Einmal unter Berufung des kaufmännischen Direktors des Eigenbetriebs Städtisches Klinikum Dresden als Gegenstand wurde der folgende Beschluss gefasst.
Herr Dirk Höcher wird mit Wirkung zum 1. April 2027 für die Dauer von fünf Jahren zum kaufmännischen Direktor des Eigenbetriebs Städtisches Klinikum Dresden berufen.
Herr Dirk Köscher erhält eine austarifische Vergütung gemäß mit der Landeshauptstadt Dresden ausgehandelten Dienstvertrag.
Und ebenso in der Sitzung am 3. September wurde der folgende Beschluss zum Gegenstand Berufung der Pflegedirektorin des Eigenbetriebsstatistinikums Dresden gefasst.
Frau Petra Fitzturm wird mit Wirkung zum 16. Juni 2027 für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2028 zur Pflegedirektorin des Eigenbetriebsstädtisches Klinikum Dresden berufen.
Frau Petra Fitzturm erhält eine außertarifische Vergütung gemäß ihr mit dem Landeshauptstadt Dresden ausgehandelten Dienstvertrag.
Soweit die Bekanntgabe nicht öffentlicher Beschlüsse.
Und damit treten wir, wie bei der Tagesordnung beschlossen, in den Tag 7 ein, den wir zunächst behandeln wollen.
TOP 7: Kommunaler Wärmeplan der Landeshauptstadt Dresden
0:18:35
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
Dann steigen wir insoweit ein, bevor wir zur Begründung von Änderungsanträgen kommen, haben wir zunächst Rederecht vereinbart für Herrn Dr. Jürgens.
Sie haben das Wort, ebenso wie alle anderen, stattdessen in fünf Minuten.
Bitte schön.
0:19:01
Unbekannte Person
Ja, vielen Dank, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Stadträtinnen und liebe Mitbürgerinnen.
Ich möchte gerne einsteigen vor dem Hintergrund dieses Zitats.
Ende März hatte hier eine 16-jährige Jugendliche vom Jugendklimarat den Mut, eine Rede zu halten.
Leider hat die Hälfte des Stadtrats nicht geklatscht.
Ich hoffe, dass Gastredner in Zukunft vielleicht etwas höflicher behandelt werden.
Das ist uns allen von Dresden CIO aufgefallen.
Ich möchte den Vortrag so ein bisschen unter das Motto stellen, die Zukunft ist da, vielleicht noch nicht in Dresden und Sachsen angekommen.
Unsere Partnerstadt Rotterdam hat den Richtungswechsel vollzogen.
Vielleicht schaut sich jemand das mal an, wie eine autofreie Innenstadt aussieht.
Paris hat ganze Straßenzüge von Autos befreit und Utrecht hat sogar die Stadtautobahn
Renaturiert.
Team Zastrow hatte im Dezember beim Klimaanpassungskonzept und im März beim IEK zwei richtige und wichtige Dinge gesagt.
Der Klimawandel ist da, er ist real und wir bekennen uns zu den Klimaschutzzielen.
Das ist doch mal ein ganz guter Einstieg.
Auf der anderen Seite wird auch immer wieder behauptet, dass Deutschland Klassenbester sein möchte, Vorreiter ist in der Transformation.
Das hat leider nie gestimmt.
und stimmt heute erst recht nicht.
Was mal war, geht jetzt nicht vor.
Wir waren mal führend bei erneuerbaren Energien im Stromsektor, da sind wir mittlerweile aus der Top 5 rausgerutscht im Gebäudesektor und im Verkehr waren wir nie führend.
Und das sehen wir auch hier, wir drohen bis 2030 die EU-Klimaschutzziele und zwar unabhängig von irgendwelchen ETS2-Verschiebungen, von irgendwelchen Verbrenner aus, vom Aus und so weiter.
Wir drohen die zu verfehlen und müssen Klimazertifikate von anderen Ländern aufkaufen.
Knapp 40 Milliarden Euro wird uns das kosten.
Anteil der erneuerbaren Energien an der Endenergie, auch da gibt es Ziele.
Da sind wir mittlerweile unter das Ziel von uns 27 Prozent gerutscht.
Wir liegen weit unter EU-Durchschnitt und auch 2030-Ziel ist nicht mehr erreichbar.
Das hat der Expertenrat der Bundesregierung mehrmals bestätigt.
Auch hier ganz interessant, ganz frische Daten vom letzten Jahr an der erneuerbaren Energien am Stromerzeugung und Sachsen ist auf dem letzten Platz von den Flächenländern in Deutschland und in Europa liegt nur Moldawien hinter uns.
Woran das wohl liegen könnte?
Ja, das überspringe ich, das auch.
Das ist alles zu hysterisch.
Ja, im Gebäudesektor besteht großer Handlungsbedarf.
Fast 50 Prozent der Zielverfehlungen gehen auf den Gebäudesektor zurück, bis 2030 über 110 Millionen Tonnen und deswegen auch das Wärmeplanungsgesetz, was die Kommunen zu einer entsprechenden Transformation anregen sollte.
Zurück.
Der kommunale Wärmeplan, wir haben sehr gut von Dresden Zero auch mit der Verwaltung zusammengearbeitet.
Er lag ja fristgerecht zum 30. Juni vor.
Positive Aspekte, die Fernwärme ist als Schlüsseltechnologie mit über 50 Prozent angesetzt, allerdings ein
könnte sein bis 2030 30 Prozent erneuerbare Energien, im Moment 2 Prozent.
Nahwärme für kleinere Quartiere als flexible Systeme, Machbarkeitsstudie in Hellerau ist abgeschlossen und auch die anderen dezentralen Gebiete werden sowohl von der Sachsen Energie als auch von der Stadt bis 2028 bearbeitet und zwar unabhängig davon, was hier beschlossen wird.
Großwärmespeicher soll als konkretes Projekt umgesetzt werden und die Bürgerbeteiligung hatte ich schon erwähnt und Einbindung der Öffentlichkeit war vorbildlich.
Jetzt kommen wir zum eigentlichen inhaltlichen.
Was sollte eigentlich passieren?
Dekarbonisierung des Wärmesektors mit detaillierten Transformationsfaden.
Das ist nur bedingt passiert in der Ursprungsvorlage.
Es verbleiben viele potenziell fossile Energieträger und natürlich die Prüfgebiete.
Die Prüfgebiete waren eigentlich nur dafür gedacht, wenn man wirklich nicht weiß, was man machen soll, sie waren natürlich nicht dafür gedacht, um unpopuläre Entscheidungen hinaus zu zögern.
Die Kommune sollte natürlich frühzeitig mit dem Stromnetzbetreiber den Ausbau koordinieren und Digitalisierung und Flexibilisierung gehören natürlich dazu.
Das wäre die Maßnahme 3, die bei den Ersetzungsanträgen gestrichen werden soll.
Die Sachsenenergie ist nach Energiewirtschaftsgesetz sowieso dazu verpflichtet.
Ich war mit denen jetzt nochmal frisch in Kontakt und auch das wird mit der Kommune sowieso passieren, egal was Sie heute hier beschließen.
Fast alle deutschen Städte planen mit ihren Netzbetreibern eine weitgehende Stilligung des Gasnetzes.
Auch da wird nach EU-Richtlinie eine Novelle des EnWG Ende des Jahres kommen und dann wird die Energie bei abnehmenden Gaskunden verpflichtet werden, einen Plan vorzulegen.
Man kann dann natürlich schneller abschreiben, aber auch das Maßnahme 6.6, die abgelehnt werden soll, sie wird sowieso kommen.
Zentraler Baustein der Wärmewende ist natürlich die Wärmewendeakademie.
Viele Städte haben es vorgemacht und auch das soll bis auf den FDP-Antrag gestrichen werden bei CDU und Team Zastro.
Ich habe mit IHK Dresden, mit der Handwerkskammer, oder Dresden CIO ist mit denen in Kontakt, also die Wärmewendeakademie kommt sowieso, egal was Sie heute hier beschließen.
Wir haben den Mieterverein im Boot, wir haben Haus & Grund im Boot, die Wohnungsgenossenschaften im Boot, IHK, Handwerkskammer.
Und das möchte ich auch meinen Mitbürgern nochmal sagen, egal was hier beschlossen wird, wir sind alle gefordert, im Gebäudesektor, in der Mobilität, die Transformation zu machen, und zwar unabhängig von politischen Entscheidungen.
Abschließen möchte ich nochmal, ja, die größte Gefahr sind nicht die lauten Populisten, sondern ist das Schweigen derjenigen, die eigentlich noch miteinander reden können.
Die Hand bleibt ausgestrickt, auch von Dresden Zero.
Leider wurde von einigen Fraktionen bislang das Gesprächsangebot abgelehnt.
Aber vielleicht kommen wir nochmal zu einer Sachdiskussion zurück.
Und ich würde mir wünschen, dass Sie heute, ich habe zwar gehört, es kann theoretisch passieren, dass gar nichts beschlossen wird, aber das kann ich fast nicht glauben.
Und ich hoffe, dass Sie zumindest den Wärmeplan auch laut Ersetzungsanträgen annehmen.
Danke.
0:25:31
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
So, damit kommen wir zur Vorstellung der Anträge.
Ich würde vorschlagen, der weitestgehende Ersetzungsantrag interfraktionell CDU Team Zastrow sollte vielleicht zunächst eingebracht werden, Herr Böhm.
Dann auf diesem aufsetzend ist ja eine Änderung oder Ergänzung noch von FDP Freie Bürger, der dann im Anschluss vorgestellt werden kann.
Und dann ist noch ein Änderungsantrag Fraktion Die Linke, der eingebracht werden kann.
Und danach steigen wir ein in die Fraktionsrunde.
Herr Böhm, Sie haben das Wort.
0:26:03
Matteo Böhme (Team Zastrow)
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, lieber Dr. Jürgens, ich erlaube mir noch eine kurze Anmerkung zu Ihnen.
Ich habe mir gerade überlegt, ob ich überhaupt vorgehe, weil Sie haben die ganze Zeit immer nur gesagt, das ist egal, was wir heute hier beschließen.
Ich glaube, das ist nicht egal, was wir heute beschließen.
Fangen wir mal damit an.
Die Wärmeplanung ist ein unverbindliches Planungsinstrument, was der Kommune und den Bürgern Orientierung geben soll.
Es gibt keinen Anspruch beim Bürger auf die Umsetzung.
Wie gesagt, es ist ein unverbindliches Planungsinstrument.
Und ich sehe das nicht so wie Dr. Jürgens, dass die Dinge alle schon so klar sind.
Aktuell ist es so, dass gerade bei dem Thema Wärme- und Energieversorgung aus unterschiedlichsten Gründen auf Sicht gefahren werden muss.
Und niemand... Kollege Lichti, Sie können doch dann hier fünf Minuten lang reden.
Lassen Sie mich doch einfach reden jetzt.
Gut.
Also.
Fangen wir noch mal an.
Egal wie es ist, aus unserer Sicht ist es so, wir müssen beim Thema Wärmeplanung was tun.
Keiner weiß genau, was los ist und vielleicht dürfen wir eins nicht vergessen, wir sind noch weit über 90 Prozent aktuell, dass wir mit Erdgas die Wärme in Dresden produzieren.
Und alle Anhörungen haben gezeigt, da waren ja auch genug Leute der Sachsenenergie und Professoren da von verschiedenen Universitäten, die haben uns gezeigt, dass es derzeit eben keinen sicheren Weg und wirtschaftlich umsetzbaren Weg gibt für die angedachte Dekarbonisierung.
Das muss man einfach so sehen.
Wir müssen da auf Sicht fahren, müssen schauen, wo es hingeht und wir sehen eben die Erdgasnetze noch nicht so abgeschrieben.
Und aus unserer Sicht ist es so, und der Stadtrat hat das auch beschlossen beim Dekarbonisierungskonzept, die städtischen Erdgasnetze sollen so lange, wie sie wirtschaftlich nutzbar sind und wie Bedarf besteht, weiterhin vorhanden sein.
Und auch das, was da teilweise in den Prüfgebieten bislang angeboten wird, setzt ja sehr häufig auf den Ausbau von Stromnetzen.
Und wir wissen, dass das sehr große finanzielle und auch bautechnische Herausforderungen sind.
Deswegen auch unser Änderungsantrag, wo wir das Thema Prüfgebiete nochmal etwas ausweiten wieder.
Jetzt gibt es für uns neben dem Gas noch zwei, drei andere Punkte.
Der eine Punkt ist der, der kam jetzt schon so am Rand.
Wir sind der Meinung, Wärme und Energie, insbesondere Wärme in dem Fall, muss auch zukünftig für die Dresdner und für die Dresdner Industrie- und Gewerbekunden bezahlbar sein.
Das ist für uns ganz wichtig.
Und, der Oberbürgermeister hat es in der letzten Sitzung ziemlich deutlich gesagt,
Wir müssen restrukturisieren und das betrifft auch die Verwaltung.
Das heißt insbesondere freiwillige Aufgaben.
Wenn die IHK und die Handwerkskammer eine Wärmewendeakademie machen wollen, dann können sie das gerne doch tun.
Aber das muss doch die Landeshauptstadt Dresden nicht machen.
Wir können das gerne unterstützen und im Hinblick darauf werden wir auch den Änderungsantrag der FDP-Fraktion, lieber Kollege Zastrow, übernehmen, diesen Punkt.
Wir können da gerne unterstützen als Stadt, aber das ist kein Thema, was sich die Stadt selber auf den Tisch ziehen kann.
Also das ist für uns ein wesentlicher Punkt, dass wir uns bei freiwilligen Leistungen ein Stück weit zurückhalten.
0:29:38
Veit Böhm (CDU)
Und vielleicht noch ein letzter Punkt an der Stelle.
Das, was der Oberbürgermeister in seinem Änderungsantrag vorgeschlagen hat oder vorgetragen hat, das haben wir im Wesentlichen in diesem interfraktionellen Änderungsantrag übernommen.
Danke.
0:29:54
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
So, jetzt als nächstes FDP.
Herr Zastrow, bitteschön.
Den Änderungsantrag bitte vorstellen.
Schon nach dem Wortlaut sagt es eigentlich alles, es ist ein Plan.
Es war schon so schön jetzt ausgeführt, es ist eine Orientierung.
Eine Orientierung am Ende für Unternehmen, für Eigentümer, für Investoren, also auch Verbraucher.
Damit diese wissen halt, wie die Wärmeversorgung zukünftig in Dresden aussieht, dort wo man wohnt, dort wo man geschäftsansässig ist und das realistisch.
Jetzt haben wir dieses Mammutwerk, diesen kommunalen Wärmeplan, der weist Nahwärme aus, Fernwärme, dezentrale Wärmeversorgung und eben diese Prüfgebiete.
Da haben wir jetzt den Ersetzungsantrag, da wurde ja schon einiges dazu gesagt.
Die Prüfgebiete werden dort erheblich ausgeweitet.
Ich bin ganz ehrlich, ich bin damit nicht ganz glücklich und habe auch ein Stück weit Bauchschmerzen, weil natürlich mehr Prüfgebiete, das heißt wieder mehr Arbeit, mehr Prüfungen, mehr Analysen, die man machen muss, mehr Workshops.
Mehr Quartierssteckbriefe.
Und das sind immer die gleichen Schleifen, die eben zu einer Verzögerung führen.
Und das wird am Ende damit einhergehen.
Das braucht man sich nichts vormachen.
Letztendlich ist es aber so, dass weder der Ersetzungsantrag eine Mehrheit gefunden hat, noch die Vorlage des OB.
Und wenn man sich dann die Verwaltung angeschaut hat, in der Ausschusssitzung, da ging die Kinnlade.
ganz weit nach unten vor Entsetzen.
Ja, fast bis zum Bauchnerbe, könnte man sagen.
Und wir haben dann natürlich, sehen schon, dass man einen Kompromiss finden muss.
Wenn man ehrlich ist, diese Prüfgebiete, die müssen bis 2035 geklärt sein.
Die Verwaltung hat uns das bestätigt, dass das gesetzeskonform ist, was auch in dem Ersetzungsantrag drinsteht.
Andere Kommunen wie zum Beispiel Chemnitz, die machen das ähnlich, dass man mehr Prüfgebiete ausweist.
Und vor dem Hintergrund,
haben wir uns dann doch entschlossen, dass wir dem zustimmen könnten, dass wir uns das vorstellen können.
Allerdings gibt es Sachen, da sagen wir ganz klar, die sind für uns nicht verhandelbar.
Und das ist zum einen die schon hier erwähnte Wärmewendeakademie, die sollte ja ganz gestrichen werden.
Wir sind der Auffassung, dass das reingehört.
Die IHK, die Handwerkskammern, die Ingenieurskammern haben sich an die Stadt gewandt, haben gesagt, wir hätten ganz gern irgendwie bei diesem Mammutwerk eine Anlaufstelle für unsere Firmen.
damit die halt, wenn die technische Fragen haben, wenn es um Qualifikationen geht, wenn es um eine Beratung von Kunden geht, damit wir es an irgendjemand wenden können.
Und es ist richtig, das ist jetzt keine Aufgabe von der Stadt, aber es sollte zumindest so eine Anlaufstelle geben.
Und deshalb ist uns das wichtig, dass das eingerichtet wird.
Das enthält der Punkt 1 in unserem Antrag.
Und ich glaube halt, man kann es mal sagen, das ist Klientelpolitik, aber wenn man sich für kleine
und mittlere Betriebe einsetzt und den den Rücken stärkt, dann muss man sich den Vorwurf vielleicht gefallen lassen, aber den nehmen wir dann ganz gern hin.
Der zweite Punkt ist eigentlich relativ unspektakulär, den hätten wir auch ganz gern wieder
in dem Ersetzungsantrag verankert.
Da geht es letztendlich darum, dass wenn Großprojekte sind, wenn viele Genehmigungen eingeholt werden, wenn viele Ämter involviert sind, wenn Netzbetreiber halt neu eingebunden sind, dass bei solchen Verfahren analysiert werden soll, wo kann man eine Vereinfachung machen, wo kann man eine Verschlankung machen von solchen Prozessen.
Das ist kein Teufelszeug.
Gerade solche Unternehmen wie Sachsen Energie wären da dankbar.
Die fallen ja heute
häufiger sicherlich noch der Name.
Und vor dem Hintergrund sollte das drinstehen, ist aber ganz klar, das ist für uns elementar.
Und wir können nur mit diesem Änderungsantrag, wenn der im Ersetzungsantrag aufgenommen wird, leben.
Ansonsten könnten wir dem Ersetzungsantrag nicht zustimmen, aber dementsprechend sieht es so aus.
Die CDU hat sich ja ein Stück weit schon dazu bekannt.
Vielen Dank.
0:34:16
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
So und dann noch der Änderungsantrag Fraktion Die Linke und dann steigen wir ein, damit wir sich vorbereiten können in die Fraktionsrunde.
PVP beginnt.
0:34:26
André Schollbach (Die Linke)
Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren, uns liegt ein wirklich umfangreicher Maßnahmenplan vor.
Und viele Maßnahmen sind auch unterstützenswert und tatsächlich auch notwendig.
Das sollte man nicht in Abrede stellen.
Das sind große Herausforderungen zu bewältigen.
Und deshalb ist es auch wichtig, dass der Stadtrat hier entsprechend ein Signal setzt.
Gleichzeitig haben wir uns aber nicht von der Menge der Maßnahmen erschlagen lassen.
Wir haben uns diesen Maßnahmenplan tatsächlich Maßnahme für Maßnahme angesehen und geschaut, können diese Maßnahmen unsere Zustimmung finden oder gibt es auch Maßnahmen, die man hinterfragen muss.
Eine Maßnahme,
und zwar eine sehr wesentliche Maßnahme, die heute hier beschlossen werden soll mit diesem Maßnahmenplan, muss man deutlich hinterfragen, muss man vertieft diskutieren und darf man nicht auf der Grundlage von lediglich wenigen Seiten einfach mal so durchwinken.
Und das ist die geplante
Müllverbrennungsanlage, die hier für einen riesigen Betrag in dieser Stadt gebaut werden soll und wo man einfach wirklich wesentliche Fragen einfach mal klären muss.
Die erste ganz entscheidende Frage ist, wollen wir wirklich, dass ein städtisches Unternehmen einen gigantischen Betrag ausgibt, um in dieser Stadt eine Müllverbrennungsanlage zu bauen oder wollen wir nicht andere Prioritäten setzen?
Eine zweite Frage, die sich stellt, der Stadtrat wird ja noch damit befasst werden.
Was ist mit der Abfallwirtschaft?
Welche Konsequenzen haben die Verpflichtungen, die wir über Jahre und Jahrzehnte eingehen, für die Bürgerinnen und Bürger?
Stichwort Müllgebühren.
Stichwort Entwicklung der Müllgebühren.
Was droht uns da hier?
Darauf ergibt dieser Maßnahmeplan
keine Antwort.
Es gibt viele, viele Fragen, die ungeklärt sind und mit denen sich der Stadtrat bislang nicht im Ansatz und nicht in der gebotenen Tiefe
befasst hat und wir halten es für tatsächlich verfehlt, ein solches Großprojekt mal eben im Zuge so einer Beschlussfassung mal so unter ferner Liefen quasi als Fußnote mit durchzuwinken.
Es ist zu wichtig, es ist zu bedeutend, es hat zu große Auswirkungen auf unsere Stadt, als dass man hier nicht ein besonderes Augenmerk darauf legen sollte.
Gleichzeitig sagen wir, und das habe ich bereits ausgeführt, dass es eben tatsächlich eine ganze Menge an richtigen und notwendigen Maßnahmen gibt und dass wir deshalb auch diese Vorlage beschließen sollten.
Und deshalb schlagen wir von der Linken vor,
das Projekt der Müllverbrennungsanlage aus der heutigen Beschlussfassung auszuklammern, um die notwendigen Diskussionen zu führen und um die Entscheidungen entsprechend vorzubereiten.
Und deshalb schlagen wir vor,
eine Streichung dieses Vorhabens aus dem Maßnahmeplan.
Und ich will, damit es da keine Überraschungen gibt, auch ganz klar sagen, nur dann, wenn dieses Vorhaben aus dem Maßnahmeplan gestrichen wird, werden wir der Vorlage auch unsere Zustimmung erteilen.
Ansonsten wird das nicht der Fall sein können, weil wir eine solche Zustimmung zu einer Müllverbrennungsanlage für verfehlt hielten.
Vielen Dank.
0:38:22
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
So, wir steigen ein in die Fraktionsrunde.
PVP beginnt.
Herr Dr. Schulte-Wissermann.
0:38:33
Dr. Martin Schulte-Wissermann (PVP)
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Menschen im Saal und draußen im Stream.
Wir brauchen einen Wärmenplan, nicht weil wir irgendwie einen wollen oder einen irgendwie uns wünschen, sondern wir brauchen ihn einfach, weil es Bundesgesetz ist.
Punkt.
Wir müssen einen machen und wir sind auch schon zu spät.
Wir hätten eigentlich vor den Sommerferien beschließen sollen.
Und warum brauchen wir so einen Plan?
Ja, das steckt in dem Wort Plan.
Also es ist eine Planung, wie die Heizung in Zukunft funktionieren soll.
Und zwar hausgenau.
Es gibt eine Karte im Internet, Wärmeplan Dresden eingeben, sieht man das.
Da kann man jede einzelne Adresse angucken und da steht dann drin, ja, da ist schon Fernwärme, da wird in drei, in fünf Jahren, in zehn Jahren Fernwärme sein.
Da gibt es ein Nahwärmenetz oder tut uns leid, da gibt es nichts.
So, wenn da nichts ist, dann weiß ich, okay, es ist Zeit, vielleicht mal über eine Wärmepumpe nachzudenken.
Also das Ziel von diesem Wärmeplan
ist schlicht und ergreifend den Hausbesitzenden eine Planungssicherheit zu geben.
Den Menschen, die investieren in ihr Gebäude, dass sie dann keine Fehlinvestitionen machen.
Weil es wäre ja relativ blöde, wenn ich jetzt heute für 6.000 Euro mir eine neue Gasanlage in mein Haus einbaue und dann in drei oder in fünf Jahren feststelle, ups, Gas ist ja kaum mehr zu bezahlen.
Und so wie jetzt der Pfad aussieht, so wie jetzt man es vorhersehen kann, es kann natürlich immer was passieren.
Es kann Krieg sein, es kann Frösche regnen, es kann alles mögliche passieren.
Vielleicht kommen die Aliens und bringen uns tankerweise Öl und Gas vorbei.
Aber so wie es jetzt aussieht, wird Gas einfach in ein paar Jahren viel, viel, viel, viel teurer sein.
Und wenn jetzt die CDU mit ihrem Änderungsantrag diese Illusion am Leben halten will, dass alles einfach nur so weitergeht wie bisher und dass man
Ich meine, diese Illusion ist ja schön zu haben, damit kann man schön einschlafen, damit kann man schön aufwachen.
Das Blöde ist aber, wenn ich Geld, wirklich tausende Euro, in eine Gasanlage reingesteckt habe und dann drei, vier, fünf Jahre später merke, das war nicht richtig, weil nämlich in dem Wärmeplan, den wir nicht haben, ich nicht nachgucken konnte, dass mein Haus in der Gegend wohnt, wo in fünf Jahren vielleicht Fernwärme ankommt.
Und deswegen ist es grundauf falsch, den Werbeplan, den die Verwaltung gemacht hat, wo ich auch sage, da könnte man hier und da noch was verbessern, aber diesen im Grunde schon ganz guten Werbeplan noch massivst zu verbessern.
Das ist nicht gut.
Das ist in Teilen sogar schädlich.
Und ich hoffe, dass alle, die im Jahr 2031, 2032 ihre Gasrechnung angucken und sich fragen, warum habe ich denn vor fünf Jahren mir eine Gasheizung eingebaut, dann zur CDU gehen oder zu Team Zastro gehen und dann fragen, Leute, was habt ihr da eigentlich gemacht?
Dennoch, ich habe ja angefangen mit, der Wärmeplan ist Bundesgesetz.
Wir müssen einen haben.
Das heißt also, ich hoffe inständig,
dass irgendwie dieser Stadtrat heute es nicht schafft, was der Stadtrat schon oft geschafft hat, wichtige Sachen einfach nicht zu beschließen.
Also das wäre in meinen Augen wirklich eine Tragödie.
Also ich hoffe, dass im weiteren Verlauf der Diskussion, dass wir es dann so hinkriegen, dass wir heute irgendetwas wenigstens
Ein Wort noch, weil es ja jetzt quasi irgendwie einfach vom Himmel gefallen ist, der Antrag der Linken.
Man kann ja Ring 30 diskutieren.
Ring 30 ist eine Müllverbrennungsanlage, die gleichzeitig Wärme und Strom macht und 15 Prozent des Gases sofort, instantan ersetzt.
Wir müssen also 15 Prozent weniger Gas kaufen.
So, die Diskussion ist wichtig und da kann man so eine Meinung haben oder so eine Meinung.
Was man nicht machen kann, ist einfach in den Wärmeplan jetzt diesen einen Satz streichen, weil
Jeder, der sich damit befasst, weiß, ungefähr Richtung Weihnachten kriegen wir eh eine große Vorlage zu dieser Müllverbrennungsanlage und dann ist die Zeit, da in Diskussion zu gehen.
Ich bin sehr bereit, auch Diskussionsrunden und so weiter anzubieten bzw. daran teilzunehmen.
Ich bin selber noch nicht sozusagen
100 Prozent sicher, welche Seite man einnehmen soll, aber hier ist heute mit einem Federstrich einfach rauszustreichen ohne irgendeine Diskussion.
Ich meine, kann man politisch verstehen, warum man das macht, aber ist von der Sache her eigentlich falsch.
Von daher, ich hoffe, dass der Stadtrat heute eine weise Entscheidung trifft und bin mal gespannt, wie die weiteren Reden, wie die Diskussion so verläuft.
Dankeschön.
0:43:29
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
So, als nächstes AfD-Fraktion, Herr Wünsch.
0:43:46
Albrecht Wünsch (AfD)
Sehr geehrte Bürger, geschätzte Kollegen, Herr Oberbürgermeister, der kommunale Wärmeplan Dresden, ein Begriff, der suggerieren soll, dass die Landeshauptstadt einen Plan hat.
Einen Plan, der dafür Sorge trägt, dass zukünftig jeder Haushalt und jedes Unternehmen sichere und bezahlbare Heizwärme haben kann.
Leider ist dem nicht so.
Weder wird es günstige Wärme sein, noch wird sie sicher sein, vor allem bei Dunkelflaute oder bei spitzen Temperaturen im Winter.
Stellen wir uns aber zunächst die Frage, weshalb die Stadt wieder einmal im Planungsfieber ist.
Dem Ganzen liegt natürlich ein Bundesgesetz zugrunde.
Das WPG.
Die Kommunen werden verpflichtet, gewisse Ziele zu erreichen.
Willkommen in der Planwirtschaft.
Um welche Ziele geht es aber nun genau?
In fast jeder Passage der Entwürfe wird mit den Schlagwörtern CO2-Neutralität, Klimaschutz und Dekarbonisierung um sich geworfen.
Gestatten Sie mir hierzu zwei Anmerkungen.
Diese übers Bein gebrochene Dekarbonisierung führt schlichtweg zur Deindustrialisierung Deutschlands.
Und das Thema Klimaschutz, ich kann es nicht oft genug wiederholen.
