haben bereits im Jahr 2025 fünf Mitarbeitende aufgestockt, die aber neben der allgemeinen Staatsangehörigkeit, neben der Betreuung der 74.706 Ausländer, insbesondere für die Fachkräftegenehmigung, auch dienen. Vielleicht mal kurzer Einblick. Wir müssen ja die Gesamtabwägung sicherstellen. Das sind eben nicht bloß die Einbürgerungen. Wir betreuen eben 74.706 Ausländer aktuell und es sind im letzten Jahr ungefähr 14.000 Fachkräfte Arbeitserlaubnisse und Ausbildungsarbeitserlaubnisse insgesamt erbracht worden. Auch das ist insgesamt zu machen.

Insgesamt können neue Stellen der Landeshauptstadt nur im Rahmen der Gesamtabwägung aller Bedarfe auch erfüllt werden. So wie mein Herz für die Ausländerbehörde, für das Bürgeramt auch brennt, bin ich auch Personalbürgermeister. Wir sind eine Personalkonsolidierung. Das gilt auch für meinen Geschäftsbereich. Das heißt, Mitarbeitende, die ich dort umschichte, müsste ich rausnehmen. Zuerst aus dem Bürgeramt, aus anderen Bereichen oder sonst aus dem Geschäftsbereich. Vielleicht zur Verfahren der Antragsabgabe. Das ist kein negatives Zeichen, dass in der Ausländerbehörde keine Anträge mehr abgenommen haben, sondern es ist sinnvoll, dass die Kolleginnen und Kollegen der Ausländerbehörde diese Anträge bearbeiten können. Die Antragsabgabe, ich habe gerade mal nachgeschaut, ist kurzfristig auch in fast jedem Bürgeramt auch möglich. Wir haben also Front- und Back-Office dort ganz bewusst getrennt und da kann man sich einen Termin damit buchen, wo man auch eine Beratung dazu kriegt, dass am Ende alles vollständig ist. Zur Digitalisierung kann ich nur begrüßen, wir sind dort in enger Zusammenarbeit mit der AKDB, das ist die Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern. Sie haben Modellprojekte schon benannt und wir wollen eine medienberuffreie, strukturierte Verarbeitung der OZG-Anträge ermöglichen. Dazu wird das Serviceportal Migration Deutschland, SMD, des Bundes mit einer Anbindung und einer Bund-ID auch wahrscheinlich in Dresden getestet werden. Das ist das, was wir jetzt wollen. Das Bundesministerium des Innern hatte so Interesse an unserer Beteiligung. Genauso kann ich die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen auch nur begrüßen. Wir haben ein paar Modellprojekte, die auch gefördert werden. Und unsere Ausländerbehörde, und wer Frau Gräfe kennt, weiß das, ist bestens vernetzt und als Expertin gefragt. Ich will klar sagen, dass wir die Anträge nach Recht und Gesetz, nach den Weisungen, die wir entsprechend haben, auch bearbeiten. Sie ist dort regelmäßig auf Landes- und Bundesebene aktiv und bei entsprechenden Dialogformaten und Expertenrunden eingeladen und wird das auch weiter fortsetzen.

3:59:45

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Vielen Dank, Herr Pratzke, nochmal für die Erläuterung. Und damit kommen wir jetzt zur Abstimmung. Der federführende Ausschussbericht steht jetzt zur Abstimmung. Sie haben die Möglichkeit, Ihr Votum zu geben.

4:00:09

Abstimmung

Ja

42 Stimmen

  • Ahnert

    CDU

  • Dietze

    CDU

  • Göhler

    CDU

  • Kaden

    CDU

  • Kempe-Gebert

    CDU

  • Krüger

    CDU

  • Lehmann

    CDU

  • Schneider

    CDU

  • Wagner

    CDU

  • Böhm

    cDuU

  • Brauns

    cou

  • Schwenk

    cou

  • Dänhardt

    DIE LINKE.

  • Keckeis

    DIE LINKE.

  • Kießl

    DIE LINKE.

  • Muth

    DIE LINKE.

  • Schollbach

    DIE LINKE.

  • Stephan

    DIE LINKE.

  • Hauck

    FDP/FB

  • J. Zastrow

    FDP/FB

  • Mende

    FDP/FB

  • Probst

    FDP/FB

  • Lichdi

    fraktionslos

  • Caspar

    GRÜNE

  • Deppe

    GRÜNE

  • Has

    GRÜNE

  • Knot

    GRÜNE

  • Krause

    GRÜNE

  • Mühle

    GRÜNE

  • Ringler

    GRÜNE

  • Scharnetzky

    GRÜNE

  • Schulze

    GRÜNE

  • Wacker

    GRÜNE

  • Aschenbach

    PVP-Kooperation

  • Herpertz

    PVP-Kooperation

  • Schulte-Wissermann

    PVP-Kooperation

  • Engel

    SPD

  • Frohwieser

    SPD

  • Hartl

    SPD

  • Lames

    SPD

  • Martius

    SPD

  • Sturm-Karls

    sPD

Nein

16 Stimmen

  • Breuer

    AfD

  • Dagen

    AfD

  • Dittrich

    AfD

  • Hanisch

    AfD

  • Ladzinski

    AfD

  • Lommel

    AfD

  • Müller

    AfD

  • Pinkert

    AfD

  • Plötze

    AfD

  • Poppe

    AfD

  • Promnitz

    AfD

  • Reck

    AfD

  • Schöps

    AfD

  • Walter

    AfD

  • Wünsch

    AfD

  • Lorel

    fraktionslos

Enthaltung

7 Stimmen

  • Hilbert

    08

  • Devantier

    BSW

  • Hecker

    BSW

  • Schönfeld

    BSW

  • Genschmar

    Team Zastrow

  • M. Böhme

    Team Zastrow

  • Große

    TeamZastrow

4:00:12

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

42 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen, 7 Enthaltungen. Zu sehr, wie Sie das positiv votieren, aber votieren und klatschen dürfen nur diejenigen hier unten. Auf dem Podium sind Sie uns herzlich willkommen, aber Beifallsbegründung oder Missfallsbegründung obliegt dem Stadträtinnen und Stadträten alleine.

Beschluss

Zustimmung

Ja

42 Stimmen

Nein

16 Stimmen

TOP 8: Ideen- und Realisierungswettbewerb BUGA 2033 sowie Vorgehensvorschlag zur Planung und Errichtung der Badestelle am Kiessee Leuben – Südsee

4:00:42

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Wir kommen jetzt in der Tagesordnung wieder von Beginn an zu Tagesordnungspunkt 8, den wir ein bisschen aufgliedern würden. Zunächst würden wir die Vorlage behandeln an sich. Da geht es ja darum, dass wir die Planungswettbewerbe, die wir uns auch verpflichtet haben, mit der Gründung der Bundes-, oder mit der BUGA GmbH und mit der Vereinbarung mit der Bundesgartenbaugesellschaft dann auf den Weg bringen. Dafür sind dann Besetzungen noch notwendig von Stadträtinnen und Stadträten. Das würden wir im Anschluss dann über Wahlen machen. Wir würden erst mal den Punkt beschließen, würden dann die Wahlen und damit dann die Namen einfügen. Und ich würde Ihnen vorschlagen, dass wir diese Wahlen auch in zwei Etappen machen. Dass wir zunächst wählen die direkten Vertreter und dann im zweiten Wahlgang die Stellvertreter, sodass alle, die ja nie gewählt sind, auch nochmal die Chance haben. So wäre mein Vorschlag vom Vorgehen.

Jetzt darf ich, und noch mal ganz formal gesagt, es liegt ein Änderungsantrag von mir vor, aber der ist jetzt nur dieser Gestalt, da das ja in den Stadtrat gehoben worden ist, dass eben korrigiert wird, dass die Stadtentwicklung und Bauausschuss jetzt beschließt, sondern der Stadtrat, das ist jetzt eher eine Formalität, jetzt nicht von inhaltlicher Natur. So, dann steigen wir ein in die Diskussion. Ich habe jetzt hier wenige Wortmeldungen vorliegen, aber es geht trotzdem mal die Fraktionsrunde abfragen. AfD, wird das Wort gewünscht? CDU, Herr Schmidt? Grüner, Herr Dr. Deppe?

4:02:46

Dr. Wolfgang Deppe (GRÜNE)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, verehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger. Es geht voran, und die BUGA 2033 in Dresden nimmt Formen an. Also, es geht voran. Die BUGA 2033 in Dresden nimmt Formen an. Und wir liegen auch bisher gut im Zeitplan.

Jetzt kann die Wettbewerbsphase beginnen. Und es ist gut, dass bei dieser Wettbewerbsphase, dass wir dort zweigleisig fahren. Es wird den Wettbewerb für die Lebensarbeit 2 mit der Galopprennbahn und den Kiesseen geben. Und da werden wir dann heute eben auch über die Besetzung der Jury, was die Stadträtinnen und Stadträte betrifft, entscheiden und damit die Jury komplementieren.

Und dieser Wettbewerb wird eben von der Bürgergesellschaft organisiert. Und es gibt einen anderen, etwas andersartigen Wettbewerb für die Lebensader 1 mit dem Südpark, mit dem TU-Campus und mit der Altstadt.

Und dieser Wettbewerb ist halt deshalb abgetrennt, weil die Planungshoheit für die Daueranlagen eben für die Lebensader 1 bei der Stadt liegt und nicht bei der Bürgergesellschaft. Und das ist, denke ich, eine sehr weise Entscheidung gewesen, die auch der Aufsichtsrat der Bürgergesellschaft getroffen hat. Denn damit können wirklich Effizienzen besser abgebildet werden.

Für den Südpark haben wir nämlich schon lange eine relativ weit fortgeschrittene Planung und da findet ja auch schon eine Umgestaltung statt. Und wir legen auch als Brüne Wert darauf, dass man sich daran hält und dass eben dann auch über die Bugaz 2033 hinaus der Südpark in der vorgesehenen Form umgestaltet wird. Zweiter wichtiger Grund, dass dort die Planungshoheit bei der Verwaltung bleibt, ist, dass es eine Brücke geben soll, eine Fußgängerbrücke, um Regnitzhöhe und Südpark zu verbinden. Und da ist natürlich das Straßentiefbauamt gefragt. Und da ist wirklich auch Tempo geboten. Also da können wir uns keine Verzögerungen mehr leisten.

Sodass wir also diesen beiden Wettbewerber haben.

An der Galopprennbahn und den Kiesseen ist die Situation auch für die Planung noch weit offener und tatsächlich nicht so ganz einfach. Besonders die umfangreiche Umgestaltung der Galopprennbahn, nicht nur eben für das Ausstellungsgelände, was dort für die Buger entstehen soll, sondern eben auch darüber hinaus, stellt besondere Herausforderungen. Also, wir haben ja vorgesehen, dass eben nach 2033 die Galopp-Rennbahn einer recht vielfältigen öffentlichen Nutzung zugeführt werden soll. Und da muss man natürlich gut überlegen, wie man das gestaltet und was man dort alles unterbringt. Und da, denke ich, ist schon auch Kreativität gefordert. Und da freuen wir uns auf den Wettbewerb und hoffen, dass da viele gute Ideen kommen.

Was uns dabei auch am Herzen liegt, ist, dass dort bei der Planung ein Teilabschnitt des Blauen Bahnes Geberbach einbezogen wird. Das ist ja auch eine Zusage des OB gewesen. Und dass dort die Wegeplanung, die in dem Abschnitt auch drin liegt, aus dem Blauen Bahn Geberbach dabei Berücksichtigung findet.

Besonders erfreulich ist auch, dass mit dieser Vorlage eine Machbarkeitsstudie der Stesat zur Kenntnis genommen wird, die ich wirklich nur sehr empfehlen kann. Die ist sehr detailliert und sehr lesenswert. Da geht es eben um die zukünftige Nutzung der Kiesseelen. Und mit dieser Machbarkeitsstudie wird wirklich eine gute Grundlage dafür geschaffen, dass dieser nun schon jahrzehntelange Konflikt über die Badestelle, die Wasserskianlage, die es dort gibt, dass der beigelegt werden kann. Wir haben dort in dieser Machbarkeitsstudie gut aufgezeigt, wie eben die Bademöglichkeiten, ganz wichtig für eben die Bevölkerung im Dresdner Südosten, rechtlich gesichert wird, auch Anlagen dafür geschaffen werden, wie wir die Wasserskianlage haben, und wie auf der anderen Seite auch der Naturschutz zur Geltung kommt, indem eben das nordöstliche Ufer dann tatsächlich für den Naturschutz abgesperrt wird und dafür auch gesorgt wird, dass da ein großer Schilfgürtel aufwachsen kann und das eben auch für den Naturschutz. Und von daher, denke ich, haben wir da eine sehr gute Planung und kann nur dafür werben, dass wir allen dieser Vorlage zustimmen. Vielen Dank.

4:08:00

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, dann machen wir weiter. Fraktion Die Linke, das Wort gewünscht. Dann SPD-Fraktion, Frau Stumckas.

4:08:17

Anke Wagner (CDU)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuschauer im Stream.

4:08:23

Kristin Sturm-Karls (SPD)

Mensch, jetzt bin ich ja ganz von Sorgen, Herr Deppe. Wie lange haben wir gekämpft um diese Badestelle? Meine Güte. Seit 2019 gibt es diesen Antrag und wenn ich noch an unsere scharfe Diskussion von vor zwei Jahren denke, rund um die Wasserskianlage, da war ihrerseits und gerade auch seitens der Bürgermeister kein Weg drinnen, aber wirklich gar keiner. Wir haben uns hier gefetzt bis aufs Messer. Was die rechtlichen Grundlagen betrifft und deswegen wollte ich mich einfach nochmal dazu melden und wollte sagen, dass ich es sehr schön finde, dass Sie dort auch zur Vernunft gekommen sind. Sie loben das heute. Sie waren immer Gegner dieser Badestelle und Sie waren auch Gegner der Wasserskianlage. Ja, also ich bin da jetzt positiv überrascht. Und möchte eigentlich nur noch mal zum Ausdruck bringen, dass ich hoffe, dass wir das vor 2033 fertig bekommen, dass wir so schnell wie möglich dort eine Rechtsgrundlage auch haben für die, die dort jetzt straffällig werden und illegal baden. Entschuldigung, ich muss lachen, weil mir selbst Klienten erzählen, die wirklich sehr alt sind, dass die früher schon als dann abgebaut wurde.

Baden-Baden bei solchen Temperaturen wie heute. Und ich möchte auch nochmal dafür werben, dass wir wirklich so schnell wie möglich auch mit dem Herrn Riedel dort ins Einvernehmen kommen. Wir wissen, dass er dort die ganzen oder viele Flächen rundherum gepachtet hat. Und was ich sehr, sehr schade finde, dass wir in den Buga-Beirat zum Beispiel dann auch nicht solche beratenden Mitglieder wie ihn dort im Moment einbeziehen, weil das halte ich schon auch für existenziell. Und ich möchte nochmal auch genau deshalb für Zustimmung werben. Und auch die Verwaltung bitten, dort auch so schnell wie möglich für ihn dort die Sicherheiten zu schaffen, dass er um Gottes Willen, man will sich dem Blödsinn eigentlich gar nicht anhören, aber er darf ja wieder zurückziehen. Also das ist einerseits ein Erfolg und andererseits ist es schade, wie viel Geld und wie viel Naturschutz dort auch verloren gegangen ist. Dankeschön.

4:10:10

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Team Zastrow, das wird gewünscht.

4:10:19

Unbekannte Person

Also dann BSW.

4:10:21

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Auch nicht FDP. PVP, Herr Aschenbach.

4:10:37

Maximilian Aschenbach (PVP)

Das ist meine Vorredner, haben ja viel dazu gesagt. Das ist selbstverständlich alles falsch.

Ich will hier einfach niemanden mit unnötigen Details quälen. Aber ich lehne es selbstverständlich ab. Hoffe, aber ich zähle auf eure Stimmen dann bei der Wahl für die Jury. Dankeschön. Danke für die Aufmerksamkeit. Selten so viel Aufmerksamkeit.

Der ist ja ganz gruselig.

4:11:08

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, damit ist erst mal die Rednerliste abgearbeitet. Und... Wir würden jetzt zur Abstimmung über die Vorlage an sich kommen und wie gesagt im Anschluss dann zu den Wahlen. Wer der Vorlage zustimmen kann, den bitte ich jetzt um Stimmzeichen.