Ja, wir erleben Klimawandel, wie schon alle Generationen vor uns.
Wenn Sie sich den Globus anschauen, bemerken Sie, welch pünktchen Deutschland ist.
Keine noch so milliardenschwere Maßnahme aus Deutschland wird das Weltklima nur ansatzweise beeindrucken oder verändern.
Was sieht der kommunale Wärmeplan Dresden aber nun detailliert vor?
Ein Teil unseres Gasnetzes soll zurückgebaut werden bzw. stillgelegt werden.
Dortige Objekte sollen an die Fernwärme angeschlossen werden bzw. über Luftwärmepumpen beheizt werden.
Das übrige Gasnetz soll mit Wasserstoff oder Biogas gespeist werden, also weg vom, wenn man denn wollte, so preiswerten Erdgas als Hauptenergieträger.
Und der enorme zusätzliche Strombedarf soll aus Photovoltaik und Windenergie geliefert werden.
Zusätzliche und stärkere Stromleitungen werden natürlich da auch benötigt.
Überspitzt gesagt, die halbe Stadt soll aufgebaggert werden, obwohl schon jetzt das Geld fehlt, um Schlaglöcher zu stopfen, um die Brunnen über den Sommer hinweg betreiben zu können oder um kostenloses Schulessen anzubieten.
Mit welchen Kosten ist zu rechnen?
Unsere AfD-Fraktion hatte eine Sondersitzung mit den entsprechenden Planern.
Ergebnis?
5,3 Milliarden Euro.
Wer soll es bezahlen?
Natürlich der Bürger.
Und jetzt wird es interessant.
Solch ein Projekt muss natürlich schmackhaft verpackt sein, um Akzeptanz zu erfahren.
Es heißt, der Bürger könne sogar Geld sparen.
Denn die Wärmevollkosten lagen im Jahr 2023 bei durchschnittlich 14,52 Euro je Quadratmeter im Jahr.
Und 2045?
Dazu komme ich gleich.
Vorab eine Anmerkung.
Zwar lässt sich das Wetter keine drei Tage im Voraus sicher prognostizieren, genauso der Benzinpreis oder andere Dinge, aber die Marketingexperten kalkulieren für das Jahr 2045 auf den Cent genau 12,22 Euro pro Quadratmeter im Jahr.
Beeindruckend, die scheinen eine Glaskugel zu besitzen.
Von welchen Investitionskosten pro Nutzeinheit darf man aber nun ausgehen?
Der nächste Taschenspielertrick folgte in den Unterlagen.
7.900 Euro sind aufgeführt.
Aber Achtung!
Sternchenverweis, Klammer auf, Durchschnitt über alle Wohngebäudetypen.
Viele Gebäude sind bereits an die Fernwärme angeschlossen.
Und viele Neubauten werden schon mittels Wärmepumpe betrieben.
Das heißt also, dass die Restlichen mit den Gesamtinvestitionskosten zu kämpfen haben und dann sprechen wir über gar 20.000 Euro.
Zusätzlich vielleicht noch eine vorgeschriebene Wärmedämmung und ratzfatz sind wir bei 50.000 Euro.
Ein tiefer Griff ins Portemonnaie der Bürger oder gar eine Kaltenteignung derer, die diesen Betrag nicht stemmen können.
Die Linken freut es, es trifft ja nur das Besitzbürgertum, aber ich sage mitnichten, jeder Vermieter wird diese Kosten auf seine Mieter umlegen müssen.
Wir können zum Schutz der Bürger dieses solchen Plänen natürlich nicht zustimmen, denn sie basieren mit Verlaub auf einem völligen Realitätsverlust.
Dem interfraktionellen Antrag werden wir natürlich zustimmen.
Lassen Sie uns das Thema gemeinsam mit Maßhaltigkeit angehen.
Herzlichen Dank.
0:48:37
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
Wird CDU das Wort nochmal gewünscht?
Dann Bündnis 90 Quid, Herr Dr. Deppe.
0:48:53
Dr. Wolfgang Deppe (GRÜNE)
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, verehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Mehr als 55 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland dient der Wärmeerzeugung.
Deshalb spielt hier die Musik, wenn es um die Energiewende geht.
In diesem Sektor der Wärme bestehen neben dem Verkehrssektor aber weiterhin die größten Defizite und Herausforderungen auf dem Weg zur Klimaneutralität.
Und damit gibt es hier eben einen dringenden Handlungsbedarf.
Das Gesetz zur kommunalen Wärmeplanung ist daher ein zentrales Instrument zur Dekarbonisierung der Gebäudeenergie.
Die kommunale Wärmeplanung ist dafür da, dieses Ziel nachhaltig, kosteneffizient und bezahlbar zu machen.
Und wenn der Kollege Böhm dann meint, naja, das ist alles nur so ein unverbindliches Planungsinstrument, dann empfehle ich ihm mal, das Gesetz zu lesen.
Da stehen eben klare Dinge drin, die Kommunen zu tun haben, um dieses Ziel zu erreichen.
Die Vorlage der Stadtverwaltung ist das Ergebnis eines langen Prozesses, der in steter wissenschaftlicher Begleitung der TU Dresden und in enger Abstimmung mit der Sachsenenergie stattgefunden hat.
Es wird straßengenau ausgewiesen, welches die aus ökologischen und ökonomischen Gründen beste Form der Energieversorgung im jeweiligen Gebiet darstellt.
Dabei sind jedoch noch viele Prüfgebiete offen geblieben.
Das bedeutet eine hohe Unsicherheit für viele Haus- und WohnungseigentümerInnen im Hinblick auf Investitionen in ihre Heizungsanlagen.
Es ist daher wichtig, diesen Prüfungsprozess möglichst rasch zu einem Ende zu führen.
Und laut Verwaltung könnte dies auch bis Ende 2028 gelingen.
Aber genau das Gegenteil will der Ersetzungsantrag von CDU und Team Zastrow.
Nämlich eine deutliche Ausweitung der Prüfgebiete.
Warum?
Erklärtes Ziel der Antragsteller ist es, fast um jeden Preis das bestehende Erdgasnetz zu erhalten.
Es wird die Illusion erweckt, dass Erdgas oder später eventuell Wasserstoff weiterhin bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag zu günstigen Preisen zur Verfügung stehen wird und eine Umrüstung von bestehenden Gasheizungen gar nicht notwendig ist.
Wer sich jedoch allein die Entwicklung der Gaspreise in den letzten Jahren anschaut und auch das, was wir gegenwärtig wieder sehen, dem wird schnell klar, dass dies eine sehr teure Lösung ist im Vergleich zu mit erneuerbarem Strom betriebenen Wärmepumpen als Grundlage für die Heizung.
CDU und Team Zastro treiben damit unter dem Modewort der Technologieoffenheit viele Bürgerinnen und Bürger in eine gefährliche Kostenfalle.
Das kann nicht unser Ziel sein.
Die Menschen wollen Planungssicherheit.
Darüber hinaus soll mit dem Ersetzungsantrag der Maßnahmenkatalog bis zur Unkenntlichkeit zusammengestrichen werden.
So soll beispielsweise der kommunale Wärmeplan keine Berücksichtigung in der städtischen Bauleitplanung finden.
Genau dafür ist er aber vom Gesetzgeber gemacht worden.
Der Auftrag zur Weiterentwicklung des Strom- und Gasnetzes und damit auch zum Netzausbau für Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur soll gestrichen werden.
Eine von IHK und Handwerkskammer, wir haben es schon gehört, dringend gewünschte Unterstützung der Fachkräfteentwicklung und der Aufbau einer Wärmewendeakademie sollen entfallen.
Anscheinend hat sich CDU jetzt da noch mal etwas eines Besseren besinnen.
Diese wesentlichen Maßnahmen zu streichen, würde die Wärmeplanung in Dresden zu einer ganz unverbindlichen Vorgabe und zu einem zahnlosen Tiger machen.
CDU, Team Zastro und, wie wir ja gerade gehört haben, natürlich auch die Klimaleugner von der AfD, stellen sich damit wiederum als Blockierer auf dem Weg zur Klimaneutralität und zu einer kostengünstigen Energieversorgung dar.
Wer aber verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert handeln will, darf diesem destruktiven Kurs nicht zustimmen.
Unterstützen Sie daher mit uns die Ursprungsvorlage der Verwaltung.
Und jetzt noch ein Wort zum Änderungsantrag der Linken.
Ja, diese Müllverbrennungsanlage ist ein großes Problem.
Und wir werden dem Antrag der Linken zustimmen.
Und ich möchte darauf hinweisen, dass wir einen ähnlichen Antrag schon gestellt haben, als wir hier über das Abfallwirtschaftskonzept gesprochen haben.
Und wir freuen uns, dass die Linke das jetzt auch so sieht.
Vielen Dank.
0:54:01
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
So, wird Fraktion Die Linke das Wort nochmal gewünscht nehmen?
Dann SPD, Frau Matthäus.
0:54:14
Unbekannte Person
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Anwesende im Saal und im Stream.
Die CDU hat es schon gesagt, der Wärmeplan zwingt niemanden zu irgendwas.
Er zwingt niemanden eine konkrete Wahl der Wärmeversorgung auf.
Er zeigt lediglich, welche Heizlösung in welchem Gebiet langfristig am wirtschaftlichsten ist.
Und das auf Grundlage fundierter Analysen, die sogar mit recht konservativen Annahmen durchgeführt worden sind.
Das ist kein Blick in die Glaskugel.
Das sind Fakten.
Fakten.
Der Ersetzungsantrag von CDU und Team Zastro schadet dabei diesem wichtigen Werkzeug für sichere und bezahlbare Wärmewende in Dresden deutlich.
Er erklärt Gebiete einfach wieder zu offenen Prüfgebieten, für die es bereits klare Empfehlungen gibt.
Das erzeugt nicht nur Unsicherheit, sondern zusätzlichen Personalaufwand für eine unnötige erneute Prüfung.
Es kostet Dresden Geld.
Und es nimmt den DresdnerInnen die Möglichkeit, ihre Entscheidungen auf Basis von Fakten zu treffen.
Wer heute ohne klare Empfehlung eine neue Heizung wählt, entscheidet sich im Zweifel für das Altbekannte – Gas.
Wer also jetzt im Unklaren gelassen wird, bindet sich im Schnitt für fast zwei Jahrzehnte an eine Lösung, von der wir längst wissen, dass sie teurer ist.
Wenn CDU und Team Zastrow ihren ganzen Antrag mit Wirtschaftlichkeit begründen, aber ausgerechnet die nachweislich teurere Lösung konservieren, betreiben sie keine Wirtschaftspolitik, sondern Ideologie mit wirtschaftlichem Anstrich.
Und es geht weiter.
Der Antrag streicht komplett Kapitel 3 des Maßnahmenkatalogs.
Dort stehen unter anderem der Netzausbau und Modernisierung als zentrale Ziele.
Ausgerechnet die Planungsinstrumente für einen geordneten Netzumbau wollen Sie also loswerden.
Das kann im Übrigen auch dazu führen, dass unser Netz nicht mehr auf die zusätzliche Belastung vorbereitet ist.
Letztes Jahr war für Sie, liebe CDU, die Sorge um eine eventuelle Überlastung des Stromnetzes noch ein zentraler Grund, warum Sie am Klimaschutzkonzept gesägt haben.
Jetzt scheint es Ihnen aber egal zu sein.
Da hat es wohl gerade besser in die Argumentation gepasst.
Außerdem sollen Maßnahmen aus Kapitel 4 gestrichen werden.
Das trägt übrigens den schönen Titel Unterstützung der Wirtschaft.
Gestrichen werden sollen Potenzialanalyse zur Fachkräfteentwicklung und der Aufbau einer digitalen Wärmewendeakademie.
Ausgerechnet die Maßnahmen, die sich von Handwerk und Wirtschaft gewünscht worden sind, fallen also der angeblichen Wirtschaftlichkeit zum Opfer.
Übrigens hat selbst die FDP das ergänzt und will jetzt ihre Wärmeakademie zumindest in Teilen retten.
Auch bei den städtischen Werkzeugen wird kräftig gestrichen.
Zum Beispiel soll die Stadt selbst laut dem Ersetzungsantrag ihren eigenen Wärmeplan gar nicht erst in Bauleitplanung einbeziehen.
Auch die Maßnahme zur Beschleunigung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren soll gestrichen werden.
Und dabei dachte ich, Bürokratie sei eigentlich ein CDU-Kernthema.
Naja, aber eigentlich verwundern diese Widersprüche ja auch keinen mehr.
Wir haben in der letzten Sitzung erst erlebt, dass zum Beispiel Kostenbewusstsein sehr selektiv eingesetzt wird.
Bei der Carola-Brücke war plötzlich nichts zu groß und nichts zu teuer, wenn es ins eigene Weltbild passt.
Beim Wärmeplan soll jetzt umgekehrt an jeder Ecke gespart werden, ausgerechnet dort, wo Sparen am Ende teurer für die DresdnerInnen und für die Umwelt wird.
Den Änderungsantrag der Linken lehnen wir ab.
Über Ring 30 sollten wir nicht im Vorbeigehen im Wärmeplan entscheiden.
Wir als SPD haben dazu auch offene Fragen.
Weshalb wir einen Antrag eingebracht haben, der nächste Woche im Umweltausschuss in erster Lesung geht.
Darin fordern wir, dass endlich alle Fakten auf den Tisch kommen.
Erst dann können wir diese Debatte ernsthaft führen.
Der FDP muss man immerhin anrechnen, dass sie mit ihren Änderungen zumindest den Schaden begrenzen wollen, den CDU und Team Zastrow mit ihrem Ersetzungsantrag anrichten.
Aber auch in dieser verbesserten Variante bleibt der angerichtete Schaden sichtbar.
Für einen so beschädigten Wärmeplan, der Dresden und die DresdnerInnen Geld kosten wird, wird es von der SPD am Ende keine Zustimmung geben.
CDU und Team Zastro sollten sich wirklich überlegen, welches Signal sie damit an die Dresdnerinnen und Dresdner senden.
Dresden braucht heute klare Entscheidungen über den Wärmeplan.
Keine ideologische Nebelkerze, sondern ein Werkzeug, was den Menschen in dieser Stadt tatsächlich hilft.
0:58:34
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
Vielen Dank.
Als nächste Fraktion Team Zastro, Herr Herschel.
0:58:54
Robert Reschke (Team Zastrow)
Ja, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Dresdner.
Mir geht es ein bisschen wie dem Herrn Böhm.
Ich war gar nicht so sicher, ob ich nach der Rede von dem Herrn Dr. Jürgens noch der Meinung bin, noch was dazu sagen zu müssen.
Grundsätzlich möchte ich dem Herrn Dr. Deppe aber noch eins mitgeben.
Ihr günstiger, nachhaltiger Strom.
Ich weiß nicht, was Sie für einen Stromanbieter haben und in welchem Land Sie leben, aber wir haben in Deutschland den teuersten Strom, den es auf dieser Welt gibt.
Also erzählen Sie den Leuten nichts von Nachhaltigkeit.
Und wenn Sie heute erzählen, wir können eine Wärmewende schaffen und das wird die Dresdner ganz viel kosten und die Menschen in diesem Land, dann sage ich Ihnen, das wird sie auch ganz viel kosten, nämlich das Geld, was sie jeden Monat verdienen müssen und am Ende des Tages ihren Strom und ihr Gas bezahlen sollen und nie mehr viel davon übrig bleiben wird.
Das ist es, was am Ende übrig bleiben wird.
Wir brauchen hier keine sozialistische Planwirtschaft.
Nie in Dresden, nie in Sachsen und nie im Bund, sondern was wir brauchen, ist Ingenieursverstand, wirtschaftliche Vernunft und die Freiheit, Entscheidungen zu korrigieren, wenn sich technische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen verändern.
Wir sollten uns auch vor Augen führen, dass dieser Wärmeplan nach dem Wärmeplanungsgesetz rechtlich unverbindlich und strategisch eine Fachplanung ist.
So sollten wir ihn auch betrachten als Plan und nicht als Dogma.
Auch hier widerspreche ich dem Herrn Dr. Jürgens vehement.
Unser Änderungsantrag trägt genau dem Rechnung, bestehende Erdgasnetze sollen ausdrücklich nur im Rahmen der gesetzlichen wirtschaftlichen Möglichkeiten weiterbetrieben werden und überhaupt weiterbetrieben werden.
Netzausbau sowie technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit sollen regelmäßig überprüft werden.
Ob es denn Sinn macht?
Und meine Damen und Herren, die Strompreise sind trotz hoher Quoten erneuerbaren Energien, ich sage es nochmal, Weltspitze.
Lassen Sie uns doch wieder Weltspitze werden.
An anderer Stelle nicht bei Strom und nicht bei Heizen und nicht bei Deindustrialisierung dieses Landes.
Vielen Dank.
Als nächstes BSW-Fraktion Herr Devanti.
1:01:17
Maurice Devantier (BSW)
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, nur eine Anmerkung zu dem Gastredner.
Also er hatte zumindestens offensichtlich keine Angst, undemokratisch zu wirken, obwohl er ja die Demokratie hier gerade auch beschworen hat.
Es sollte ja nicht egal sein, was die gewählten Vertreter beschließen.
Und ansonsten möchte ich einfach nur hier kurz unsere Vorbehalte gegenüber diesem Plan erläutern.
Sie richtet sich nicht grundsätzlich gegen die Wärmeplanung und es gibt hier sicherlich viele Maßnahmen, die sinnvoll sind und darum geht es ja auch, dass die dann entsprechend verfolgt werden und dass man das herausfindet durch die entsprechenden Prüfungen, deswegen auch Prüfgebiete, was die sinnvollsten Lösungen sind.
Unsere Vorbehalte richten sich eben gegen die Voraussetzungen dieser Plan.
hat und das sind eben die Vorgaben, die die Bundesregierung gemacht hat, dieses Bundesgesetz, was hier mehrfach jetzt zitiert wurde, dass wir das eben machen müssen.
Und da muss man natürlich auf die Punkte hier eingehen, auch wenn einige das ja als gesetzgebend hinstellen.
Diese Maßnahmen sollen ja nun das Klima retten und
Hitzesommer wurde bereits mehrfach erwähnt, aber da muss man ja trotzdem sich eingestehen und sagen, dieser Plan wird ja das Klima nicht retten.
Er hat keinen Einfluss auf das, wie sich das Klima entwickeln wird.
Uns geht es darum, nicht im Klimawandel zu leugnen.
Es geht einfach nur darum, zu sagen, was können wir denn an welcher Stelle machen.
So, und Deutschland hat einen CO2-Anteil von nicht mal zwei Prozent weltweit.
Selbst wenn wir alles komplett auf null fahren, dass wir keine Entwicklung, keinen Einfluss auf das Weltklima haben und damit auch keinen Einfluss, ob wir Hitze, Sommer bekommen oder nicht.
Es spielt keine Rolle.
Und dann sehen wir auch immer, und das, was wir auch immer wieder kritisieren, diese Verwechslung von Ziel und Ergebnis.
Natürlich soll man Ziele haben, natürlich ist Dekarbonisierung ein Thema und natürlich sollen Sachen umgestellt werden, die sinnvoll sind.
Aber zu sagen, wir machen jetzt Bundesgesetz im Kohleausstieg im Jahr so und so 2038.
Ja, und was machen wir, wenn es bis dahin keinen Ersatz gibt?
Dann wird es dunkel und kalt in der Wohnung?
Oder was ist denn das?
So kann man es doch nicht vorgehen.
Man kann das Ergebnis ja nicht beschließen.
Wir können den Weg beschließen und können sagen, okay, wir suchen nach Maßnahmen, um bestimmte Ziele zu erreichen.
Das ist sinnvoll.
Und das unterstützen wir auch.
Aber wir können uns nicht überlegen, wie wir die Wirklichkeit gerne haben wollen.
Und dann wird sie so sein.
Nein, das haben wir nur mehrfach gesehen, dass das nicht funktioniert.
Ich komme gleich nochmal zur Finanzierbarkeit, aber ich vergesse, kann ich mich nur dem anschließen, was vorher gesagt wurde.
Die Preise sind ja, obwohl wir ja die Energiewende betreiben schon, sind ja bis jetzt nicht günstig geworden, ganz im Gegenteil.
Und jetzt immer dieses Versprechen abzugeben, ja, aber es wird günstiger werden und wenn wir es nicht machen, wird es viel teurer.
Der Gaspreis ist natürlich ein politischer Gaspreis, also unter anderem entsprechend Steuern und wie wir Abgaben dafür nehmen und wie wir das handeln und so weiter.
Das hat natürlich politische Gründe und entsprechend kann das auch sich ändern.
Es ist kein Naturgesetz, wie der Gaspreis sich entwickelt.
Also das können wir auch sofern nicht ausrechnen und vorhersehen.
Und wie wir uns noch sagen, wie ich es schon gesagt habe, natürlich sollen Maßnahmen geprüft werden.
Die Finanzierbarkeit muss aber natürlich abgewogen werden, dass es für Leute bezahlbar ist.
Und es müssen die besten Lösungen geprüft werden und dann umgesetzt werden.
Einem solchen Wärmeplan würden wir auch zustimmen.
Das sehen wir aber nicht bei der Vorlage, sondern wir sehen es eher bei dem, so wie es der CDU-Themesastro-Antrag vorsieht und werden deswegen in dieser Richtung auch abstimmen.
Vielen Dank.
FDP hat nochmal das Wort gewünscht, nein, schon mitgebracht.
Dann hätten wir die Fraktionslosen, zunächst Herr Lohrig, dann Herr Lichty.
1:05:24
Jens Lorek
Ja, meine sehr verehrten Damen und Herren, der Herr Gastredner hat seinen Beitrag mit den Worten eingeleitet, dass der Klimawandel real sei.
Das war auch zu Anfang dieses Jahres noch die allgemein vertretene Meinung.
Es gab dazu eine Prognose des Weltklimarats mit der bürokratischen Bezeichnung RCP 8.5.
Das war eine Prognose, die unter anderem dem sogenannten Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 24. März 2021 zugrunde gelegen hat.
Und dann ist am 21. Mai dieses Jahres etwas passiert, was anscheinend hier bei nicht allen Kollegen im Saal angekommen ist.
Der Weltklimarat
Also diese Prognose sagte Anstieg der Temperaturen, Erwärmung der Erde um 4 bis 6 Grad bis zum Jahr 2100 und andere solche Katastrophenszenarien, dass wir hier alle grausam des Todes sterben werden.
Und am 21. Mai dieses Jahres hat der Weltklimarat seine eigene Prognose plötzlich für unplausibel erklärt.
Er hat sie kassiert.
Er hat sie beendet.
Damit ist die Klimakatastrophe abgesagt.
Es gibt vielleicht den Klimawandel, aber der ist nicht menschengemacht und der bedroht auch nicht unsere Existenz.
Meine Damen und Herren, die Klimakrise ist vorbei, die Kohlendioxidkrise findet auch nicht statt.
Es dürfte übrigens so ziemlich der dritte Weltuntergang sein, den ich persönlich überlebt habe.
Das heißt, ich befinde mich jetzt mit den übrigen Klimaleugnern auf der Seite der Leute, die ihre Entscheidung auf Basis von Fakten treffen.
Sämtliche Planungen, Entscheidungen, die davon ausgehen, dass RCP 8 plus 5 weiter gilt, sind nicht mehr mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft vereinbar.
Wer hat Lüge gerufen?
Sagen Sie das dem Weltklimarat.
Ich gehe nur von dem aus, was diese Herrschaften selber für Äußerungen machen und Verkündungen von sich geben.
Also, meine Damen und Herren, Klimawandel ist vielleicht noch da.
Also aber nicht mehr in irgendeiner Weise existenzgefährdend.
Und deswegen, Herr Dr. Jürgens, ich widerspreche Ihnen.
Der Klimawandel ist nicht mehr real.
Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass Baubürgermeister Kühn zurücktreten muss.
1:08:20
Johannes Lichdi
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, der Wärmeplan, der uns hier vorliegt, der traut nichts.
Angeblich soll Treibhausgasfreiheit bis 2045 erreicht werden, aber der Plan überlässt die Aufgabe vollständig der fossil ausgerichteten Sachsenenergie.
Auch in den sogenannten Nahwärmegebieten soll der Vorrang der Fernwärme erhalten bleiben, wenn die Sachsenenergie das will.
Also, als Trostlaster soll es einen sogenannten Fernwärmetransformationsplan richten.
Und was steht da drin?
Die Müllverbrennungsanlage, die nicht weniger CO2 emittiert als das Kraftwerk Nossener Brücke, vielleicht sollte sich der Herr Dr. Schulte-Wissermann mal kundig machen, die also nicht weniger CO2 emittiert als das Kraftwerk Nossener Brücke, die Tiefengeothermie, die genannt wird, und die Verfeuerung grünen Wasserstoffs, alles zentrale Technologien.
Das heißt im Klartext in der Strategie, die Sachsenenergie will treibhausgasfreie dezentrale Lösungen nur dort zulassen, wo sie sich für fossile zentrale Lösungen nicht lohnen.
Mensch, ich habe heute einen Knoten.
Der Fernwärmetransformationsplan taugt auch nichts.
Grüner Wasserstoff wird in erforderlicher Menge und Preisen absehbar nicht zur Verfügung stehen.
Das hat sich seit dem Jahr 2023, als das sogenannte Dekarbonisierungskonzept gemacht wurde, jetzt wirklich als neue Entwicklung herausgestellt.
Und die Erzählung von der tiefen Geothermie höre ich jetzt seit 15 Jahren, ohne dass irgendetwas passiert.
bleibt die Müllverbrennungsanlage Ring 30.
Der Wärmeplan schadet, weil er die Müllverbrennungsanlage festschreibt.
Kollege Schollbecher hat vollkommen recht.
Geradezu peinlich ist es aber meines Erachtens, wie eine grüne Klimaschutzbürgermeisterin die Lügen der Sachsenenergie wieder wiederkäut.
Die MVA soll bis nach 2060 Treibhausgase emittieren, damit er Klimaneutralität bis 2045 verhindert, was immer noch offizielles Ziel der Bundesregierung ist.
Und ich sage, das ist angesichts der Klimatoten dieses Sommers zynisch und unverantwortlich.
Aber wer trägt denn eigentlich die Kosten dieser Fehlinvestition?
Die Müllverbrennungsanlage kostet wohl 250 bis 300 Millionen Euro.
Ich habe erst kürzlich wieder nach den Preisen gefragt.
Die Sachsen Energie sagt, das sei ein Betriebsgeheimnis.
Ja, Herr Dr. Lahmes, Sie haben einen Antrag und wollen mal die Zahlen wissen.
Und es ist ein Betriebsgeheimnis, wie viel diese Müllverbrennungsanlage, der wirklich ein Müll ist, auch kostet.
Also ich meine, für wie dumm halten die uns eigentlich?
Die Kosten der Müllverbrennung sollen künftig 30 Prozent der Abfallgebühren ausmachen.
Hört ihr?
30 Prozent.
Die Sachsen-Energie behauptet, das Recht der Abfallgebührenkalkulation verhindere eine Überwälzung auf den Abfallgebührenzahlern.
Aber, meine Damen und Herren, das ist so nicht richtig.
Denn wenn es eine günstigere Abfallentsorgung als die Müllverbrennung gibt, dann muss die Stadt diese wählen.
Die Investitionskosten der Müllverbrennungsanlage trägt dann der Fernwärmekunde.
Und wenn diese, wie zu erwarten, massenhaft zur Wärmepumpe wechseln, weil sie wesentlich günstiger ist, trifft es am Ende eben doch die Dresdner Steuerzahlerinnen und Dresdner Steuerzahler als Eigentümer der Sachsenenergie.
Und nun zum blinden Fleck der Planung.
Die Kosten der Treibhausgasemissionen.
Ich unterstelle der Sachsen Energie, dass sie diese Kosten nicht kalkuliert hat, weil sich sonst die Anlage offensichtlich nicht rechnet.
Eine einfache Rechnung.
Bei 145.000 Tonnen Durchsatz im Jahr kosten die Emissionen nach jetzt schon geltendem Recht im Jahr 8,2 Millionen Euro.
2023 in diesem berühmten Dekarbonisierungskonzept prognostizierte die Sachsenenergie, ich weiß, keiner von Ihnen hat es wahrscheinlich gelesen, einen Preis von 125 Euro schon im Jahre 2030.
Die Anlage Ring 30 würde dann bei Inbetriebnahme im Jahr 2030 schon über 17 Millionen Euro Treibhausgaskosten.
Und alle sind sich einig, dass die Kosten weiter steigen werden.
Zudem beachtet die Sachsen Energie nicht, dass der Fernwärmemarkt drastisch rumpfen wird.
Der Siegeszug der billigeren Wärmepumpe ist trotz der Anstrengungen der Gasministerin Reiche nicht aufzuhalten.
Bei den Neuinstallationen ist die Wärmepumpe bereits Standard.
Ich hoffe auch, dass sich die Mieterinnen und Mieter hier in Dresden nicht gefallen lassen werden, dass sie die Kosten fossiler Heizungen tragen müssen, weil die Vermieter an Gasheizungen festhalten, anstatt Wärmepumpen zu installieren.
Nein, meine Damen und Herren, die Investition in eine teure Müllverbrennungsanlage, die sich in etwa 25 Jahren amortisieren muss, ist in einem sich – jetzt hören Sie mal zu, Sie Wirtschaftsexperten – in einem sich radikal verändernden Marktumfeld hoch riskant.
Ein kluger Kaufmann würde in dezentrale, treibhausgasfreie Strom- und Wärmetechnologien investieren und ansonsten auf Sicht fahren.
Ich habe es vom Kollegen Böhm gehört, da nehmen Sie das auch mal ernst.
Natürlich, wir müssen jetzt eigentlich im Wärmemarkt auf Sicht fahren.
Das bedeutet aber,
Angesichts der Überkapazitäten am Entsorgungsmarkt wird man den Dresdner Siedlungsabfall zur Not, ich sage es ganz offen, eine Weile auch noch woanders hinfahren können und entsorgen können.
Aber jetzt hier in diesem Wärmeplan die Müllverbrennungsanlage ein weiteres Mal festzuschreiben, also das ist wirklich ein Stück aus dem Tollhaus.
Das sollten wir uns ersparen.
Vielen Dank.
1:14:03
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
So, es gibt weitere Wortmeldungen, Herr Dr. Deppe und dann Herr Aschenbach.
1:14:18
Dr. Wolfgang Deppe (GRÜNE)
Ja, ich habe mir wirklich überlegt, ob ich auf diese bodenlose Wahrheitsverdrehung von Herrn Lorek antworten sollte oder nicht.
Aber also der Wissenschaftler in mir hat mich wirklich jetzt hier nochmal ans Rednerpult getrieben.
Also was Herr Lorek hier erzählt, ist wirklich, ja ich kann es nur nennen, Wahrheitsverdrehung und oder Fake News, wie man das nennt.
Der Weltklimarat,
der macht Prognosen, indem er Szenarien entwirft.
Und Szenarien sind von bestimmten Voraussetzungen abhängig.
Und dieses Szenario, was der Herr Lorack hier jetzt angesprochen hat, mit den vier bis sechs Grad Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts, war sozusagen das Worst-Case-Szenario, was dann eintritt, wenn überhaupt nichts passiert auf der Welt.
Wenn wir nur noch Fossilenergie erzeugen.
Aber Gott sei Dank hat sich etwas geändert.
Es gibt eben viele Länder, Bundesrepublik gehört dazu, die massiv in erneuerbare Energien investiert haben und dadurch eben weniger CO2 erzeugen und dadurch den Klimaeffekt, den Treibhausgaseffekt etwas reduzieren.
Es gibt andere Länder, die das inzwischen massiv tun.
Beispiel China, wo also massiv eben auch in Windenergie und Solarenergie investiert wird.
Und dadurch sind wir auf einem etwas besseren Pfad gelandet.
Aber das heißt überhaupt nicht, dass es keine Klimakrise mehr gibt, sondern wir sind jetzt auf einem Pfad, so wie der Weltklimarat das auch beschreibt, der uns am Ende des Jahrhunderts auf eine Erwärmung von etwa 2,5 bis 3,5 Grad führen würde.
Das heißt, wir tun immer noch zu wenig.
Wir haben das 1,5-Grad-Ziel, was im Pariser Klimarahmenabkommen drinsteht, inzwischen gerissen.
Wir sind über 1,5 Grad.
Wir sind gerade in Europa, der Kontinent, der sich am stärksten erwärmt, sind wir schon etwa bei 2 Grad demnächst.
Und das macht nochmal deutlich, was das bedeutet, wenn wir einfach so weitermachen.
Und darum geht es, und das sagt der Weltklimarat auch ganz deutlich.
Und es gibt inzwischen Kipppunkte, die erreicht werden, wo also irreversible Schäden eintreten, wo wir Dinge nicht mehr zurückholen können.
Und wo wir in eine Welt laufen, in der wir alle nicht mehr leben möchten.
Und deshalb müssen wir etwas tun.
Und deshalb können wir uns nicht hinstellen und sagen, das kostet alles zu viel.
Es ist im Gegenteil so, dass wir mit den erneuerbaren Energien in Deutschland Stromkosten minimieren, Stromkosten senken.
Wenn wir hohe Stromkosten haben, dann liegt das nicht an den erneuerbaren Energien, sondern dann liegt das an den Gaskraftwerken und an den Kohlekraftwerken, die wir weiterhin haben.
Und dann liegt das daran, dass wir im Netzausbau nicht genügend vorangekommen sind.
Und dann liegt das daran, dass wir noch nicht genügend
Speicherlösungen haben.
Das sind die Aufgaben und damit wird eben Energiewende sowohl ökologisch eine tolle Sache und auch wirtschaftlich eine gute Sache für unser Land.
Vielen Dank.
1:18:00
Maximilian Aschenbach (PVP)
Ich habe keine Rede vorbereitet, aber das hat mich alles sehr frustriert.
Ich meine alles leider wörtlich.
Außer natürlich eine Cochrane 30 nur mit Herrn Nutterstern.
Da bin ich völlig dabei, dagegen zu sein sonst.
Aber ansonsten wurde ja hier so viel Mist erzählt.
Und ich habe keine Lust, einzeln darauf einzugehen.
Aber ich verbringe in letzter Zeit viel Zeit im sozialistischen Bruderland Thüringen, ehemals, und auf dem Dorf.
Und da stehen viele kleine Häuser, die haben auch viele kleine Deutschlandfahnen dran.
Und was die noch haben, alle sind Solarpaneele auf dem Dach.
Noch und nöcher, alles voll.
Jedes Dorf ein Kraftwerk.
Die haben auch alle Wärmepumpen.
Und wählen auch AfD, also das ist jetzt nicht die Frage.
Und wissen Sie, warum die das machen?
Weil sich das halt lohnt.
Weil wenn man dieses scheiß Solarzellen aufs Dach gebaut hat, und das haben die meisten halt schon in den letzten 20 Jahren gemacht, dann hat man Strom.
Dann hat man ohne Ende Strom einfach.
Das ist viel mehr, als so ein Haus braucht.
Und dann ist der logische nächste Schritt, dass man aus dem Strom Wärme macht, weil das ist viel billiger als Gas.
Und natürlich ist das so nicht zu skalieren, das ist in der Stadt ein bisschen das Problem, allein die Dachfläche ist geringer.
Das müssen wir jetzt nicht diskutieren.
Aber wissen Sie, warum das in der Stadt niemanden interessiert?
Weil der Vermieter zahlt die Heizkosten nicht.
Der zahlt das alles nicht.
Der interessiert es nicht, wie hoch die Stromkosten sind.
So, das interessiert nur den Mieter.
Und da ist dieser Wärmeplan, der ist ein Instrument, das ein bisschen zu beschleunigen, und ich glaube, es gibt da irgendeine 65-Prozent-Quote, wenn der beschlossen würde, müsste bei Sanierung und Neubau halt das Vernünftigere eingebaut werden, wo man auch einfach mal feststellen muss, dass mit dem Scheißgas
Ja, das ist immer teuer.
Egal, wo wir das herholen.
Wohingegen dieses Scheiß, wirklich, das ist doch mit den Solarzellen, das ist seit Jahrzehnten Praxis jetzt, ja.
Das ist Praxis, auch mit den ganzen...
Das ist keine Zukunftstechnologie, das ist quasi Vergangenheit.
Und eigentlich das einzige, das Politische, was hier da drüben passiert, ist derjenigen, die jetzt gerade vor dem Problem stehen, dass die weniger Geld investieren wollen oder dass die das nicht investieren wollen.
Was einfach demografisch eine sehr kleine Gruppe ist, nämlich diejenigen, die da hier vermieden und die da direkt betroffen sind.
Und das ist die Lobbyarbeit, die ihr hier macht.
Und das Einzige, was passiert, wenn wir diesen Scheiß-Wärmeplan jetzt beschließen oder nicht beschließen, ist, dass diese Quote nicht gilt.
Die meisten werden das trotzdem machen, wenn die nicht bescheuert sind.
Ich verstehe euch nicht.
Auch die Gegenerzählung ist natürlich Quatsch.
Es gibt keinerlei Sanktionen.
Wir hätten das längst beschließen sollen.
Das ist ja alles illegal.
Da müssen wir mal feststellen, dass das Bundesministerium, da gibt es schon wieder ein böses Sternchen.
Dresden wirklich schlimm und das ist eure Schuld.
Da steht nämlich, das steht auch im Internet mit der Verwaltung, eigentlich ist der ganze Plan, das ist alles schon geklärt, es fehlt nur noch das hier.
Und wenn ihr das jetzt alles umschreibt, dann ist das aber wieder nicht, da ist das halt wieder so wie vorher.
Also eigentlich, ach oh Gott, ey, aber und diese Klimawandelscheiße, ne?
Und hier die scheiß Stalinisten, ja wir sind ja nur zwei Prozent und dann können wir machen, was wir wollen.
Oh!
1:21:49
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
So, meine Damen und Herren, bevor wir jetzt einsteigen in die Abstimmung, noch mal die Frage.
Herr Böhm, Sie wollten nur dann zustimmen dem FDP-Antrag oder Sie wollten es auch übernehmen?
Das habe ich jetzt von uns nicht verstanden, deswegen wollte ich nochmal nachfragen, weil das für die Abstimmung dann wichtig ist.
1:22:12
Matteo Böhme (Team Zastrow)
Bürgermeister, wir würden den FDP-Antrag in Gänze übernehmen.
1:22:17
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
Dann wäre insgesamt das Weiteste natürlich sowieso der Ersetzungsantrag und dann ergänzt um den Änderungsantrag der FDP.
Das wäre jetzt eine Abstimmung in Gänze, die natürlich als allererstes stattfinden wird.
Bekommt die eine Mehrheit, dann ist das Thema durch.
Bekommt sie keine Mehrheit, kommen dann
Änderungsantrag OB und Änderungsantrag DIE LINKE zur Abstimmung.
Wobei wir das erst haben, wenn wir den negativen Ausschussbericht in die Wüste geschickt haben und über die Vorlage abstimmen.
Soweit?
Klar.
Dann darf ich fragen.
Wer dem Ersetzungsantrag interfraktionell ergänzt um den Änderungsantrag FDP als Ersetzungsantrag zustimmen möchte, den bitte ich jetzt um das Stimmzeichen.
1:23:35
Abstimmung
Ja
43 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Lorek
fraktionslos
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Nein
26 Stimmen
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Lichdi
fraktionslos
Caspar
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Enthaltung
1 Stimme
Hilbert
08
1:23:38
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
43 Ja-Stimmen, 26 Nein-Stimmen, eine Enthaltung.
Werde so beschlossen.
Und damit ist auch dieser Punkt der Tagesordnung absolviert.
Wir kommen jetzt zurück zu der Fragestunde.
Beschluss
Zustimmung mit Änderung
Ja
43 Stimmen
Nein
26 Stimmen
TOP 4: Fragestunde der Mitglieder des Stadtrates (2.Runde)
1:24:15
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
gestellt werden können.
Das ist ein bisschen abweichend zur allgemeinen Agenda, sodass Sie auch noch eine Antwort bekommen.
Insoweit darf ich mal bitten, dass Frau Herberts beginnen darf mit ihrer Frage.
1:24:40
Anne Herpertz (PVP)
Sehr geehrter Oberbürgermeister, werte Beigeordnete, die desaströse Finanzlage der Kommunen ist allen hier bewusst.
Wir haben da sehr viel oft drüber gesprochen.
Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten innerhalb der Korridore, die uns jetzt hier in der Kommune finanzpolitisch noch gegeben sind, die wir vor Ort bestimmen können, mit dieser Situation umzugehen.
Ich erlaube mir an dieser Stelle ein Zitat vom Oberbürgermeister aus den DNN von vor wenigen Tagen.
Nichts ist alternativlos.
Derzeit sieht es im Haushalt allerdings so aus, dass Kürzungen in nahezu allen freiwilligen Bereichen, die Entlassung von 15 Prozent der gesamten Stadtverwaltung sowie die Erhöhung von fast allen Gebühren und Steuern, bis auf die Gewerbesteuer, auf dem Tableau des Oberbürgermeisters stehen.
Gleichzeitig musste Dresden, und dafür habe ich auch meine Hand mitgehoben, aufgrund der desaströsen Ausfinanzierung der Kommunen mit der Aufnahme des Brückenfonds die heilige Schuldenfreiheit aufgeben.
In Anbetracht dessen, dass es für die Bevölkerung in dieser Stadt maßgeblich ist, wie sich das politische Oberhaupt in Personalunionen mit dem Finanzbürgermeister zur finanzpolitischen Zukunft der Landeshauptstadt positioniert, bitte ich um die Beantwortung folgender Frage.
Wenn die Kommunen weiterhin finanzpolitisch mit dem Rücken zur Wand stehen, wovon erstmal auszugehen ist, werden sie entweder für die weitere Aufnahme von Schulden votieren oder für die Erhöhung der Gewerbesteuer analog zu allen anderen derzeit stattfindenden oder geplanten Gebührenerhöhungen votieren.
Also Frau Hebens, erstens, wir entlassen niemanden.
1:26:05
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
Das habe ich auch deutlich artikuliert, sondern wir nutzen die Fluktationen, die wir regelmäßig sowohl altersbedingt wie auch ungeplante Fluktationen haben.
Insoweit habe ich mich klar und deutlich bekannt zur Beschäftigungssicherung für die Mitarbeitenden
der Stadtverwaltung, um das vorneweg zu sagen.
Ja, die Kommunen sind in einer dramatischen finanziellen Lage und insoweit haben wir darüber zu diskutieren, welche Schritte wir gehen können.
Der Vorschlag meinerseits liegt Ihnen zur Debatte vor.
Nein, ich habe nicht vor, an die Gewerbesteuer heranzugehen, weil zum einen wir natürlich schauen müssen, wir sind in einem Wettbewerb,
Wir sind im Wettbewerb mit Kommunen, auch in unserem direkten Umfeld, die deutlich geringere Hebesätze haben.
Und zum Zweiten habe ich ja letztes Jahr Ihnen gerade den Vorschlag einer Gewerbesteuererhöhung hier eingebracht.
Und es gab einen einmütigen Beschluss, von ganz da nach ganz da, einstimmige Ablehnung.
So klar habe ich noch nie ein Votum hier des Stadtrates bekommen.
Und deswegen, es gibt keine erneute Vorlage und Anpassung, Vorstellung zur Gewerbesteuer.
Und ansonsten gucken wir, dass wir da mit moderaten Anpassungen unterwegs sind.
Wir haben erstmal ganz bewusst und ganz deutlich zunächst an der Verwaltung an sich Einsparungen vorgenommen in dramatischer Größe und Dimension.
Und darüber hinaus kann ich es aber auch nicht ganz vermeiden, auch die Bürgerinnen und Bürger mit erhöhten Abgaben auch mit an den Ausgabenentwicklungen zu beteiligen, außer wir kriegen endlich eine adäquate Finanzausstattung für die Aufgaben, die uns übertragen wurden.
Das deutet sich aber im Moment leider nicht an.
1:28:07
Anne Herpertz (PVP)
Danke für den Punkt, da sind wir glaube ich sehr überein, was die Finanzlage der Kommunen jetzt an sich betrifft.
Dann frage ich nur noch mal ganz kurz, runterbrechend, zusammenfassend, also können die DresdnerInnen damit rechnen, dass sie eher die Stadt verschulden würden, als tatsächlich auf der anderen Seite Gebührenerhöhungen in allen Bereichen, eben nicht nur bei den einzelnen BürgerInnen zuzulasten, sondern eben auch eine Gewerbesteuererhöhung.
Ja oder nein?
Verschulden lieber als Gewerbesteuer.
1:28:32
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
Zur Verschuldung gibt es ja auch ganz klare Regelungen in der Stadt, die schließen die Hauptsatzung aus.
Wir haben eine Ausnahme vorgenommen, das ist der Brückenfonds, der auch innerhalb von 20 Jahren zurückzuführen ist.
Wir nutzen die Möglichkeiten,
unseres Kassenkreditrahmens zwischenzeitlich sehr stark aus, also bis an die nahezu Grenzen der Möglichkeit.
Darüber hinaus wird es aber keinen Vorschlag geben zur Aufnahme von Krediten.
1:29:04
Dr. Silke Schöps (AfD)
Dankeschön.
1:29:08
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
So, dann darf ich als Nächsten mal bitte Herrn Schwenk mit seiner Frage.
1:29:21
Johannes Schwenk (CDU)
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, mit der Vorlage zur Budapester Straße und der Brücke über die Rohrtrasse des Pumpspeicherwerks Niederwater haben Sie dem Stadtrat innerhalb kurzer Zeit zwei Vorlagen vorgelegt, die keinen, Klammer auf, ausreichenden, Klammer zu, Deckungsvorschlag enthielten.
Folgend drei Fragen.
Wie viele solcher ungedeckten Vorlagen erwarten uns noch vor Verabschiedung des Doppelhaushaltes 27-28?
Wie hoch ist die ungedeckte Gesamtsumme dieser Vorlagen?
Und welche Mehrbedarfsvorlagen in pflichtigen Leistungen erwarten, Klammer auf, prognostizieren Sie für die Haushaltsjahre 27-28?
1:29:58
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
Also, um die Frage kurz zu beantworten, keine.
Und insoweit
können Sie das auch entsprechend aus dem Finanzzwischenbericht, den wir letztens ja im Finanzausschuss vorgestellt haben, entnehmen.
Wir haben auch keine Vorlage ungedeckt hineingebracht.
Ja, die Vorlage zur Budapester Straße war zunächst ungedeckt.
Da habe ich ja hier im Stadtrat Ihnen selber in der Sitzung noch einen Deckungsvorschlag unterbreitet.
Sie haben den angenommen, und insoweit ist die Vorlage auch mit Deckung entsprechend beschlossen worden.
Und bei der Vorlage, die zweite, die Sie angesprochen hatten, handelt es sich um keine ungedeckte Vorlage, sondern die ist ganz regulär hineingegangen.
Wir haben Ihnen den Finanzzwischenbericht vorgestellt.
In dem Finanzzwischenbericht können wir glücklicherweise über Steuermehreinnahmen im Jahre 2026 verfügen.
die im Wesentlichen aus Mehreinnahmen in der Gewerbesteuer sich zusammensetzen und die unabwendbaren Mehraufwendungen, die wir in diesem Jahr derzeit noch sehen und prognostizieren aus den einzelnen Ämtern und Geschäftsbereichen, decken.
Und damit müssen wir Ihnen keine Vorlage vorlegen nach heutigem Stand, wo wir ohne entsprechende Deckung hineingehen müssen.
Dankeschön.
So, dann habe ich noch jemanden, der heißt Herr Kießling.
1:31:35
Tilo Kießling (Die Linke)
... mich die Ehre trifft.
Herr Oberbürgermeister, ich bin ein bisschen neidisch, dass Sie gehen dürfen.
Hörte, es ist ein schöner Termin.
Vielleicht nehmen Sie mich beim nächsten Mal mit, aber egal.
Also, vor einiger Zeit sorgte der Ausstieg der technischen Werke aus der Finanzierung
über die Bäder GmbH, der Sportvereine, der Schwimmsportvereine für riesige Aufregung gab, sozusagen ganz viel Ärger, sozusagen.
Und es war sehr, sehr mühevoll, das Ganze wieder einzudämmen und die Möglichkeit für die weitere Nutzung von Schwimmsport der städtischen Sporthallen einzuräumen.
Jetzt berichtet die TWD-Geschäftsführung die Konsolidierungsmaßnahmen dort intern.
bei der man sich befreien möchte von der Last der Sportförderung sei erfolgreich, denn die Landeshauptstadt würde dies in ihrer Haushaltsplanung berücksichtigen.
Und da würde mich als erstes interessieren, wo im Haushaltsentwurf man denn die finanziellen Mittel findet, die dann ja gegeben werden müssen, damit die Schwimmsportförderung im jetzigen Niveau aufrechterhalten werden.
1:32:45
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
Also da gibt es ja mehreres dazu zu sagen.
Auf der einen Seite ist ja dadurch, dass die Schwimmsportförderung in den Bädern und damit in den Technischen Bären angesiedelt ist, insoweit von fiskalischem Vorteil, wenn man das mal das Gesamtgebilde der Stadt anschaut, weil wir da entsprechend nicht noch zusätzlich
Umsatzsteuer anfallend haben.
Insoweit haben wir ein Interesse, dass diese Schwimmsportförderung auch weiterhin in den Betern finanziert wird.
So haben wir das im Doppelhaushalt auch vorgesehen, indem wir eines machen.
Wir haben ja die Altschuldentilgung und die Tilgungszuschüsse werden durch die Stadt um diese Beträge erhöht.
Damit werden sie schneller abgetragen.
Und dadurch kann man die TWD, die Beta, die finanziellen Aufwendungen für den Schwimmsport in der GmbH selber realisieren.
Das wird von dem, was noch an Restschuldbeständen da sind, uns auf jeden Fall sicher durch die Jahre 2027 und 2028 tragen, also durch den Doppelhaushalt.
Für 2029 müssen wir dann neu befinden darüber.
1:34:02
Tilo Kießling (Die Linke)
Okay, das man findet es in dem Bereich der Altschuldentilgung im Haushalt.
Und die zweite Frage, jetzt sozusagen angelehnt daran oder angenähert, werden sich denn die Schwimmsportvereine auf steigende Kostenbeiträge befasst machen müssen?
Und wenn ja, wie viel wird das ungefähr sein?
1:34:19
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
Also das hat jetzt mit der Altschuldentilgung und mit dem Schwimmsportförderung nichts zu tun.
Wie gesagt, die wird weiterhin aufrechterhalten, sondern im Moment
sind nach derzeitigem Stand, wird darüber diskutiert, eine stufenweise Erhöhung der Preise für das Vereinsschwimmen zur Nutzung im Schuljahr 2027, 2028 und 2029 den Schwimmverein eine gleichbleibende Bereitschaft von Nutzungszeiten zu gewährleisten sollten.
Die Preisanpassungen und da ist geplant, jeweils ein Euro pro Bahn nicht im geplanten Umfang realisiert werden.
können, also wie gesagt es geht um ein Euro pro Bahn, wird derzeit diskutiert und müsste dann entsprechend umgesetzt noch werden, aber das ist die Diskussionsgrundlage.
Vielen Dank und viel Freude dann beim Termin.
So, weit erstmal geplant die Fragen, die mich jetzt selbst beantworten gedachte.
TOP 3: Fragestunde der Mitglieder des Stadtrates (1.Runde)
1:35:28
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
Da ist Herr Schollbach, Fraktion Die Linke, derjenige, der die Frage stellt.
1:35:40
André Schollbach (Die Linke)
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, meine Damen und Herren, in den vergangenen Jahren ist es ja zu erheblichen Preisanstiegen gekommen, was die Bereiche Strom, Heizung, Kraftstoffe betrifft, aber vor allem auch die Mieten explodieren, auch in dieser Stadt.
Das ist ein großes Problem.
Das sieht man auch an den Zahlen der untergebrachten wohnungslosen Menschen in dieser Stadt.
Wir hatten also im Jahre 2022 326 Personen, wohnungslose Personen, die von der Stadt untergebracht waren.
Diese Zahl ist deutlich angestiegen, nämlich auf 439 Personen zum Ende des vergangenen Jahres.
Das macht also eine Steigerung von fast 35 Prozent innerhalb eines
doch recht kurzen Zeitraumes.
Das, finde ich, ist ein Alarmsignal.
Und vor diesem Hintergrund möchte ich diese Problematik hier in der Fragestunde jetzt auch thematisieren.
Und meine erste Frage ist also, wie betrachtet die Stadtverwaltung die Situation des Wohnungsmarktes und was sind die Ursachen für diese eben geschilderte Entwicklung?
1:37:04
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
Die Beantwortung übernimmt Frau Kollegin Dr. Kaufmann.
1:37:08
Dr. Kristin Kaufmann (Beigeordnete)
Sehr geehrter Herr Schollbach, werte Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates, dass die Anzahl der wohnungslosen Menschen in unserer Stadt zunimmt, hat verschiedenste Gründe.
Einer der Hauptgründe ist natürlich die Anspannung des Wohnungsmarktes und hier insbesondere
jenes im preisgünstigen Segment.
Wir belegen sehr gut und das jährlich statistisch die Wohnungsmarktlage in der Stadt Dresden und wissen deswegen, dass seit dem Jahr 2013 und damit nunmehr 13 Jahre lang der Dresdner Wohnungsmarkt als angespannt gilt.
Angespannt bedeutet, dass die bedarfsgerechte Nachfrage das Angebot übersteigt, der Wohnungsleerstand
ist sehr gering und die Mieten steigen damit.
Die Kaltmieten steigen, die Nebenkosten, Sie wissen das, die zweite Miete kommt seit einigen Jahren sehr intensiv und dynamisch hinzu.
Was damit akut fehlt, sind leistbare Wohnungen für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen.
Dazu zählen auch Menschen mit Sozialleistungen, die Schulden haben, die negative Schufa-Einträge haben, die psychisch erkrankt sind.
Und genau diese Menschen stehen in einem direkten Wettbewerb natürlich mit jenen Haushalten, die Bonitätsstärker sind und damit
eben als stärkere, nachfragende, absorbente Haushalte gelten.
Dadurch kommen wohnungslose Menschen zunehmend weniger zum Zuge, wenn es darum geht, Wohnraum dann auch wieder zu erhalten.
Und damit verfestigt sich auch in Dresden die Wohnungslosigkeit.
Abzulesen lässt sich das in der steigenden Zahl, aber eben auch in der längeren Verweildauer in unseren Übergangswohnheimen.
Und die Rückkehr von Menschen, die einmal in Wohnungslosigkeit sind, wird zunehmend schwieriger.
1:39:11
André Schollbach (Die Linke)
Vielen Dank für die Beantwortung.
Ich möchte eine Nachfrage stellen.
Angesichts der sehr, sehr angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt mit diesen deutlich steigenden Mieten und anhaltend steigenden Mieten, sind inzwischen sehr viele Mieterinnen und Mieter tatsächlich in Sorge, ob sie sich werden künftig ihre Wohnungen noch leisten können.
Ich finde, das ist eine sehr berechtigte Sorge.
Und gerade angesichts dieser Bedeutung, dieser sozialen Frage,
sind, ist sowohl die Stadt als auch der Staat, sind gehalten tatsächlich alles zu tun, was möglich ist, um hier bremsend zu wirken und um Wohnraum zu schaffen.
Und vor diesem Hintergrund ist meine Frage, welche Maßnahmen
gegen den Wohnungsmangel und die weiter steigenden Mieten?
Sind denn aus Sicht der Stadtverwaltung zu verstärken oder umzusetzen?
1:40:12
Dr. Kristin Kaufmann (Beigeordnete)
Ja, die Stadtverwaltung Dresden und ihre Partner setzen sehr viele unterschiedlichste Instrumente ein, um genau das bezahlbare Wohnen für Dresdnerinnen und Dresdner und damit Haushalte mit geringerem Einkommen zu ermöglichen.
Wir haben hierfür ein umfassendes Instrument, auch mit Ihnen erarbeitet, das ist das Dresdner Wohnkonzept.
Aber wir merken, das bisher Erreichte reicht eben nicht aus.
Und besonders deutlich wird das, wenn wir in die Zukunft schauen und zehn Jahre vorausblicken auf das Jahr 2036, dann laufen
zum Großteil unserer belegrechtsgebundenen Wohnungen aus, dann entsteht eine erhebliche Lücke, die uns natürlich dazu zwingt,
Instrumente und Maßnahmen zu testen und zu prüfen, wie wir diese Lücke schließen können.
Und deswegen prüfen wir auch unterschiedliche Instrumente auf ihre Möglichkeit.
Entscheidend hierbei ist natürlich, dass wir kontinuierlich und bedarfsgerecht den sozialen Wohnungsbau in der Stadt Dresden mehren und hier insbesondere eben einkommensschwächeren Haushalten auch ein Angebot unterbreiten können, was
Qualitativ und quantitativ notwendig ist, ist eine Förderung des Freistaates, der sozialen Wohnbauförderung.
Auf diese sind wir schlichtweg angewiesen.
Zum Zweiten müssen wir den Wohnraum, den wir haben, sichern und idealerweise auch die Belegrechtsbindungen, die immer zeitlich befristet sind, verlängern und natürlich auch zusätzliche Belegrechtsbindungen schaffen, die WID an dieser Stelle stärken und
Kooperationen auch mit Partnern aufbauen.
Last but not least ist aber auch, werte Kolleginnen und Kollegen, die Zweckentfremdung von Wohnraum für uns ein Thema.
Sie ermöglicht es, bis zu 2.000 Wohnungen den Dresdnerinnen und Dresdnern als Wohnraum wieder zurückzuführen.
Was ist aber konkret unser Ziel?
Wenn wir uns pragmatisch einer Lösung nähern, dann brauchen wir round about 200 öffentlich geförderte Wohnungen.
Wir müssen das kooperative Baulandmodell gut bespielen.
Wir müssen kontinuierlich geeignete Grundstücke auch finden.
Neubau indes, denke ich, wird das Problem als solches nicht lösen allein, sondern wir müssen die Belegrechte, die wir jetzt schon haben,
bei der Vonovia und bei den weiterverkauften Wohnungen und deren Erwerber dafür Sorge tragen, dass die Belegrechte auch nach 2036 wieder weiterhin durch uns genutzt werden können.
Das bedeutet, wir brauchen eine Anschluss- und Zusatzförderung, über die wir diskutieren müssen.