4:11:39

Abstimmung

Ja

55 Stimmen

  • Hilbert

    08

  • Breuer

    AfD

  • Dagen

    AfD

  • Dittrich

    AfD

  • Ladzinski

    AfD

  • Lommel

    AfD

  • Müller

    AfD

  • Pinkert

    AfD

  • Plötze

    AfD

  • Poppe

    AfD

  • Promnitz

    AfD

  • Reck

    AfD

  • Schöps

    AfD

  • Walter

    AfD

  • Wünsch

    AfD

  • Hecker

    BSW

  • Schönfeld

    BSW

  • Ahnert

    CDU

  • Dietze

    CDU

  • Göhler

    CDU

  • Kaden

    CDU

  • Kempe-Gebert

    CDU

  • Krüger

    CDU

  • Lehmann

    CDU

  • Schmidt

    CDU

  • Schneider

    CDU

  • Böhm

    cDuU

  • Brauns

    cou

  • Dänhardt

    DIE LINKE.

  • Keckeis

    DIE LINKE.

  • Kießl

    DIE LINKE.

  • Muth

    DIE LINKE.

  • Schollbach

    DIE LINKE.

  • Stephan

    DIE LINKE.

  • Hauck

    FDP/FB

  • J. Zastrow

    FDP/FB

  • Mende

    FDP/FB

  • Probst

    FDP/FB

  • Lichdi

    fraktionslos

  • Caspar

    GRÜNE

  • Deppe

    GRÜNE

  • Has

    GRÜNE

  • Knot

    GRÜNE

  • Mühle

    GRÜNE

  • Ringler

    GRÜNE

  • Scharnetzky

    GRÜNE

  • Schulze

    GRÜNE

  • Wacker

    GRÜNE

  • Engel

    SPD

  • Frohwieser

    SPD

  • Hartl

    SPD

  • Lames

    SPD

  • Martius

    SPD

  • Sturm-Karls

    sPD

  • M. Böhme

    Team Zastrow

Nein

3 Stimmen

  • Aschenbach

    PVP-Kooperation

  • Herpertz

    PVP-Kooperation

  • Schulte-Wissermann

    PVP-Kooperation

Enthaltung

2 Stimmen

  • Lorel

    fraktionslos

  • Krause

    GRÜNE

4:11:42

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

55 Jahre.

drei Nein, zwei Enthaltung, damit so zugestimmt. Ich würde vorschlagen, dass wir auch direkt in den ersten Wahlgang eintreten. Und da sind Kandidaten von den verschiedenen Fraktionen benannt. Es gibt laut mir vorliegend sieben Vorschläge, sieben Listen, die zur Wahl stehen. Es ist Malistenwahl, Sie haben jeweils eine Stimme. Und ich darf bitten, dass wir den Wahlgang starten können, die Ersten immer kontrollieren, dass die Wahlurnen leer sind und bitte um entsprechende Aufrufe. Frau Arnott, Herr Aschenbach, Herr Böhm, Herr Matteo Böhme.

Herr Ralf Böhme, Herr Dr. Brauns, Herr Breuer, Frau Kaspari, Frau Dagen, Frau Denhardt, Herr Dr. Deppe. Herr Devancier, Herr Dietze, Herr Dittrich,

Herr Engel, Frau Frohwieser, Herr Genschmer, Herr Göhler, Herr Große, Herr Harnisch,

Herr Hans, Frau Hartl, Herr Hauck, Herr Hecker.

Frau Herberts, Herr Kaden, Herr Keckeis.

Frau Kempe-Gebert, Herr Kießling, Herr Knobel, Frau Krause, Herr Krüger, Herr Latzinski,

Herr Dr. Lahmes, Herr Lehmann, Herr Lichty, Herr Liebscher,

Herr Lommel, Herr Lorek, Frau Marzius, Herr Dr. Mende, Frau Mühle, Herr Müller, Frau Muth.

Herr Pinkert, Herr Plötze, Herr Dr. Poppe, Herr Probst, Herr Promnitz, Herr Reck, Herr Reschke, Frau Ringler.

Frau Reutsch, Frau Schanetzki, Herr Schmidt, Herr Schneider, Frau Schönfeld, Herr Scheubach, Frau Dr. Schoeps, Herr Dr. Schulte-Wissermann, Herr Schulze, Herr Schwenk,

Frau Stephan, Frau Sturm-Karls, Frau Wacker, Frau Wagner.

Frau Walter, Herr Wünsch, Herr Holger Zastrow, Herr Jens-Uwe Zastrow und Herr Hilbert.

So, haben alle von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht? Dann schließe ich hiermit den Wahlgang und bitte parallel um Auszählung.

Beschluss

Zustimmung

Ja

55 Stimmen

Nein

3 Stimmen

TOP 9: Umwidmung des Ankaufbudgets und Verwendung des Mehrkostenbudgets für Baumaßnahmen der WiD Wohnen in Dresden GmbH & Co. KG

4:22:14

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Hier ist Umwidmung des Ankaufbudgets und Verwendung der Mehrkostenbudgets für Baumaßnahmen der WID in Dresden. Das ist ein klares Ausschussvotum, gibt dazu aber einen Ersetzungsantrag. AfD, der kann uns zunächst eingebracht werden und dann gibt es wenige Wortmeldungen und eventuell bei Bedarf, das schauen wir dann mal. Herr Lazinski, Sie haben das Wort.

4:22:56

Thomas Ladzinski (AfD)

Ja, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Stadträte, liebe Zuschauer, ja, das Ausschussvotum ist relativ deutlich. Ich denke, es ist dennoch nochmal notwendig, dass wir diese Vorlage uns vielleicht nochmal genauer anschauen, gerade auch im Hinblick auf die aktuelle Haushaltssituation und auf die Haushaltssituation 2027, die uns ja noch bevorsteht.

Wir haben hier eine zweigeteilte Vorlage mit einem Gesamtvolumen von 12,6 Millionen Euro, die hier umgesetzt werden sollen. 6,6 Millionen Euro davon kommen als Einsparungen, die die BID in vorhergehenden Bauprojekten schon erreichen konnte. Das ist insoweit ganz positiv. Weitere 6 Millionen Euro sollen allerdings aus der Mittelzuweisung aus dem städtischen Haushalt im Jahr 2027 kommen.

7 Millionen von diesen 12,6 Millionen Euro sollen für die dringend notwendige Sanierung des WED-Bestandes, der aus dem Monovia-Ankaufsstand verwendet werden. 5,6 Millionen Euro für Neubauvorhaben, die die WED auf ihren Grundstücken beabsichtigt. Und da müssen wir uns natürlich mal anschauen, wie ist denn die Situation. Schauen wir uns mal den Bereich Sanierung an. Ich hatte es ja gerade gesagt, die BID hat ein erhebliches Paket an Wohnungen aus dem Vonovia-Wohnungspaket übernommen, alle sanierungsbedürftig, ungefähr 1200 Stück, die hier bis 2030 auch saniert werden sollen und saniert werden müssen, damit sie auch weiter als Wohnungen genutzt werden können im belegungsgebundenen Bereich. Und der Freistaat hat ja extra zu diesem Zweck auch ein Förderpaket aufgelegt oder eine Förderrichtlinie aufgelegt. Die WED kann durch diese Förderrichtlinie diese Sanierung wirtschaftlich umsetzen. Und diese Sanierung aus den Einsparungen zu finanzieren, unterstützen wir deswegen durchaus. Schauen wir uns allerdings die Situation beim Neubau an. Müssen wir festhalten, dass die WED in den letzten Jahren keine einzige Wohnung neu begonnen hat im Bereich Neubau, kein einziges Projekt neu begonnen hat, obwohl sie die Grundstücke schon seit einigen Jahren eingelegt bekommen hat.

Und wir eine Förderrichtlinie haben, die bei dem Thema schlicht nicht auskömmlich ist. Das wird auch immer wieder von unserer Seite angemerkt, auch von der WID, vom Geschäftsführer angemerkt. Und das bedeutet, dass trotz dieser Förderrichtlinie ein Neubau schlicht nicht wirtschaftlich darstellbar ist. Und da sind wir an dem entscheidenden Punkt.

WED ist eine hundertprozentige städtische Tochter und aus gesamtstädtiger Sicht wird es auch nicht dann wirtschaftlich, wenn wir städtisches Geld nehmen, daraus dann quasi der WED die Anschubfinanzierung zu geben, damit es dann irgendwie halbwegs darstellbar ist. Denn es wird auch dann nicht wirtschaftlich darstellbar sein, es wird auch dann nicht wirtschaftlich sein. Und das geht auch aus der Vorlage hervor, wenn man ein bisschen zwischen den Zeilen liest, ist doch vollkommen unklar, was dann mit diesen 5,6 Millionen Euro für Neubauvorhaben eigentlich passiert. Möglicherweise Sternplatz, möglicherweise auch andere Projekte, je nachdem, wo sich vielleicht so irgendwo eine Wirtschaftlichkeit darstellen lässt. Das ist alles sehr unklar und sehr vage und das sehen wir natürlich dann sehr kritisch, weil wir nicht wissen, dass wirklich dann mit dem Geld passiert, ob überhaupt was passiert oder ob wir dieses Geld einfach nur bei der WED einlegen und dann uns die Liquidität fehlt und das Geld ein Todeskapital ist, was bei der WED liegt, aber nicht genutzt wird. Deswegen haben wir diesen Antrag geschrieben, weil wir schon der Meinung sind, gerade im Hinblick auf die Liquidität der Stadt Dresden, uns im Jahr 2027 deutliche Herausforderungen im Haus stehen. Der Oberbürgermeister betont das immer wieder und wir wollen hier ganz klar sagen, dass wir dann dieses Geld so lange als liquide Mittel bei der Stadt halten bis beim Sternplatz.

Fortschritte erzielt sind, was die Bauherrengemeinschaft angeht. Weil zur Erinnerung, der Sternplatz, das Baubreit-Sternplatz ist nur zur Hälfte ein WED-Projekt, zur anderen Hälfte ist es ein Teil einer Bauherrengemeinschaft. Und bei dieser Bauherrengemeinschaft ist aktuell keine Fortschritte zu erzielen, weil auch sie ihr Bauvorhaben nicht wirtschaftlich darstellen können. Und deswegen wollen wir das ja miteinander koppeln. Sobald es bei der Bauerngemeinschaft vorwärts geht, wollen auch wir die WED unterstützen mit dem Neubau, dass es quasi in einem Stück gebaut wird, damit eben nicht nur halbe Häuser entstehen und dann Brandmauern unserer Stadt hochgezogen werden. Die haben wir schon zuhauf und wir sehen, wozu das führt.

Und vor diesem Hintergrund bitten wir um Zustimmung zu diesem Antrag. Vielen Dank.

4:27:20

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, darüber hinaus liegt mir jetzt eine feste Wortmeldung und vielleicht zwei Bedarfe vor. Deswegen würde ich mal von der Fraktionsrunde absehen und mit der festen Wortmeldung beginnen BSW Herr Devantje.

4:27:40

Maurice Devantier (BSW)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, ich versuche, mich wieder kurz zu fassen. Auf den ersten Blick ist das hier eine sehr gute Vorlage. Wir bekommen jetzt endlich die nötigen Sanierungen, die die WED schon lange vorhat. Und wir hoffen es zumindest, dass es jetzt auch zu Neubau, zum Beispiel am Sternplatz, kommt. Aber es ist ja eben gerade schon angesprochen worden, hier liegt natürlich eine Problematik vor und dahinter, die wir auf jeden Fall beachten müssen. Denn wir sehen ja, dass wir hier außerplanmäßig Gelder einstellen müssen, dass wir quasi subventionieren müssen, dass die WID überhaupt bauen kann, obwohl sie ja ein nicht gewinnorientiertes Unternehmen ist. Und das erklärt ja im Grunde genommen, warum wir in Deutschland zu wenig bauen, warum nicht genug Wohnungen gebaut werden. Es ist einfach zu teuer. Und das sehen wir eben an unserer städtischen Gesellschaft hier am direktesten, dass selbst wir Subventionen geben müssen, dass sie, obwohl sie keinen Gewinn machen müssen, nicht bauen können. Obwohl sie die Grundstücke haben und es funktioniert nicht. Und auf diese Grundproblematik möchte ich einfach noch mal hinweisen. Und das ist ja eine Frage, auch wo wir weiter darauf zu sprechen kommen werden, wenn es um die Mieterhöhung geht. Warum steigen die Mieten? Na, weil zu wenig gebaut wird, weil Bauen zu teuer ist. So, und es sind eben nicht nur die bösen Vermieter, auch die, wollen ja nicht mal und können nicht mal zum Nulltarif bauen und selbst wenn sie es wollten und könnten, würde es nicht funktionieren. Und diese Grundproblematik, ich erspare Sie jetzt den Kollegen nochmal sie darzustellen, Sie kennen unsere Ansichten darüber, solange sich da nicht grundlegend etwas ändert, werden wir

keine Neubauten oder nur im geringen Maße nur subventioniert, wo das irgendwo möglich ist, und weiter steigende Mieten erleben. Und das ist ein Zustand, mit dem wir uns nicht abfinden können. Aber dieser Vorlage stimmen wir natürlich zu. Dankeschön.

4:29:30

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, man wird von den Arbeiten, die bei Bedarf gemeldet haben, das Wort gewünscht, Herr Grüger. Herr Engel, bitteschön.

4:29:44

Stefan Engel (SPD)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich glaube, man muss ein Stück weit auch von dieser Vorlage mal abrücken und schauen, worum es jetzt hier eigentlich auch grundsätzlich geht. Es geht am Ende um die Frage, wie wir als Stadt eigentlich eine ausreichende Wohnraumversorgung hier auch sicherstellen können. Und die Stadt hat am 30. April 2026, also vor nicht allzu langer Zeit, mit stolzgeschwellter Brust eine Pressemitteilung veröffentlicht, wo man sich dafür darüber freut, dass man die Belegungsrechte bei der Vonovia, also 7.000 Wohnungen bei der Vonovia, 3.000 bei anderen Vermieterinnen und Vermietern, um weitere zehn Jahre verlängert hat, bis auf das Jahr 2036.

was da nur so im Subtext dabei stand, war, danach ist auch final Schluss, weil danach haben wir keine weitere Verlängerungsoption. Sprich, im Jahr 2036 brauchen wir Alternativen, wie man den vielen Menschen in Dresden, derzeit sind es etwa ein Drittel aller Mieterhaushalte, wie diesen vielen Menschen auch eine angemessene Wohnraumversorgung zuteil werden kann, weil ein Drittel hat Anspruch auf einen Wohnberechtigungsscheinstand jetzt und das, was wir als Stadt dafür anbieten, ist deutlich Zu wenig. Und es gibt da natürlich verschiedene Handlungsoptionen. Eine Option ist natürlich der Ankauf von Wohnungen, wie wir es bei der Vonovia ja auch schon gemacht haben, mit den Quartieren im Jägerpark und eben auch das Lausitzer Viertel im Bereich Reich-Poles. Weitere Möglichkeit ist natürlich, dass man gezielt nur die Belegungsrechte als solche ankauft und da entsprechend vertragliche Zusicherungen auch macht. Und natürlich die dritte Option, und darum geht es auch hier, ist die Frage des Neubaus. Und ich glaube, wir müssen dann schon noch ein bisschen schauen, welche Signale setzt dieser Stadtrat. Dresden ist insgesamt eine Stadt, die vor immer noch positiven Zukunftsaussichten steht. Wir haben wirtschaftliche Ansiedlungen, wir rechnen damit, dass auch Fachkräfte nach Dresden kommen werden, das war auch Gegenstand zum Beispiel der Einbürgerungsdebatte vorhin. Aber das löst natürlich auch Vorbehalte auf. Ist dann überhaupt noch eine ausreichende Wohnraumversorgung gegeben, werden bestehende Bevölkerungsgruppen verdrängt etc. pp. Und damit müssen wir, glaube ich, schon auch einen Umgang finden und ein Stück weit tut das auch diese Vorlage, indem sie zumindest in einem kleinen Maßstab skizziert, wie wir bei der Sanierung von angekauften Wohnraum vorankommen. aber eben auch wieder in einem kleinen Maßstab mit dem Neubau von entsprechenden Wohnungen auch beginnen wollen. Und aus unserer Sicht ist der AfD-Änderungsantrag hier nicht geeignet. Er entzieht dem sozialen Wohnungsbau 3,6 Millionen Euro, die aus unserer Sicht auch hier gut aufgehoben sind. Denn wir müssen auch eine Sache ein bisschen im Blick behalten. Die WED hat tatsächlich jetzt aktuell keine weiteren Vorhaben mehr in der Pipeline, die im Bau sind. Das letzte Vorhaben war ja zum Beispiel das auf der Moritzburger Straße in Pieschen, was abgeschlossen wurde vor geraumer Zeit. Und ich glaube, es geht ein bisschen auch darum, das Know-how in der Gesellschaft zu erhalten, was Neubauvorhaben auch anbelangt, damit bei günstigeren Förderkonditionen wir da tatsächlich wieder großflächiger auch einsteigen können. Zum Thema Sternplatz vielleicht noch Folgendes. Es gab am 2. März 2026 dazu eine Beschlusskontrolle, die ist auch manchmal ganz lesenswert, weil da wird auch skizziert, dass beim Sternplatz wir zum Beispiel das große Interesse auch an des Nahversorgers haben, dort unten in den WID-Teil auch einzuziehen, um da tatsächlich auch in dem Umfeld eine bessere Nahversorgung wieder herzustellen. Das ist aus unserer Sicht sehr zu begrüßen. Und für den anderen Gebäudeteil wird da derzeit noch eine Nachbarlösung gesucht, auch durchaus in der Zusammenarbeit mit Genossenschaften, weil die Ausschreibungen bis dato nicht so zum Ziel geführt haben. Aus unserer Sicht ist die Verwaltungsvorlage in ungeänderter Form zu begrüßen und ich würde mich freuen, wenn das heute eine breite Mehrheit findet, zumindest als ein kleines Signal, auch in der Wohnungspolitik hier in Dresden. Danke.