Aber auch hier, ganz klar, Bund und Länder sind gefragt.
Die Anschlussförderungen und Finanzierungen von zeitlich befristeten Belegrechten sind wichtig.
Wir brauchen die Kooperation der Wohnungswirtschaft.
Allein als Dresden werden wir es nicht schaffen und deswegen gibt es unterschiedlichste Beteiligungs- und Informationsformate.
Last but not least ist Wohnraum immer an Quartiere gebunden.
Wir brauchen ein verlässliches Quartiersmanagement, soziale Infrastruktur und Investitionen auch in verlässliche Gebiete, in Gebiete, in denen Einkommensschwächere
wohnen und dort eben auch sozial starke Netzwerke aufgebaut, erhalten oder fortgeführt werden, um eben auch die soziale Mischung zu gewährleisten.
Wir leisten unseren Beitrag als Kommune.
Ich denke mit Ihnen in der Kooperation, wir fordern Bund und Land an dieser Stelle auf, uns weiter zu unterstützen, weil es ist kein lokales Problem, sondern ein nationales oder sogar europäisches.
Die Wohnungslosigkeit nimmt zu.
Wir brauchen Instrumente, Maßnahmen und verlässliche Finanzierung.
Danke.
1:44:16
Dirk Hilbert (Oberbürgermeister)
Vielen Dank für die Antwort.
Als nächstes die SPD-Fraktion, Herr Dr. Lahmes.
1:44:29
Dr. Peter Lames (SPD)
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, ich wende mich einem
Weiteren Thema zu, das nicht immer und viel zu selten Gegenstand der öffentlichen Aufmerksamkeit ist und in der öffentlichen Empörungsmaschine leider oft untergeht.
Das ist die geschlechtsspezifische und häusliche Gewalt gegen Frauen.
Dazu gibt es das Gewalthilfegesetz.
Das ist Anfang 2025, in dieser Übergangszeit, als die SPD und die Grünen die Bundesregierung gestellt haben vor der Bundestagswahl, beschlossen worden und sieht vor,
dass es ein verbindliches Beratungs- und Hilfesystem für Frauen gibt, die Opfer von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt geworden sind.
Die Zahlen im Hintergrund, man kann sie nicht oft genug sagen, in der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024 187.128 weibliche Opfer häuslicher Gewalt.
und 308 Tötungsdelikte an Frauen im Kontext von Partnerschaftsgewalt registriert.
Von der Polizei 308 an 365 Tagen des Jahres Tötungsdelikte.
Nun ist in der Umsetzung dieses Gesetzes
das sich orientiert, das kann man gut so daraus lesen, an der akuten Hilfe und der ganz konkreten Hilfe in der akuten Problemsituation.
Ein Streit offenbar entstanden zwischen Land und Kommune.
wie umgegangen wird mit der Beratung für Spät- und Langzeitfolgen, also für Frauen, die von Spät- und Langzeitfolgen von häuslicher Gewalt und geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind.
Dazu meine Frage, wie stellen Sie als Oberbürgermeister sicher, dass
in den vorhandenen Beratungsstellen, die für eine solche Beratung kompetent sind, auch zukünftig bei diesem Finanzierungsstreit mit dem Land eine qualifizierte Beratung für die Frauen gewährleistet werden kann.
Auch hier übernimmt die Beantwortung Frau Bürgermeisterin Dr. Kaufmann.
1:47:01
Dr. Kristin Kaufmann (Beigeordnete)
Vielen Dank, Herr Dr. Lahmes, für Ihre Anfrage.
Sehr geehrter Herr Lahmes, werte Kolleginnen und Kollegen, Beratungs- und Unterstützungsangebote für Frauen, die Gewalt erfahren haben,
oder Menschen, die Gewalt erfahren haben und damit auch unter die Istanbul-Konvention, die 2018 beschlossen wurde, fallen, sind für die Landeshauptstadt Dresden von ganz, ganz wichtiger Bedeutung.
Und entscheidend ist dabei nicht die Frage, ob diese Hilfe gebraucht wird.
Hier ist ein ganz klares Ja und wie die Statistiken auch zeigen, mit wachsender Anzahl an Menschen.
Entscheidend ist aber vielmehr für uns, wie dieses Angebot künftig in die landesweite Struktur der Gewalthilfe eingebunden wird und wie diese finanziert werden.
Und Sie wissen, dass im Landtag gerade das Gewalthilfegesetz diskutiert wird, was zum 01.01.2027 sachsenweit genau in die verbindliche Verantwortung und Finanzierung über den Freistaat rangeht.
Und genau dieses neue sächsische Gewalthilfegesetz soll eben die Verlässlichkeit der Finanzierung und damit auch die bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Hilfesystems innerhalb Sachsens und damit nicht nur in den Großstädten schaffen.
Und konkret geht es aus unserer Sicht eben damit, dass die Landesregierung Verantwortung übernimmt und damit eben auch die versprochene Finanzierung.
Und für unsere Stadt Dresden, sehr geehrte Damen und Herren, Herr Dr. Lahmes, bedeutet das, dass wir die bisher freiwillig geförderten Angebote
in die staatliche Hand des Freistaates geben.
Und damit aus unserer Sicht ist die kommunale Aufgabenwahrnehmung und damit auch die Finanzierung obsolet.
Ich hatte hier auch schon verschiedenste Korrespondenz mit der Staatsministerin und sie berichtete mir, dass, ich zitiere jetzt mal, das Gewalthilfegesetz überträgt den Sicherungsauftrag und damit auch den Anspruch auf Finanzierung der Einrichtungen auf der Landesebene.
Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich noch nicht abschließend sagen, wie das von Ihnen konkret
angesprochene Angebot ab dem 1. Januar 2027 organisiert und finanziert werden soll.
Das Gewalthilfegesetz sieht zunächst vor, die bestehenden Strukturen und deren quantitative und qualitative Ausstattung zu betrachten, den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln und die Hilfestruktur auf dieser Grundlage weiterzuentwickeln.
Damit setzt die Landeshauptstadt ganz klar darauf, dass die vorhandenen fachlichen Strukturen, die seit vielen Jahren und Jahrzehnten hier gearbeitet haben, weiter finanziert werden und in einen geordneten Übergang durch den Freistaat dann auch in Finanzverantwortung des Freistaates ihre Dienste anbieten.
Nachfrage bitte.
1:50:17
Dr. Peter Lames (SPD)
Nachfrage dazu.
Nun beteiligt sich der Bund ja auch, das ermöglicht das ja mit 2,6 Milliarden Euro bis 2036 an den Kosten, das bekommt das Land und übernimmt dafür Aufgaben.
Die Frage ist nur, in welcher Reichweite wird das Land Aufgaben übernehmen?
Und es ist natürlich für die Landeshauptstadt Dresden ein wohlfeiler Standpunkt, dass man sagt, hurra, irgendwo in dieser Biografie hat häusliche Gewalt mal eine Rolle gespielt, also hurra, Spät- und Langzeitfolgen und wir sind fein raus.
kann man als unbefriedigend betrachten.
Wie ist Ihr Gesprächsstand mit dem Freistaat?
Mit welchem Ziel führen Sie die Gespräche?
1:51:05
Dr. Kristin Kaufmann (Beigeordnete)
Der Anwendungsbereich des Sächsischen Gewalthilfegesetzes nach unserer Erkenntnis, so wie der Entwurf aktuell vorliegt, ist durchaus breit.
Das Gesetz umfasst Schutz- und Beratungsangebote für alle Betroffene von häuslicher sowie geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt.
Zudem werden Präventionsangebote und Öffentlichkeitsarbeit auch finanziert.
Wir sind, wie ich es Ihnen gerade schon sagte, im regen Gespräch auch auf der Arbeitsebene mit dem Freistaat und es geht insbesondere um drei Punkte.
Der erste Punkt um die Frage, wie die bestehenden Dresdner Beratungsstrukturen in das zukünftig
aufgebaute und vom Freistaat und den KSV koordinierte Hilfesysteme eingebunden werden können.
Es geht darum, wie der konkrete Bedarf in Dresden im Rahmen der künftigen Landesplanung berücksichtigt wird und last but not least darum, wie ein geordneter Übergang zum neuen Finanzierungs- und Zuständigkeitssystem gestaltet werden kann.
Verstehen Sie mich nicht falsch, das Ziel für uns ist ganz klar, notwendige Unterstützungsangebote müssen erhalten bleiben und die fachliche Kompetenz, die über Jahre erworben wurde, natürlich auch.
Und wir wollen jetzt aber das neue Gesetz nutzen, um hier klar auch die Verantwortlichkeiten der Finanzierung auf breitere Füße zu stellen.
Die zweite Nachfrage.
1:52:39
Dr. Peter Lames (SPD)
Ja, die zweite Nachfrage.
Haben Sie Vorstellungen für den Übergangszeitraum, wo also diese Themen noch nicht geklärt sind?
Wie wollen Sie da agieren?
1:52:48
Dr. Kristin Kaufmann (Beigeordnete)
Ich gehe davon aus, Herr Dr. Lamis, dass zum 01.01. das Gesetz steht und damit verbindlich der Freistaat in die Finanzierungspflicht und Ausgestaltungspflicht eintritt.
Der Gesetzentwurf sieht weder eine dauerhafte noch eine temporäre kommunale Finanzierung vor.
Gleichzeitig wird am Aufbau der neuen landesweiten Strukturen bereits gearbeitet.
Vor diesem Hintergrund sage ich Ihnen sehr deutlich, dass ich es nicht als sinnvoll erachte, kommunale Parallelstrukturen
und damit eine freiwillige Finanzierung einer Aufgabe weiter zu übernehmen, für die der Freistaat ganz klar in der gesetzlichen Pflicht ist.
Und ich bin an dieser Stelle sehr optimistisch und hoffnungsvoll und setze auch auf den Freistaat und damit dem Gesetzgeber, dass er dem Gesetz nachkommt und damit seiner Verantwortung für die Finanzierung der Beratungsstrukturen auch in Dresden.
1:53:49
Dr. Peter Lames (SPD)
Ja, bleibt zu hoffen, dass die Frauen, die reale Fragen und reale Probleme haben, nicht mit bürokratischen Antworten abgespeist werden, egal ob vom Land oder von der Stadt.
Werden wir gemeinsam dranbleiben.
1:54:00
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Vielen Dank.
Vielen Dank.
Dann nächste Frage ist die von Herrn Stadtrat Zastrow vom Team Zastrow.
Sie haben das Wort.
1:54:08
Holger Zastrow (Team Zastrow)
Frau Bürgermeisterin, zur Schwimmhalle Klotsche erreichen uns ja ganz optimistische Signale.
Trotzdem wird es ja so sein, dass dann ab nächsten Frühjahr, ab Mai, die jetzige Schwimme eigentlich genutzt werden kann.
Deswegen würde mich interessieren, wie der bisher dort abgesicherte
Schwimmunterricht und die Möglichkeiten für den Schwimmverein dort in Zukunft geregelt sind.
Also wo können die Kinder dann schwimmen lernen, schwimmen gehen und welche Perspektive stellt sich für den Verein?
Und da ganz konkret, es gibt ja in Dresden noch eine Schwimmhalle, die sozusagen unternutzt ist.
Das ist die Schwimmhalle in der Heeresoffiziersschule, die früher auch schon mal für Vereine zur Verfügung stand.
Meine Frage daher, wurde mit der Bundeswehr mal gesprochen, gibt es dort Signale, eventuell eine Möglichkeit, dass dort Teile des Schwimmens in Klotsche vielleicht dort stattfinden können?
1:55:05
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Und hier antwortet Herr Bürgermeister Pratzke in Vertretung für Herrn Bürgermeister Thunhauser, bitte.
1:55:10
Jan Pratzka
Ja, mit der Offiziersschule des Heeres ist der erste Bürgermeister Jan Dunhauser im Gespräch.
Da gibt es besondere Bedingungen, wer was wie dort üben kann.
Also er macht das gerade, ist gegenwärtig der Fall.
Und weiter ist mit den betroffenen Schulen und Vereinen intensive Gespräche.
Da hat es gegeben, dass die Dresdner BWH, die sind also informiert.
wie die Zeiten für den Schul- und Vereinsschwimm nach dem 30. April 2027 sichergestellt werden sollen.
Für den Schulschwimm wird in der Schwimmhalle Bülau und im Sportkomplex Freiberger Platz Möglichkeiten angeboten.
Das Hallenmanagement stellt entsprechende Zeiten zur Verfügung.
Die Schulen sind darüber informiert und gleiches ist mit den Vereinen geplant.
Ihnen werden und wurden ebenfalls verfügbare Zeiten in anderen Dresdner Schwimmhallen angeboten.
Also wie gesagt extra noch mit der Offiziersschule des Heeres Gespräche.
1:56:06
Holger Zastrow (Team Zastrow)
Denkt er, Ergebnisse zu haben bei Gesprächen mit der Offiziersschule?
Gibt es da einen Zeitplan?
1:56:12
Jan Pratzka
Das wird er sicher im Nachhinein übermithalten.
1:56:14
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Wir halten das so fest, dass er berichtet.
Das wird er sicher gerne machen.
Die nächste Frage ist die von Frau Schönfeld aus der Fraktion BSW.
Sie haben das Wort.
1:56:27
Berit Schönfeld (BSW)
Sehr geehrte Frau Jähnigen,
Aus der Praxis freier Träger der Jugendhilfe und von sozialpädagogischen Fachkräften, vielen Dank, erreichen uns alarmierende Signale, dass der finanzielle Haushaltsdruck der Kommune zunehmend zu Lasten der fachlichen Qualität und auf dem Rücken der betroffenen Familien und Träger ausgetragen wird.
Vor diesem Hintergrund bitte ich um Beantwortung folgender Fragen.
Zu den Rechnungskürzungen und Zahlungsfristen.
Nach welchen fachlichen Kriterien nimmt das Jugendamt nachträgliche Kürzungen an bereits erbrachten Leistungen vor?
Warum geschieht dies oft intransparent erst mit dem Zahlungseingang?
Und wie begründet die Stadtverwaltung die regelmäßige Nicht-Einhaltung der vertraglichen Zahlungsfrist von 21 Tagen, die die Liquidität freier Träger massiv gefährdet?
Zweitens zur Abschaffung der Poolstunden.
Welches steuerungspolitische Ziel verfolgte die Abschaffung des Jahreskontingents an Poolstunden für freie Träger?
Und wie stellt die Stadtverwaltung sicher, dass in hochdynamischen Hilfeverläufen oder akuten Krisen ohne diesen bürokratischen Mehraufwand für Nachbewilligungen weiterhin eine zeitnahe, flexible und bedarfsgerechte Unterstützung garantiert ist?
Drittens, zur Praxis in den Hilfeplangesprächen.
Wie bewertet die Stadtverwaltung Berichte, wonach Familien in Hilfeplangesprächen mit Verweisen auf die Kosten für den Steuerzahler moralisch unter Druck gesetzt werden?
Und wie stellt das Jugendamt sicher, dass die Festlegung von Hilfeplanzielen und der Hilfedauer primär am tatsächlichen Bedarf des Kindeswohls und nicht an rein fiskalischen Einsparzielen ausgerichtet wird?
1:58:12
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
für Ihre Fragen auch hier beantwortet vertreten, Herr Bürgermeister Bratzka für Handtunhauser, bitte.
1:58:19
Jan Pratzka
Ja, erste Frage zu den Rechnungen.
Die Stadtverwaltung macht keine pauschalen allgemeinen Kürzungen, sondern sie prüft auch im Bereich der wirtschaftlichen Hilfen von Leistung der Jugendhilfe Rechnungen im Einzelfall auf sachliche und rechnerische Richtigkeit.
Das heißt,
Wenn dort sich bei der Prüfung herausstellt, dass einzelne Positionen falsch oder rechnerisch falsch fehlerhaft abgerechnet wurden, werden ausschließlich die betreffenden Positionen von der Zahlung ausgenommen, genau um die Frist von 21 Tagen entsprechend einzuhalten.
Es stellt sich heraus, dass die Rechnung überwiegend unrichtig ist, gelten die geltend gemachten Forderungen in der eingereichenen Form als nicht fällig, sodass dann kein Anspruch auf Zahlung besteht und das wird dann entsprechend geklärt.
Zur Abschaffung der Poolstunden.
Die Steuerung der Poolstunden liegt in Hoheit der Verwaltung des Jugendamtes und das machen dort die entsprechenden fallführenden Beschäftigten des Allgemeinen Sozialen Dienstes.
Dabei besteht die Möglichkeit, Poolstunden auch zu geben innerhalb eines Monats sowie die Mitnahme von bis zu zwei Stunden in den Folgemonat.
Weiterhin ist die Anpassung auch des Stundenumfangs im Fall einer Krise jederzeit möglich.
Zur Frage der Praxis der Hilfeplangespräche.
Sie haben dort Berichte genannt.
Es gab fachaufsichtliche Prüfungen.
Bei den Prüfungen konnten keine entsprechenden Anhaltspunkte festgestellt werden, sodass uns hier keine Belege vorliegen, dass diese Berichte zutreffend sind.
Es gibt einen Rechtsanspruch nach § 27 SGB VIII.
Es gibt Vereinbarungen, es gibt Ziele im Verlauf der Hilfe mit dem Hilfeplan nach dem SGB VIII.
Vonseiten des Jugendamts bestehen keine Anweisungen, über die gesetzlichen Vorgaben hinauszugehen oder irgendwie was zu verschärfen.
Ist auch so geschehen.
Gerne nachweisen, dann muss man das prüfen, bitte.
2:00:28
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Also solche Hinweise können Sie uns ja immer übermitteln.
Das Mikrofon für die nächste Frage hat Herr Stadtrat Dr. Mende von der Fraktion FDP.
Freie Bürger, bitte.
2:00:48
Unbekannte Person
Ja, liebe Bürgermeisterinjenigen, sehr geehrte Damen und Herren, bevor ich hier meine Frage zum Städtischen Tierheim stelle, möchte ich erst mal den Mitarbeitern des Veterinäramtes, insbesondere Herrn Rohrmann, der Leiterin, meinen Dank aussprechen für die großartige Arbeit, auch den Mitarbeitern des Städtischen Tierheims und vor allem den vielen Ehrenamtlichen.
Aktuell
befindet sich auf der Immobilie dort eine große Baumaßnahme, was das Außengehege, aber auch die Innenausstattung für die Hunde angeht.
Und diese sind dieses Jahr begonnen worden und durch das Hochbauamt gestoppt worden.
Diesbezüglich eine Nachfrage, weil die aktuelle Situation nicht nur für die Tiere natürlich belastend ist, sondern eben auch für die Tierpfleger und natürlich auch finanzielle Folgen hat, weil die Tiere, die eigentlich sich dort befinden, in anderen Pensionen ausgelagert werden mussten.
Frage Nummer eins, wie ist der aktuelle Stand der Baumaßnahmen?
Es gab dazu wohl auch ein Gutachten, was uns noch nicht vorliegt.
Vielleicht
könnte dazu auch noch mal ausgeführt werden.
Und Punkt zwei, wann ist mit Abschluss der Modernisierungsarbeiten zu rechnen?
2:02:10
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Danke, den Dank werden wir natürlich gerne weiter übermitteln und wegen der Zuständigkeit für Hochbau antwortet jetzt Herr Bürgermeister Kühn, bitte.
2:02:18
Stephan Kühn
Ja, sehr geehrter Herr Dr. Mende, vielen Dank für Ihre Frage.
2:02:21
Stephan Kühn
In der Tat sind die Arbeiten am Tierheim gerade gestoppt worden.
Hintergrund ist, dass wir
dort ein Problem mit sogenannten Schichtenwasser haben, was in die Konstruktion eindringt und zur Durchfeuchtung des Fußboden führt.
Das tritt insbesondere bei den Starkregenereignissen auf, die ja in letzter Zeit zugenommen haben.
Schichtenwasser heißt, das ist eigentlich Oberflächenwasser, was aufgrund der wasserundurchlässigen nächsten Bodenschicht sozusagen nicht abfließen kann.
Und insofern muss die Ausführung der Abdichtung der Käfige und auch der Innenbereiche geändert werden, um diesem Druck dieses Schichtenwassers begegnen zu können.
Sprich, das heißt, es wird umgeplant.
Dazu ist ein Gutachten, was Sie angesprochen haben, in Auftrag gegeben, was nun die Grundlage für die Umplanung und dann eben entsprechend für die weitere Ausführung der Baumaßnahme die Grundlage ist.
Mir liegt das noch nicht vor.
Aber daran wird gearbeitet, sodass die Bauarbeiten zügig fortgeführt werden können.
2:03:30
Stephan Kühn
Und zum Zeitpunkt gefragt, der erste Bauabschnitt soll bis Ende November fertiggestellt sein und die weiteren Bauabschnitte sind dann für 27 und 28 geplant.
Vielen Dank.
2:03:44
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Die nächste Frage stellt Frau Reutsch von der PVP-Fraktion.
Das Mikrofon ist ihrs, bitte.
2:03:53
Jessica Roitzsch (PVP)
Sehr geehrte Beigeordnete, seit Beginn des Jahres ist das Schönfelder Hochland immer wieder in den Medien aufgrund öffentlich bekannt werdender Aktivitäten der sogenannten Hochlandjugend.
Mittlerweile ist die Gruppierung als rechtsextrem eingestuft und wird von Verfassungsschutz beobachtet.
Verschiedene Kolleginnen des Stadtrates sind bereits mit Fragen an Herrn Donhauser, leider ist er gerade nicht anwesend, herangetreten, welche konkreten Maßnahmen diesbezüglich gerade geplant oder umgesetzt sind.
In ihrer Antwort an Frau Ringler vom Juli diesen Jahres haben sie tatsächlich einige genannt.
Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass das Programm Respektcoaches an der Oberschule Weißig, welches sie als Beispiel ansprachen, zum Jahresende nicht mehr gefördert wird.
Ich möchte an dieser Stelle aber auch nicht den Fehler machen, wie viele andere, lediglich auf rechtsextreme Jugendliche zu schauen.
Dort oben leben Menschen, die darum ständig leiden und welche Demokratie vor Ort verteidigen.
Deren Perspektive in dieser Debatte um die Hochlandjugend und den Umgang mit rechten Jugendlichen wird oft sträflich vergessen.
Ich bitte darum um die Beantwortung folgender Frage.
Planen Sie als Stadtverwaltung eine umfassende gemeinschaftliche Gesamtstrategie mit relevanten Akteuren im Hochland, die darauf fokussieren, die Resilienz der gesamten Bürgerschaft und insbesondere der Jugendlichen und den Betroffenen von Rechtsextremismus vor Ort zu stärken?
Und wie sieht dieses Vorgehen konkret aus?
Und jetzt beantwortet wieder stellvertretend Herr Bürgermeister Bratzka für Hand und Hauser.
Sie haben das Wort.
2:05:25
Jan Pratzka
Vielen Dank, sehr geehrte Frau Reutsch.
Danke für die Frage.
In der gestrigen Sitzung des Kommunalen Präventionsrats, in der Sie und Vertreterinnen und Vertreter aller Fraktionen anwesend waren, gab es eine umfangreiche Situations- und Aktivitätenbeschreibung im Zusammenhang mit der Gruppierung Hochlandjugend.
Dort wurde auch eine Maßnahmenliste ausgereicht und wir werden diese im Rahmen der schriftlichen Beantwortung dieser Frage nochmal allen Stadträtinnen und Stadträten zur Verfügung stellen.
Und ja, natürlich teilen wir das Anliegen, Menschen vor Extremismus jeder Art zu schützen und die Resilienz der Anwohnerschaft zu stärken.
Und da gibt es auch Maßnahmen dazu.
Wir sind als Landeshauptstadt seit Jahren aktiv im
Bundesprogramm Demokratisch Demokratie Leben sind im Rahmen der lokalen Partnerschaft für Demokratie aktiv.
Da gibt es Strategien, die sind Netzwerke, Förderinstrumente.
Zudem kooperieren wir mit Partnern auf Landesebene wie dem Sächsischen Staatsministerium des Innern, dem Expertennetzwerk Extremismus und der Landeszentrale für politische Bildung.
die auch passgenaue Angebote wie ein Ausstiegsprogramm vorhalten, Fortbildung und Multiplikatoren und pädagogische Fachkräfte machen.
Und die Stärkung und weitere Unterstützung der lokalen Jugendarbeit steht bei uns im Fokus.
Darüber hinaus wird Herr Donhauser die Gesprächsrunden mit den Akteuren vor Ort, also Schulleitung, Kirche, Sportvereinen, Feuerwehren, Ortschaftsräten auch fortsetzen.
Zusammengefasst einfach ein klares Ja.
Wir arbeiten fortlaufend an der von Ihnen erfragten Gesamtstrategie und mit den Akteuren und Menschen im Dresdner Hochland.
Vielen Dank.
Vielen Dank.
2:07:13
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Zur Frage stellt Frau Stadträtin Dr. Schöps.
Sie haben das Wort von der AfD-Fraktion, bitte.
2:07:20
Dr. Silke Schöps (AfD)
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, die City-Wache am Dresden-Wiener Platz ist nun seit über einem Jahr im Einsatz.
Der Polizeipräsident Luz Rodig
hatte anlässlich dieses Jubiläums betont, dass Kurzreaktionszeiten, die unmittelbare Erreichbarkeit und ein ganzheitliches Lageverständnis die Grundlage für unsere, also die der Polizei, Erfolge waren.
Gleichzeitig belegen aber Berichte von Polizei und Medien eine spürbare Verlagerung von Drogenhandel und Begleitkriminalität in angrenzende Bereiche, wie die Reitbahnstraße, den Ferdinandplatz und den Postplatz, wo sich die Zahl der Straftaten binnen zwei Jahren fast verdoppelt hat.
Händler klagen über stark zunehmende Ladendiebstähle.
Anwohner übernächtigen Lärme und Verunreinigungen durch Müll und Fäkalien.
Und Passanten, insbesondere Frauen, sehen sich Belästigungen und Bedrohungen ausgesetzt.
Ich bitte daher um die Beantwortung folgender Fragen.
Erstens.
Wie bewertet die Stadtverwaltung diese offensichtlichen Verdrängungseffekte im Dresdner Stadtzentrum anhand der aktuellen Kriminalitätsentwicklung?
Und welches ressortübergreifende Konzept verfolgt sie, um zu verhindern, dass die Kriminalität nur von einem Brennpunkt zum nächsten verschoben wird?
Und die Nachfrage stelle ich gleich noch mit.
Ich hatte in meiner Anfrage AF 1615 aus 26 schon mal zu der Problematik gefragt und damals die Antwort bekommen, dass derzeit keine Videoüberwachung geplant sei.
In der Berichterstattung aus Sicherheitskreisen wird und
In der Presse wird eine Videoüberwachung für Kriminalitätsschwerpunkte hingegen immer wieder diskutiert und ins Gespräch gebracht.
Wie erklären Sie den Widerspruch zwischen diesen Aussagen und warum lehnt die Stadtverwaltung den Einsatz von Videotechnik am Passplatz weiterhin ab?
Vielen Dank.
2:09:21
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Und hier antwortet auch wieder Herr Bürgermeister Pratzker, vertreten für Herrn Bürgermeister Donhauser.
Bitte.
2:09:27
Jan Pratzka
Ja, sehr geehrte Frau Dr. Schöps, auch das war gestern Thema im Kriminalpräventiven Rat.
Und insbesondere hat es einen Vergleich gegeben zwischen der Kriminalitätsstruktur im Bereich am Postplatz und am Wiener Platz.
Und nein, hier gibt es nicht eine rein bloße Verlagerung, sondern es gibt Unterschiede.
Am Wiener Platz und Umgebung ist es eine etablierte Drogenanbieterszene sowie damit einhergehende Begleitkonflikte im Betäubungsmittelhandel.
Am Postplatz bei allen Problemleiterlagen sind es die, die registriert wurden, spezifische Gruppendynamiken.
Das heißt, es sind vor allen Dingen auftretende, rivalisierende jugendliche Gruppierungen.
Und da ist der Konsum von Alkohol
und anderen Substanzen im Einzelfall Konflikt begünstigen, aber es ist eine andere Szene, nenne ich jetzt mal, als entsprechend am Wiener Platz war.
Also bedeutet das, dass im Sinne der Fragestellung dort differenziert vorgegangen wird, sozialräumlich unterschiedlich zur Lagerbeurteilung und dort anders interveniert wird.
Zumal weiter auch die Sicherheits- und Beschwerderlagerlaufe analysiert und bewertet wird und darüber Schlüsse entsprechend gezogen werden.
Auf die Veränderung wird lager- und bedarfsorientiert reagiert.
Es ist auch eine Citywache und keine Wiener Platzwache.
Das heißt, die wird auch dort entsprechend mit einbezogen.
Was ist nun mit der Videoüberwachung?
Videoüberwachung setzt eine gewisse gesetzliche Voraussetzung voraus, nämlich die Einstufung des betroffenen Bereichs als Kriminalitätsschwerpunkt.
Das bedeutet, es braucht dafür tatsächliche Anhaltspunkte,
erhebliche Gefahren für die öffentliche Sicherheit und erfordern und darlegen und nur durch eine, dafür auch die Voraussetzung haben, dass eine elektronische Überwachung auch dafür erforderlich ist, um diese zu lösen.