4:33:38

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, weitere Wortmeldungen sehe ich nicht. Dann kämen wir zur Abstimmung. Zunächst der Ersetzungsantrag steht zur Abstimmung der AfD. Wer dem zustimmen möchte, den bitte ich jetzt um Stimmzeichen.

4:34:02

Abstimmung

Ja

16 Stimmen

  • Breuer

    AfD

  • Dagen

    AfD

  • Dittrich

    AfD

  • Hanisch

    AfD

  • Ladzinski

    AfD

  • Lommel

    AfD

  • Müller

    AfD

  • Pinkert

    AfD

  • Plötze

    AfD

  • Poppe

    AfD

  • Promnitz

    AfD

  • Reck

    AfD

  • Schöps

    AfD

  • Walter

    AfD

  • Wünsch

    AfD

  • Große

    TeamZastrow

Nein

47 Stimmen

  • Hilbert

    08

  • Devantier

    BSW

  • Hecker

    BSW

  • R. Böhme

    BSW

  • Schönfeld

    BSW

  • Ahnert

    CDU

  • Dietze

    CDU

  • Göhler

    CDU

  • Kaden

    CDU

  • Kempe-Gebert

    CDU

  • Krüger

    CDU

  • Lehmann

    CDU

  • Schmidt

    CDU

  • Schneider

    CDU

  • Wagner

    CDU

  • Böhm

    cDuU

  • Brauns

    cou

  • Schwenk

    cou

  • Dänhardt

    DIE LINKE.

  • Keckeis

    DIE LINKE.

  • Kießl

    DIE LINKE.

  • Muth

    DIE LINKE.

  • Schollbach

    DIE LINKE.

  • Hauck

    FDP/FB

  • J. Zastrow

    FDP/FB

  • Mende

    FDP/FB

  • Probst

    FDP/FB

  • Lichdi

    fraktionslos

  • Caspar

    GRÜNE

  • Deppe

    GRÜNE

  • Has

    GRÜNE

  • Knot

    GRÜNE

  • Krause

    GRÜNE

  • Mühle

    GRÜNE

  • Ringler

    GRÜNE

  • Scharnetzky

    GRÜNE

  • Schulze

    GRÜNE

  • Wacker

    GRÜNE

  • Aschenbach

    PVP-Kooperation

  • Herpertz

    PVP-Kooperation

  • Schulte-Wissermann

    PVP-Kooperation

  • Engel

    SPD

  • Frohwieser

    SPD

  • Hartl

    SPD

  • Lames

    SPD

  • Martius

    SPD

  • Sturm-Karls

    sPD

Enthaltung

4 Stimmen

  • M. Böhme

    Team Zastrow

  • H. Zastrow

    TeamZastrow

  • Liebscher

    TeamZastrow

  • Reschke

    TeamZastrow

4:34:04

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

16 Ja, 47 Nein, 4 Enthaltung, damit abgelehnt. Damit kommen wir zur Abstimmung über den federführenden Ausschussbericht. Wer zustimmen möchte, ist jetzt an der Reihe.

4:34:25

Abstimmung

Ja

54 Stimmen

  • Hilbert

    08

  • Devantier

    BSW

  • Hecker

    BSW

  • R. Böhme

    BSW

  • Schönfeld

    BSW

  • Ahnert

    CDU

  • Dietze

    CDU

  • Göhler

    CDU

  • Kaden

    CDU

  • Kempe-Gebert

    CDU

  • Krüger

    CDU

  • Lehmann

    CDU

  • Schmidt

    CDU

  • Schneider

    CDU

  • Wagner

    CDU

  • Böhm

    cDuU

  • Brauns

    cou

  • Schwenk

    cou

  • Dänhardt

    DIE LINKE.

  • Keckeis

    DIE LINKE.

  • Kießl

    DIE LINKE.

  • Muth

    DIE LINKE.

  • Schollbach

    DIE LINKE.

  • Stephan

    DIE LINKE.

  • Hauck

    FDP/FB

  • J. Zastrow

    FDP/FB

  • Mende

    FDP/FB

  • Probst

    FDP/FB

  • Lichdi

    fraktionslos

  • Caspar

    GRÜNE

  • Deppe

    GRÜNE

  • Has

    GRÜNE

  • Knot

    GRÜNE

  • Krause

    GRÜNE

  • Mühle

    GRÜNE

  • Ringler

    GRÜNE

  • Scharnetzky

    GRÜNE

  • Schulze

    GRÜNE

  • Wacker

    GRÜNE

  • Aschenbach

    PVP-Kooperation

  • Herpertz

    PVP-Kooperation

  • Schulte-Wissermann

    PVP-Kooperation

  • Engel

    SPD

  • Frohwieser

    SPD

  • Hartl

    SPD

  • Lames

    SPD

  • Martius

    SPD

  • Sturm-Karls

    sPD

  • Genschmar

    Team Zastrow

  • M. Böhme

    Team Zastrow

  • Große

    TeamZastrow

  • H. Zastrow

    TeamZastrow

  • Liebscher

    TeamZastrow

  • Reschke

    TeamZastrow

Nein

15 Stimmen

  • Breuer

    AfD

  • Dagen

    AfD

  • Dittrich

    AfD

  • Hanisch

    AfD

  • Ladzinski

    AfD

  • Lommel

    AfD

  • Müller

    AfD

  • Pinkert

    AfD

  • Plötze

    AfD

  • Poppe

    AfD

  • Promnitz

    AfD

  • Reck

    AfD

  • Schöps

    AfD

  • Walter

    AfD

  • Wünsch

    AfD

Beschluss

Zustimmung

Ja

54 Stimmen

Nein

15 Stimmen

TOP 11: Ersatzneubau Schwimmhalle Klotzsche

4:34:33

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Es geht weiter mit dem Tagesordnungspunkt 11. Ersatz, Neubau, Schwimmhalle, Klotsche. Hier gibt es noch eine Reihe von Wortmeldungen. Bei Bedarf zwinge ich mal rein in die Fraktionsrunde. CDU beginnt. Frau Wagner, das Wort gewünscht. Bitte schön.

4:34:56

Anke Wagner (CDU)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, werte Stadtratskollegen, wir hätten das ja auch einfach nur ganz schnell durchwinken können, sitzungseffizient, deswegen habe ich gesagt bei Bedarf. Aber vielleicht ist es doch ganz gut, noch mal kurz auf ein paar Sachen hinzuweisen.

Wir erinnern uns an die Bundesprogrammrunde 1. Das war ein Erfolg mit der Marcon Arena. Und man könnte auch sagen, es war ein Sechser im Lotto, aber nicht ganz, denn es war Teamwork auf allen Ebenen. Kommune, Land, Bund. So. Dann hat der Bund gesagt, okay, wir machen jetzt noch mal in abgewandelte Form und legen ein Programm auf, insbesondere für die Sportstätten, die auch in dem ersten Aufruf schon teilweise mit drin waren, wo es um das Thema Schwimmhallen geht.

Natürlich ist es da jetzt konsequent, und das müssen wir unbedingt machen, und ich bin mir ziemlich sicher, das werden wir heute mit großer Einigkeit beschließen, an diesem Interessensbekundungsverfahren teilzunehmen, an dem Projektaufruf teilzunehmen und idealerweise die 8 Millionen abzugreifen, ist vielleicht falsch, aber die 8 Millionen zu gewinnen. Auch wenn es sich um einen Ausnahmefall handelt, das ist alles dargelegt in der Vorlage.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll und notwendig, dass wir diesen Neubau bekommen. Das Problem, das steht schon im Beschlusspunkt und es steht in der Begründung. Denn laut Haushaltslage steht im Beschlusspunkt 2 Vorschlag zur Finanzierung Eigenmittelanteil abzüglich Dritter, da steht vorbehaltlich gesamtstädtischer Prioritätensitzung.

Wortlaut in der Begründung. Die Wahrscheinlichkeit der Realisierung im Doppelhaushalt steigt mit den Fördermitteln erheblich, aber ist abhängig von der Mittelbereitstellung im kommenden Doppelhaushalt.

Da frage ich Sie, Herr Oberbürgermeister, weil Sie arbeiten ja gerade am kommenden Doppelhaushalt. Haben Sie denn schon eine Idee und werden Sie das auch abbilden, dass wir auf jeden Fall unseren Eigenmittelanteil im Haushaltsentwurf auch bringen können, wenn wir erfolgreich sind? Das ist nämlich eine ziemlich essentielle Frage und vielleicht können Sie dazu dann auch noch mal was sagen, das fände ich super.

Konsequent ist es auch in Anbetracht der Haushaltslage, dass die jetzige Projektskizze, die eingereicht wird, nur noch, es ist immer noch wahnsinnig viel Geld, 25 Millionen umfasst. Das heißt, es ist eine abgespeckte Variante. Abgespeckt, weil das notwendig ist, aufgrund der Förderbedingungen, die aufgerufen werden, aber notwendig auch, weil dann natürlich die städtischen Eigenmittel geringer sind.

Abgespeckt heißt, so wurde es uns im Spurtausschuss erklärt, wir nehmen quasi das Vorbild Bülow. Bülow hat, wer regelmäßig dort schwimmen geht, weiß das, hat eine Sauna und hat auch so ein Bewegungsbecken nebenan.

Für Klotsche würde das dann heißen, es ist einfach nur das Schwimmbecken zum Schwimmen ohne Sauna und ohne Bewegungsbecken. Aber es wäre natürlich total wichtig, dass wir genau das bekommen, weil das braucht Klotsche wieder und zwar belastbar und zukunftsfest. Fakt ist, ohne Fördermittel vom Bund, da müssen wir uns einfach ehrlich machen. Ja, wir diskutieren so lange über dieses Projekt.

wird Klotze nicht kommen in den nächsten Jahren. Ich habe in der Zeitung gelesen, und das ist ja positiv, dass auch natürlich die Landespolitiker, auch Christian Hartmann explizit, sich dafür einsetzen wird. Das macht er übrigens auch seit Jahren. Aber auch im Land wissen wir, ja, bitte unterstützt das. Aber wir wissen auch, wie die Lage im Haushalt im Land aussieht. Aber natürlich ist das und wäre eine zusätzliche Chance, den Eigenmittelanteil nochmals zu reduzieren.

Und wir alle wissen, die Notsanierung, die wird jetzt auch kommen und das muss man auch noch finanzieren. Zum Schluss kann man einfach nur sagen, Fakt ist, Klotsche braucht den Ersatzneubau. Und wie kriegen wir den? Über das Bundesprogramm? Ja, aber das ist überzeichnet, das wissen wir und das wird auch das nächste Mal wieder überzeichnet sein. Insofern ist es gewissermaßen, ich schlage den Bogen zu Beginn, ein Lottospiel. Wir hatten da ja schon mal Glück.

Aber eigentlich muss man sagen, nee, es ist kein Lottospiel und der Erfolg mit der Marcon Arena beweist das. Ein Hoch auf das Glück der Tüchtigen. Weil was wir jetzt wieder brauchen, wenn wir das heute hier beschließen, ist Teamwork und zwar konsequente Teamwork. Hier, wir alle mit unseren Vertretern im Bund,

die dafür sorgen können, dass Dresden zum Zuge kommt, der Bürgermeister, der Oberbürgermeister, die Landtagsabgeordneten, wir als Stadträte mit all unseren parteiübergreifenden Connections nach Berlin und natürlich mit unseren Bundestagsabgeordneten. Wir alle haben schon mal zusammen bewiesen, Klotsche braucht den Neubau und jetzt nicht Lotto spielen, arbeiten.

4:40:07

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Wird Bundesdeutschland das Wort gewünscht? Bitte schön.

4:40:20

Torsten Schulze (GRÜNE)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, Stadträte. Das Thema Klotscher Schwimmhalle beschäftigt uns ja tatsächlich schon seit vielen, vielen Jahren schon im Aufsichtsrat der Bäder GmbH. Wir wissen allerdings auch, dass durch die Situation der TBD Investitionsmittel in der Bäder GmbH oder auch in der TBD selber dann für Schwimmhallen oder auch für die Freibäder entsprechend nicht mehr vorhanden sind. Du hast ja angesprochen,

Die Bäder GmbH hat schon mehrfach für diesen Schwimmhallen Neubau beim Land Fördermittel beantragt. Wenn sich der Christian Hartmann immer sehr dafür eingesetzt hat, dann ist das natürlich sehr lobenswert. Allerdings wissen wir auch dann, dass wir regelmäßig abgelehnt wurden, sind dann bei der Förderung durchs Land. Und das hat uns ja letzten Endes auch in diese Situation gebracht, in der wir jetzt nach wie vor eben stehen.

Das heißt also aktuell bleibt uns jetzt noch die Hoffnung auf den Bund, dass er vielleicht uns dann an der Stelle berücksichtigt bei seinem aktuellen Förderprogramm dann aus der sozusagen nochmal abgezweigten Sportmilliarde. Und es bleibt natürlich nur zu hoffen dann, dass es tatsächlich dann hier zu einer positiven Entscheidung kommt, damit eben tatsächlich dann auch für den Dresdner Norden dann weiterhin, sag ich mal, auch Wohnort nah. Sowohl dann das Vereinsschwimmen als auch das Schulschwimmen als eben auch entsprechend dann auch öffentliches Schwimmen mit möglich ist, ohne dann, dass man eben halt weiter Wege jetzt dann in die Stadt rein zurücklegen muss.

Anka hat es schon angesprochen, diese Frage nach der Umplanung. Ich weiß es nicht, wie man das hier nochmal gut vermitteln kann, weil die Situation ist, wenn wir eine sehr einfache und pragmatische Schwimmhalle an dieser Stelle hinbauen, wird es in der Zukunft für die Betreibung und für die Auslastung der Schwimmhalle durchaus ein Problem geben. Weil ja gerade Angebote wie eine Sauna dann, oder vielleicht auch nochmal Kinderschwimmbecken dann, oder vielleicht auch in der Außenanlage jetzt nochmal besondere Angebote, gerade ja auch dann eine Auslastung deutlich erhöhen würden dann, was dann entsprechend auch den Verlustausgleich innerhalb der Bäter GmbH ein Stück weit auch wieder reduzieren würde dann, wenn wir diesen Ersatzneubau dort an dieser Stelle eben halt ja eigentlich etwas besser ausrüsten.

Einen Punkt möchte ich noch mal reinbringen. Wir haben ja neben dieser Schwimmhalle, die wir als Ersatzneubau bringen, durchaus noch mal die Situation, dass wir eigentlich dort eine sehr komplexe Sportanlage im Werftgelände haben, dass wir neben der Schwimmhalle auch noch mal diese Spezialturnhalle haben, bis hin zu dieser Außenanlage. Und ich denke, dass es auch mal wichtig wäre, dass wir uns nicht nur ausschließlich den Fokus auf diese Schwimmhalle setzen, sondern dass wir tatsächlich auch schauen, dass wir für den Dresdner Norden so eine eigentlich sehr komplexe Sportanlage auch perspektivisch nochmal mit sanieren dann und auch da insbesondere auch dann für die Spezial-Turnhalle dort ja eine Variante finden dann, dass die entweder erhalten wird in dieser Form oder dass es eine Sanierung gibt, weil ich glaube ein Ersatzneubau irgendwo im Stadtgebiet ist an dieser Stelle unpassend. Ansonsten, wir werden dieser Vorlage natürlich zustimmen, werden auch entsprechend dann mit unseren Kolleginnen und Kollegen im Bundestag dann auch Kontakt aufnehmen, dass sie sich entsprechend für diese Förderung mit einsetzen dann und genau, stimmen dieser Vorlage zu. Vielen Dank.

4:43:44

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Fraktion Die Linke, Herr Kießling.

4:43:58

Tilo Kießling (Die Linke)

Meine Damen und Herren, dass die Klotscher ihre Schwimmhalle brauchen, weil sie schon lange darauf warten, ist klar. Und dank einer heftigen Intervention meinerseits im Finanzausschuss und dank des mutigen Einsatzes des Spurtausschusses und des Bürgermeisters haben wir ja verhindert, dass das Grundstück im Rahmen der wilden Konsolidierungsmaßnahmen bei der TWD wieder zurück an die Sachsenenergie fällt. Das überhaupt bildet ja die Grundlage jetzt, dass wir diese Planung machen können und um Fördergelder an anderer Stelle bitten können. Aber was mich jetzt doch nochmal vorgetrieben hat, ist trotzdem deine Wahrnehmung hier. Weil du hast wieder eingepflegt in deine Rede, leider ist ja bei der TWD kein Geld da.

Und dann sage ich, warum akzeptieren wir das immer wieder? Richtig ist, dass die Sachsenenergie gedeckelte Ausschüttungen hat. Richtig ist, dass im Querverbund die Kosten höher sind, als diese Ausschüttung im Moment zulassen. Nicht richtig ist, dass es auch höhere Ausschüttungen geben könnte. Ich verweise hier noch mal auf das Interview, was Herr Brinkmann der Zeitschrift für Kommunalwirtschaft gegeben hat. Dort hat er im Klartext gesagt, ganz eindeutig nachzulesen, Ich nehme wahr, dass die Eigentümer höhere Ausschüttungen wünschen, aber höhere Ausschüttungen stehen immer in Konkurrenz zu den Investitionen. Und ich sage das hier noch mal in dieser Sitzung, dann muss man aber auch abwägen, welche Investitionen sind es? Und ist nicht vielleicht eine höhere Ausschüttung für den Gesamtbereich Stadt, TWD, Sachsen Energie am Ende ökonomischer als dort jede Investition, die geplant ist? Erstens. Und zweitens, die Schwimmhallen, alle Schwimmhallen, gehören der Bädergesellschaft, und das ist eine Tochter der TWD, und sie gehört zum selben Konzern wie die Sachsen Energie. Was also hindert uns, die Forderung aufzumachen, dass Herr Brinkmann, der dort in all diesen Gesellschaften federführend ist, nicht als Geschäftsführer bei den Bädern, das lässt der andere machen, wo Verluste da sind, lässt der andere arbeiten, aber in der Sachsen Energie, in der TWD, was hindert uns von ihm zu verlangen, dass er bitte Vorschläge macht? Und eine Kapitaleinlage, ich mache ein Beispiel, der Sachsenenergie in die Bädergesellschaft würde nicht einmal das Eigenkapital der Sachsenenergie schmälern. Und wer sich näher damit beschäftigt, fragt sich, warum wir in Kassenkredite gehen, dort Liquidität hinschaffen in Größenordnung, die wir teuer bezahlen müssen bei Banken. Und soweit ich hörte, kann sich die Sachsenenergie viel günstiger selbst mit Krediten versorgen. Das heißt, ich glaube nicht, dass die das nicht können. Sie wollen es nicht. Und wir als Stadtrat sollten immer mit sagen, bitte, Sachsen Energie oder TWD, wer auch immer, bitte Herr Brinkmann und die anderen im Vorstand, leistet euren Beitrag zur Lösung städtischer Probleme und wenn es am Ende der Eigenanteil ist. Es muss nicht immer auf den Oberbürgermeister den Haushalt gezeigt werden, der erschöpft ist. Da sind noch mehr Leute, die über Ressourcen verfügen. Und wir sollten nicht angstvoll zurücktreten, weil uns da große Zahlenlisten gezeigt werden, wie schlimm es in der TWD steht, in der Sachsenenergie steht es nicht so schlimm. Dort ist genug Kapazität. Und wenn die Wölden wäre in Bad Mogen gebaut, jedenfalls der Plan dafür wäre fertig. Und deswegen, Dresden, das ist mein Ärger, deswegen komme ich noch mal vor. Bitte nicht diese weicheiige Haltung gegenüber unserer über 80-Prozent-Gesellschaft, die genug Ressourcen hat. Danke fürs Zuhören.

4:47:19

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, wird SPD das Wort gewünscht? Nein. Team Zastrow, Herr Rechke.

4:47:37

Robert Reschke (Team Zastrow)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, der Dresdner Norden wartet schon viel zu lange auf seine neue Schwimmhalle. Sollte es jetzt wirklich soweit sein, bekommt der Dresdner Norden wirklich Seine neue Schwimmhalle. Ich sage hoffentlich. Um für einen simplen Schwimmkurs zukünftig nicht quer durch die Stadt fahren zu müssen, muss schnellstmöglich gehandelt werden. Der Norden der Stadt wurde jahrelang stiefmütterlich behandelt. Industrie ja, Freizeit Fehlanzeige. Das Grundstück an der Königsberger Straße, wie wir das jetzt schon ausreichend gehört haben, wurde gesichert. Und das war auch der richtige Schritt.

Was das Bad kosten soll, haben wir hier einschlägig gehört. Es hängt an den Fördermitteln und wir können an der Stelle nur hoffen, dass diese am Ende auch fließen und dass wir im nächsten Haushalt die 7 Millionen Eigenanteil einstellen. Dass dies kein Pappenstil ist, bei der aktuellen Haushaltslage, ist selbstredend.

Diese sieben Millionen sollten so solide eingeplant werden und abgesichert sein, dass im Falle eines Konsolidierungsdrucks, den man ja ständig hier hat, diese nicht als erstes gestrichen werden. In diesen Tagen feiern die Schwimmvereine mit den Kindern im Norden Abschlussfeste, weil niemand so recht weiß, ob das Bad nach dem Sommer wieder öffnen wird, aber vor allem darf. Die Klotscherschwimmhalle wird so dringend benötigt,

weil wir einfach in dieser Stadt zu wenig Wasserflächen haben. Die Verwaltung ist aus meiner Sicht jetzt in der Pflicht, nicht irgendwann, sondern jetzt. Kein jahrelanges Gutachtenkarussell, keine Planungsschleifen, keine Projekt-Totbürokratisierung, kein Abwarten auf bessere Zeiten im städtischen Haushalt, weil so wahrscheinlich ist das nie.

Die Bürgerinnen und Bürger im Dresdner Norden haben nun die Erwartung, dass sie den Aussagen dieses Rates und den zu erwartenden Zusagen aus Land, Bund vertrauen können. Diese Erwartungen wurden in den letzten Wochen einschlägig geschürt. Dass dieses Kapital der

Erwartung Endliches ist selbstredend. Ein Neubau der Schwimmhalle in Klotsche ist mehr als Infrastruktur. Sie ist sozialer Treffpunkt für Kinder, Familien, Sportler und Vereine und viele mehr. Das Grundstück ist gesichert, die Förderzusagen in Reichweite. Jetzt sollte es grundsätzlich keine Ausreden mehr geben. Lieber Herr Donhauser, übernehmen Sie und liefern Sie. Vielen Dank.

BSW, das Wort gewünscht, Herr Böhm. Nein.

4:50:19

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Dann FDP am Ende.

4:50:35

Unbekannte Person

Sehr geehrter Oberbürgermeister, sehr geehrte Beiräte, liebe Stadträte, Es ist Sommer, wir merken das gerade. Und wenn ich an Sommer denke, dann denke ich zunächst einmal an Sonne, an Eis, aber eben auch an Schwimmen und Baden. Und genau diese Ressource, die wird ein knappes Gut hier in Dresden mit Verweis auf das Schwimmbad in Dölschen.

Und wir entscheiden heute, stellen wir diesen Förderantrag oder stellen wir ihn nicht. Und ich sage, wir sollen ihn stellen. Warum? Zum einen sind hier Kinder, für die Schwimmen nicht nur Spaß und Spiel ist, sondern die Kompetenzen, das Erlernen des Schwimmens extrem wichtig für die Sicherheit ist.

Das Schwimmen ist auch wichtig für ältere Menschen, die gesund und fit alt werden wollen. Und nicht zuletzt ist dieser Ersatzneubau und Glotsche wichtig für den Vereins- und Leistungssport, die hier eine gute Infrastruktur benötigen, um ihr Dasein wieder aufnehmen zu können. Und deshalb werbe ich noch mal, diesem Antrag zuzustimmen. Vielen Dank.

4:51:49

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Als nächstes PVP-Kooperation, Herr Aschenbach.

4:52:03

Maximilian Aschenbach (PVP)

Klotsche, ich war da, ich habe mir das angeguckt.

Traurig, denn als wären die armen Stinkeklotscherer nicht schon geplagt genug mit Bankrott, Flughafen, Autobahnzufahrt, King Kong, Holger und erwähnten weltberühmten Eingeruch, muss sie der Stadt halt immer wieder mit falschen Hoffnungen mardern. Das mit der Schwimmhalle wird immer noch nichts. Geld noch allerer.

Ich lasse den Gysi weg, oder, Scholli? Soll ich den Gysi weglassen? Du darfst entscheiden. Die Klotscherer bleiben auf jeden Fall dreckig. Außer, der Scholli hat vorgeschlagen, dass er den Gysi noch mal aus der Kiste holen könnte. Das hat ja beim Elba-Mare auch so gut geklappt. Aber ich glaube, das ist dem Klotscher nicht wert.

4:53:05

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, und zum Abschluss der Fraktionsrunde die AfD.

4:53:25

Ullrich Reck (AfD)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuschauer, vielleicht auch am Livestream. Es ist ja viel gesagt worden und ich kann mich einigen Vorrätern, zum Beispiel der Anke Wagner, zum großen Teil anschließen. Die Situation ist beschrieben. Es geht hier um den formellen Stadtratbeschluss, der notwendig ist, dass wir den Antrag stellen, etwas Geld von dem Förderprogramm Bund zu bekommen. im Volksmund die Milliarde, die Sportmilliarde genannt. Wagner hat es auch schon gesagt, bei der Marcon Arena hat es geklappt. Das war ein Glücksfall von uns. Vielleicht klappt es ein zweites Mal. Vielleicht haben wir Bundestagsabgeordnete, die ein Herz für Dresden haben. Das würde uns natürlich das Leben leichter machen und dieses Projekt ermöglichen. Aber zwei Dinge will ich herausstellen nochmal. Erstens, dass die AfD nicht bloß ein Herz für den Sport hat, sondern vielleicht kommen wir heute noch zu den Großveranstaltungen. Also alles, was Sportgroßveranstaltungen anbetrifft, Sportförderung, da brennt unser Herz, da sind wir dafür, weil wir denken, dass vielleicht einige Gelder anders ausgegeben werden, wie wir es in einem Haushaltsplan gemacht hätten. Aber für den Sport der so viele positive Eigenschaften hat für den Schulsport, für den Schwimmsport, für den Leistungssport wollen wir das Geld nicht sparen. Und wir wollen es natürlich auch nicht sparen an den Sportstätten, die dringend erforderlich sind, um diesen Sport auszuüben. Und da sind die Bäder ein ganz besonderer

Standort letztendlich den Sport auszuüben. Dölschen ist auch schon angesprochen worden, deshalb wollen wir unbedingt dieses Projekt in Klotsche unterstützen. Ich denke, da sind wir uns fraktionsübergreifend auch ziemlich einig, egal ob das jetzt klappt mit dieser Förderung oder ob wir hinterher über die Sanierung wieder intensiver reden müssen, wir werden auf jeden Fall dafür sein. Und mein letzter Gedanke, die Anke Wagner, die hat hier so nett gesprochen von Teamwork. Wir sind bereit zum Thema Teamwork, aber wir haben es gesehen beim Haushalt. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass wir außen vor gelassen werden als AfD-Fraktion. Also wir sind bereit zur Teamwork immer, wenn es um ein positives Ziel geht. Und insofern kann ich nur den Zuschauern am Livestream sagen, dass es quasi in Teilbereichen nicht unsere Schuld ist, dass wir nicht eingebunden werden. sondern dass wir bereit sind, auch Verantwortung zu übernehmen, wie in dem Fall. Vielen Dank.

4:55:59

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, dann gibt es eine weitere Wortmeldung. Herr Lommel, bitteschön.

4:56:07

Bernd Lommel (AfD)

Wir haben von Herrn Kießling gerade gehört, wie leicht aus der TWD Geld zu beschaffen ist. Und ich höre ja im Aufsichtsrat komplett anderes, und das seit Jahren. Wir haben große Probleme dort. Und ich finde, die Öffentlichkeit sollte vom Aufsichtsratsvorsitzenden, also von der Verwaltung von Ihnen, Herr Oberbürgermeister,

ob das stimmt oder ob es nicht stimmt. Ich habe immer gehört, dass es schwer, Geld zu bekommen ist daraus. Im Gegenteil, ich kenne die TWD als ein Unternehmen, das Hilfe braucht. Ich will es vorsichtig ausdrücken, man muss sich ja hier sehr vorsichtig ausdrücken. Und ich bitte die Verwaltung, weil ich das hier immer, immer wieder höre, und ich höre nächste Woche im Aufsichtsrat das komplette Gegenteil, das mal klarzustellen. Das ist eigentlich, man kann es kaum mehr hören. Danke.

4:57:00

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, damit ist erstmal die Rednerliste abgearbeitet. Dann will ich noch ganz kurz, bevor wir zur Abstimmung kommen, eben auf die Fragen mal dann antworten. Also zunächst, da hat sich auch die Situation nicht geändert. Wir haben weiterhin in den technischen Werken das Unternehmen hart zu konsolidieren, damit wir auch zukunftsfähig den Stadtkonzern führen können. Und es ist eben nicht einfach mal bei jemandem in die Tasche reinzugreifen, derjenige Sachsenenergie ist. Da gibt es Konsortialverträge, da gibt es Partnerschaften, die man auch bei einem Prozess definitiv mitnehmen muss. Wir sind auch in Gesprächen, das ist ja auch schon regelmäßig signalisiert, ob wir auch an dem Thema Eigenkapital höher etwas ändern können, was die entsprechende Ausschüttung angeht. Aber das geht nur im Einvernehmen. Und wenn dieses Einvernehmen nicht hergestellt wird, kann es da auch keine entsprechenden Änderungen geben. Und auch das rettet nicht die Zukunft von allen unseren Thematiken, sondern ich kann es immer wieder nur wiederholen, wir haben uns in diesem Land große Themen vorgenommen, die überschrieben sind mit Energiewende. Wir wollen weiter in den öffentlichen Nahverkehr investieren. Alles das erfordert Mittel und die sind nie endlos. Wir können die einfach aus dem Energieversorgermittel rausziehen für andere Aufgaben, dann fehlen sie uns dort. Viele andere Kommunen deutschlandweit müssen in ihren städtischen Versorgergeld reinschießen. um eben das Thema Energiewende überhaupt gestalten zu können. Wir müssen das glücklicherweise nicht, aber müssen da auch wirklich sehr behutsam mit diesen Thematiken umgehen, ansonsten wird das nicht erfolgreich sein. Dann reißen wir die Lücken nur in anderen Stellen und es wird nicht besser. Zweiter Punkt ist, weil das große Thema Schwimmbad, Glotsche, beschäftigt uns ja schon eine Weile und wir sind ja mitten in dem Prozess der Haushaltsaufstellung und insofern wir jetzt als Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben in dem Entwurf vorgesehen, das kann ich an dieser Stelle sagen, Dass wir unsere Aufgabe tun, nämlich 10 Millionen Euro als Eigenmittel von der Landeshauptstadt vorgesehen haben einzustellen. Das bedeutet, wenn andere, nämlich Land und Bund ebenso, kann es mit dem nächsten Doppelhaushalt Realität werden. Aber auch nur dann. Das will ich sagen. Wir wollen da auch ein klares Signal setzen, dass die Menschen da auch eine Perspektive bekommen, dass wir dieses Thema, was lange da ist, dann endlich auch abräumen können. Das war ich in Ergänzung. Also das, was wir jetzt beschließen, ist nicht irgendwas, sondern das hat auch real, wenn wir vom Bund Mittel begeben, bringt es uns einen deutlichen Schritt voran. Wenn die Aussichten und das Kämpfen auf Landesseite erfolgreich ist, dann haben wir es geschafft. dass wir das, was wir uns vorgenommen haben, auch das Thema Schwimmbadklotsche im nächsten Doppelhaushalt realisieren können. So, dann darf ich Sie jetzt fragen, wer dem federführenden Ausschussvotum, was einstimmig war, folgen möchte. Den bitte ich jetzt um Stimmzeichen.