Das braucht aber dafür eine fundierte Gefahrenprognose der Polizei, welche im vorliegenden Fall am Postplatz noch nicht vorliegt.
Und damit liegen die Voraussetzungen nicht vor und damit kann noch keine Videoüberwachung gemacht werden.
Es wird also das weiter geprüft.
2:11:50
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Nächste Frage stellt Herr Stadtrat Kaden von der CDU-Fraktion.
Sie haben das Wort.
2:11:59
Steffen Kaden (CDU)
Frau Bürgermeisterin, die Musik-Open-Air-Saison neigt sich langsam dem Ende entgegen und ich möchte mal zum Konzept, zum Basiskonzept RINNE kurz von der Website der Landeshauptstadt Dresden zitieren.
Da liest man, mit der Erstellung des Basiskonzeptes haben wir gemeinsam mit Fachämtern
der Stadt und vielen beteiligten Akteuren einen Rahmen geschaffen, damit Musikkonzerte in den nächsten Jahren mit den Veranstaltern geplant, weiter ausgefeilt und perfektioniert werden können.
Denn eine gut organisierte und durchgeführte Großveranstaltung wird die Wahrnehmung darin als Standort für Konzertereignisse stärken und eine Dynamik für die Event- und die Tourismuswirtschaft in und um Dresden erzeugen.
sagt Markus Kluge, Geschäftsführer der Messe Dresden GmbH.
Und mit dem Blick nach vorn möchte ich gern bei Ihnen nachfragen, welche konkreten Buchungen für zukünftige Konzerte auf dem Open-Air-Gelände Rinne-Dresden liegen denn der Messe Dresden derzeit vor?
Jetzt antwortet Herr Bürgermeister Pratzke in eigener Zuständigkeit.
Bitte.
2:13:17
Jan Pratzka
Sehr geehrter Herr Kahden, es liegen gegenwärtig der Messe keine konkreten Buchungen für Konzerte darin vor.
Danke für die Beantwortung.
2:13:27
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Die nächste Frage stellt Herr Stadtrat Schulze von der Fraktion Bündnis 90 Die Grünen.
Bitte.
2:13:36
Torsten Schulze (GRÜNE)
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin,
Am 10. September kündigte die Konzernleitung von GlaxoSmithKline überraschend die Schließung des Unternehmensstandorts in Dresden an.
Das bedeutet für die Produktion sind ca.
550 Mitarbeiter betroffen und bis September 2028, bis zur endgültigen Schließung nochmal weitere 100 Mitarbeitenden, die dort praktisch auch vakant sind.
In den letzten Jahren wurden auch nach eigenen Angaben des Unternehmens noch 20 Millionen englische Pfunde in den Standort Dresden investiert.
Das sind insbesondere dann die Erneuerung der Qualitätskontrollbereiche über drei Etagen.
Dresden ist auch der einzige Standort in Deutschland, der eine Kapazität hat, 100 Millionen Spritzen pro Jahr sowohl herzustellen, zum Beispiel für Grippeimpfstoffe, als auch entsprechend abzufüllen.
Von der Schließung werden diese 650 Beschäftigten, die ich schon genannt hatte, im Dresdner Werk betroffen.
Es hängen aber auch noch Kooperationspartner wie die Skan in Görlitz mit ca.
350 Beschäftigten, sowie auch weitere Beschäftigte in Lieferunternehmen, die zum Beispiel diese Eier auch liefern.
Der Wirtschaftsminister von Sachsen geht dabei sogar bei dem Schließungsvorhaben von einem Faktor 4 aus, das heißt, dass dann dementsprechend ca.
2.600 Beschäftigte, also Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, damit auch dann betroffen wären.
Das ist erstmal der Hintergrund und ich bitte dann nochmal um die Beantwortung der folgenden Fragen.
Gab es in der Vergangenheit Anzeichen, dass der Standort Dresden von GlaxoSmithKline aufgegeben werden soll?
Und welche Schritte mit welchen Partnern aus Wirtschaft und Politik wurden in den letzten Tagen unternommen, um den Standort Dresden zu erhalten?
Welche Chancen gibt es für einen Erhalt?
2:15:30
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Und Herr Kollege Bratzka antwortet nochmal als Wirtschaftsbürgermeister, bitte.
2:15:35
Jan Pratzka
Ja, sehr geehrter Herr Schulze, auch für uns kam die Schließung, die vollständige Schließung oder die Pläne überraschend.
Es gibt eine kontinuierliche Betreuung des Werkes durch den Wirtschaftsservice, durch die Wirtschaftsförderung und es bestehen regelmäßig Kontakte.
Im letzten Firmengespräch im Juni 26 war nur von dem Abbau befristeter Arbeits- und Zeitverträgen die Rede.
Was ist nun passiert?
Wir wurden parallel informiert, das heißt der Oberbürgermeister und ich parallel zur Belegschaft am Nachmittag des 10. September 2026 durch die Abteilung Head of Government Affairs von GSK über die Schließungspläne informiert.
Und unmittelbar an dem Tag hat Herr Hilbert auch ein klares Statement, was in den Medien zu lesen war, dass man einen Standort mit so langer Tradition natürlich nicht einfach abwickeln kann, auch gegeben.
Ich bin dann sofort in die Spur gegangen und habe einen Austausch gehabt mit ein paar Personen, mit denen wir im Netzwerk sind.
Den Ansprechpartner von GSK, mit dem wir dort auch konferieren, den Betriebsratsvorsitzenden des Dresdner Werkes, dem Herrn Mistbach, der Gewerkschaft IG BCE, dem Staatsminister Panter und Mitarbeitern des SMWA.
und der Wirtschaftsförderung des Landes durch unsere eigene Wirtschaftsförderung.
Es gab auch ein Schreiben vom Bundestagsabgeordneten Lars Rover, unmittelbar dem Bundeskanzler, wo es darum geht, die auf deutscher und europäischer Ebene auch alle Handlungsmöglichkeiten auszuschöpfen zur Sicherung des Standorts und der Einsatz des in der Erarbeitung befindlichen European Critical Medicines Act.
Also vergleichbar, die Chip-Industrie hat dort ähnliche Pläne und es ist widersinnig, Medizinprodukte quasi aus Europa raus zu verlagern.
Diesen Montag war ich zu einem Meeting gemeinsam mit Herrn Rietschel als Leiter der Wirtschaftsförderung und der Leiterin der Arbeitsagentur, Frau Hildebrandt, im Werk.
Und wir haben dort mit der Geschäftsführerin, Frau Stepien, der Standortleiterin Dresden, wir haben mit der Personalleitung der Frau Schneider, der Frau Skwara,
der Leitung von Government Affairs entsprechend auch gesprochen zu den Hintergründen und im Ergebnis wird in der Arbeitsgruppe städtischerseits unter Leitung von Herrn Rietschel die Möglichkeiten des Erhalts konkret besprechen und prüfen.
Wir sind gespannt, welche Zeit uns der Konzern dafür gibt.
Der tatsächliche Erfolg wird aber von unternehmerischen Entscheidungen von GSK abhängen.
Als Stadt können wir nur Rahmenbedingungen ausloten, zusammen mit dem Freistaat und mit dem Bund.
2:18:16
Torsten Schulze (GRÜNE)
Ja, erstmal vielen Dank, dass Sie da schon nochmal aktiv sind und auch für die Informationen.
Ich hätte nochmal zwei Nachfragen.
Die erste bezieht sich dann auf die Pressemitteilung von GSK vom 10.
September, ich zitiere, die betroffenen Mitarbeitenden stehen für GSK an erster Stelle.
Ihnen steht ein breites Unterstützungsangebot zur Verfügung, das sofortige, praktische und individuelle Hilfe umfasst.
Dazu gehört auch ein erweitertes, unabhängiges Mitarbeiterunterstützungsprogramm, das vertrauliche Leistungen bietet.
Jetzt die Frage dazu, dann könnten Sie in Ihren Gesprächen dann sowohl mit Betriebsrat als auch Unternehmensleitung über diese Unterstützungsangebote sprechen, dann um welche handelt es sich dabei und wie werden diese Unterstützungsangebote von den Betroffenen und auch der Verwaltung eingeschätzt?
Zwei Nachfragen stellen, wenn ich es richtig habe.
Ich kann auch gerne die zweite mit dazustellen gleich dann.
Also GSK hat ja in der Pandemie
Vorsorgeverträgen mit der EU letzten Endes dann auch garantiert, dass sie bestimmte Bedarfe auch vorhält dann für pandemische Situationen.
Diese Verträge wurden im Dezember letzten Jahres dann nicht mehr weiter verlängert, würden dann auch Mitte nächsten Jahres dann auch auslaufen, was es ja fast auch mit dieser Schließungsankündigung decken würde.
Mit einer Produktionskapazität von 100 Millionen Spritzen pro Jahr im Bereich Impfstoffe ist somit der Standort Dresden in der Lage, das gesamte Bundesgebiet mit Impfstoffen zu versorgen.
Wird der Schutz der Bevölkerung und die Verfügbarkeit von Impfstoffen durch diese Schließung eingeschränkt?
Oder wie schätzen Sie das ein, diese Versorgungssicherheit?
Danke schön.
2:20:06
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Herr Bratzka, bitte.
2:20:08
Jan Pratzka
Ja, also wir sind sowohl mit der Unternehmensleitung hier am Standort wie mit dem Betriebsrat als auch mit der Gewerkschaft ja im Gespräch.
Und ich habe bewusst die Frau Hildebrandt als Leitung der Arbeitsagentur zu dem Gespräch mitgenommen bei GSK.
Dort war auch die Personalchefin unterwegs und dabei.
Wir wollen natürlich Plan A, das Werk, erhalten.
Wir denken aber dem Plan B, eine sichere Zukunft für die Beschäftigten, bereits mit.
sodass dort die Kontakte auch geknüpft sind.
Die konkreten Sachen können dann Betriebsrat und Unternehmensleitung dann nur miteinander abstimmen und auch beantworten, aber uns war es wichtig, dort gleich zu sagen, was gibt es für Möglichkeiten für Transfermaßnahmen, wenn so eine Unterstützung benötigt wird, was ist mit Weiterbildung, was ist mit Vermittlungsangeboten der Agentur für Arbeiter, für Beschäftigte, die Kontakte bestehen also.
Was die Produktionskapazität betrifft, 100 Millionen Spritzen pro Jahr, das ist das eine.
Das andere ist die Nachfrage nach Informationen des Unternehmens.
Gibt es einen Rückgang entsprechend auch der Nachfrage?
Aber die Versorgung mit Impfstoffen ist auch bei einer Produktion in Kanada für Deutschland kontinuierlich gesichert.
2:21:23
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Da werden wir natürlich gemeinsam dranbleiben.
Vielen Dank für Ihre Frage.
2:21:27
Torsten Schulze (GRÜNE)
Vielen Dank für die Antworten und vielleicht können wir das auch dann im Wirtschaftsausschuss weiter begleiten.
2:21:31
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Genau, wir informieren Sie.
Die nächste Frage stellt Herr Stadtrat Lohregg.
Sie haben das Wort.
2:21:44
Jens Lorek
Ja, meine Damen und Herren, ich möchte eigentlich nur eine Zahl wissen.
Und zwar, wie viel Euro Sozialleistungen, insbesondere Leistungen nach dem SGB XII, nach dem Asylbewerberleistungsgesetz,
und von der Stadt Dresden zutragende Kosten der Unterkunft bei Leistungen nach dem SGB II erbrachte die Stadt Dresden im ersten Halbjahr 2026 an Personen, die nicht die deutsche Staatsbürgerschaft haben.
Hier antwortet wieder Frau Dr. Kaufmann.
Ja, sehr geehrter Herr Lorek.
Verstehe Sie nicht.
Sehr geehrter Herr Lorek,
2:22:26
Dr. Kristin Kaufmann (Beigeordnete)
Für den Rechtskreis SGB II und SGB XII kann ich Ihnen Ihre Frage nicht beantworten, denn es gibt keine Auswertung der Auszahlungen nach der Staatsangehörigkeit an die Leistungsempfängerinnen und Empfänger.
Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz werden dagegen naturgemäß an ausländische Staatsangehörige ausgezahlt.
Und hier ist der gesamte auszuzahlende Betrag von Relevanz.
Im Zeitraum von Januar bis Juni 2026 wurden insgesamt, und diese Zahl interessiert Sie ausschließlich, 12.579.307 Euro Transferleistungen inklusive Bildung- und Teilhabeleistungen, BOT, für junge Leistungsberechtigte erbracht.
Dann habe ich eine Nachfrage dazu.
2:23:26
Jens Lorek
In der Vergangenheit habe ich Auskünfte erhalten, das bezog sich dann aber genau auf Personen, wo ich bestimmte Staatsangehörigkeiten erfragte, die Syrien und so weiter.
Hat sich da etwas geändert an der Erfassung?
2:23:39
Dr. Kristin Kaufmann (Beigeordnete)
Das ist ein händisches Auszählen, was in dieser Weise, in dieser Kürze der Zeit nicht möglich ist.
2:23:46
Jens Lorek
Was ist ein händisches Auszählen?
Dies, was ich jetzt gefragt habe.
2:23:50
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Nein, eine Auswertung per Hand hat sie gemeint.
2:23:53
Jens Lorek
Ja, ich verstehe, was händisch bedeutet.
Aber was ist händisch ausgezählt worden?
Was die Syrer und so weiter im Einzelnen angeht.
Nun gut, dann muss ich das dann im Einzelnen wieder nachfragen.
Das war's.
2:24:06
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Die nächste Frage stellt Herr Stadtrat Engel von der SPD-Fraktion.
In der Reihenfolge der zweiten Runde jetzt.
Sie haben das Wort.
2:24:17
Stefan Engel (SPD)
Sehr geehrte zweite Bürgermeisterin,
diskutieren ja im Kontext der Neuerrichtung des Stadtteilhauses Leuben ja nicht nur über die Nachnutzung des ehemaligen Operettengeländes, sondern da wurde ja auch zunehmend das Thema Verwaltungsunterbringung auch thematisiert.
Und im Zuge der Diskussion über diese Vorlage im Bauausschuss, im AV, wurde dann deutlich, dass in diesem Neubau ja nicht nur das Stadtbezirksamt
beziehungsweise das Bürgerbüro Leuben integriert werden soll, sondern tatsächlich, dass auch eine Schließung des Bürgerbüros Poles, was derzeit noch auf der Poleser Allee liegt, zur Debatte steht.
Dieser Sachverhalt tauchte nicht in der Vorlage selbst auf, sondern ergab sich erst aus einer von der Verwaltung vorgelegten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, die dann dem Stadtrat irgendwann mal zuging.
Und der Oberbürgermeister hat sich jetzt vor zwei Tagen ja auch öffentlich zum Thema Zukunft der Bürgerbüros geäußert, hat kundgetan, dass er sich da Schließungen vorstellen kann.
Dementsprechend ist es ein bisschen bedauerlich, dass er jetzt hier selbst gar nicht mehr da ist.
Und in dem Zusammenhang stellt sich natürlich grundsätzlich die Frage,
wie das zukünftig eigentlich funktionieren soll, also wie Verwaltungsdienstleistungen zukünftig bürgernah erbracht werden sollen und welche Auswirkungen das wiederum auch auf unsere eigenen kommunalen Liegenschaften und insbesondere auch die historischen Stadtteilrathäuser auch hat, die ja viele Teile unserer Stadt auch maßgeblich auch prägen.
Und in dem Zusammenhang habe ich eine erste Frage.
Wie ist denn jetzt die konkrete Perspektive des Bürgerbüros in Poles und welche weiteren Bürgerbüros sind seitens der Stadtverwaltung zur Schließung vorgesehen?
2:26:02
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Und das beantwortet wieder zuständigkeitshalber Herr Bürgermeister Bratzka, bitte.
2:26:08
Jan Pratzka
Ja, das Erste ist, wir sparen auch einen erheblichen Umfang, stellen in den Bürgerservices ein bis 2031.
Und ich fange jetzt mal grundsätzlich an.
Es werden sich die Bürgerdienstleistungen auch ändern.
Ziel ist, mehr zu digitalisieren.
Es sollen die Prozesse geprüft werden.
Wohnraumummeldung kann man zum Beispiel heute schon digital machen, polizeiliche Führungszeugnisse und anderes.
Und zugleich haben wir eine Pilotierung aktuell auch der Videoberatung.
Dann muss ich gar nicht mehr in ein Bürgerbüro gehen, sondern kann es ebenso wie digitale Anträge auch von zu Hause machen.
Und das muss man am Ende mitdenken.
Das bedeutet auch die Veränderung quasi der Dienstleistung.
Und das bedeutet auch, dass alle Mietobjekte, in denen die Bürgerbüros, Bürgerservices aktuell eingemietet sind, aufgrund der Haushaltskonsolidierung natürlich ebenfalls entsprechend in der Überprüfung sind.
Es gibt Überlegungen, aber es gibt noch kein fertiges Konzept, zum Beispiel auch die Stadtteilbibliotheken dafür mit zu nutzen.
Das sind bestimmte Voraussetzungen, die dafür erforderlich sind, die werden entsprechend geprüft.
In diesem Zusammenhang ist eine betrachtete Variante des Bürgerbüros Prolis perspektivisch mit dem Standort Leupen im neuen Stadtteilhaus Leupen als ein Bürgerbüro Ost zusammenzulegen und Synergien für weitere Zusammenlegungen zu prüfen.
Aktuell laufen dazu erstmal interne Prüfungen.
Noch kein Ergebnis.
2:27:33
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Jetzt die Nachfrage, vermute ich.
2:27:36
Stefan Engel (SPD)
Ja, vielen Dank für die Antwort.
Ich muss zugeben, es wäre ganz gut, wenn solche Überlegungen den Stadtrat nicht nur über die Presse erreichen, sondern tatsächlich auch auf offiziellen Wegen, so in Form von Vorlagen.
Ich habe gehört, das ist so das präferierte Kommunikationsmittel eigentlich.
Sie haben jetzt schon verneint, dass es jetzt schon ein fertiges Konzept auch gibt für die Zukunft der Bürgerbüros.
Wenn es dann eins gibt, ist denn dann auch vorgesehen, den Stadtrat mit dieser Thematik mal umfassend zu beschäftigen?
Weil ich will ganz offen sagen, es ist nicht so toll, sowas nur auf Nachfrage in einer einzelnen Vorlage zu einem konkreten Standort dann rauszufiltern, dass da unter Umständen auch viel mehr dahinter steckt.
2:28:19
Jan Pratzka
Ja, Sie sagen richtig, das Gesamtkonzept ist in Arbeit.
Ich sage es mal eines, wir arbeiten ja schon terminiert und man muss klar sagen, Ziel ist es zum Beispiel auch mit rotierenden Mitarbeitern, das sind also Gedanken, die wir gerade prüfen, die Bürgerservices auch in der gesamten Stadt dann auch zu bedienen, aber nicht dauerhaft immer Mitarbeiter sitzen zu haben, die wir von Montag bis Freitag als Beispiel dort sitzen.
Sie haben uns den Auftrag auch im Haushaltsbegleitbeschluss für den aktuellen Haushalt gegeben.
Insoweit ist es in Prüfung und es läuft aktuell die Überlegung, ob wir unterstützen zu den eigenen Themen, wo ich auch den Auftrag gegeben habe, dem Bürgerbüro, ja dem Bürgerbüro insgesamt, dem Bürgeramt, das durch die externe Begleitung mit begleiten zu lassen und Erfahrungen dort auch zu nutzen.
Und wenn das soweit ist, werden Sie informiert und wir kommen in den Austausch, mindestens im AV-Ausschuss.
Vielen Dank.
2:29:13
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Und in den Startlöchern steht Herr Stadtrat Zastrow vom Team Zastrow für die zweite Frage, bitte.
2:29:19
Holger Zastrow (Team Zastrow)
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
Parkgebühren sollen in Dresden ja wieder mal erhöht werden.
Um das richtig bewerten zu können, interessiert uns alle wahrscheinlich, wie denn die Entwicklung der Parkgebühren in den letzten Jahren gewesen ist und wie es auch um die Anzahl von öffentlichen Parkplätzen in dieser Stadt aussieht.
Deswegen würde mich mal interessieren, wie die sich seit 2014 konkret entwickelt haben und zwar sowohl
der Stunden als auch der Tagestarif, wie viele in den jeweiligen Parkzonen und wie viele gebührenpflichtige Parkplätze es in Dresden eigentlich seither noch gibt.
2:30:02
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Das beantwortet Herr Bürgermeister Kühn, bitte.
2:30:06
Stephan Kühn
Ja, vielen Dank, Herr Zaster, für diese Fragen.
2:30:10
Stephan Kühn
Die letzte Parkgebührenerhöhung war im Sommer 2021, nachdem es davor 15 Jahre unverändert die Gebühren waren.
Aktuell liegt der Stundenpreis in der Zone 1 bei 2,40 Euro, der Tagespreis bei 12 Euro.
In der Zone 2 liegt er bei 1,50 Euro, unter Tagespreis 6 Euro.
Dann haben wir noch eine Zone 3, da kostet die Stunde 1,20, unter Tagespreis 5 Euro.
Dann haben wir in diesen drei Parkgebührenzonen 2014 in der Zone 1 2.150 Stellplätze gehabt.
2026 waren das 2.600 Stellplätze.
In der Parkgebührenzone 2 waren es damals, also 2014, 5.000 Stellplätze.
Jetzt haben wir aktuell 5.270 Stellplätze.
Und in der Zone 3 waren es damals, also 2014, 1.045 Stellplätze.
Und jetzt sind es aktuell 2026 2.660 Stellplätze.
2:31:24
Holger Zastrow (Team Zastrow)
Sind das nur zum Verständnis ausschließlich öffentliche Stellplätze, die entweder von der Landeshauptstadt bewirtschaftet werden oder noch nicht bewirtschaftet werden?
Oder zählen da die privat Errichteten mit dazu?
2:31:36
Stephan Kühn
Sie haben ja gefragt nach den von der Stadt bewirtschafteten, also sprich gebührenpflichtigen städtischen Parkplätzen und das sind die, die ich genannt habe.
2:31:44
Holger Zastrow (Team Zastrow)
Da hätte ich noch eine Nachfrage.
Und zwar interessiert mich, welche Gesamteinnahmen die Landeshauptstadt aus den Gebühren für das Parken insgesamt seit 2014 eingenommen hat und dazu, wie hoch die Ausgaben für den Unterhalt und die Bewirtschaftung von Straßen im Verwaltungshaushalt im gleichen Zeitraum gewesen sind.
2:32:07
Stephan Kühn
Ja, also die Gesamteinnahmen aus Parkgebühren sozusagen ab 2014 bis einschließlich jetzt August 2026 betrugen 114 Millionen Euro.
2:32:21
Stephan Kühn
Unterquetschlich, aber 114 Millionen.
Die Ausgaben für unterhalb bewirtschafteten Straßen sozusagen im gleichen Zeitraum beliefen sich auf 209 Millionen Euro.
Und bei den Ausgaben haben wir jetzt reingerechnet, sozusagen Unterhaltung, Bewirtschaftung eben der gesamten Verkehrsinfrastruktur, heißt auch Lichtsignalanlagen, öffentliche Beleuchtung, Parkraumbewirtschaftung.
2:32:49
Stephan Kühn
Okay, vielen Dank.
2:32:52
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Der nächste ist Herr Stadtrat Hecker von der Fraktion BSW.
2:32:55
Dominik Hecker (BSW)
Das Mikrofon ist Ihrs, bitte.
Dankeschön.
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Jenningen,
Der Stadtrat wird sich ja heute in der Sitzung noch mit dem geplanten Wohnheim beschäftigen, dem neuen Wohnheim für Auszubildende des Berufsschulzentrums für Elektrotechnik am Albert-Wolf-Platz.
Ich bin selbst Bürger von Brodes und mache mir in diesem Zusammenhang weiterhin sehr große Sorgen um die wegbrechende ärztliche Versorgung in diesem Stadtteil, der durch das Wohnheim kommt.
Zu diesem Thema hat der Stadtrat bereits im März einen Beschluss gefasst, der den Erhalt einer lückenlosen ärztlichen Versorgung beauftragt.
Und vor diesem Hintergrund bitte ich Sie um folgende Beantwortung von drei Fragethematiken.
Erste, haben Sie geprüft, ob es städtische Immobilien gibt und den Ärzten ein adäquates ortsnahes Angebot für einen alternativen Standort gemacht worden sind?
Wenn ja, wie groß und wie adäquat waren die Angebote?
Und wenn nein, wie verliefen Ihre weiteren Bemühungen um den Erhalt der ärztlichen Versorgung in Proles?
Und hier antwortet wieder Herr Bürgermeister Kühn, bitte.
2:34:21
Stephan Kühn
Sehr geehrter Herr Stadtrat Hecker, zu Ihren Fragen.
Wir haben in Prodis keine geeignete Immobilie gehabt im Besitz, die zur Verfügung steht oder stand.
Insofern haben wir unsere Unterstützung auf die Recherche und Vermittlung von Angeboten auf dem freien Immobilienmarkt konzentriert.
Darüber haben wir auch mehrfach berichtet.
Die Mehrzahl der kassenärztlichen, freiberuflichen Versorgungsangebote
Bekundete gegenüber der Verwaltung, sich selber sozusagen geeignete Alternativobjekte kümmern zu wollen.
Die Allgemeinarztpraxis wurde, wurden mehrere Objekte vermittelt, die doch aus unterschiedlichen Gründen als nicht geeignet verworfen wurden.
Es gab da zahlreiche Termine.
Wesentliche Ausschussgründe für das Vorzugsobjekt auf der Elster-Werderer-Straße waren nach Kenntnis der Verwaltung die geringfügig kleinere Praxisfläche sowie der nach dem Umbau der derzeit leer stehenden Räumlichkeiten die in Reden gestellte Miete.
Das zur Frage 1, die haben wir auch mehrfach schon berichtet.
Zur Frage 2 kann man sagen, wir haben am 25. September 2025 und am
12. Dezember 2025 im Objekt Albert-Wolf-Platz Mietinformationsveranstaltung durchgeführt.
2:35:46
Dominik Hecker (BSW)
Entschuldigung, ich hatte zuerst nur die erste Frage gestellt gehabt.
2:35:53
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Das ist zutreffend.
2:35:55
Dominik Hecker (BSW)
Genau, deswegen die zweite Frage war nämlich, wann die Bürgerinnen und Bürger informiert worden sind.
Aber genau, das hatten Sie ja gerade
2:36:03
Stephan Kühn
Ich war zu schnell, aber wie gesagt, wir hatten im September und Dezember 25 mit den Mieterinnen Informationsgespräche im Objekt gemacht.
Das war ja dann auch Thema im Stadtrat im März 26 und auch vor allen Dingen in der Beratung der Vorlage dann eben im Stadtbezirk, die ja auch öffentlich stattfand.
Und es wird eine weitere Informationsveranstaltung geben für die Anwohner im Bürgersaal in Proles am 30. September.
Da geht es um das neue Berufsschulzentrum für Elektrotechnik.
Da wird möglicherweise das Thema Albert-Wolf-Platz 4 auch nochmal ein Thema werden.
2:36:42
Dominik Hecker (BSW)
Ja, danke erstmal bis dahin.
Die erste Frage und Beantwortung davon ist natürlich sehr traurig, muss ich mal so sagen.
Aber ich führe das nicht weiter aus, weil ich vielleicht später nochmal was dazu sagen werde.
Ich werde einfach mal jetzt noch eine dritte Frage aufwerfen.
Gibt es denn Maßnahmen in der Verwaltung um perspektivisch im Proles, und das hängt ja auch damit zusammen, ein Gesundheits- und Beratungszentrum zu etablieren und neu zu errichten, wie es der Masterplan Proles 2030
damals von September 23 und der Beschluss auch im März vorsieht.
Wenn nein, warum nicht und wann wollen wir damit beginnen?
2:37:32
Stephan Kühn
Nochmal ganz kurz zur Frage 1.
Also wir hatten ja die Beratung der Vorlagen und dazu wurde ja auch schriftlich in dem Zusammenhang gefragt.
2:37:39
Stephan Kühn
Also wir haben der Allgemeinarztpraxis also wirklich mehrere, nicht nur eben die Österwerder Straße, angeboten.
Also sie haben uns wirklich intensiv dort mit den Betroffenen gekümmert, auch über den Geschäftsbereich hinaus.
Das vielleicht nochmal als Ergänzung zu Ihrer Frage 3.
Ja, Sie haben recht.
Im Masterplan PRODES war die Idee eines Gesundheits- und Beratungszentrums.
Nur muss man sagen, dass wir im Moment angesichts der Haushaltslage natürlich absehbar keine Mittel haben, um dort Neubau zu realisieren.
Insofern nehmen wir aber in Fokus, und auch das ist ja Gegenstand des Masterplans 2030, den Standort Prolesallee 10, der bereits seit 25 Jahren angemieteter Standort ist.
Und diesen wollen wir, dazu wird Ihnen auch noch eine Vorlage,
zukommen, die Mietvertragsverlängerung vornehmen und das faktisch zu einem Gesundheits- und Beratungszentrum Leid weiterzuentwickeln.
Das heißt, nach Abschluss der geplanten Umzugsbewegung im nächsten Jahr werden die kommunalen Gesundheitsangebote des Albert-Wolf-Platzes sozusagen dann in die Prolezehn wandern.