5:00:40

Abstimmung

Ja

67 Stimmen

  • Hilbert

    08

  • Breuer

    AfD

  • Dagen

    AfD

  • Dittrich

    AfD

  • Hanisch

    AfD

  • Ladzinski

    AfD

  • Lommel

    AfD

  • Müller

    AfD

  • Pinkert

    AfD

  • Plötze

    AfD

  • Poppe

    AfD

  • Promnitz

    AfD

  • Reck

    AfD

  • Schöps

    AfD

  • Walter

    AfD

  • Wünsch

    AfD

  • Hecker

    BSW

  • R. Böhme

    BSW

  • Schönfeld

    BSW

  • Ahnert

    CDU

  • Dietze

    CDU

  • Göhler

    CDU

  • Kaden

    CDU

  • Kempe-Gebert

    CDU

  • Krüger

    CDU

  • Lehmann

    CDU

  • Schmidt

    CDU

  • Schneider

    CDU

  • Wagner

    CDU

  • Böhm

    cDuU

  • Brauns

    cou

  • Schwenk

    cou

  • Dänhardt

    DIE LINKE.

  • Keckeis

    DIE LINKE.

  • Kießl

    DIE LINKE.

  • Muth

    DIE LINKE.

  • Schollbach

    DIE LINKE.

  • Stephan

    DIE LINKE.

  • Hauck

    FDP/FB

  • J. Zastrow

    FDP/FB

  • Mende

    FDP/FB

  • Probst

    FDP/FB

  • Lichdi

    fraktionslos

  • Caspar

    GRÜNE

  • Deppe

    GRÜNE

  • Has

    GRÜNE

  • Knot

    GRÜNE

  • Krause

    GRÜNE

  • Mühle

    GRÜNE

  • Ringler

    GRÜNE

  • Scharnetzky

    GRÜNE

  • Schulze

    GRÜNE

  • Wacker

    GRÜNE

  • Herpertz

    PVP-Kooperation

  • Schulte-Wissermann

    PVP-Kooperation

  • Engel

    SPD

  • Frohwieser

    SPD

  • Hartl

    SPD

  • Lames

    SPD

  • Martius

    SPD

  • Sturm-Karls

    sPD

  • Genschmar

    Team Zastrow

  • M. Böhme

    Team Zastrow

  • Große

    TeamZastrow

  • H. Zastrow

    TeamZastrow

  • Liebscher

    TeamZastrow

  • Reschke

    TeamZastrow

Nein

1 Stimme

  • Aschenbach

    PVP-Kooperation

Enthaltung

1 Stimme

  • Lorel

    fraktionslos

5:00:42

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

67 Ja-Stimmen, eine Nein, eine Enthaltung. Damit so beschlossen. Lassen Sie mich zunächst das Ergebnis

Herr Kießling, ich höre so gerne Ihre Stimme, freue mich auf die persönliche Erklärung. Aber klar, das steht mir ja zu, dass ich, wenn ich benannt werde, auch darauf reagieren kann.

5:01:09

Tilo Kießling (Die Linke)

Und ich will Herrn Nommel sagen, dass ich wie Sie in diesem Aufsichtsrat sitze, dass ich aber im Unterschied zu Ihnen dort nicht schlafscharfartig alles glaube, was gesagt wird, dass ich in Alternativen für Dresden denke, dass ich selbst denke vor allem, dass ich dort wach dem Geschehen folge und dass ich nicht nach oben schaue, um mir erklären zu lassen, was ich zu denken habe und was nicht. Ich glaube, dass es Alternativen gibt und Sie sollten vielleicht irgendwann auch mal erwachen, nachfragen, selbst denken und nicht einfach nur nachplappern, was vorgegeben wird.

5:01:45

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Nicht jeden ist das sozialistische Denken gegeben, deswegen...

Beschluss

Zustimmung

Ja

67 Stimmen

Nein

1 Stimme

TOP 8: Wahlergebnis

5:01:54

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Ich erlaube mir jetzt, Ihnen das Wahlergebnis zu verkünden, im Tagesordnungspunkt sieben war es, glaube ich, nee, acht, zu den Juroren oder Sachpreisrichtern richtigerweise. Da hatten wir ja zunächst sieben Listen und es ging darum, vier

Mitglieder zu bestimmen. Ich darf Ihnen jetzt mal die Ergebnisse verkünden. Also insgesamt wurden 69 Stimmzettel ausgegeben. Vier waren ungültig. Es entfielen auf Liste 1 PVP 5 Stimmen, auf Liste 2 FDP Freie Bürger 6 Stimmen. Auf Liste 3 Team Zastro 7 Stimmen, auf Liste 4 Bündnis 90 die Grünen 15 Stimmen, auf Liste 5 CDU 11 Stimmen, auf Liste 6 SPD 8 Stimmen, auf Liste 7 AfD

13 Stimmen. Damit sind gewählt Liste 4 mit Herrn Dr. Wolfgang Depper, Liste 7 mit Daniela Walter, Liste 5 mit Mario Schmidt und Liste 6 mit Johannes Lichti.

Ich darf jetzt mal fragen, damit wir dann auch in die zweite Wahl vorbereiten können. Bis jetzt stand auf einer Liste für die Stellvertretung Frau Christin Sturm-Kahrs, ob diese Kandidatur aufrechterhalten wird und ob die drei jetzt nicht gewählten Vertreter, also PVP-Herr Aschenbach, FDP-Freibürger Herr Haug,

Team Zastro, Matteo Böhme, jetzt für die Stellvertreterposition kandidieren, dass ich die Listen vorbereiten kann, oder ob es weitere Kandidaturen darüber hinaus gibt. Also ich darf erst mal fragen, SPD, Frau Stummkeis steht, dann PVP. PVP lässt es. Dann FDP, Frau Bürgerhauk, ja. Team Zastro, ja.

Also gibt es weitere Kandidatoren? Sehe ich nicht. Dann würden wir einen zweiten Wahlzettel vorbereiten mit drei Namen. Frau Sturm-Kaas, Herr Haug und Herr Böhmer. Und wir würden, sobald die Wahlzettel fertig sind, dann nochmal unterbrechen für einen weiteren Wahlgang.

Beschluss

Zustimmung

Ja

55 Stimmen

Nein

3 Stimmen

TOP 12: Ausschreibung von Dienstleistungskonzessionen für Thematische Weihnachtsmärkte/-veranstaltungen der Landeshauptstadt Dresden 2027–2031 (Verlängerungsoption bis 2033); Änderung der Jahr- und Spezialmarktsatzung

5:04:44

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Damit darf ich den nächsten Tagesordnungspunkt aufrufen. Das ist Tagesordnungspunkt 12, Ausschreibung von Dienstleistungskonstitution für thematische Märkte. Und da schaue ich mal, wie wir jetzt in der Fraktionsrunde starten. Wir mit Bündnis 90 Die Grünen. Herr Schulze, bitte schön, Sie haben das Wort. Herr Schulze.

Herr Schulz, Sie dürfen loslegen.

5:05:35

Torsten Schulze (GRÜNE)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Kollegen.

Genau, offensichtlich. Thema Weihnachtsmärkte, es fällt mir gerade ein bisschen schwer, hier tatsächlich mit klaren Worten zu finden. Auf der einen Seite haben wir hier ein Verfahren, was schon zu Beginn, als diese Vorlage uns im April im Wirtschaftsförderungsausschuss in der ersten Lesung erreicht hat, durchaus große Probleme bereitet hat.

Das ist nicht dann, dass wir wieder in die Ausschreibungsphase gehen. Das ist ein ganz normaler Prozess, der uns ja praktisch turnusmäßig auch jedes Mal erreicht. Sondern es war an sich dann die Frage gewesen, wie man dazu kommt, dass man diese sogenannte Konzessionsabgabe, diese Entgelte dann, die am Ende dann fällig werden, wenn man Konzessionsnehmer ist, wie die sozusagen ermittelt werden. Und da haben wir einfach in den unterschiedlichen Sitzungen im Wirtschaftsförderungsausschuss regelmäßig neue Zahlen, neue Vertragswerte, neue Entgelthöhen präsentiert bekommen, was uns auf der einen Seite stutzig machen lassen hat, also dass man sozusagen regelmäßig dann auch seine Prognosen anpassen kann. Wahrscheinlich offensichtlich dann auch mit den aktuellen, jetzt noch im Vertrag stehenden Konzessionsnehmer, Nehmerinnen dann gar nicht das Gespräch gesucht hat im Vorfeld, um da tatsächlich eben halt vielleicht auch aus den ganzen Jahresauswertungen dann der entsprechenden thematischen Weihnachtsmärkte an den verschiedenen Plätzen sich mal ein klares Gefühl dafür zu bekommen dann. Und so hat sich das eigentlich dann durch diese ganzen Ausschusssitzungen dann und auch mit den ganzen Festlegungen entsprechend durchgezogen dann, sodass man eigentlich immer in dieser Sitzung gesessen hat. Nachfragen gestellt hat, neue Aufträge ausgelöst hat, aber jedes Mal sozusagen auch zu anderen Aussagen bekommen hat, unterschiedliche Aussagen bekommen hat, genau. Ich denke, was ein großes Problem an dieser Ermittlung ist, dass es nicht beachtet worden ist, dass man einen Umsatz und einen Gewinn bei diesem Marktgeschehen dann einfach so sozusagen ansetzen kann.

Wer selber schon mal einen Markt organisiert oder eine Veranstaltung organisiert hat, wer weiß dann, was sozusagen eine Genehmigung, was man dazu braucht, eine Infrastruktur aufbauen, dann Ritten übers Jahr vorzuhalten, dann die in Wert zu halten, dann entsprechend auch Ersatzinvestitionen zu tätigen, dann wird wissen, also das sage ich mal, von hohen Umsätzen dann letzten Endes dann wenig dann auch an Gewinn Da bleibt dann, um letzten Endes dann auch wirtschaftlich diese Märkte dann auch in den nächsten Jahren weiterführen zu können. Und das Problem haben wir eigentlich dann festgestellt, dass das wenig dann bei dieser Vertragswertermittlung berücksichtigt worden ist.

Deswegen macht es uns auch ein bisschen Schwierigkeiten, dem Verwaltungsvorschlag nur im Ursprung zuzustimmen. Zu der Beschlussfassung im Wirtschaftsförderungsausschuss. Wir hatten es erlebt, aufgrund dieser gerade beschriebenen Situation seitens der Verwaltung, dass durch die CDU, also Sprechchefin Karten, nochmal ein Vorschlag eingebracht worden ist in den Ersetzungsantrag in Punkt 2. den

Dazu gekommen dann, dass wir das so ablehnen. Vielleicht mal zum Einblick dann. Wir haben einen Markt auf der Hauptstraße, der die größte Veranstaltungsfläche von 13.000 Quadratmetern hat. Und der wird sozusagen im CDU-Vorschlag nur etwas mehr mit einem Entgelt belegt als eine sehr kleine Veranstaltungsfläche von reichlich 1.600 Quadratmetern auf der Schlossstraße. die dann 32.000 Euro als ein Geld abbringen soll. Wir haben es mehrfach diskutiert, Steffen, und du bist da ja nicht so richtig weitergekommen. Zum Dritten haben wir die Situation, dass ein sehr, sehr aufwendiger Markt der wirklich mit einem großen Aufwand, mit sehr viel Kreativität entwickelt worden ist auf dem Neumarkt, mit 58.000 Euro jetzt durch den CDU-Vorschlag eingepreist werden soll. Das halten wir für völlig überzogen. Aus dem Grunde können wir dem auch nicht zustimmen. Wir würden hier an der Stelle nochmal eine punktweise Abstimmung beantragen.

5:10:38

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, dann gehen wir weiter.

5:10:45

André Schollbach (Die Linke)

Fraktion Die Linke, Herr Schollbach. Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren, das war gerade eine ziemlich ningelige Rede. Ich finde, wir sollten bei dem Thema wirklich Klartext reden. Punkt eins. In den vergangenen Wochen war zu lesen, hier wäre eine extreme Erhöhung geplant. Und diese extreme Erhöhung gefährde nun die Durchführung der Weihnachtsmärkte. Das sei dann so unattraktiv, da würde sich gar keiner mehr bewerben und Dresden als Weihnachtsstadt sei passé. Also, mit Verlaub. Es ist ja nun eine Vorlage, die ist im Hause Pratzka erarbeitet worden und von Herrn Oberbürgermeister Hilbert, dem Stadtrat, vorgelegt worden. Ich glaube ja nun wirklich viel und ich traue dem Herrn Hilbert zu, dass er wirklich an vielen Stellen in der Stadt auch Schaden verursacht. Das mag sein, aber an dieser Stelle nicht. Also bei den Weihnachtsmarktbetreibern, bei den privaten, da will er ganz sicher keinen Schaden verursachen. Deshalb denke ich, er wird uns keine Vorlage vorlegen. Wo es denen so an den Kragen geht, dass für sie irgendwas unattraktiv würde. Nein, die Stadtverwaltung hat ihre Konzeption auch klar erklärt. Sie hat das auch nachvollziehbar gemacht. Nur es gab Kräfte im Ausschuss, die wollten das nicht akzeptieren.

Deshalb haben sie das zerredet und haben immer neue Aufträge erteilt. Ich habe mich so erinnert gefühlt an die Zollhof-Diskussion. Da hat man auch so lange gemacht, bis dann irgendwann sozusagen alles nicht mehr funktionierte. Und jetzt hat die CDU-Fraktion einen Antrag vorgelegt. Sie haben einfach willkürlich irgendwelche Zahlen zusammengeschustert, irgendwelche Konzessionsbeträge genommen. Das Entscheidende ist, dass der Weihnachtsmarktbetreiber, der auf der Hauptstraße den Weihnachtsmarkt betreiben wird, dass der sehr, sehr, sehr gut wegkommen wird. Dass der nämlich so wenig bezahlen wird wie die kleineren Weihnachtsmärkte, obwohl es der größte ist. Das ist doch ganz bemerkenswert und das war der ganze Zweck der Übung. Und ich habe mir überlegt, wie muss man das eigentlich richtig beschreiben. Und zuerst dachte ich an politische Federnwirtschaft, aber das Bild stimmt nicht. Weil Vetternwirtschaft bedeutet ja, gibst du mir, gebe ich dir. Ich glaube ja, dass die CDU-Fraktion einfach dafür noch nicht mal was nimmt. Nee, die machen das einfach so für ihre Buddys, für ihre Kumpels. So, einfach willkürlich zahlen, festgelegt, zugunsten ihrer Kumpels, zulasten der Interessen der Allgemeinheit. Darum geht es. völlig willkürlich irgendwelche Zahlen festgelegt. Nichts seriös vorgerechnet, nichts abgeleitet, wie es die Stadtverwaltung getan hat. Das ist hier der Punkt. Und da kann man sagen, okay, das muss die CDU politisch vertreten, wenn sie in dieser Stadt uns gerade noch ein paar Tagesordnungspunkte vorher erzählt hat. Für nichts sei kein Geld da. Wir müssen eisern sparen, dass die Schwarze kracht. Das müssen wir tun. Aber den Weihnachtsmarktbetreib, und da können wir auch noch mal so richtig ins Füllhorn gehen, über 600.000 Euro im Laufe der Konzessionszeit verschenken wir, wenn wir dem CDU-Vorschlag zustimmen. Das kann man ja in dieser Situation nicht allen Ernstes machen. Die Landeshauptstadt Dresden ist durch die Gemeindeordnung geboten, wirtschaftlich zu agieren und wirtschaftlich heißt auch zu agieren, wenn wir unsere Flächen zur Verfügung stellen und sie nicht verscherbeln und das tun wir im Augenblick. Und deshalb müssen wir hier etwas korrigieren an dieser Stelle und können wirklich diese politische Verlotterung, wo man einfach für die Buddys im Stadtrat einen Gefallen tut, zulasten der Allgemeinheit, das kann so nicht bleiben. Das muss geändert werden. Nun weiß ich ja, dass im Zweifel eine Mehrheit des Stadtrates das überhaupt nicht interessiert, dass sie es trotzdem tut. Ich weise nur mal darauf hin, Herr Oberbürgermeister, Sie sind Wahlbeamter und Herr Pratzka, Sie sind auch Wahlbeamter. Und Sie werden zu prüfen haben, ob ein solcher Beschluss nicht nachteilig für die Landeshauptstadt Dresden wäre, ob er nicht gegen die Gemeindeordnung verstößt, gegen die Vorgaben des Haushaltswirtschaftsrechts. Und das lege ich Ihnen dringend ans Herz. Denn Sie können nicht einerseits im Ausschuss auftreten, eine Vorlage tatsächlich begründet vertreten, uns vorrechnen, warum Sie zu diesen Ergebnissen kommen und dann völlig willkürliche Entscheidungen des Stadtrates zu Lasten der Landeshauptstadt Dresden, zu Lasten der Stadtkasse, zu Lasten der Allgemeinheit akzeptieren. Deshalb werden wir da auch ... ... solche Entscheidungen des Stadtrates umgehen werden. Vielen Dank.

5:15:53

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Wird SPD das hot gewünscht? Nein. Dann Team Zastrow, Herr Rechte.

5:16:11

Robert Reschke (Team Zastrow)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, dass gerade die Linke, Herr Schollbach, über die besten Buddys redet, die sich was zuschieben, das hat schon was komisches, das möchte ich an der Stelle mal sagen. Wir haben in den vergangenen Wochen das Gespräch mit den Veranstaltungen der Weihnachtsmärkte gesucht, des Taschenbergs, des Neumarks und der Prager Straße und die Botschaft ist überall die gleiche.

Man kämpft bereits heute darum, die Produktionskosten überhaupt noch stemmen zu können. Strom, Personal, Logistik, GEMA-Gebühren und vieles mehr. Alles teurer geworden. Wir haben es heute schon mehrfach gehört. Bisher nehmen das die Händler auch ohne Klagen zur Kenntnis. Oder auch nie. Eine Erhöhung der Konzessionsabgaben würde kurzfristig gegebenenfalls zu dem Sterben der thematischen Weihnachtsmärkte in Dresden führen. Und das in unserer Weihnachtshauptstadt Dresden.

Das wäre ein Problem für die gesamte Stadt. Weniger Touristen, weniger Hotelübernachtung und damit weniger Bettensteuer, weniger Parkgebühren, weniger Gewerbesteuer. Wer hier spart, wird am Ende draufzahlen. Und ich möchte noch etwas hinzufügen, das ich im Haushalt gefunden habe. Das Produkt Kommodale Märkte weist für 2025

einen Verlust von 2,1 Millionen Euro auf und für 26 1,68 Millionen Euro. Die Stadt macht also mit ihrem eigenen Frühlingsherbst- und Stritzelmarkt erhebliche Verluste. Und gleichzeitig sollen die privaten Veranstalter angeblich exorbitante Gewinne einfahren und deshalb höhere Konzessionsabgaben leisten. Das gebührt keiner Logik. Die Stadt will hier augenscheinlich ihre Unfähigkeit mit den Beiträgen der privatwirtschaftlichen Veranstaltung ausgleichen. Und noch etwas. 2010 hat dieser Stadtrat hier ausdrücklich Folgendes beschlossen. Thematische Formate auszuschreiben mit dem Ziel, Dresden überregional zu profilieren, international zu positionieren. Ergo eine pauschale Gleichsetzung aller Märkte ist schlicht nicht möglich. Diese Märkte haben völlig andere, deutlich höhere Produktionskosten als andere Veranstaltungen. Wer das hier ignoriert, und öffentlich pauschale Forderungen stellt, hat inhaltlich offensichtlich noch nicht damit zu tun gehabt. Mein Vorschlag, lassen Sie uns doch die städtischen Märkte privatisieren. Entlasten wir den Haushalt um bis zu zwei Millionen Euro jährlich und investieren wir dieses Geld sinnvoll in soziale Arbeit, in Schulen, was hier immer gefordert wird. Wir bitten um Zustimmung des Änderungsantrags der CDU. Vielen Dank und frohe Weihnachten.

5:18:53

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Wird BSW das Wort gewünscht? Herr Böhmer, bitte.

5:19:03

Ralf Böhme (BSW)

Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, für uns, das Bündnis Sauerer Wagenknecht, bot sich im Rahmen der Verhandlungen zu diesen Konzessionen ein interessantes Schauspiel. Denn es war reine Theatralik, was hier aufgeführt wurde. Und natürlich bezog sich all diese Theatralik auf den Betreiber des Marktes in der Hauptstraße.

Wir sind da weder dem einen noch dem anderen Lager zugehörig. Wir empören uns nicht über einen funktionierenden Markt dort. Wir empören uns auch nicht darüber, wenn das mit Schaum vom Mund, kann man nicht sagen, aber fast bekämpft wird. Wir schauen einfach darauf. Wir haben in Dresden eine

sehr beeindruckende, eine sehr stimmungsvolle Landschaft von Weihnachtsmärkten, die es zu bewahren gilt. Die ist einfach ein, und das ist immer ein wichtiges, auch aus meiner Sicht weitgehend geteiltes Thema hier im Stadtrat, die eine bedeutende Wirkung für den Tourismus oder

Ja, eine tourismusfördernde Funktion haben. Und das gilt es einfach zu bewahren. Und wir haben jetzt eine Herleitung gesehen, wie man Konzessionsentgelte neu festlegen kann. Das hatte eine gewisse Logik, aber natürlich, wenn man genau reinguckt, da sind viele Variablen drin, viele Annahmen, viele Vermutungen. Das kann man so oder so sehen. Es könnte passen, muss aber nicht. Dann haben wir eine andere Vorlage gesehen, die

sozusagen diesen Fokus auf eine Erhöhung insbesondere eben bei der Hauptstraße nicht beinhaltete. Das hat bei einer anderen Seite, wie man heute wieder gehört hat, für Empörung gesorgt.

betrachten hier tatsächlich die Priorität. Das, was wir bisher haben in der Weihnachtszeit in Dresden, ist gut. Ob man die Konzessionsentgelte jetzt um 50.000 erhöht, um 100.000 oder um 150.000, rettet den Dresdner Haushalt nicht. Was aber den Dresdner Haushalt definitiv bedrohen würde, wäre ein Verlust der Weihnachtsstimmung, die wir eben auch durch diese

Weihnachtsmärkte hier in Dresden jeden Advent erleben. Und deswegen können wir mit dieser finalen Vorlage, die jetzt durch den Ersetzungsantrag entstanden ist, von der CDU auch leben und werden dem auch zustimmen.

5:21:32

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Vielen Dank. Wird FDP, Freie Bürger das Wort gewünscht? Nein. PVP, Herr Dr. Schulte-Wiesemann.

5:21:50

Dr. Martin Schulte-Wissermann (PVP)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Menschen im Saal und draußen im Stream. Dresden ist Weihnachtsstadt und wir haben neben dem Striezelmarkt einige thematische Weihnachtsmärkte etabliert in den letzten Jahren, die eigentlich wirklich Leuchttürme sind, das muss man sagen. Wenn man sowas macht, für die Erklärung da draußen, also die Märkte werden ausgeschrieben und dann können sich Betreiber bewerben und die werden dann sortiert und dann kriegt jemand den Zuschlag. So, das machen wir gerade jetzt. Und weil ja die Märkte auf städtischem Boden stattfinden, muss sozusagen der dann den Markt dort betreibt, muss auch was an die Stadt bezahlen. Das nennt man Konzessionsabgabe, man könnte es aber auch Miete nennen. So, jetzt gibt es eine Stelle, wo man nachgucken kann, was denn eigentlich normalerweise Dinge kosten, wenn ich zum Beispiel eine Hütte, einen Markt privat betreiben will, das ist die Sondernutzungssatzung. Gucke ich da rein, was so ein Markt kosten würde, komme ich jetzt umgerechnet auf die Hauptstraße auf ungefähr 300-400 Euro pro Hütte pro Tag. Das ist ganz schön viel. Gucke ich da rein, was so ein Imbisswagen kostet, wenn der 15 Quadratmeter groß ist, dann kostet der 60 Euro am Tag. Jetzt haben wir gesagt, okay, Wir haben thematische Märkte. Da sind auch Sachen dabei, die kein Geld bringen, dieser Schmied oder wenn da jetzt ein Kinderkino ist und Installation, Kunst und so weiter und so fort. Also da können wir jetzt nicht davon ausgehen, dass alles brummt. Außerdem irgendwann kannibalisieren sich ja die Glühweinstände auch selber und so weiter und so fort. Und da hat die Verwaltung gesagt, okay, Wir nehmen nicht 300 Euro pro Hütte und Tag, wir nehmen nicht 60 Euro pro Hütte und Tag, sondern bei der Hauptstraße, wir nehmen 22 Euro und sechs Cent, glaube ich. So, am Tag. Und 22 Euro ist jetzt wirklich nicht sehr viel, wenn ich mir überlege, Hauptstraße, wir wissen alle, wie viel Durchsatz da ist, wenn man da hingeht, ja, ist es alles immer voll und es ist nicht nur abends für zwei Stunden, sondern es ist eigentlich von mittags bis das Ding zumacht, Es ist voll und da ist eigentlich 22 Euro nicht zu viel. Jetzt kommt aber der Teil, der mich wütend macht, weil diese 22 Euro pro Tag und Hütte war jetzt offenkundig

Wem auch immer, aber es liegt nahe, die Betreiber dieses Marktes sitzen ja auch hier im Stadtrat. Und dann kam die CDU, nicht irgendwie in einer Diskussion, sondern sie kam in die Sitzung mit einer Tischvorlage, legt dort das hin und macht jetzt aus diesen 22 Euro 7,58 Euro.

7,58 Euro. Da ist Parken teurer. Wenn Sie einen Tag parken wollen in der Neustadt, müssen Sie 12 Euro bezahlen. Und Ihr Auto verkauft kein Glühwein. Und da kann man sich schon fragen, ob das hier Sinn ergibt oder ob da nicht sinistere oder irgendwelche monetären oder was auch immer Kräfte dahinter stecken. Ich will eins noch zum Ende sagen.

Dieser Move ist eigentlich politisch dumm, weil wir hätten hier ohne viel Stress eine fluffige 68 Null oder wie auch immer Mehrheit haben können für diese Vorlage und wir hätten hier ein schönes, klares Zeichen setzen können für Dresden als Weihnachtsstadt.

Bin ich mir nicht sicher, ob diese Vorlage eine Mehrheit bekommt. Welche Mehrheit sie bekommt. Also ich werde dem so nicht zustimmen. Deswegen beantrage ich, Herr Oberbürgermeister, über die Ursprungsanlage 12 in ihrer Originalfassung zu beschließen. Und ich kann mir vorstellen, dass es jetzt also wirklich auch enger werden könnte. Wahrscheinlich nicht, aber die Gefahr besteht. Die zweite Gefahr, die besteht, bei 35.000 Euro Konzessionsabgabe für 14.000 Quadratmeter Fläche mitten in der inneren Neustadt für 42 Tage Laufzeit 35.000 Euro bezahlen zu müssen,

Das kann auch noch andere Konkurrenten anziehen. Also, wenn ich diesen Markt betreiben würde, ich hätte daran nicht herumgedoktert, aber jetzt müssen Sie entscheiden, ob eine Abgabe pro Glühweinstand 7,58 Euro, ob das irgendwas mit der Realität in diesem Land zu tun hat. Dankeschön.

5:26:51

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Wird AfD das Wort gewünscht? Herr Hanisch, bitte.

5:26:56

Steffen Hanisch (AfD)

Ich würde es gerne vom Platz schnell machen. Herr Oberbürgermeister, liebe Kollegen, nach zwei Lesungen und weiteren Diskussionen haben wir einer weiteren Vertragung nicht zugestimmt. Ich denke, wir brauchen Entscheidungen und keine Vertragungen. Wir haben, denke ich, zum Schluss einen recht vernünftigen Kompromiss gefunden und werden diesem vorliegenden Antrag auch zustimmen. Danke.

5:27:28

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Zum Abschluss der Fraktionsrunde für die CDU, Herr Grathen.

5:27:38

Steffen Kaden (CDU)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine sehr geehrten Damen und Herren.

Die Neugestaltung des Dresdner Striezelmarktes im Jahr 2009 und die Ausschreibung der Dienstleistungskonzession für die thematischen Weihnachtsmärkte seit dem Jahr 2011 sind eine Dresdner Erfolgsgeschichte. Die konzeptionellen Ideen der Anbieter, die Gestaltung, die Qualität stehen bei diesen Ausschreibungen im Vordergrund.

Und zwar mit dem Ziel, bei diesen Märkten, die wir in unserer Stadt haben, ein vielfältiges Angebot mit tollen Erlebnissen und einer hohen Aufenthaltsqualität anzubieten. Und, meine Damen und Herren, das ist uns in den letzten Jahren hervorragend gelungen. Denken Sie nur an die aufwendige Gestaltung auf dem Neumarkt. Das ist in der Tat sehr teuer, aber es ist auch sehr gut.

Alle Märkte liefen in den vergangenen Jahren stabil, und zwar ohne städtischen Zuschuss. Der Vergleich zu den städtischen Märkten und den damit verbundenen Millionenverlusten hat bereits mein Vorredner kurz skizziert. Wir haben im Ausschuss für Wirtschaftsförderung in mehreren Sitzungen, insgesamt drei, uns mit dieser Vorlage befasst. Und ich will Ihnen an dieser Stelle der Vollständigkeit halber nochmal alle Punkte benennen, die wir diskutiert haben. Erstens, die Berechnung der Umsatzerlöse durch die Verwaltung auf den Marktflächen Prager Straße, Hauptstraße und Neumarkt sind unrealistisch. Der Anteil aus selbstbetriebenen Ständen und der damit verbundene Eigenumsatz ist zu hoch. Die Zahlen waren schlichtweg falsch.

Zweitens, die Angaben zu den Umsätzen aus Standgebühren durch Hütten- und Platzvermietungen entsprechen nicht den jährlich gemeldeten und von den Wirtschaftsprüfern der Konzessionäre übergebenen Dokumenten. Die Werte waren falsch. Drittens, die Schätzung sonstiger Einkünfte aus Fahrgeschäften, Werbung und Sponsoring sind nicht marktgerecht. Die Zahlen sind falsch.

Viertens, die pauschale Ableitung von Mindestkonzessionsentgelten in Höhe von pauschal sechs Prozent ist problematisch, da sie unterschiedliche Umsatzmodelle, wie die Vermietung von Standplätzen versus der Vermietung von Buten, Neumarkthauptstraße, nicht berücksichtigt. Ebenso werden die Lage des Marktes und das Besucherpotenzial, Altstadt versus Neustadt, nicht berücksichtigt.

Eine Konzessionsvergabe in der Münzgasse wurde mehrheitlich im Ausschuss als negativ bewertet. Gleichzeitig bestand der Wunsch, eine Vergabekommission unter Beteiligung des Stadtrates zu bilden.

Da es nicht gelungen ist, mit der Stadtverwaltung das Zahlenwerk so nachzubessern, dass man dem Glauben schenken könnte, habe ich den Weg gewählt, einen Ersetzungsantrag zu schreiben, mit dem Ziel, eine Beschlussfassung zu ermöglichen. Dieser Ersetzungsantrag enthält Entfall der Münzgasse und die Bitte an den Oberbürgermeister, diesen Markt weiter im Rahmen einer Sondernutzung zu ermöglichen. Außerdem wird eine Vergabekommission gebildet aus Verwaltung und Mitgliedern des Stadtrates.

Weiterhin habe ich einen pragmatischen Ansatz gewählt für die Höhe der Mindestkonzessionsabgaben, die im Rahmen der Ausschreibung gefordert werden. Und zwar in Höhe von 30 Prozent auf die bisherigen Mindestkonzessionsentgelte für die Prager Straße, für den Neumarkt, für den Taschenberg und für den Dr. Külzring. Bei der Hauptstraße war mein Vorschlag, das Mindestkonzessionsentgelt um 40 Prozent anzuheben.