Dort ist ja bereits auch der Stadtbezirk als Verwaltungsstandort gegeben, sodass es dort für die Bürgerinnen und Bürger entsprechend in zentraler Lage verschiedene Angebote gibt, wo eben entsprechende Pflichtleistungen angeboten werden.
Besonders das Amt für Gesundheit und Prävention verstärkt seine Präsenz, sodass neben dem sozialpsychiatrischen Dienst, Kinder- und Jugendzahnklinik, dann auch der Kinder- und Jugendärztliche Dienst sowie die frühkindliche Gesundheitsberatung und die Schwangerenberatung in der
2:39:45
Stephan Kühn
Prolese Allee 10 arbeiten, sodass eben dann verschiedene Gesundheitsangebote und Beratungsleistungen dann eben in der Prolese Allee 10 entsprechend gebündelt werden.
2:40:03
Dominik Hecker (BSW)
Ja, noch eine kurze Nachfrage dazu.
2:40:05
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Noch eine zweite, ja.
2:40:11
Dominik Hecker (BSW)
Sie sagen ja so, dass auch dieses Hausarztzentrum, so wie es jetzt existiert, dann wirklich wegfallen würde, auch nicht in der Prolesa alle 10 etabliert werden würde, was ja für die Leute, sage ich mal, ein Einschnitt auch ist, die dort, sage ich mal, immer eine zuverlässige Praxis hatten.
Und dann nochmal zur Frage 1.
Sie sagten ja, da wurden sehr viele Angebote gemacht.
Und jetzt würde mich noch mal interessieren, das hatten Sie aber glaube ich auch schon gesagt, dass die Größe einfach nicht passend war.
Und da frage ich mich, warum wurden die Angebote gemacht, wenn man vorher weiß, die sind überhaupt nicht adäquat und überhaupt nicht tragfähig für den Arzt?
2:40:59
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Ich habe die zweite Frage jetzt zugelassen, weil Sie die erste Nachfrage ja nicht stellen konnten.
Er hat schon geantwortet, das aber wirklich jetzt knapp zu machen, das ist natürlich ein Prozess und er kann jetzt nur zu diesem Stand informieren.
Sie werden natürlich weiter informiert, ja?
2:41:14
Dominik Hecker (BSW)
Okay.
2:41:15
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Bitte, Herr Kühn, abschließend.
2:41:17
Stephan Kühn
Also ich hatte ja gesagt, dass das Vorzugsobjekt Elsterwerder Straße nur wirklich eine geringfügig kleinere Praxisfläche beinhaltete und ich glaube es war oder bin mir sehr sicher, dass es am Ende nicht die Praxisfläche war, sondern die entsprechende Mietzahlung, die zu leisten war, weil natürlich der
2:41:41
Stephan Kühn
Preis am Albert-Wolf-Platz sehr, sehr niedrig war.
Natürlich entsprechend dem Gebäudezustand und dem Sanierungsstau, der dort vorhanden war.
Insofern hätte das Objekt dort deutlich bessere Rahmenbedingungen bedeutet, aber natürlich eine andere Mietkondition.
Das ist natürlich eine wirtschaftliche Abwägung, die dann in der Allgemeinarztpraxis getroffen wurde.
2:42:10
Dominik Hecker (BSW)
Vielen Dank für die Beantwortung.
2:42:12
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Stadtrat Haug von der Fraktion FDP, Freie Bürger, hat das Wort für die nächste Anfrage.
2:42:18
Michael Hauck (FDP/FB)
Bitte schön.
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Jähnichen, wir kommen nach Kotta diesmal.
Im kürzlich vorgestellten Haushaltsentwurf sind für das Projekt Äußere Stadtring West Embrich-Ambrus-Uwe lediglich Mittel für die Planung eingestellt, jedoch nicht für den Neubau selbst.
Deswegen habe ich zwei Fragen.
Erstens, was erwartet die Verwaltung?
dass mit den Baumaßnahmen zum Neubau des Verkehrszuges des Ambrich-Ambros-Uber-Tonberg-Straße-Flügelweg begonnen werden kann und vielleicht auch abgeschlossen werden kann.
Die zweite Frage, welche Konsequenzen gäbe es denn hinsichtlich der Verkehrsplanung, der Verkehrssicherheit und der Entspannung von Fördermitteln, wenn das Projekt nicht realisiert wird?
2:43:17
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Nochmal Herr Bürgermeister Kühn, bitte.
2:43:21
Stephan Kühn
Sehr geehrter Herr Haug, vielen Dank für die Frage.
Wir haben seit 2017 Baurecht.
2:43:30
Stephan Kühn
Das hat eine Verfallsfrist.
Der Planfeststellungsbeschluss hat eine Bindezeit, die beträgt zehn Jahre.
Insofern haben wir mit dem Bau begonnen.
Nämlich im Oktober 2025 und ein Teil der Baumaßnahme ist der Bau der Brücke über den Hochwasserschutzkanal vom Weitigstbach am Emmerich-Ambrus-Ufer.
Das ist also eine laufende Maßnahme.
Das heißt, die Sorge, dass das Baurecht verfällt,
die kann man sozusagen nehmen.
Die Maßnahme ist begonnen.
Die Hauptbaumaßnahme muss man aber sagen, kann faktisch erst nach der Fertigstellung Hamburger Straße Haltepunkt Cotta eingeordnet werden.
Also irgendwo muss ja der Verkehr noch lang fließen.
Und das ist ja eine der sieben Großprojekte, die wir im Moment auch realisieren und finanzieren müssen.
Und das ist sozusagen der zweite Teil der Antwort.
Wir können sozusagen von den Baueinschränkungen erst nach der Hamburger Haltepunktkotte weiter bauen und müssen auch die finanziellen Rahmenbedingungen im Haushalt, das ist die nächste Hürde, einordnen, denn im Moment haben wir ja eine Gleichzeitigkeit von Großprojekten, die ja
Eine Herausforderung ist, die in Haushalt einzuordnen.
Die kennen Sie alle.
Karola Brücke, Tunnel Wiener Platz, Blaues Wunder, Königsbrücker Straße, Campus Linie und so weiter.
Insofern das Wichtigste, aber wir haben in dem Maße mal angefangen, das Baurecht verfällt nicht und wir werden dann sozusagen und die Planungsmittel für die weitere Planung sind auch gegeben, auch das ist wichtig.
Es gibt also keinen Planungsstopp.
Wir bereiten das weiter vor und wir werden dann sozusagen ab 2030 die Herausforderung haben, wie finanzieren wir es und kriegen wir da auch Fördermittel.
Sie wissen ja auch, dass das im Moment auch keine ganz einfache Herausforderung ist.
Aber das Wichtigste ist, Baurecht verfällt nicht und wir haben entsprechend angefangen und zeitlich kann sich es, wie gesagt, erst ab 2030 einordnen.
2:45:45
Michael Hauck (FDP/FB)
Also zur Frage 2, zu Fördermitteln können Sie definitiv nichts sagen, was ich fast erwartet habe.
2:45:53
Stephan Kühn
Ja, wir müssen ja dann sozusagen die
2:45:59
Stephan Kühn
Zum jetzigen Zeitpunkt können wir noch keine Fördermittel beantragen.
Das würde man dann später machen, wenn die Maßnahme auch ansteht.
Und ich sage jetzt mal, so ein Blick in den Landeshaushalt und auch in den Sachsenfonds verrät, dass wir am Ende auch wenige Erfolgsaussichten hätten, wenn ich noch mit dem Projekt als Förderprojekt um die Ecke kommen würde.
Auch das müssen wir so ein bisschen berücksichtigen.
2:46:26
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Und die nächste Frage stellt Herr Stadtrat Dr. Poppe von der Fraktion AfD.
Sie haben das Mikrofon.
2:46:36
Dr. Rolf Poppe (AfD)
Sehr geehrte Zweite Bürgermeisterin, in wenigen Wochen beginnt die Vorweihnachtszeit, die wohl zu der schönsten und wichtigsten Jahreszeit für Dresden zählt.
Zahlreiche Weihnachtsmärkte, insbesondere der Dresdner Striezelmarkt, wird von sehr vielen Menschen aus Dresden, Deutschland und der Welt besucht.
Damit dies für alle Besucher aus nah und fern ein gutes Erlebnis wird und Dresden den Touristen in schöner Erinnerung bleibt, liegt es in unserer Verantwortung, der Sicherheitsfrage besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.
Die schrecklichen Ereignisse vom Berliner Breitscheidplatz und aus Magdeburg ist Mahnung genug.
Darauf bezugnehmend bitte ich um Beantwortung folgender Fragen.
Erstens, wie viele Weihnachtsmärkte finden insgesamt in der Landeshauptstadt Dresden einschließlich der Ortschaften statt?
Zweitens, welche Maßnahmen insbesondere im Hinblick auf Personal sowie Material und Technik sind für die Sicherheit geplant?
Und drittens, welche Kosten für die Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten entstehen bei der Landeshauptstadt, bei den Veranstaltern und bei den Händlern?
Diese Frage beantworte ich selber.
2:48:09
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
In der Stadt sind dieses Mal für elf Weihnachtsmärkte angezeigt, also für dieses Jahr 26, drei davon außerhalb der Altstadt.
Für die Sicherheit ist maßgeblich natürlich erstmal der jeweilige Veranstalter verantwortlich.
Vor allem im Hinblick auf die zentralen Weihnachtsmärkte wird zur Gefahrenabwägung, Festlegung von Sicherheitsmaßnahmen durch den Veranstalter ein Sicherheitskonzept erstellt.
Das war schon immer so, welches durch das Ordnungsamt in Absprache mit der Polizei und weiteren Beteiligten auf Plausibilität geprüft wird.
Die Maßnahmen variieren dann natürlich je nachdem, wie groß der Markt ist, wie viele Besucher zu erwarten sind, wo er liegt.
Standardmaßnahmen sind, ich denke, das ist auch bekannt, die Beauftragung von Sicherheits- und Sanitätspersonal, das Vorhalten von Löschmitteln, Verwenden von schwer brennbaren Materialen.
Nach dem entsprechenden Beschluss des Stadtrates, nach den Ereignissen, die Sie aufgezählt haben, dann im Juni 26, erstellt die Landeshauptstadt zusammen mit dem Veranstalter ein Zufahrtsschutzkonzept, wenn die Polizei die Notwendigkeit dessen empfiehlt, natürlich bei den zentralen Weihnachtsmärkten, so wie Sie es auch schon in den letzten Jahren erlebt haben.
Die Kosten insbesondere für die Gestellung und Aufstellung der Zufahrtsschutzelemente trägt die Landeshauptstadt vollständig aus dem Stadthaushalt, unabhängig davon, ob es ein Konzessionsmarkt von uns ist, wie die bekannten Märkte oder ein Markt eines privaten Veranstalters.
Und durch die umfangreiche Anschaffung der Zufahrtsschutzelemente, der Sie ja zugestimmt hatten, und die Bewirtschaftung im Auftrag der Stadt, haben wir da grundsätzlich gute Voraussetzungen für notwendige Sicherheitsmaßnahmen.
Für die Logistikleistung werden derzeit Fremdfirmen beauftragt.
Und hinzu kommen natürlich umfassende allgemeine sicherheitsbezogene Leistungen durch die Polizei des Landes und durch unseren städtischen Vollzugsdienst im Zuge der innerstädtischen Streifen und der konkreten Überwachung.
mit besonderem Blick auf solche dicht besuchten Märkte wie den Striezelmarkt.
Welche Kosten den Veranstaltern und Händlern für die Sicherheit im Einzelnen konkret entstehen werden, kann die Verwaltung nicht beziffern.
Das ist bisher nicht erhoben worden.
Die Zufahrtsschutzkonzepte für die zufahrtsschutzbedingten Weihnachtsveranstaltungen befinden sich zurzeit noch in Bearbeitung, sodass ich das jetzt nicht genau sagen kann.
Das kann man im Nachgang benennen, weil die Gesamtkosten für die Bewirtschaftung und Absicherung der Zufahrtsschutzelemente natürlich städtisch erhoben werden.
Wie wir die Kosten für die Folgejahre schätzen für die Bewirtschaftung und die Pflege der Zufahrtsschutzelemente, werden Sie im Zuge der Haushaltsberatung dann noch gesagt bekommen.
Also pro Jahr in siebenstelliger Höhe und hinzu kommt natürlich der Personalaufwand und der Personaleinsatz seitens des Vollzugsdienstes und der Polizei.
Und die Fragestunde beschließt Frau Mühle von der Fraktion Bündnis 90 Die Grünen.
Ihre Frage bitte.
2:51:16
Andrea Mühle (GRÜNE)
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, sehr geehrter Herr Abgeordneter Pratzka.
Auf den Seiten der Stadt Dresden zur Einbürgerung findet man im Moment die Als-Warte-Zeit ab Antragstellung etwa drei Jahre und dass aktuell Anträge aus dem Oktober 2023 in Bearbeitung sind.
Diese Bearbeitungsdauer gehört zu den längsten in ganz Deutschland, wenn man sich so auf einschlägigen Portalen umschaut, die das für Beispielanträge erheben und ist sowohl für die Antragstellenden als auch für die Mitarbeiterinnen in der Verwaltung untragbar.
Menschen, die seit mehr als zwei Jahren keine Rückmeldung zu ihrem Antrag erhalten haben oder von dieser Bearbeitungsdauer direkt abgeschreckt werden,
denken darüber nach, in eine andere Stadt zu ziehen, in der Hoffnung, dass dort Ihr Einbürgerungsantrag oder auch Ihr Antrag auf Niederlassungserlaubnis schneller bearbeitet wird.
Das ist für eine Landeshauptstadt mit zukünftig steigendem Fach- und Arbeitskräftebedarf, die attraktiv für alle Menschen sein möchte, ein Armutszeugnis.
Das Vertrauen in die Verwaltung und der Gleichbehandlung aller Antragstellenden steigt auch nicht, wenn regelmäßig zu Saisonbeginnen
Spieler der Eislöwen öffentlichkeitswirksam ihre Einbürgerungsurkunde erhalten, während andere, ich zitiere auch aus der Presse, befürchten, ihr Antrag wäre weggeworfen worden.
Auf Initiative des Integrations- und Ausländerbeirats hat der Stadtrat dem OB mit der Behebung dieser Missstände unter anderem beauftragt, im Rahmen der nächsten Haushalts- und Stellenplanverfahrens eine Erhöhung der personellen Kapazitäten im Bereich Einbürgerung der Ausländerbehörde um mindestens fünf Vollzeitequivalente
durch Umschichtungen vorzunehmen und weitere Schritte zu unternehmen, um das Einbürgerungsverfahren wirksam zu beschleunigen.
Deshalb möchte ich fragen, ob diese Stellen bereits effektiv dem Bereich Einbürgerung der Ausländerbehörde zugeordnet wurden und wie die zügige Einarbeitung
der Person gewährleistet wird, denn das ist ja ein recht komplexes Feld, wie wir immer wieder hören, die Einbürgerung, und Widerstand bei den weiteren Beschlusspunkten des Antrags, insbesondere zur Digitalisierung des Verfahrens, der Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen bei der Antragsprüfung und dem fachlichen Austausch mit Kommunen, in denen das Einbürgerungsverfahren deutlich zügiger verläuft, ist.
2:53:37
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Und Herr Kollege Pratzke antwortet, bitte.
2:53:39
Jan Pratzka
Ja, sehr geehrter Herr Stadträtin Mühle, vielen Dank.
Ich verweise zunächst auf unsere ausführliche Beschlusskontrolle, die Mitte September herausgegangen ist, wo sehr detailliert was steht.
Diese fünf Vollzeitäquivalente werden innerhalb des Bürgeramtes umgesetzt, das heißt, die werden umgeschichtet.
Die konkrete Besetzung der Stellen erfolgt derzeit.
Eine der fünf Stellen konnte zwischenzeitlich mit einer Absolventin des gehobenen Verwaltungsdienstes aus einer Ausbildung heraus besetzt werden.
Die weiteren Stellen sind zunächst im Haupt- und Personalamt in der Prüfung und sie wissen um die gesamtstädtische Haushaltkonsolidierung verfügbares Personal.
Das andere Bereich der Stadtverwaltung wird dafür geprüft.
Das ist der nächste Schritt und wenn das nie erfolgt, werden wir intern dann entsprechend ausschreiben.
Es ist davon auszugehen, dass die zusätzlichen personellen Kapazitäten bis zum Jahreswechsel vollständig zur Verfügung stehen.
und dann auch entsprechend zur Bearbeitung dann qualifiziert eingesetzt werden können.
Die Digitalisierung ist weiter in Umsetzung.
Das heißt, wir sind einer der Piloten, wir haben getestet die Serviceportal Migration Deutschland, was der Bund entsprechend zur Verfügung gestellt hat.
und die Anbindung der Staatsangehörigkeitsbehörde an die entsprechenden OZG, Onlinezugangsgesetzverfahren, befindet sich noch in Umsetzung.
Die Schnittstellen, Bezahlung und so weiter wurde geschaffen.
Allerdings, und das ist einfach ein Einführungsplan, der für die ganze Stadtverwaltung gilt, die E-Akte wird dann zum 1. Januar 28 dann startgehen.
Die Einführung läuft jetzt, also ein bisschen Vorbereitung.
Die haben auch recht umfangreiche Akten, muss man ganz einfach sagen.
jetzt in der letzten DBÖB auch die Bedingungen geschaffen und auch, dass wir eine Ausschreibung machen, damit das Scannen auch entsprechend weiter erfolgen kann.
Das Problem ist, weil Digitalisierung die unterschiedliche Stände, es bedeutet immer noch Medienbrüche.
Zusammenarbeit bei zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Es gibt schon eine enge Zusammenarbeit, aber vor allen Dingen Fokus Integration.
Auch die Zivilgesellschaft will dafür bezahlt werden, das muss man ganz klar sagen.
Und es gibt keine Förderung für die Einbürgerung.
Wir beobachten das weiter im Rahmen der personellen und finanziellen Ressourcen, prüfen wir das auch entsprechend weiter.
Aber die Vollständigkeit bzw. die hoheitliche Entscheidung am Ende wird immer in der Staatsangehörigkeitsbehörde selbst erfolgen.
Was man aber schon jetzt machen kann, ich habe gerade noch mal geguckt, man kriegt auch kurzfristig einen Termin, seinen Antrag auf Einbürgerung auch in jedem Bürgerbüro abgeben und das geht schon morgen früh und ist kurzfristig möglich.
Also daran klemmt es nicht.
Unsere Eingriffsbehörde, unsere Staatsangehörigkeitsbehörde ist sehr aktiv im bundesweiten Erfahrungsaustausch, ist auch aktiv als Referentin oder Referenten, Frau Gräfe selber als Referentin und im Erfahrungsaustausch ist er bundesweit vernetzt.
2:56:47
Andrea Mühle (GRÜNE)
Ja, vielen Dank.
Ich stelle jetzt meine Nachfrage trotzdem noch, obwohl ich mir die Antwort schon fast denken kann.
Aber gibt es noch darüber hinausgehende Pläne von Ihnen oder vom Oberbürgermeister für eine, ich sage mal in Anführungsstrichen, Offensive um diesen Berg, der ja vorausschieht und der jetzt auch nie, sage ich mal, auch mit den fünf Personen wahrscheinlich nie abgearbeitet werden kann, irgendwie abzuarbeiten, um für zukünftig Antragstellende eine kürzere Bearbeitungsdauer wieder zu ermöglichen?
2:57:15
Jan Pratzka
Es war ja die Frage auch nach Berlin und unsere Staatsangehörigkeitsbehörde war in Berlin, hat sich's angeschaut.
In Berlin wurde der Bearbeitungsrückstand mit 200 zusätzlichen VZE abgearbeitet.
Davon sind wir weit entfernt und ich sehe auch nicht die Möglichkeit, die einzubringen.
Muss ich einfach hier leider sagen.
Ich wüsste auch gar nicht, woher ich die nehmen kann.
Auch nie aus dem eigenen Geschäftsbereich und bei anderen auch nie.
Wir werden weiter kontinuierlich nach Eingang abarbeiten.
Das gilt auch, sofern nicht besondere Bedingungen, und das sind bei Fachkräften und Hochleistungssportlern geht das im begrenzten Umfang, irgendwo vorliegen was vorzuziehen, weil wir sonst mit unseren Untätigkeitsklagen ein Problem kriegen würden.
In Berlin sind die
Sind die anders vorgegangen?
Wir könnten noch ein größeres Problem kriegen.
In Berlin sind die anders vorgegangen und es wäre für uns gefährlich.
Wenn wir anfangen vorzuziehen, wird es auch eine Gerechtigkeitslücke geben, die die Gleichheit quasi nach Antragseingang, und da geht auch kein Antrag verloren, will ich nochmal klar sagen.
Die werden leider noch in Papier am Ende gesammelt.
Die wird kontinuierlich abgearbeitet, eben leider mit dem Stand, der da drin ist.
Wir tun aber das Mögliche.
2:58:27
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Damit endet die Fragestunde heute.
TOP 6: Ausfallbürgschaft zugunsten der Stadtentwässerung Dresden
2:58:30
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Ich möchte jetzt gerne vor der Abendbrotpause mit Ihnen noch die Tagesordnungspunkte ohne Debatte abstimmen.
Und zwar rufe ich auf den Punkt 6 der Tagesordnung.
Übernahme modifizierter Ausfallbürgschaft zugunsten der Stadtentwässerung.
Wer stimmt dieser Vorlage zu?
Das ist einstimmig so beschlossen.
Beschluss
Zustimmung
Ja
57 Stimmen
TOP 11: Neubau Logistikachse im Sportpark Ostra und Aufhebung Beschluss V2719/24
2:59:08
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Ich rufe den Tagesordnungspunkt 11 aus.
Ich würde Sie jetzt nicht alle ansagen, es sei denn, Sie hätten Bedürfnis danach.
Wer stimmt dieser Vorlage zu?
Sieht schon sehr gut aus.
Auch das ist einstimmig.
Vielen Dank.
Beschluss
Zustimmung
Ja
58 Stimmen
TOP 12: Neubau zweier Kunstrasen-Kleinspielfelder im Sportpark Ostra
2:59:40
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Wer stimmt diesem zu?
Das ist mehrheitlich mit 58 Jahren bei einer Gegenstimme.
2:59:53
Abstimmung
Ja
58 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Pinkert
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Nein
1 Stimme
Aschenbach
PVP-Kooperation
Beschluss
Zustimmung
Ja
58 Stimmen
Nein
1 Stimme
TOP 16: Umstellung SAP ERP auf SAP S/4 HANA beim IT-Dienstleister
3:00:06
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Wer stimmt diesem zu?
3:00:19
Abstimmung
Ja
55 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Pinkert
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Nein
1 Stimme
Aschenbach
PVP-Kooperation
Enthaltung
3 Stimmen
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
3:00:20
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Das hat auch eine Mehrheit mit 55 Ja bei einer Nein und drei Enthaltungen.
Beschluss
Zustimmung
Ja
55 Stimmen
Nein
1 Stimme
TOP 17: Jahresabschluss 2025 Eigenbetrieb Sportstätten Dresden
3:00:29
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Wer stimmt diesem zu?
3:00:43
Abstimmung
Ja
59 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Pinkert
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Beschluss
Zustimmung
Ja
59 Stimmen
TOP 19: Jahresabschluss 2025 Eigenbetrieb IT-Dienstleistungen Dresden
3:01:03
Abstimmung
Ja
60 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Pinkert
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
3:01:03
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Ja, Einstimmigkeit mit 60, ja, das wird ja immer besser.
Beschluss
Zustimmung
Ja
60 Stimmen
TOP 20: Jahresabschluss 2025 Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden
3:01:11
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Wer stimmt diesen zu?
3:01:25
Abstimmung
Ja
59 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Pinkert
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
3:01:26
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Wieder einstimmig mit 59, ja.
Und jetzt Tagesordnungspunkt 22.
Wer stimmt zu?
Beschluss
Zustimmung
Ja
59 Stimmen
TOP 22: Jahresabschluss 2025 Friedhofs- und Bestattungswesen Dresden
3:01:45
Abstimmung
Ja
59 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Pinkert
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Enthaltung
1 Stimme
Schwenk
cDu
3:01:45
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Dankeschön, 59 Jahre eine Enthaltung.
Beschluss
Zustimmung
Ja
59 Stimmen
TOP 23: Jahresabschluss 2025 Stadtentwässerung Dresden
3:01:53
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Wer stimmt diesem zu?
3:02:06
Abstimmung
Ja
60 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Pinkert
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
3:02:08
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Da sind wieder 60 Jahre.
Ganz herzlichen Dank.
Das waren die
Nicht Diskussionsnotwendigen.
Wir machen jetzt eine Pause bis halb und setzen dann wie beschlossen mit 15.01 Uhr fort mit der Gastrednerin und dann in der Tagesordnung mit Punkt 9.
Eine schöne Pause Ihnen.
3:33:49
Unbekannte Person
Untertitel der Amara.org-Community
Die Uhr im Saal geht ja nach.
3:35:47
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Also bei mir ist es halb.
Vielleicht können Sie mir mal helfen, die Fraktionskollegin reinzuholen.
Ich glaube, Frau Busch ist schon da für ihr Rederecht.
Frau Busch, Sie können gerne schon vorkommen.
Wir fangen dann gleich an.
Und die anderen Beigeordneten dürfen auch reinkommen.
Frau Busch, Sie können gerne schon vorkommen.
Ich sage dann, wenn es losgeht.
Sie können gerne schon ans Pult gehen.
Ich sage noch etwas zur Tagesordnung.
Sieht immer noch ein bisschen dünn aus hier.
Ich klingle mal.
Rufen Sie Ihre Kollegen rein, bitte.
Das war jetzt der Richtige.
Die Einreicher haben mir vorgeschlagen, dass die Gastrednerin beginnen soll und die Einreicherinnen würden sich dann auf die Rede beziehen.
Völlig richtig, Frau Frohwieser, das ist eine Abweichung.
Ich glaube aber, das können wir akzeptieren.
Und ich würde jetzt so vorgehen, dass, wie von den Einreichern vorgeschlagen, die Gastrednerin zuerst das Wort bekommt und die Einreicher dann
die Vorlage und Ihren Änderungsantrag vorstellen und dann würde ich den zweiten Änderungsantrag, Frau Frohwieser, von Ihrer Fraktion aufrufen und dann in der Reihenfolge der Fraktionen verfahren.
In der Reihenfolge der Fraktionen beginnt die AfD, wenn das Wort gewünscht ist.
So viel jetzt erstmal zur Tagesordnung.
Alle sind da und konzentriert.
Beschluss
Zustimmung
Ja
60 Stimmen
TOP 15.1: Naturnahe Schulgeländegestaltung für Dresden
3:37:55
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Und das Wort hat jetzt die Gastrednerin Frau Busch.
Herzlich willkommen im Dresdner Stadtrat.
Sie wissen ja, fünf Minuten Redezeit, darauf muss ich achten.
Und Sie haben das Wort.
Vielen Dank und bitte Aufmerksamkeit und Konzentration für Frau Busch.
3:38:13
Unbekannte Person
Bitte.
Sehr geehrte Frau Jeniken, sehr geehrte Stadträtinnen und sehr geehrte Bürgerinnen hier im Saal und online.
Ich bin Elli Busch, 15 Jahre alt und gehöre zum Jugendklimarat.
Als Herr Lekra Feindura vor einem halben Jahr die Forderung des Jugendklimarates vorgestellt hat, war eines ihrer wichtigsten Anliegen, dass diese Forderung nicht nur gesehen werden, sondern eine Umsetzung folgt.
Umso mehr freue ich mich, heute hier zu stehen, um Dank des Antrags von der PVP-Fraktion über die Forderung der Begrünung und der Entsieglung von Schulhöfen zu sprechen.
Diese Forderung findet sich unter dem fünften Themenschwerpunkt Schulen als Orte des gelebten Klimaschutzes in den Forderungen des Jungklimarates.
Dort steht in der Problembeschreibung zum einen auch geschrieben, es braucht mehr Raum, mehr Mittel und mehr Mut zur Veränderung.
Diese Mittel könnte eine Umsetzung des Antrags bieten.
PVP begründet im Antrag mit sinnvollen Gründen, wie zum Beispiel mit Schule als Wohlfühlort, mit der Gesundheit der Lernenden und mit dem Erleben der Natur auch im Unterrichtsrahmen, warum eine Schulhofbegrünung sinnvoll ist.
Doch ich bin nicht nur hier, um diese guten Argumente zu wiederholen, sondern um die Perspektive aufzuzeigen, die Ihnen vielleicht sonst fehlen würde, die einer Schülerin.
Um zu veranschaulichen, wie ein ganz normaler Schultag an warmen Tagen aussieht, möchte ich sie einmal mit durch unseren Schulalltag nehmen.
Morgens kommen wir in der Schule an.
Draußen sind es nur 25 Grad.
In der ersten Stunde lässt es sich zunächst noch aushalten.
Die Jalousien sind heruntergefahren, die Fenster sind geöffnet und für einen Moment scheint die Hitze noch kein großes Problem zu sein.
Doch dann steigt die Sonne höher.
Sie scheint direkt durch die Fenster und der Klassenraum heizt sich immer weiter auf.
Die Luft wird stickig und das Konzentrieren fällt schwerer.
Alle versuchen irgendwie, der Hitze standzuhalten und trotzdem dem Unterricht zu folgen.