Das Ziel der gemeinsam verabredeten Einnahmerhöhung wird damit erreicht. Dem Wunsch nach einer höheren Anpassung auf der Hauptstraße wird mit meinem Vorschlag entsprochen. Damit sichern wir die Balance, und zwar zwischen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Märkte und der Höhe der Mindestkonzessionsentgelten. Diese Balance bleibt gewahrt.

Ich glaube, dass wir mit diesen Ausschreibungsparametern aus der Ausschreibung heraus mit Angeboten rechnen können, dass eine Abschreckung durch zu hohe Mindestkonzessionsentgelte nach meiner Einschätzung nicht eintreten wird. Ich persönlich freue mich sehr, dass es gelungen ist, im Rahmen einer durchaus interessanten, pragmatischen Ausschussbehandlung hier einen Kompromiss dem Stadtrat vorzulegen.

dass wir heute diesem Ausschussbericht die Zustimmung erteilen, damit wir in das Ausschreibungsverfahren eintreten können und damit ab dem Jahr 2027 wieder thematische Weihnachtsmärkte in unserer Stadt mit guten Konzessionären veranstalten können.

5:32:54

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Vielen Dank. So, damit sind wir durch die Fraktionsrunde durch. Es gibt zahlreiche weitere Wortmeldungen. Es beginnt mit Herrn Aschenbach, dann Herr Dr. Schulte-Wissermann,

5:33:18

Maximilian Aschenbach (PVP)

Das, was die Verwaltung gemacht hat, ist also alles falsch und der Stefan hat sich neue Zahlen ausgedacht.

Guten Tag, mein Name ist Marx Aschenbach, Sprecher für Filzflechten und freche Früchtchen der PVP-Kooperation. Ein P steht für die Partei.

Wenn man sich anguckt, was Holger Zastrow im Stadtrat so treibt, feststellt, dass der Mann nach über 30 Jahren aktiver Politik offensichtlich weder Kenntnis noch Interesse an Abläufen und Funktionsweisen der Verwaltung hat, geschweige denn an politischen Prozessen und deren Gestaltung, fragt man sich manchmal, was den Mann wohl antreibt. Gestaltungswille ist es nicht und obwohl die Rolle als Don Quijote von Klotsche den abgehalfterten Scheinriesen nochmal richtig in Ballung zu versetzen scheint, kann das lächerliche populistische Gehampel für Brunnenasphalt und Grünhass doch selbst ein so einfaches Gemüt nicht über Jahrzehnte bei der Stange halten. Geld aber schon. Die Konzessionsvergabe der Weihnachtsmärkte soll vom Stadtrat beschlossen werden. Die absolut niedrigen Sondernutzungsgebühren der Vergangenheit sollten wenigstens auf das unterste Vergleichsniveau anderer Städte angehoben werden. Für den viel gehassten Hauptstraßenmarkt, ich war da.

Entschuldigung. Das ist vielen ist jetzt nicht klar, aber wisst ihr, wie oft ihr hier sagt, ihr redet halt und sagt, ich war da. Also wäre das irgendein Argument für irgendwas. Also, für den vielgehassten Hauptstraßenmarkt, ich war da.

Da verrutsche ich immer in der Zeile, weil ich lachen muss. Scheiße. Für den vielgehassten Hauptstraßenmarkt bedeutet das Gebühren von 100.000 Euro. Das entspricht etwa 25 Euro Nutzungsgebühr pro Tag pro Hütte. Dafür, dass dort der öffentliche Raum fürs Abfüllen, Abfetten und Abzocken der besinnungslosen Konsumopfer verstopft, verpestet und missbraucht wird. Klingt nicht nur machbar, sondern geboten. Zumal in Zeiten, Klammer, Kassen.

Zurück zu Holger Zastrow und der Frage, was der Weihnachtsmann eigentlich politisch macht. Zufällig ist Holger Veranstalter und eben jener, dessen Gewinne nicht durch die marktüblichen Gebühren geschmälert werden. Und so trifft es sich gut, dass Don Holger Santiopanza Stefan K. Aden, CDU, aus unternehmerischer Verantwortung und Heimatliebe den Ärmsten vor dem Ruin bewahrt und die im Federführenden Ausschiss 100.000 auf Herzerreißende 30.000 reduziert.

Dem Gulaschverkäufer wird die Galopp-Rennbahn saniert, die Millionen für den Fernsehturm fließen und der öffentliche Raum wird an jeden verramscht, der die richtigen Beziehungen hat. Filzkorruption, Vetternwirtschaft nennt man sowas. Oder sich am öffentlichen Eigen zu bereichern, ist Freiheit, staatspolitische Verantwortung und seriöse Finanzpolitik zum Wohle des Dresdner Bürgers. Denn der, so viel ist sicher, der wünscht sich nichts mehr, als dass es Holger Zastrow gut geht. Vielleicht damit er endlich Ruhe gibt. Aber da muss ich euch Idioten enttäuschen, der Holger kriegt den Hals nicht voll.

5:36:21

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Herr Dr. Schulte-Wissermann und dann Herr Schulze.

5:36:34

Dr. Martin Schulte-Wissermann (PVP)

So, zweite Runde. Herr Garten, Sie haben ja eben geredet. Es ist natürlich simpel, wenn schon im nicht-öffentlichen Ausschuss dann auch noch sozusagen wirklich vertrauliche Sachen besprochen werden würden, dass wir die hier neben dem Stadtrat nicht besprechen können. Und deswegen können Sie ja sozusagen behaupten, was Sie wollen. Ich jedenfalls, sieht man ja auch in diesem Ausschuss, habe das vollkommen anders erlebt. In dem Ausschuss, in dem ich war, hat die Stadtverwaltung ganz klar vorgerechnet, wie es gibt. Wir haben uns andere Städte angeguckt und dann kommt eine Preisspanne raus, was andere Städte bei ihren Weihnachtsmärkten an Konzessionsabgabe, also sprich Miete für den öffentlichen Raum, diese Spanne ist so. Und dann sind wir bewusst, an die unterste Kante gegangen, von dieser Spanne, die andere Weihnachtsmärkte, die durchaus nicht so prominente Weihnachtsstädte sind wie Dresden, die andere Städte sozusagen verlangen, die unterste Kante. Und Ihr Antrag hat jetzt für fünf fast nichts verändert, ein bisschen runter, bei einem ist es sogar hochgegangen und zufällig bei einem ist von dieser untersten Kante das jetzt noch geteilt durch drei. Also sie haben es nur mal gedrittelt. Und das kann man nicht machen. Ich kann jeden nur auffordern, Google benutzen oder Dakar Go oder eine Suchmaschine. Suchen nach Satzungen, Weihnachtswerke, wie teuer ist Weihnachtsmarkt, was muss ein Stand bezahlen. Da findet man durchaus Ergebnisse. Und da kommt halt raus, naja, so eine Hütte mit Glühwein, 1600 für die ganze Saison, eine Hütte. Ja, haben wir 100 Hütten, sind das 160, ziehen wir davon ab, dass einige dieser Hütten nicht so profitabel sind. Die kosten in anderen Städten 800 Euro für die ganze Saison. Also kommen wir genau auf diesen Wert, den die Verwaltung auch gemacht hat. Und es erklärt sich mir nicht, ja, es war nicht nach langen Diskussionen, es war nicht nach drei Sitzungen haben wir uns geeinigt. Was es war, ist, dass

Um 15.59 Uhr, eine Minute vor dem Beginn der Sitzung, eine Beschlussvorlage auf Papier zu uns kam. Also das ist jetzt wirklich eine Überrumplungstaktik, geschickt gemacht gebe ich zu, aber es ist eine Überrumplungstaktik und wer jetzt sozusagen dieser so geänderten Vorlage ja, sehenden Auges, dass in anderen Städten das dreifache verlangt wird, in anderen noch mehr, ja, da kann man nur sagen, dann hat man die Verantwortung, für die wir gewählt wurden, in diesem Rat nicht verstanden. Und deswegen habe ich gesagt, es könnte ja auch knapp werden, wenn genügend Leute jetzt merken, dass sie hier wirklich dabei sind, für Menschen, die nicht nur dem Stadtrat nahestehen, sondern im Stadtrat sitzen, eine Lex

X, Y zu machen. Wie gesagt, fünf wurden kaum verändert. Einer wurde um Faktor drei, also ein Drittel, 30 Prozent, auf 30 Prozent wurde das gesenkt. Ich finde, das kann man so nicht machen. Dankeschön.

Nächster Redner Herr Schulze, dann Herr Schollbach.

5:40:10

Torsten Schulze (GRÜNE)

Jetzt sind nochmal von Steffen Kahn durchaus schwere Vorwürfe gegenüber dem Wirtschaftsbürgermeister als Oberbürgermeister vorgetragen worden, was die Ermittlung dieser Zahlen bedeutet, was ja auch dieses Jahr unterschiedlichen Ermittlungen oder Berechnungen betrifft, dann würde man gerne noch mal dazu auch die Stellungnahmen an der Verwaltung noch mal hören dazu dann, weil das ist ja durchaus ein hoher Konflikt hier dann. Zum Zweiten dann ist noch mal die Situation zur Münzgasse. Vielleicht können Sie uns da auch noch mal mit ins Bild setzen dann. Und wir würden noch mal eine kurze Auszeit beantragen.

5:40:55

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, dann jetzt Herr Schollbach.

5:41:05

André Schollbach (Die Linke)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren. Das ist interessant. Es passiert selten, dass ich mal an Stadtrat Schulze anknüpfen kann. Aber in diesem Fall ist es mir möglich. Es war wirklich ein hochinteressantes Schauspiel. Sie müssen sich vorstellen, zuständig für diese Vorlage ist der Herr Wirtschaftsbürgermeister Pratzka. Falls wer vergessen hat, in welcher Partei der ist, CDU.

Selbe Partei wie Stadtrat Kahn, auch CDU. Und Stadtrat Kahn hat vorhin gesagt, der Reihe nach, stimmt nicht, stimmt nicht, stimmt nicht, stimmt nicht. Also all das, was da in der Vorlage vorgerechnet wird und was von der von Herrn Pratzka, dort geführten Verwaltung, dargelegt wurde. Alles stimmt nicht. Die Grundlage, nein, völlig inkorrekt. Wird hier einfach behauptet. Ich sehe es wie Kollege Dr. Schulte-Wissermann. Ich scheine auch in einer anderen Sitzung gewesen zu sein. Es wurde ja alles hinterfragt, und die Stadtverwaltung hat sehr genau erklärt, wie sie zu den jeweiligen Zahlen gekommen ist. Ich möchte noch mal zurückgehen, weil immer verglichen wird,

die bisherigen Konzessionsabgaben mit den vom Oberbürgermeister und von Herrn Pratzka jetzt vorgeschlagenen. Und dann wird immer behauptet, das sei so eine extreme Erhöhung. Die Wahrheit ist,

dass die bisherigen Konzessionsabgaben, die hatten keine Berechnung als Grundlage, sondern man hat vor vielen Jahren, wollte man Dresden zur Weihnachtsstadt machen. Und deshalb hat man an diversen attraktiven Plätzen diese Konzessionen ausgeschrieben und hat erst mal einfach einen sehr niedrigen, eher symbolischen Wert zugrunde gelegt, weil man auch noch keine Vergleichswerte hatte, weil man ja erst genau mit diesen Konzessionsvergaben

begann. Nun haben wir aber diese Erfahrungen. Nun haben wir die Zahlen, die die Stadtverwaltung erhoben hat. Und wir haben nicht nur die Zahlen, wir haben auch Augen im Kopf.

Und jeder von uns, der diese Weihnachtsmärkte besucht, und ich persönlich besuche sehr gern Weihnachtsmärkte und ich war auch auf allen nicht nur aus Interesse, aus politischem Interesse, dass ich mir das anschauen wollte, was wir da so mit unseren Beschlüssen herbeigeführt haben. Ich gehe da einfach gerne hin, macht mir Freude. So und wenn man sich da anguckt, da kann man wochentags hingehen, man kann am Wochenende hingehen. Diese Weihnachtsmärkte sind attraktiv. Sie brummen, dort wird eifrig konsumiert, die Leute geben dort eine Menge Geld aus. Und das ist auch in Ordnung. Und die Veranstalter sollen auch da etwas verdienen. Das will ich überhaupt nicht infrage stellen. Das ist absolut in Ordnung. Aber die Landeshauptstadt Dresden, die Gemeinschaft, die ihre öffentlichen Straßen und Plätze zur Verfügung stellt, die soll auch einfach davon ein Stück abhaben. Das ist meine Form oder meine Vorstellung von unserem Gemeinwesen, dass alle, die dann profitieren, auch etwas dazu beitragen. Und jetzt möchte ich noch auf einen Punkt zu sprechen kommen, also auf einen wirklich groben Etikettenschwindel. Es ist heute wieder im Stadtrat vorgetragen und es ist auch schon öffentlich so dargelegt worden, da wurde von einem Kompromiss und einem Kompromissvorschlag gesprochen. Also mit Verlaub, ein Kompromiss besteht ja darin, dass verschiedene Fraktionen, die unterschiedliche Haltungen haben, unter großen Schmerzen bewegen sie sich aufeinander zu und einigen sich dann auf eine Position. Das hatten wir heute schon mal bei dem Nachtragshaushalt. Das war zum Beispiel ein Kompromiss. Sehr unterschiedliche Fraktionen. Da hat sich jeder bewegt, das sieht man. Hier hat die CDU eine radikale Position eingenommen. Die CDU betätigt sich hier als radikale Fraktion im Interesse der Weihnachtsmarktbetreiber. Das macht sie, diese Politik. Das ist kein Kompromiss, sondern sie hat einfach sich ans andere Ende der Position konträr zur Verwaltung, konträr zu ihrem eigenen Bürgermeister gestellt. Ich finde, das sollten wir auch nochmal in den Blick nehmen, diesen Konflikt und auf welche Weise er hier gelöst wird, indem man die Zahlen des eigenen Bürgermeisters als Unwahr als nicht zutreffend verleumdet, das finde ich sehr bemerkenswert. Aber gut, das werden Sie CDU intern zu klären haben, aus den genannten Gründen, dass wir diesem Ausschussvotum keinesfalls folgen können. Vielen Dank.

So, weitere Wortmeldungen?

5:46:11

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Zunächst Herr Böhme, dann Herr Dr. Lahmes.

5:46:20

Ralf Böhme (BSW)

Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen.

Triggern ist wohl das richtige Wort, um zu beschreiben, warum ich jetzt hier noch mal rede. Es ist heute im Fall von Herrn Dr. Schulte-Wissermann oder Martin das zweite Mal geschehen, dass das Wort Verantwortung oder

verantwortungsvoll völlig wahllos verwendet wird. Das erste war Kollege Probst das erste Mal und jetzt ist es noch mal so verwendet worden, als wenn es darum ginge, dass man bei einem Thema, was wir jetzt hier bei den Weihnachtsmärkten exercitieren, Wo das klassische Schauspiel, ich sage es nochmal, Schauspiel, Theater, aufgeführt wird, dass man sich von eurer Seite verbeißt in einer Person. Es geht ja auch immer nur um den Markt Hauptstraße, ob da nun 40.000 Einnahmen pro Jahr generiert werden oder 100.000. Es geht immer nur um den Markt Hauptstraße. Und das ist dann sozusagen die Verantwortung, die ihr wahrnehmt, dass ihr an diesem einen Markt euch verbeißt und sagt, da müssen aber unbedingt die 100.000 rauskommen. Vielleicht wäre es sogar richtig. Vielleicht wäre ja die Herleitung sogar korrekt und 100.000 wäre genau das passende Entgelt. Aber dafür gab es ja keine Mehrheit. Also insofern gibt es einen ganz klaren Prozess. Es gibt andere Vorschläge, die können sogar radikal sein. Ist ja eigentlich erfreulich, wenn die CDU mal radikal wird. Insofern, naja, nach eurer Meinung in die falsche Richtung. Aber ein solcher Vorschlag hat eben jetzt eine Mehrheit gefunden und wir haben das Thema damit auch mal beendet. Und wenn Mehrheiten da sind, dann ist das nach meinem Empfinden eigentlich auch ein Punkt, dann sind sie da, dann kann man das Thema beenden. Und warum? diese persönlichen Befindlichkeiten dann hier auf dieser Ebene ausgetragen werden. Warum, ist klar, aber das halte ich für völlig unsinnig. Und es ist eben aus meiner Sicht das Gegenteil von Verantwortungsbewusstsein. Vielen Dank.

5:48:23

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Und jetzt, Herr Dr. Lahmes.

5:48:26

Dr. Peter Lames (SPD)

Ja, Herr Oberbürgermeister, ich bleibe auch mal hier am Platz. Wir waren an sich als Fraktion der Auffassung, das Notwendige gesagt zu haben, schon in der Debatte zum Haushalt, denn unter den Aspekten muss man das auch sehen.

Ich möchte aber auf ein Argument eingehen, was hier für mich ein bisschen überraschend genannt worden ist, dass nämlich angeblich die kommunalen Märkte solche Verluste erwirtschaften. Da ist eine Zahl aus dem Haushaltsplan auch ausgegriffen worden.

von 1,8 Millionen 25 und 1,1 im Jahr 26. Wenn man aber dann in den Haushalt hineinschaut, und das lohnt sich immer, nicht nur die eine Zahl zu lesen, sondern auch mal zu gucken, was gehört eigentlich zu dem Produkt dazu. Und der größte Teil in diesem Bereich sind zum einen Personalaufwendungen, die die Stadtverwaltung hat. Und das andere sind Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. Und zum Produkt insgesamt gehört nämlich dazu die konzeptionelle strategische Planung. Und jetzt kommt die Vorbereitung von kommunalen Wochen-Spezial- und Weihnachtsmärkten. Das heißt, das gesamte Aufwand, der dafür betrieben wird, dass überhaupt diese weiteren Weihnachtsmärkte betrieben werden können, vom Vergabeverfahren angefangen bis zu allen anderen Aufwendungen, die sind da eingerechnet. Und das kann man natürlich dann nicht den kommunalen Märkten zur Last legen. Wenn man die Einnahmepositionen ansieht, die da ausgewiesen sind, dann findet man, dass an öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelten, sprich Marktgebühren, 1,3 Millionen Euro vorgesehen sind. Sprich, was an Marktgebühren bezahlt wird von denen, die auf den kommunalen Märkten ihre Stände haben wollen.

Dagegen stehen privatrechtliche Leistungsentgelte und sonstige ordentliche Erträge. Die Konzessionsabgaben dürften da drin sein. Nehme ich mal an, haben wir 800.000, die da eingenommen werden. Man kann also mit Nichten davon reden, dass die kommunalen Märkte absolut defizitär seien und dass andere

die ganz toll privaten Betriebenen, dass die so wunderbar laufen. Und wenn sie so wunderbar laufen, dann kann man auch ein marktkonformes Entgelt dort nehmen. Und dazu hat die Verwaltung, denke ich, eine ganz gute Vorlage erarbeitet, der wir uns auch gerne anschließen, wenn wir überhaupt noch zu der Abstimmung kommen.

5:51:26

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

So, damit haben wir erstmal die Rednerliste abgearbeitet. Ich würde nochmal dem zuständigen Beigeordneten das Wort geben und dann erzähle ich ein bisschen was zum Verfahren.

5:51:36

Jan Pratzka

Ja, vielen Dank. Wir haben als Verwaltung einen Vorschlag gemacht, den Versuch der Konzessionsentgelte, den Wert der Konzession zu ermitteln. Wir haben lange debattiert, das wurde hinterfragt und zwar auch nach konkreten Kriterien für alle Märkte hinterfragt. Und die Aspekte sind alle dort gut im Ausschuss diskutiert worden, viel, viel und wieder. Vielleicht an der Stelle für mich am Ende gibt es nie nur einen Weg, sondern es gibt halt mehrere Wege. Und das ist auch der Grund. Am Ende brauchen wir halt hier eine Mehrheit, dass man sich auf bestimmte Wege einfach auch mal einigt. Denn wir brauchen eine Entscheidung. Wir haben die Fristen auch mal zurückgerechnet. Wir brauchen ja am Ende auch Klarheit, wer die neuen Märkte entsprechend auch durchführen soll. Ein halbes Jahr vorneweg. Und das bedeutet, dass wir mit dem ganzen Verfahren, was ist, im August irgendwie mal zu einer Ausschreibung kommen müssen. Das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt. Münzgasse ist bisher als Sondernutzung durchgeführt worden. Der Vorschlag war, einheitlich in der Innenstadt nur Konzessionen quasi zu machen und einheitlich quasi dort vergleichbare Bedingungen zu machen. Man muss aber wissen, es gibt einen Unterschied auch in der Münzgasse. Das sind die Anrainer, die dort sind und ein Teil der Hütten steht halt auf den Geländen, die nicht auf öffentlicher Straße, sondern an den Häusern an der Rande stehen.

Man kann das so und so machen. Wenn der Ausschuss hat sich mehrheitlich entschieden, das nicht in die Vergabe einer Konzession aufzunehmen, sondern als Sondernutzung quasi weiterbetrieben werden soll, das ist dann die Konsequenz. Wenn der Veranstalter das machen möchte, muss er einen entsprechenden Sondernutzungsantrag stellen, dann geht es halt nach Sondernutzungsrecht. Also meine Damen und Herren, gestatten Sie mir noch zwei Sätze selber dazu.

5:53:25

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Dann würde ich etwas zum Abstimmungsverfahren sagen.

Das Thema Märkte kenne ich ja nun schon eine Weile. Und ich habe schon mal erlebt, die selben, die auch heute kritisch sind, die damals Weltuntergangsstimmung gemacht haben, als wir angefangen haben, die Weihnachtsmärkte neu zu organisieren, den Striezelmarkt zu optimieren. Ich kenne die Schlagzeilen in der Zeitung. Die schönsten Märkte dieser Welt haben wir angegriffen und haben wir neu organisiert, wie wir nur Hand anlegen können. Sie können sich mal die alten Bilder rausholen, wie das aussah.

und können sich darüber Gedanken machen, was dabei ist. Wir hatten damals Verluste gemacht bei dem Thema Wochenmärkte, wir haben Verluste gemacht bei Frühjahrsherbstmarkt, wir haben Verluste gemacht bei Hauptstraße und Pragerstraße. Und wir haben es in private Trägerschaften übergeben.

Wir haben uns mit Ihnen gemeinschaftlich auf den Weg gemacht, dass wir eine Vielfalt gestaltet haben. Jeder hat sein eigenes Konzept aufgetan. Und auch jetzt, wenn wir über Konzessionsabgaben sprechen, wird ja ausgeschrieben und darauf kann geboten werden. Und am Ende der Tage ist das ja dann auch eine Thematik, die dann auch entschärten kann, wenn es so attraktiv ist. Wie von einigen behauptet, wird es ja eine Vielzahl von Bewerbern dazu geben. Wunderbar. Ich erinnere daran, bei den letzten Ausschreibungen gab es immer nur einen Bewerber pro Markt. Also nur damit man jetzt... Ja, aber Herr Schollbach, wenn das ein lukratives Geschäft ist, es gibt doch Sehender, wie erfolgreich es ist. Ich würde Ihnen empfehlen, bewerben Sie sich, machen Sie einfach mal einen Markt.

Aber lassen wir doch in dieser Stadt Unternehmertum mal zu. Wir können doch froh sein, wenn sich Leute engagieren für diese Stadt, wenn sie ein tolles Produkt machen, was auch noch erfolgreich läuft. Also, mir stinkt es an, dass wir jeden, der sich in dieser Stadt engagiert, kaputtreden.

Ich rede nie gegen meine Vorlage. Ich rede ... Ja, ich ... Ja. Ja, Herr Schollbach.

Formal, nein formal, bringt der Oberbürgermeister alle Vorlagen ein und politisch werden die dann im Rat zu diskutieren sein. Wer intern das weiß, habe ich die sehr kritisch hinterfragt, die Vorlage innerhalb der Hausabteilung Sagen um drei Gottes Namen, soll sie politisch zur Diskussion freigegeben werden. Ich halte sie in der Form, wie sie eingebracht war, auch nicht für darstellbar und die hätte uns bei dem Thema Weihnachtsmärkte

ganz deutliche Defizite beschert. Jetzt ist ein Kompromissvorschlag in der politischen Diskussion heraus erarbeitet worden und das ist auch gut so. Und wir müssen eben auch da aufpassen, was wir an Erwartungshaltungen wecken.

Und insoweit jetzt zum Abstimmungsverfahren. Also, es ist punktweise beantragt worden. Bei punktweise, Herr Schulze, habe ich verstanden, dass es Ihnen nur an einem Punkt ein Thema ist, nämlich den Punkt zwei separat abzustimmen. Und alle anderen können wir gemeinschaftlich abstimmen.

Sie nicken? Ja.

Dann der zweite, wo Herr Dr. Schulte-Wissermann, das würde natürlich passieren, also jetzt ist erstmal die Abstimmungsgrundlage der federführenden Ausschussbericht, bekommt er keine Mehrheit, fallen wir dann auf das Thema Vorlage und dann ist die entsprechende Anlage der Gegenstand. Also vom Verfahren her ist das unser übliches Vorgehen und dementsprechend würde das auch mal da zur Abstimmung stehen.

Dazu eine Verfahrensfrage.

5:57:17

Dr. Martin Schulte-Wissermann (PVP)

Für den Fall, also ich möchte ja zum Beispiel dieses Münzgassen-Ding, möchte ich ja drin behalten. Soll ich das dann, kann ich das dann für die Schlussabstimmung?

5:57:27

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Dann müssten Sie, das würde ich jetzt mal so aufnehmen, also das wäre dann ein zusätzlicher Antrag, den Sie nochmal stellen wollten, wenn der federführende Ausschussbericht nicht angenommen wird, der zusätzlich dann zur Vorlage kommen sollte. Nehme ich so auf, würde ich dann auch mit zur Abstimmung stellen. Herr Schollbach.

5:57:45

André Schollbach (Die Linke)

Eine Rückfrage und zwar in diesem Ausschussbericht des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, da gibt es eine Ziffer 5 und in dieser Ziffer 5 ist die Anlage 9 aus ihrer Vorlage, Herr Hilbert, gestrichen worden und ersetzt worden durch eine neue Anlage 9. Und jetzt habe ich geguckt.

Ich habe hoch und runter gesucht im System und habe die neue Anlage 9 gesucht. Es ist mir allerdings leider trotz großer Mühen nicht gelungen, diese neue Anlage 9 zu finden. Da würde ich mal um Äußerung bitten, was jetzt der Inhalt der neuen Anlage 9 ist und worin die sich von Ihrer Anlage 9 unterscheidet. Das ist mir leider nicht gelungen aufzuklären.

5:58:36

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Da ich nicht der Ausschussvorsitzende bin, aber der Antragsteller es ja beantragt hat und Mehrheit bekommen hat. Herr Karten, bitteschön.

5:58:46

Steffen Kaden (CDU)

Ja, das kann ich gern aufklären. Herr Schollbach, so wie wir uns in der zweistündigen Debatte miteinander verständigt haben, betrifft der Punkt 5 die Änderung der Jahr- und Spezialmarktsatzung. In dieser Änderung ist natürlich enthalten der Markt auf der Münzkasse, wo wir uns ja

auch mit ihrer Stimme dafür entschieden haben, dass wir keinen Markt auf der Münzkasse wollen. Demgemäß hatten wir festgestellt, dass dann in dieser

neuen Jahr und Spezialmarktsatzung natürlich kein Verweis auf die Münzkasse als Marktfläche entstehen kann. Wir hatten uns gemeinsam darauf verständigt, dass das im Rahmen einer Protokollnotiz im Ergebnis der Ausschussberatung aufgenommen wird und die Verwaltung

die entsprechende Streichung aus diesem Entwurf ausnimmt. Und damit ist es aus meiner Sicht eindeutig bestimmt. Wir wollten uns jetzt, glaube ich, nicht gemeinsam die Mühe machen, an verschiedensten Punkten, wo also der Verweis auf die Münzkasse enthalten ist, die im Ausschuss nochmal sozusagen Punkt für Punkt zu streichen. Aber uns war klar, was Sinn sozusagen dieses Punktes war. Und dafür gibt es eine entsprechende Protokollnotiz.

6:00:11

André Schollbach (Die Linke)

Herr Schölbach. Ich stelle folgendes fest unter Ziffer 5. Der Beschlussvorschlag lautet, der Stadtrat beschließt die vierte Änderung der Satzung der Landeshauptstadt Dresden zur Nutzung öffentlicher Flächen für Jahr- und Spezialmärkte, Jahr- und Spezialmarktsatzung gemäß der neuen Anlage 9. Ich stelle fest, dass dem Stadtrat derzeit kein zu beschließender Satzungstext vorliegt.

6:00:53

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

Also wir prüfen das im Zweifel, muss dann eben ein angepasster Satzungstext nochmal eingebracht werden. Ich habe jetzt hier nichts anderes vorliegen als das, was vorgetragen worden ist. War auch selber neben Ausschuss. Deswegen kann ich dem nur vertrauen, was jetzt hier dargestellt worden ist.

So, wie gesagt, Abstimmungsverfahren lautet wie folgt. Wir stimmen über den federführenden Ausschuss ab. Zunächst über die Punkte 1, 2, 1, 3, 4, 5, 6 und dann separat über den Punkt 2. Wer für den federführenden Ausschussbericht ist, in den Punkten 1, 3, 4, 5, 6, den bitte ich jetzt um Stimmzeichen.

49 Ja, 14 Nein, zwei Enthaltungen. Und jetzt steht noch der Punkt zwei separat zur Abstimmung. Wer dem folgen möchte, den bitte ich jetzt um Stimmzeit.

6:02:23

Abstimmung

Ja

35 Stimmen

  • Hilbert

    08

  • Breuer

    AfD

  • Dagen

    AfD

  • Dittrich

    AfD

  • Hanisch

    AfD

  • Ladzinski

    AfD

  • Lommel

    AfD

  • Müller

    AfD

  • Pinkert

    AfD

  • Plötze

    AfD

  • Poppe

    AfD

  • Promnitz

    AfD

  • Reck

    AfD

  • Schöps

    AfD

  • Walter

    AfD

  • Wünsch

    AfD

  • R. Böhme

    BSW

  • Ahnert

    CDU

  • Dietze

    CDU

  • Göhler

    CDU

  • Kaden

    CDU

  • Kempe-Gebert

    CDU

  • Krüger

    CDU

  • Lehmann

    CDU

  • Schmidt

    CDU

  • Schneider

    CDU

  • Wagner

    CDU

  • Böhm

    cDuU

  • Brauns

    cou

  • Schwenk

    cou

  • Lorel

    fraktionslos

  • Genschmar

    Team Zastrow

  • Große

    TeamZastrow

  • Liebscher

    TeamZastrow

  • Reschke

    TeamZastrow

Nein

29 Stimmen

  • Hecker

    BSW

  • Dänhardt

    DIE LINKE.

  • Keckeis

    DIE LINKE.

  • Kießl

    DIE LINKE.

  • Muth

    DIE LINKE.

  • Schollbach

    DIE LINKE.

  • Stephan

    DIE LINKE.

  • Hauck

    FDP/FB

  • J. Zastrow

    FDP/FB

  • Probst

    FDP/FB

  • Caspar

    GRÜNE

  • Deppe

    GRÜNE

  • Has

    GRÜNE

  • Knot

    GRÜNE

  • Krause

    GRÜNE

  • Mühle

    GRÜNE

  • Ringler

    GRÜNE

  • Scharnetzky

    GRÜNE

  • Schulze

    GRÜNE

  • Wacker

    GRÜNE

  • Aschenbach

    PVP-Kooperation

  • Herpertz

    PVP-Kooperation

  • Schulte-Wissermann

    PVP-Kooperation

  • Engel

    SPD

  • Frohwieser

    SPD

  • Hartl

    SPD

  • Lames

    SPD

  • Martius

    SPD

  • Sturm-Karls

    sPD

Enthaltung

2 Stimmen

  • Devantier

    BSW

  • Schönfeld

    BSW

6:02:25

Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)

35 Ja-Stimmen, 29 Nein, zwei Enthaltungen. Hätte damit auch eine Mehrheit bekommen. Mit Blick auf die Uhr würde ich an dieser Stelle sagen, wir unterbrechen die Sitzung, setzen dann morgen um 15 Uhr mit unserer Sitzung fort. Und ich wünsche allen miteinander einen angenehmen Fußballabend.

Beschluss

punktweise Zustimmung