Die einen holen ihre Handventilatoren heraus, die anderen falten aus Arbeitsblättern Fächer, um sich wenigstens ein bisschen Luft zu verschaffen.
Auch die Wasserflaschen werden immer häufiger geleert, doch wirklich kühler wird es dadurch nicht.
Dann kommt endlich die Pause.
Eigentlich sollte sie eine kurze Auszeit sein, eine Möglichkeit durchzuatmen, um neue Energie zu sammeln.
Doch auf einem betonierten Schulhof sieht die Realität anders aus.
Schatten ist kaum zu finden und dort, wo sich noch ein kleiner schattiger Platz befindet, drängen sich die SchülerInnen dicht aneinander.
Der Schulhof ist aufgeheizt, der Beton ist heiß und so ist nicht mal die Pause eine Auszeit der Hitze.
Genau hier kann Schulhofbegrünung einen Unterschied machen.
Aus einer Fläche, auf der wir unsere Pausen verbringen müssen, kann ein Ort werden, an dem wir unsere Pausen tatsächlich gerne verbringen.
Ein Ort, an dem man im Schatten sitzen kann.
Ein Ort, an dem man Natur erleben kann.
Ein Ort, an dem Grün nicht nur irgendwo in einem Park stattfindet, sondern mitten in unserem Schulalltag.
3:40:59
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Nur ein Hinweis, gehen Sie ein bisschen näher ans Mikrofon, dann hören wir Sie besser.
3:41:03
Unbekannte Person
Ja.
Und genau darin liegt für mich auch ein weiterer wichtiger Punkt.
Schule ist nicht nur ein Ort, an dem über Klimaschutz gesprochen wird.
Sie kann ein Ort sein, an dem Klimaschutz jeden Tag erlebbar wird.
Wir können im Unterricht über Artenvielfalt sprechen und gleichzeitig auf unserem eigenen Schulhof sehen, welche Pflanzen, Insekten, Nahrung und Lebensraum bieten.
Wir können über die Folgen des Klimawandels sprechen und gleichzeitig erleben, welchen Unterschied ein schattiger, begrünter Schulhof machen kann.
Wir können über den Umgang mit Regenwasser sprechen und gleichzeitig sehen, wie Wasser auf einer entsiegelten Fläche versickert.
Und genau deshalb geht es bei diesem Antrag um mehr als nur um die Frage, wie ein Schulhof aussieht.
Es geht um die Frage, wie wir unsere Schulen in Zukunft gestalten wollen.
Wollen wir Orte erhalten, die sich im Sommer immer weiter aufheizen?
Oder wollen wir anfangen, unsere Schulen an die Veränderungen anzupassen, die längst Realität sind?
Dabei geht es nicht darum, von heute auf morgen aus jedem Schulhof eine grüne Oase zu machen.
Es geht darum, dort anzufangen, wo Veränderung möglich ist.
Mehr Schatten, mehr Pflanzen, mehr entsiegelte Flächen und damit mehr Orte, an denen Klimaschutz im Alltag sichtbar und erlebbar wird.
Und auch wenn im Antrag nur von 20 Prozent Begrünung die Rede ist und aus dem Schulhof so nicht automatisch eine grüne Oase wird, ist das trotzdem ein Schritt in Richtung einer Zukunft, in der Schulen Orte des gelebten Klimaschutzes sind.
3:42:36
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Vielen Dank, Frau Busch.
Jetzt, wie abgesprochen, die einreichende Fraktion und Sie würden Ihren Änderungsantrag gleich mit einbringen.
Bitte, Frau Stadträtin Reutsch, Sie haben das Wort.
3:42:56
Jessica Roitzsch (PVP)
Liebe Schülerinnen, liebe Zuhörerinnen im Saal und am Stream, werte Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Parteien, werte Beeigeordnete,
Liebe Elli, vielen Dank, dass du uns noch einmal so deutlich vor Augen geführt hast, wie der Alltag an euren Schulen aktuell aussieht und eure Forderungen und Vorstellungen noch einmal selbst dargestellt hast.
Wir haben uns dieser angenommen und daraus heute hier zur Entscheidung stehenden Antrag in Abstimmung mit dem Amt für Schulen entwickelt.
Die Idee ist auch nicht neu.
Unsere Partnerstadt Hamburg hat bereits vor Jahren damit begonnen und weist einige erfolgreiche Projekte vor.
Davon können wir hier in Dresden profitieren und die bereits gewonnenen Erkenntnisse prima umsetzen.
In der Vergangenheit haben wir immer wieder über Maßnahmen diskutiert, wie das Mikroklima an Schulhöfen verbessert werden kann und auch Schulgebäude im Sommer besser abgekühlt und beschattet werden können.
Naturnahe Schulhöfe mit freien Wiesenflächen und Gehölzen können wesentlich dazu beitragen.
Sicherlich, es gibt bereits verschiedene Entscheidungen.
Warten Sie mal einen kleinen Moment.
An die Kollegen auf den hinteren Bänken.
Es ist sehr laut hier vorne.
Bitte unterhalten Sie sich leise.
Sie müssen sich verständigen.
Aber das Wort gehört der Rednerin oder dem Redner.
Bitte schön, Sie haben weiter das Wort.
Sicherlich, es gibt bereits verschiedene Empfehlungen, was beim Bau zu Schulen zu beachten wäre, aber keine konkrete Anweisung speziell zum Thema naturnahe Geländegestaltung.
Was naturnah bedeutet, können wir unter anderem beim Arbeitsbuch der Hamburger Initiative genau nachlesen.
Und was in den letzten Jahren umgesetzt wurde,
sehen wir an verschiedenen Stellen in der Stadt viel Pflaster und fehlende Schattenplätze.
Wenn selbst das Gymnasium Bülow, welches sich Klimaschule nennt, im Sommer ins Sprichwörtliche schwitzen kommt und nun eine Pergola nachrüsten muss, damit die Schüler überhaupt auf den schicken Sitzen ausruhen können, wie wir im Juli in der Zeitung zu lesen haben, sollten wir über die Schulbaurichtlinien nochmal genau nachdenken.
Diese Fehler sollten wir im zukünftigen Schulbau und Sanierung nicht weitermachen.
Falls wir in dieser Stadt überhaupt noch ländenswerte Schulen bauen oder sanieren sollten in den kommenden Jahren.
Der aktuelle Haushalt lässt nur wenig Spielraum.
Doch wir denken in unserem Antrag nicht nur an schöne neue Schulen, sondern auch an jene, die in naher Zukunft keine nennenswerten Baumaßnahmen erleben werden, was den Großteil unserer Schulen betreffen sollte.
Für diese Fälle schlagen wir ein kleines Budget vor, welches Schulen für kleine Projekte abrufen können, um ihre Schulgelände selbstständig umzugestalten.
Uns ist leidlich bewusst, dass die vorgeschlagene Summe von 20.000 Euro pro Jahr für die gesamte Stadt zu viel zu wenig ist.
Aber wenn selbst das nicht mehr an unsere Schülerinnen investieren mag, damit diese selbstbestimmt ihren Lern- und Aufenthaltsort gestalten können, entzweifle ich ernsthaft an der Glaubwürdigkeit der Aussage, dass Bildung eines der höchsten Prioritäten unserer Stadt hat.
Zum Schluss möchte ich euch wenigstens noch ein Beispiel in unmittelbarer Nachbarschaft zeigen, dass Dresden tatsächlich auch anders kann und wir durchaus Potenzial haben, selbst unsere Schulgelände naturnah zu gestalten, ohne andere Funktionen einzubüßen.
Und ganz nebenbei, naturnahere Flächen sind nach Anlegen deutlich weniger pflegeintensiv, wie beispielsweise kleine Beete und Baumscheiben.
Im Interesse unserer Schülerinnen und als Zeichen, dass wir in der Stadt die Wünsche unserer jungen Generation würdigen und ernst nehmen und auch um die Verwaltung einen kleinen Handlungsspielraum zu geben, bitte ich um Zustimmung zu unserem Antrag.
Vielen Dank.
3:46:59
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Vielen Dank und jetzt der andere Antrag von der SPD-Fraktion und dann in der Reihenfolge weiter.
Sie haben das Wort, Frau Frohwieser.
3:47:09
Dana Frohwieser (SPD)
Vielen Dank, sehr geehrte Zweite Bürgermeisterin, sehr geehrte Stadträtinnen.
Naturnahe Schulgelände sind kein Luxus, sie sind gelebter Unterricht, sie sind Klimaanpassung und sie sind ein Gewinn für jede Schulgemeinschaft.
Dafür steht der Antrag der PVP-Fraktion, den die SPD gern mitträgt.
Dass dieser Antrag im Bildungsausschuss noch an der Ablehnung von CDU, FDP, AfD und Team Zastro gescheitert, ist bedauerlich.
Aber ich hoffe, dass der Stadtrat heute Vernunft walten lässt und ihn trotzdem beschließt.
Denn, die Kollegin hat gerade eben schon darauf hingewiesen, noch vor zwei Monaten las man in der Lokalpresse vom Gymnasium Bülau, dass der dortige Schulhof in der prallen Sonne mit teilweise 60 Grad im Sommer nicht nutzbar sei.
Und deshalb hat diese Schule sich auf den Weg gemacht, mithilfe von TU-Studierenden und Stadtbezirksbeiratsförderung und dem Einsammeln von Spenden den Schulhof hitzetauglich machen zu wollen.
Unser Änderungsantrag, unser Ergänzungsantrag setzt genau an dieser Stelle an.
Und ich denke, er macht aus einem guten Antrag an dieser Stelle noch einen besseren, denn er sichert drei Dinge.
Erstens Gerechtigkeit.
Das Förderbudget sollte dann so vergeben werden, dass durchaus kleine Förderbudget, worauf die Kolleginnen schon hingewiesen haben, dass gerade eben Schulen in sozial benachteiligten Stadtteilen davon profitieren, dass diese erleichterten Zugang zu Mitteln und der Unterstützung bei der Einwerbung trotz alledem von Drittmitteln bekommen.
Denn naturnahes Grün darf nicht davon abhängen, ob die Schule zufällig engagierte Elternvereine, gute Kontakte zur Verwaltung oder eben Erfahrung im Antrag stellen hat.
Zweitens Kompetenz.
Wir möchten, dass Kompetenz, die wir in unserer Stadt haben und die noch nicht mal Geld extra kostet, wie eben zum Beispiel am Berufsschulzentrum für Agrar- und Ernährung fest als Kooperationspartner eingebunden wird.
Das ist der Ort, wo wir die Fachkräfte ausbilden, die genau unsere Schulgelände planen, gestalten und pflegen sollen, nämlich die LandschaftsgärtnerInnen.
Und drittens Verbindlichkeit.
Wir wollen mit unserem Änderungsantrag regelmäßig überprüfen lassen und dem Stadtrat auch berichten lassen, wie die Umsetzung, die soziale Ausgewogenheit und auch die Bildungswirkungen dieser Maßnahme aussehen.
Und ein kleines i-Tüpfelchen, wenn, und ich sage, wenn wir in der angespannten Haushaltslage schon wirklich eine Buga machen wollen, dann wäre doch an dieser tatsächlich etwas Besonderes, wenn sie auch eine Schulgartenschau enthält, ein Schaufenster, das eben solche Projekte an unseren Schulen sichtbar macht und damit auch die Vielfalt der Dresdner Schulgemeinschaften präsentiert.
Deswegen bitte ich Sie, geben Sie sich einfach einen Ruck, nehmen Sie den Antrag der PVP-Fraktion gemeinsam mit unserem Ergänzungsantrag an.
Das Ziel dieses Antrages hat sogar der Bildungsbürgermeister heute leider nicht dabei und die Schulverwaltung im Ausschuss begrüßt, nämlich mehr begrünte Schulhöfe.
Vielen Dank.
Vielen Dank, Frau Vorwieser.
3:49:53
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Wünscht die AfD-Fraktion das Wort?
Nein, dann ist die CDU dran.
Herr Dietze, bitte.
3:50:01
Holger Zastrow (Team Zastrow)
Vielleicht vom Platz aus machen, danke.
Wir teilen natürlich das Anliegen naturnaher Schulhöfe, allerdings nicht in allen Punkten und ich würde die punktweise Abstimmung da beantragen.
3:50:13
Matthias Dietze (CDU)
ist angekommen.
3:50:14
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Als Nächste Frau Ringler von der Fraktion Bündnis 90 Die Grünen, bitte.
3:50:26
Katharina Ringler (GRÜNE)
Sehr geehrte Frau Jenning, liebe Kolleginnen, lieber Elli Busch, vielen Dank PVP für den Antrag und auch danke an die SPD für die Ergänzungen.
Ich kann es relativ kurz halten, weil ich finde, es wurde tatsächlich alles oder fast alles Wichtige schon gesagt.
Ich finde es gut, dass die SPD noch mal die Ergänzung gebracht hat, die sozialräumliche Perspektive.
mit einzuschließen.
Und ich will noch mal einen Punkt gleich vorwegnehmen, weil das ist mir das Wichtigste eigentlich, was bei der ganzen Sache auch rauskommen muss, dass wenn wir diese Schulhöfe noch attraktiver gestalten, was extremst wichtig ist, dass wir uns gleichzeitig und das ist schon mal ein Ausblick dann auf morgen auch dafür einsetzen müssen, dass diese Schulhöfe einfach auch nach Schulbetrieb geöffnet sind.
Das heißt, wir gestalten dort, wir investieren.
Wir gestalten wirklich naturnahe Lebensräume, die nicht nur dafür dienen, nach der Schule, während die Schule noch offen ist, Zeit zu verbringen, sondern das sind auch Orte für den ganzen Stadtteil.
Und deswegen profitiert im Übrigen auch nicht nur die Schule und die Schulgemeinschaft von diesen Orten.
sondern das ganze Quartier.
Wir haben heute schon kurz über Klimawandel gesprochen.
Ich will auch das an dem Beispiel nochmal zeigen.
In dem Moment, wo wir Schulhöfe entsiegeln und dort grüne Flächen schaffen, tragen wir auch zu einer Abkühlung in dem Stadtteil bei.
möchte ich hier nochmal auch für den Antrag mit werben.
Und ich glaube, das ist eine sehr gute Sache.
Ob es genug ist, darüber kann man sicherlich immer streiten.
Natürlich, ich glaube, wir würden uns alle, nicht alle, aber viele, die hier links von mir gerade sitzen, noch mehr wünschen.
Aber ich glaube, es ist ein ganz guter Start auch für erste Pilotprojekte, die dann gerne und bitte weiter ausgebaut werden sollen.
3:52:16
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Danke, Ihnen wünscht die Fraktion Linke das Wort.
Nein, das sehe ich nicht.
Dann Herr Große vom Team Zastro, Sie haben das Wort.
3:52:32
Steffen Große (Team Zastrow)
Liebe Kolleginnen und Kollegen, Frau Bürgermeisterin,
Der vorliegende Antrag der Fraktion PVP-Kooperation fordert eine starre 20-Prozent-Quote für naturnahe Außenflächen bei allen Schulneubauten und Sanierungen in Dresden und eine neue Förderrichtlinie soll pro Jahr pro Schule 20.000 Euro möglich machen.
Das ist gut gemeint, geht aber völlig an der Realität unserer Schulen und am Haushalt vorbei.
Erstens, wir brauchen nicht mehr lehmende Bauauflagen.
Zweitens, wenn rund 190 Dresdner Schulen öffentlich und in freier Trägerschaft pro Jahr 20.000 Euro beantragen können, sind das jährlich 3,8 Millionen Euro, die dann andererseits für dringende Sanierung und Brandschutzmaßnahmen fehlen.
Sehen wir uns die nackten Zahlen in Dresden an.
Jede fünfte Schule ist sanierungsbedürftig, jede siebte Schule hat gravierende Brandschutzprobleme.
Von den Sporthallen will ich gar nicht erst reden.
In einer Situation, in der Dächer undicht sind, Toiletten ausfallen und die Sicherheit unserer Kinder durch Mängel beim Brandschutz gefährdet sind, dürfen wir keine Luxusdebatten führen.
Es ist eine völlig verfehlte Prioritätensetzung, Planungszeit und Budget in bürokratische Grünflächenquoten zu stecken, während an anderer Stelle der Putz von den Wänden bröckelt.
Erst kommt die Pflicht, also sichere, dichte, funktionierende Schulgebäude, dann kommt die Kür.
Schon heute leidet der Schulhausbau unter einem massiven bürokratischen Infarkt.
Planer und Behörden müssen bereits jetzt ein gigantisches Dickicht an bestehenden Auflagen abarbeiten.
Einige, mal genannt, Brandschutz und Bauordnung, Flucht- und Rettungswege, Materialvorgaben,
Extrem hohe Standards für Wärmebedämmung, aufwändige Lüftungsanlagen, die viel Platz und Geld verschlingen.
Barrierefreiheit dient 18.040-1, Aufzüge, Rampen, taktile Leitsysteme für die Inklusion, Akustik und Schallschutz, teure Spezialitäten.
Nein, Moment, bitte die Zwischenrufe nicht so permanent und etwas leiser.
Hören Sie sich bitte zu.
Sie merken, mir ist das wichtig.
Herr Stadtratsherr, Sie haben das Wort.
Vielen Dank, Frau Bürgermeisterin.
Akustik- und Schallschutz, teure Spezialdecken zur Nachhaltdämpfung, Klassenräume, Unfallverhütung, zentimetergenaue Vorschriften für Geländerhöhen, Stababstände, Splitterschutz bei Glasflächen.
Und jetzt hören Sie genau zu, Umwelt- und Artenschutz, bereits jetzt bestehende Strengevorgaben für den ökologischen Ausgleich bei Bodenversiegelung und zeitintensive Artenschutzgutachten und so weiter und so weiter.
Team Sasso ist der Meinung, jede weitere, und jetzt kommen wir zum Punkt, starre Vorgabe in der Schulbau-Leitlinie erzeugt neue Prüfschleifen, neue Gutachten, neue Verzögerungen durch und in den Ämtern.
Zudem fehlt im innerstädtischen Bereich oft schlicht der Platz, um pauschal ein Fünftel der Außenfläche als wilde Natur auszuweisen.
ohne dass wichtige Sport- oder Pausenflächen oder gar Fahrradabstellplätze wegfallen.
Unsere Schulen und Planer vor Ort wissen selbst am besten, wie sie ihre Höfe pragmatisch gestalten.
Sie brauchen keine Bevormundung durch eine starre Ziffernquote aus dem Stadtrat.
Lassen Sie uns die Schulen von Bürokratie befreien und das Geld dort einsetzen, wo es am dringendsten gebraucht wird.
Bei der Sanierung der Gebäude und dem Brandschutz.
Bitte lehnen Sie den Antrag ab.
Vielen Dank.
3:56:18
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Danke.
Ihnen für die Fraktion BSW steht Herr de Wandt als Bedarf.
Sie haben solchen.
Bitteschön, Sie haben das Wort.
3:56:30
Maurice Devantier (BSW)
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, sehr geehrte Damen und Herren, ich mache es auch kurz, aber ich habe auch kurz Bedarf insofern, dass ich vielleicht, ich weiß nicht, vielleicht überrascht den einen oder anderen, aber wir stimmen diesem Antrag zu, denn er ist natürlich ein praktischer Nutzen, der hier für das Stadtklima
mit sich bringt und solche Projekte unterstützen wir natürlich grundsätzlich.
Und ich denke, ihr tut dem Antrag gar nicht wohl, wenn ihr es jetzt gleich wieder an dieses ganz große Thema Klimaschutz anbindet.
Das kann man ja auch machen, aber es geht ja jetzt darum, einen konkreten Nutzen für die Schülerinnen und Schüler zu haben.
Und natürlich ist eine Begrünung der Schulhöfe
Da eine positive Sache, der wir natürlich nicht widersprechen werden, sondern im Gegenteil dem Antrag zustimmen werden.
Ich denke, ich bin zwar jetzt auch kein Freund dieser Präsentation hier laufend, aber es war in dem Fall ja eindrucksvoll zu sehen, dass Schulhöfe hier viel zu sehr versiegelt sind und dass dort offensichtlich der Natur viel zu wenig Raum gegeben wurde, als
diese Schulen geplant worden sind und insofern ist es sicherlich richtig, hier ein Ziel zu verankern, inwiefern das jetzt dann in der einzelnen Schule umgesetzt werden kann und auf der begrenzten Finanzmittel, die hier eingestellt sind, sicherlich, da es auch nicht im großen Rahmen erfolgen kann.
Aber die Idee, dem schließe ich mich auf jeden Fall auch an, was Sie alle gesagt haben, ist richtig und deswegen sollten wir diese Idee unterstützen.
Und das werden wir natürlich mit unserer Zustimmung auch machen.
Was den SPD-Antrag angeht, da ist es sozusagen ein bisschen hin- und hergerissen.
Einerseits stehen da natürlich auch prinzipiell keine falschen Sachen drin.
Es ist ein bisschen die Gefahr jetzt vielleicht, dass wir das Thema überfrachten oder dass wir es wieder komplizierter machen.
Und wenn dann wieder geprüft werden muss, welche Schule passt da jetzt dazu und welche ist es jetzt nicht, sozialräumliche Abgleichung und so weiter.
Ich würde es da jetzt lieber einfacher halten und das einfach als generelle Zielformulierung lassen.
und würde mich freuen, wenn dieser Antrag durchgeht, im Sinne von auch für die Schülerinnen und Schüler.
Das ist ja auch der gute Gedanke dabei, dass die da selber mitmachen können, dass sie selber ausgestattet werden, dass sie ein kleines Budget sind, ein kleines, aber das kann ja reichen, aber dass sie ein bisschen Erde kriegen, eine Schubkarre und so weiter, und dass sie dann selber was machen können.
Und das ist letztlich für mich ein sehr gelebter Natur- und Klimaschutz, wie wir das jetzt hier in der Schule und überhaupt in unserer Stadt machen können.
Und deswegen begrüße ich den Antrag und wir werden dem Antrag zustimmen.
Vielen Dank.
3:58:52
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Dankeschön wird von der FDP-Freie Bürgerfraktion.
Nein, Sie wünschen das Wort nicht.
Dann ist Herr Lichty dran.
Frau Reutsch, Sie melden sich.
Ich würde Sie dann für das Schlusswort aufrufen, während Herr Lichty schon gerne vorkommt, und würde vorher noch mal das Abstimmungsverfahren klären, dass Sie gegebenenfalls darauf eingehen können.
Jetzt sehe ich Sie.
Ihre Fraktion hatte verzichtet, aber jetzt habe ich Herrn Lichty aufgerufen, dann können Sie gerne.
Herr Lichty, Sie haben das Wort.
3:59:20
Johannes Lichdi
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, ein Antrag, der natürlich sympathisch wirkt, der auch ansatzweise möglicherweise das Richtige trifft, aber ich glaube, nicht zu Ende gedacht ist.
Ich werde ihm trotzdem zustimmen, aber ich glaube, man sollte trotzdem, weil das Thema ist, ein wichtiges.
Zunächst möchte ich sagen,
dass sich dort diesbezüglich der Freiraumgestaltung insoweit Kitas in den letzten Jahren in Dresden sehr vieles zum Positiven entwickelt hat.
Also es ist deutlich sichtbar, dass die neueren Planungen der letzten Jahre dort wesentlich mehr Rücksicht nehmen und weil Hechtviertel angesprochen wurde, ich wohne ja da, also wenn ich mir dort dann die Kitas dort angucke, die dort an der ganzen Reihe sind, haben aus meiner Sicht hervorragende Freiräume.
Also da ist schon sehr viel
ein gewisses Umdenken in der Stadtverwaltung auch feststellen, was ich sehr begrüße.
Jetzt zu der Frage, was bedeutet eigentlich naturnahe Gestaltung?
Und da sehen Sie es mir bitte nach, dass für mich das nicht selbstverständlich ist, sondern dass ich mir ein paar Fragen stelle, was denn damit gemeint sein könnte.
Also es ist hier jetzt offensichtlich davon die Rede, gemeint ist offensichtlich eine Mikroklimatisierung.
Mikroklimatisierung ist ein ganz wichtiges Thema und wir haben ja die Bilder gesehen, die Frau Reutsch gezeigt hat, und diese Innenhöfe von Schulen, nicht von Kitas, entsprechen offensichtlich nicht der Anforderung an eine Mikroklimatisierung.
Wenn ich aber das Wort naturnah höre, dann denke ich eben auch an wilde Flächen.
Es gab mal den Herrn Haber, der hat mal gesagt, auf jedem Grundstück mindestens 10 Prozent Wildnisfläche.
Ich weiß nicht, vielleicht schwebte das auch so im Hinterkopf des Antragstellers rum, aber es ist etwas anderes als Mikroklimatisierung.
Es ist nur teildeckungsgleich.
Ich glaube, da hat sich der Antragsteller nicht genug Gedanken gemacht, was damit gemeint ist.
Jetzt gucken wir uns mal an, wie dort tatsächlich das mit den Schulen ist und ich glaube, da ist das Grundproblem, dass wir dort ein falsches Leitbild haben.
Also bei diesen Schulhöfen hat man gesehen, da ist offensichtlich das stadtplanerische Leitbild, ich schaffe einen Platz im Innenraum von Schulen.
Und da verteile ich dann noch ein paar schöne Bäumchen, damit es ein bisschen grüner aussieht.
Aber die Idee ist eben der Platz, an dem man sich trifft, an dem man zusammenkommt, an dem man auch Platz hat, um, sage ich mal, herumzugehen und so weiter.
Das ist die klassische.
Das ist in den Zeiten der Klimakatastrophe, in denen wir leben, ein völlig veraltetes Leitbild.
Und natürlich müsste es so sein, dass wir in den Innenhöfen eine Baumüberdeckung haben, also eine Laubüberdeckung mit großen Bäumen.
Da sind aber 20 Prozent viel zu wenig, dann brauchen wir eigentlich 80 oder 90 Prozent.
Ich weiß nicht, ob sich der Antragsteller so klargemacht hat.
Wir brauchen dort auch vor allem, und das wäre vielleicht fast noch wichtiger als die Fläche, eine ordentliche Baumauswahl.
Dann brauchen wir nämlich erstens gebietsheimische Bäume und nicht wieder irgendwelche schönen japanischen oder sonstigen Zeug, was irgendwie dort
Dann halt schön blüht mal zwei Wochen im Frühjahr, sondern wir brauchen dort Bäume, die sage ich mal tiefe Wurzeln haben, die viel Wasser aufnehmen können, die eine große Biomasse haben, die eine große Überdeckung haben.
Dann reden wir eben von einheimischen Ahörnern oder Eichen.
Aber dann muss man das auch bitte so reinschreiben.
Oder man meint eben naturnahe Wildnis.
Und da, sage ich mal, reichen auch weniger als 20 Prozent.
Da bin ich wieder bei dem 10 Prozent.
Das heißt aber, ich habe dort einen Bereich, der völlig praktisch unzugänglich ist, wo gar keiner reinkommt.
Das wäre dann im Grunde eine Art Wildnisbereich.
Ob man den, ich bin totaler Wildnisfan, aber ob man den jetzt unbedingt bei einem Schulhof jetzt durchsetzen muss, habe ich auch meine Zweifel.
Also meine These ist, wir müssen eigentlich über das Leitbild von Innenhöfen nachdenken und nicht jetzt starren, naturnah oder irgendwas Dinge dort nehmen.
Der SPD-Antrag mit der Buga, sehr richtig, genau auf den Punkt, aber so wie ich die Beobachtungen jetzt habe im Buga-Aufsichtsrat, wird sowas ganz sicher ganz gern aufgegriffen werden.
Also ich habe dort keinerlei Sorge, dass das irgendeine Form in der Buga auch gestaltet werden wird.
Von daher habe ich mich gefragt, was mache ich jetzt eigentlich mit diesem Antrag?
Und ich habe mich jetzt einfach mal entschlossen, diesen Antrag so zu interpretieren, dass damit Mikroklimatisierung gemeint ist, mit einer großen Laubüberdeckung im Innenhof.
Und deswegen beantrage ich einfach mal, die Zahl 20 durch die Zahl 80 zu ersetzen.
Dann ist es, glaube ich, in der richtigen Richtung.
Meine damit aber nicht 80 Prozent Wildnisfläche, wo keiner mehr hintrampeln kann.
Vielen Dank.
4:04:07
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Herr Stadtrat Lichty, Frau Stadträtin Reutsch, die AfD hatte sich jetzt doch nach Ihnen.
Ist es okay, wenn Sie das Schlusswort kriegen?
Ja?
Dann, Herr Stadtrat Breuer, Sie haben das Wort.
4:04:19
Falk Breuer (AfD)
Auch gleich von hier.
Grünlichere Schulhöfe sind natürlich zu begrüßen.
Und wir würden natürlich auch immer lokale Initiatoren oder Initiativen dabei unterstützen, auch zum Beispiel über die Stadtbezirksbeiräte, wenn es sinnvoll ist.
Ein Antrag dazu ist meines Erachtens nicht notwendig.
Ich will es jetzt nicht weiter ausführen.
Der Herr Große hat ja schon sehr viel dazu gesagt.
Danke.
Danke auch dafür.
4:04:44
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Vor dem Schlusswort will ich das Verfahren nochmal erläutern.
PVP hat zum negativen Ausschussbericht einen Ersetzungsantrag gestellt.
Der Ergänzungsantrag der SPD bezieht sich auf diesen.
Deshalb würde ich den Ergänzungsantrag vor dem Ersetzungsantrag abstimmen und den Änderungsantrag
Herr Stadtrat Lichti, den Änderungsantrag, den Sie gerade mündlich eingebracht haben, der sich ja auf den Ersetzungsantrag Punkt 1 der PVP bezieht, würde ich als Änderung zu diesem dann mit dem Punkt abstimmen.
Punktweise Abstimmung war beantragt.
Es ist klar, wir haben das ja neulich im Ausschuss diskutiert.
Es ist ein Mehrheitsrecht des Stadtrates.
Deshalb frage ich, gibt es Konsens, dass wir punktweise abstimmen?
Das passt dann auch zu dem Änderungsantrag.
Sieht jetzt nicht so aus, als ob wir das ausdrücklich abstimmen müssen, das Verfahren viele nicken, niemand schimpft, dann machen wir das so.
Und bevor Sie jetzt das Schlusswort haben, bitte denken Sie nochmal an den Termin.
Ihr Antrag vom Juni sagt, bis zum 30.09.2026 vorlegen, das wird die Verwaltung nicht schaffen, das ist ja schon nächste Woche.
Vielleicht können Sie uns noch einen Termin zurufen, der realistischer wäre.
bis Jahresende, also 31.12.2026.
Das können Sie ja so ändern, das müsste da nicht abgestimmt werden.
Bitte schön, Ihr Schlusswort.
4:06:17
Jessica Roitzsch (PVP)
Ja, vielen Dank.
Also, Herr Große, Sie scheinen unseren Antrag nicht richtig gelesen zu haben.
Wir reden nicht davon, dass pro Schule 20.000 pro Jahr
an Förderung dran kommen soll oder jede Schule 20.000 pro Jahr bekommen soll, wäre schön, aber unrealistisch.
Es geht um 20.000 Euro pro Jahr für insgesamt das Schulhaushaltsbudget und nicht jede Schule einzeln.
Und auch haben Sie wahrscheinlich nicht unseren Ergänzungsantrag richtig gelesen, da steht das Fachförderrichtlinien auch gar nicht drin, eben um diesen bürokratischen Aufwand nicht zu betreiben.
Also vielleicht sollen Sie Anträge einfach richtig lesen, bevor Sie an irgendwelche Reden halten.
Ebenso Ökologe des
Ebenso ökologische Ausgleichsflächen bedeutet nicht, dass auf diesen Schulhöfen irgendwelche ökologischen Flächen da freigegeben werden.
Es bedeutet irgendwo eine Fläche zu entsiegeln oder sonst etwas.
Auch das kann man nachlesen.
Zum Thema Nachlesen.
Genauso können Sie nachlesen, was naturnahere Schulhöfe bedeutet.
Dazu gibt es ganz tolle Literatur.
Das kann man alles sehen.
Demzufolge ist es ein kleiner, netter Antrag, der Fehler aus der Vergangenheit revidiert, für die Zukunft unserer Schulen, unserer Schülerinnen, eine Möglichkeit gibt, dass sie sich selber gestalten können.
Und darum bitten wir einfach nochmal um Zustimmung zu unserem Antrag.
Vielen Dank.
4:07:36
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
So, das war das Schlusswort.
Jetzt die Abstimmung.
Also ich stimme, ich hoffe, ich habe das klar genug geschildert, jetzt von Punkt 1 bis zu Punkt 7 ab.
und würde mit Punkt 1 anfangen, also der Ersetzungsantrag Punkt 1 mit dem geänderten Datum Ende dieses Jahres.
Das haben wir vernommen.
Und dort hat der Stadtrat Lichti beantragt, 20 Prozent durch die 80 Prozent zu ersetzen.
Das muss ich natürlich zuerst abstimmen.
Wer stimmt diesem?
Und dann wird der Punkt 1 abgestimmt.
Alles klar?
Wer stimmt?
Wir stimmen jetzt über den Antrag von Herrn Lichti ab.
über den Änderungsantrag zu Punkt 1 und dann nochmal zu Punkt 1 und dann 1, 2, 3 und so weiter runter.
4:08:31
Dr. Kristin Kaufmann (Beigeordnete)
Gut, jetzt war es verständlich.
4:08:32
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Ich höre es ohne Mikrofon hier nicht.
Okay, also Änderungsantrag Lichti, Ersätze 20 durch 80 im Punkt 1 PVP.
Wer stimmt diesem Antrag zu?
4:08:57
Abstimmung
Ja
15 Stimmen
Dänhardt
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Lichdi
fraktionslos
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Nein
43 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Lorek
fraktionslos
Aschenbach
PVP-Kooperation
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Enthaltung
10 Stimmen
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Herpertz
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
4:08:58
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
ist abgelehnt.
Bei 16 Ja stimmen 43 Nein.
9 Enthaltung.
Jetzt kommt der Punkt 1 PVP.
Wer stimmt dem ungeänderten Punkt mit dem geänderten Datum zu?
Bitte.
4:09:23
Abstimmung
Ja
34 Stimmen
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Lichdi
fraktionslos
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Nein
35 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Lorek
fraktionslos
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
4:09:26
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
ist abgelehnt worden mit 34 zu 35.
Also ich lese es nicht immer vor, Sie sehen das.
Jetzt kommt Punkt 2 des Antrages, PVP.
Wer stimmt diesem zu?
Das ist offenkundig eine Mehrheit.
Sie sehen gleich nochmal das Ergebnis.
Ja, 47 Ja.
Punkt 3, PVP-Antrag.
ist auch eine Mehrheit.
Wir sehen gleich das Ergebnis.
4:10:13
Abstimmung
Ja
46 Stimmen
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Lichdi
fraktionslos
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Nein
22 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Lorek
fraktionslos
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
4:10:15
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Ja, gleiches Ergebnis.
Und jetzt kommt der SPD-Antrag.
Also zusätzlicher Punkt 4, SPD-Antrag.
Wer stimmt dem zu?
Punkt 4, SPD-Antrag.
4:10:36
Abstimmung
Ja
43 Stimmen
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Lichdi
fraktionslos
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Nein
22 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Lorek
fraktionslos
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Enthaltung
4 Stimmen
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
4:10:38
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Der hat ebenfalls eine Mehrheit.
Wir kommen zum Punkt 5 SPD-Antrag.
Er ist abgelehnt und wir kommen zum Punkt 6 SPD-Antrag.
4:11:22
Abstimmung
Ja
30 Stimmen
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Lichdi
fraktionslos
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Nein
35 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Lorek
fraktionslos
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Enthaltung
4 Stimmen
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
4:11:24
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Er ist ebenfalls abgelehnt und schlussendlich Punkt 7 des SPD-Antrages.
Wer stimmt diesem zu?
4:11:43
Abstimmung
Ja
29 Stimmen
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Lichdi
fraktionslos
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Nein
35 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Lorek
fraktionslos
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Enthaltung
4 Stimmen
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
4:11:45
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Er ist auch abgelehnt.
Dann haben wir ein Ergebnis, brauchen keine Gesamtabstimmung und ich schließe diesen Punkt.
Ich bedanke mich für die Diskussion und fahre jetzt in der Tagesordnung fort.
Beschluss
Zustimmung mit Änderung
TOP 9: Betrieb des Wohnheims für Auszubildende am Albert-Wolf-Platz
4:12:02
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Dort hat die CDU-Fraktion einen Änderungsantrag, Ergänzungsantrag, Entschuldigung, eingebracht.
Den rufe ich zuerst auf und dann geht es in der Reihe los mit den Grünen.
4:12:21
Mario Schmidt (CDU)
Sehr geehrte Frau Erste Bürgermeisterin, Entschuldigung, Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste.
Zum grundsätzlichen Thema Betreibung des Wohnheims will ich gar nicht so viel verlieren.
Das Azubi-Wohnheim, wir haben es im März grundsätzlich diskutiert, wir brauchen es.
Wir wissen auch alle um die Probleme, die es im Vorfeld gegeben hat und die es nach wie vor gibt.
Wir haben es vorhin in der Fragestunde ja auch noch einmal erlebt.
Das Handeln der Verwaltung war mehr als unglücklich in diesem Fall, aber es ist jetzt ohnehin nicht mehr zu ändern.
Wir haben jetzt relativ weit fortgeschrittene Pläne.
Es gibt noch keine wirklichen Planungen für das Haus.
Und wir haben eine Vorlage vorliegen, die uns als Stadt verpflichten soll, entsprechende Risikoabsicherungen zu übernehmen gegenüber der Stesat, die das Objekt bauen und betreiben soll.
Dort hat der Finanzausschuss schon entsprechende Veränderungen vorgenommen.
Dieses Budget wird also reduziert, was allerdings in der Vorlage glanzklammheimlich mitgemacht wurde.
Wir haben im Frühjahr die notwendige Toilette am Albert-Wolf-Platz noch mal mit beauftragt.
In der Vorlage steht jetzt drin, die ist wirtschaftlich nie darstellbar, zumindest aktuell nie abgesichert und ist deshalb auch nicht berücksichtigt.
Ich sage ganz klar, diese Toilette muss kommen und es gibt seit 2019 im Stadtbezugsbeirat oder aus dem Stadtbezugsbeirat heraus einen Antrag.
Entsprechendes Geld wurde damals dem Amt für Hochbau auch schon übertragen, 50.000 Euro waren das.
Diese Toilette ist bis heute nicht gebaut und deswegen soll der Stadtrat heute nochmal mit der Beschlussfassung sich dazu bekennen, dass diese Toilette jetzt auch wirklich in diesem Azubi-Wohnheim im Erdgeschoss mit eingerichtet wird.
Für die Baukosten stehen die 50.000 Euro im Amt für Hochbau zur Verfügung.
Die sollen dann gegebenenfalls aus dem Amt an die Stehsaat übertragen werden für die Errichtung der Toilette.
Das wird finanztechnisch sicherlich möglich sein, wenn es nochmal einen Beschluss des Stadtbezirksbeirates oder ein Votum bräuchte.
Aus meiner Sicht braucht es das nie.
Wenn das aber so wäre, dann kann man das sicherlich nachträglich noch einholen.
Und die Betreibung dieser Toilettenanlage soll dann, so wie wir es im Toilettenkonzept beschlossen haben, entsprechend auch an die KID übertragen werden.
Das soll entsprechend also geprüft werden.
Das ist der Punkt 7, den wir zur federführenden Ausschlussfassung nochmal mit anfügen wollen.
Als Punkt 8 habe ich nochmal aufgenommen, weil wir ja doch festgestellt haben, die Baukosten sind exorbitant hoch für dieses Haus, obwohl die Stesat das Gebäude ohne Grundstückskosten errichtet.
Also wir bekommen ein kostenfreies Grundstück der Stadt.
Und trotzdem reicht es irgendwie nie.
Deswegen muss man bei den weiteren Planungen nochmal alle Einsparpotenziale ausschöpfen.
Dazu gehört zum Beispiel auch die serielle Vorfertigung einzelner Gebäudeteile.
Kollege Schneider hat mich darauf hingewiesen, als in Rotenburg die Polizeischule jetzt die neue
das Wohnheim für die Polizeischule errichtet hat.
Dort sind ganz viele Teile seriell vorgefertigt worden und dadurch hat der Freistaat ordentlich Geld gespart.
Ich glaube, das kann man hier auch nochmal für einzelne Teile probieren.
Gleichzeitig kann man auch durchaus nochmal über die Gebäudehöhe reden.
Ich glaube, da kann man auch noch ein bisschen einsparen, wenn man vielleicht eine Etage weniger baut.
Ich habe gehört, dass es da wohl von der Stadtplanung andere Ansichten gibt.
Aber was die Höhe angeht, man will unbedingt die aktuell geplante Gebäudehöhe.
Aber ich glaube, wenn man dort Kosten sparen kann, sollte man dieses Potenzial nutzen.
Und ich glaube, man sollte auch noch mal final über den Ausstattungsgrad drüber schauen.
Das Ganze soll uns dann einfach zur Kenntnis gegeben werden.
Wir wollen da nie nochmal drüber beschließen, sondern es soll uns nachträglich nur zur Kenntnis gegeben werden.
Das sind die zwei Änderungen, die wir zum Antrag noch ergänzen wollen oder zur federführenden Ausschussfassung.
Und dann würden wir der Ausschussfassung auch so in der geänderten Form zustimmen.
Vielen Dank.
4:16:29
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Dankeschön, Herr Stadtrat Schmidt.
Grüne Fraktion, bei Bedarf, haben Sie solchen?
Bitte, Herr Stadtrat Schulze, Sie haben das Wort.
4:16:42
Torsten Schulze (GRÜNE)
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen Stadträter, liebe zukünftige Azubis und Fachkräfte.
Dresden hat mit den Big Fives dann Global Foundries, Bosch, Infineon, Xfab und auch dann demnächst ISMC eine in Europa einzigartige Unternehmensdichte in der Halbleiterbranche.
Das ist glaube ich unstrittig dann und ist ja letzten Endes auch dann die Grundlage.
Daneben, dass da dabei neben der Versorgung mit Medien insbesondere gut ausgebildete Fachkräfte die Basis für den Unternehmenserfolg und die weitere Entwicklung der Region sind, das ist auch glaube ich dann unstrittig an dieser Stelle.
Mit diesem Neubau dann des BSZ Elektrotechnik, der an der Stelle, kann man es durchaus nochmal mitnennen, mit Fördermitteln der EU, leider ohne Beteiligung dann des Freistaates Sachsen realisiert wird, gehen wir auch als Kommune an dieser Stelle eine große Vorleistung, um auch diese Infrastruktur für die Aus- und Fortbildung in modernen und diesen hohen Anforderungen entsprechenden Einrichtungen da auch zu schaffen.
Mit dieser Errichtung dieses Azubi-Wohnheimes dann in Polis schaffen wir außerdem noch diese notwendigen Unterbringungsplätze, um auch die Attraktivität Dresdens als Ausbildungsstandort zu verbessern.
Und die vorliegende Wirtschaftlichkeitsermittlung zeigt auf, dass die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen einen hohen Zuschussbedarf dann durch die Stadt bisher auch erfordern.
Deswegen sind wir auch hier nochmal nach vorne gegangen.
Um diesen Zuschussbedarf durch die Stadt zu reduzieren, halten wir folgende Punkte nochmal für ausgesprochen wichtig.
Die Sächsische Schülerunterbringungsleistungsverordnung, das ist ein extrem sperrischer Vergriff, heißt aber wirklich so, fördert aktuell im Moment nur noch Internatsplätze dann für Berufsschülerinnen, die hier bezuschusst werden.
Und deswegen sehen wir hier auch einen dringenden Novellierungsbedarf, dass entsprechend auch Studierende an dieser Stelle mit gefördert werden können und auch diese Unterbringung dann an dieser Stelle in diesen neuen Azubi-Wohnheim, oder dann wird es ja dann wahrscheinlich ein Azubi- und Studierendenwohnheim, entsprechend auch möglich ist.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal sagen, dass wir auch nicht in Konkurrenz zu dem Studentenwohnwerk gehen.
Das ist sehr gut ausgelastet und kann auch diesen hohen Bedarf an Nachfrage für Unterbringungsplätze bisher nicht mehr abdecken.
Das heißt, dass wir an dieser Stelle auch gut ergänzen können.
Ein zweiter Punkt ist die Ausweitung der Belegung durch weitere Berufsschulen.
Auf Anfrage erhielt ich durch die Schulleiterin des BSZ Agrarwirtschaft und Ernährung die Info, dass selbst von ihrer Schule auf der Canaletto Straße circa 50 bis 60 Azubis Plätze in diesen neu zu schaffenden Wohnheimen auch belegen würden.
Jetzt noch mal das Thema der Schulferien, dass dort eventuell ein höherer Leerstand ist.
Da wurde mir auch nochmal gesagt, dass in der Zeit der Schulferien durch das BSZ-Account Ernährung entsprechend auch Kurse angeboten werden und hier auch möglicherweise eine Belegung mit einer gewissen Auslastung auch nochmal mit garantiert werden kann.
In diesem Zusammenhang möchte ich an das SMK und das Lansdorf appellieren, dass bei der Planung des Teilschulnetzplans des Berufsschulzentrums zukünftig keine
Ich betone wirklich, keine weiteren Ausbildungsgänge und Ausbildungsplätze aus Dresden abgezogen werden.
Ich erinnere an die letzten Planungen.
Dort sollte Dresden weit über 1.000 Ausbildungsplätze abgeben, was, sage ich mal, eine Katastrophe in diesem Moment war.
Wir haben es reduzieren können auf 700, aber gerade im Prinzip im Blick auf diese Auslastung des Wohnheims, dann auch mit diesen dargestellten Situationen der Wirtschaftlichkeit, wäre es so,
Eine Planung, die uns dann wieder vorgelegt wird, wirklich dann eigentlich auch ein Faul durch den Freistaat.
Ein dritter Punkt ist nochmal die Beschlussphase des Finanzausschusses, dass dieses sogenannte Nutzen dieser Finanzierung ja nochmal mit vorschlägt.
Das sehen wir auch, sag ich mal, positiv dann, wünschen uns auch an der Stelle durch die Unternehmen, die dann auch hier ausbilden lassen, entsprechend auch eine Beteiligung, auch als ein Zeichen der Verantwortung dann für die, also der sozialen Verantwortung für diese Gesellschaft.
Zum CDU-Antrag, da würde ich gerne nochmal eine Aussage vom Bürgermeister dazu haben.
Also ob diese Toilette, die uns Kollege Schmidt hier nochmal vorschlägt, also inwieweit die sozusagen auch förderfähig wäre bei den Baukosten oder ob das sozusagen auch eine Förderfähigkeit oder eine separate Betrachtung dann nochmal nach sich ziehen würde.
Auch die Frage dann, wenn die dann dauerhaft
24 Stunden, sieben Tage dann die Woche zugänglich sein muss, was das auch dann auf die Sicherheitsbedingungen betrifft, also ob das eine Auswirkung hat.
Wir wollen ja immerhin auch dort nochmal mit dem Betreiber dann auch entsprechend Wachpersonal mit einsetzen.
Und bei dem Punkt 8, mit diesen Bauteilen, man kann ja wahrscheinlich so ein bisschen Baukosten sparen.
Wir wissen ja aber auch, dass so ein Wohnheim letzten Endes
Auch davon lebt, dass es sehr attraktiv ist und einen gewissen Standort für die Jugendlichen, teilweise auch die Minderjährigen, aufweisen sollte, damit auch diese Plätze tatsächlich in Anspruch genommen werden und nicht in anderen Wohnungen vielleicht nur WG oder andere Dinge angemietet werden.
Aus dem Grunde sind wir hier eigentlich
Wird man den Punkt ablehnen?
Es sind noch gute Hoffnungen.
Kommen Sie bitte zum Schluss.
Ich komme gleich zum Schluss.
Letzter Satz.
Wird man an der Stelle, glaube ich, den Planungen vertrauen und uns die anschauen?
Und dann können wir es vielleicht an dem Punkt noch mal diskutieren.
Vielen Dank.
4:22:16
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Für die Linke, Frau Stadträtin Stephan, bitte.
Frau Stephan hat das Wort.
Bitte die Kommunikation miteinander nicht so laut.
4:22:37
Anja Stephan (Die Linke)
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, liebe Kolleginnen und Kollegen, wir beschließen heute die nächsten Schritte für die Errichtung und Betreibung des Azubi-Wohnheims am Albert-Wolf-Platz.
Das ist ein wichtiger Schritt für die Entlastung des Dresdner Wohnungsmarktes, wenn auch leider erst ab 2030, aber immerhin.
Leider konnte bisher die wohnortnahe medizinische Versorgung nicht gesichert werden.
Das haben die Kollegen vorher schon angesprochen und wir haben das in der Fragestunde heute schon erürtert.
Verbunden mit dem Beschluss ist die Prüfung für die zukünftige Belegung und bzw. die Auslastung für die wirtschaftliche Betreibung.
Dazu hätte ich auch noch einen Vorschlag, der mit geprüft werden könnte.
Mir ist nämlich bekannt, dass
Jugendliche, die aus Einrichtungen der Jugendhilfe rausgehen, weil sie alt genug sind und nicht mehr in WGs betreut und begleitet werden, natürlich auch immer nach Wohnraum suchen.
Und auch dieser Punkt wird in dieser Stadt leider nicht genug gewürdigt, beziehungsweise diese jungen Menschen finden leider keinen geeigneten Wohnraum.
Wir könnten also auch hier an diesem Punkt vielleicht mit dem Jugendamt oder den Trägern der Freien Jugendhilfe, die solche Maßnahmen anbieten, ins Gespräch kommen, um die Auslastung zu sichern.
Das wäre mein Vorschlag.
Ansonsten finde ich, auch WCs bringen Erleichterung und dem stimmen wir zu.
Vielen Dank.
4:24:03
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Frau Frohwieser von der SPD-Fraktion ist die nächste Frau Stadträtin.
Haben Sie jetzt einen Antrag gestellt?
Frau Frohwieser, Sie haben das Wort.
4:24:14
Dana Frohwieser (SPD)
Frau Bürgermeisterin, sehr geehrte Stadträtinnen!
Ich denke, wenn wir heute erneut über das Azubi-Wohnheim sprechen, lieber Kollege Schulze von den Grünen, es ist ein Azubi-Wohnheim am BSZ Elektrotechnik und nicht für das BSZ Elektrotechnik, das stellt überhaupt niemand in Frage, dass dort alle Azubis aus der Stadt das gern nutzen können.
Denke ich, sollte man aber trotzdem nochmal ein bisschen grundsätzlich was sagen, weil das ist ja schon was Besonderes, mit dem wir uns heute hier erneut beschäftigen.
Es ist ein Bekenntnis zu unseren Auszubildenden, es ist ein Bekenntnis zur dualen Ausbildung, zur Zukunftsfähigkeit unserer Stadt und am Ende wollen wir auch den Stadtteil Proles damit aufwerten.
Wir investieren in unsere Auszubildenden und in die duale Ausbildung.
Das ist Fachkräftesicherung und ich denke auch unsere Verantwortung.
Dresden steht hier vor einer gewaltigen Herausforderung.
Bis 2030 sollen allein im sächsischen Hightech-Industriestandort bis zu 30.000 neue Fachkräfte gebraucht werden, hat die Wirtschaftsförderung Sachsen prognostiziert.
Wir investieren jetzt hier 136,2 Millionen in ein Berufsschulzentrum, 100 Millionen davon, auch das sollte man glaube ich nochmal sagen, sind Fördermittel.
Allein dieses Berufsschulzentrum mit einer Kapazität von 2200 Schülern, das ist ein Leuchtturmprojekt, gar keine Frage.
Aber es brauchen eben alle Azubis bezahlbaren Wohnraum, nicht eben nur die, die vielleicht in dieser Branche, in den großen Hightech-Unternehmen, die 1.300 Euro brutto am Ende des Monats haben, sondern auch die angehende Bäckerin, die mit einer Mindestausbildungsvergütung vielleicht nur 724 Euro bekommt, der Anlagenmechaniker, der im Schnitt 800 Euro im Monat bekommt.
Auch die leben in der Regel nicht bei Mama und Papa in Dresden.
In Dresden kostet ein WG-Zimmer, das wissen insbesondere auch die Studierenden, die welche suchen, in der Regel mittlerweile schon zwischen 400 und 500 Euro.
Das ist für viele Azubis schlicht und einfach nicht mehr bezahlbar.
Das ist eine soziale Schieflage, die wir nicht einfach so hinnehmen dürfen.
Und wir nutzen für dieses Projekt hier jetzt das Förderprogramm Junges Wohnen, man darf es ja auch nochmal wiederholen, ein Erfolg der so gescholtenen Ampelregierung, die im Bund auf Initiative der SPD eben gezielt genau dafür 500 Millionen Euro Bundesmittel jährlich, kofinanziert von den Ländern, den Kommunen ermöglichen, Wohnheimplätze für Auszubildende zu schaffen.
Ich denke, das ist gute Politik, das schafft Chancen, entlastet auch unsere Stadt und wir investieren damit in die Zukunft.
Dabei sind wir aber auch verantwortungsvoll und solide.
Wir haben im Bildungsausschuss als SPD einen Änderungsantrag eingebracht, der auch in der Beschlussempfehlung enthalten ist.
Die Finanzierung dieses Wohnheims darf natürlich nicht zu Lasten des Amtes für Schulen, des Schulbaus oder der Schulbudgets gehen.
Da darf es keine Umverteilung von Mitteln innerhalb des Bildungsbereichs geben.
Detaildebatten sollten jetzt aber nicht das Gesamtprojekt gefährden und wir erleben, wie hier unter anderem auch die CDU, aber auch andere Fraktionen sich in Detailfragen verlieren, Defizitdeckel, die Diskussion über die Ausstattung, die Frage, ob Minderjährige sozialpädagogisch betreut werden müssen.
Lassen Sie mich ganz klar sagen, sozialpädagogische Betreuung für Minderjährige ist keine Luxusfrage, das ist eine gesetzliche und pädagogische Notwendigkeit.
Wer hier sparen will, spart an der Sicherheit und am Wohl junger Menschen und das werden wir als SPD-Fraktion nicht mittragen.
Natürlich muss Wirtschaftlichkeit und Effizienz geprüft werden.
Wir dürfen dabei aber eben am Ende tatsächlich nicht das Ziel aus dem Auge verlieren, ein sicheres, bezahlbares Zuhause für Auszubildende, um ihnen den Start ins Berufsleben zu erleichtern.
Und am Ende, ich sagte es eingangs, wollen wir damit auch Prolis stärken.
Das ist Stadtentwicklung mit einem Kompass.
Das Wohnheim ist eben nicht nur ein Beitrag zur Ausbildung, sondern eben auch zur Stadtentwicklung.
Prolis ist ein Stadtteil mit Herausforderungen, aber eben auch ein Stadtteil mit Potenzial.
Masterplan Prolis ist schon angesprochen worden, das Programm Soziale Stadt, setzen auf Bildung, setzen auf Integration, setzen auf Infrastruktur, die bringt dieses Azubi-Wohnheim, die bringt junge Menschen mit neuen Perspektiven und eben auch wirtschaftliche Impulse in den Stadtteil.
Und wir signalisieren, wir investieren eben auch in Prolis, wir stärken dort den sozialen Zusammenhalt, wir machen Dresden gerechter und moderner.
Das Azubi-Wohnheim ist ein Zukunftsprojekt, es sichert Ausbildung, Fachkräfte und es entlastet junge Menschen, es stärkt Proles und nutzt gezielt die Bundesförderung.
Lassen Sie uns gemeinsam diese Verantwortung übernehmen, für die Auszubildenden, für Dresden und für unsere Zukunft.
Vielen Dank.
Danke.
Ihnen wünscht das Team Zastro das Wort.
Offensichtlich nicht, Herr Hecker.
BSW, Sie hatten schon angekündigt und haben das Wort.
4:28:46
Dominik Hecker (BSW)
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Kollegen hier im Raum.
Ja, wir erleben hier einen sehr beschleunigten Vorgang, sozusagen.
Man will schnell die Betreibung loswerden, sozusagen.
Am 11.8. ist es in Gremienlauf gegangen, Finanzausschuss und Bildung.
So, und heute stehen wir dann schon hier.
Und ja, und jetzt überlegen wir,
schnell mal, wie die Wirtschaftlichkeit ist, dieses Wohnheims.
Und da muss man dann schon doch sagen, dass man sich da doch einen teuren Klotz ans Bein nagelt, so würde ich das mal bezeichnen.
Es ist so, dass, wie Frau Frohwieser auch schon gesagt hat, eine zukunftsfähige Sache für Brolles, so eine Berufsschule ist eine sehr, sehr wichtige Sache.
Aber man muss auch mal sagen, warum ist denn das alles so schnell von heute auf morgen passiert?
Das würde wahrscheinlich mit einer anderen Schule nicht so passieren.
Da hängt natürlich von ganz oben ein Haus Segen dran und das sollte man auch immer berücksichtigen.
So und jetzt kommt die Sache.
suchen wir uns hier so ein oder bestellen wir so ein Wohnheim.
Aber viele Dinge sind auch noch ungeklärt.
Also die Betreibung steht noch nicht so richtig fest.
Also wie das realistisch betrieben werden kann mit den 320 Azubis.
Und auch ein hohes Defizit kann dranhängen, wenn es nicht so funktioniert, wie es sich gedacht ist.
So und da haben wir zum Beispiel bei so einem Szenario, was ja noch okay ist, haben wir eben in Höhe von 700.000 Euro jedes Jahr ein Defizit und darüber sollte man ja auch mal sprechen in diesen Zeiten.
Nichtsdestotrotz, also im Finanzausschuss wurden ja auch noch zusätzliche Forderungen gestellt und das auch noch mal ausgesprochen.
Ich bin nicht im Finanzausschuss, aber ich habe das gelesen sozusagen und ja, da spricht man ja von Deckelung des Finanzzuschusses und von Beteiligung von Unternehmen, was auch sehr, sehr wichtig ist, weil da geht es nämlich auch los, dass das alles sehr offen ist.
Genauso offen ist eine Zweck-, also eine Mischung von dieser Nutzung des Wohnheims.
Und da ist zum Beispiel so, könnte man Studenten mit einziehen lassen, aber da gibt es keine Förderung sozusagen, weil das ist speziell auf das Wohnheim ausgelegt.
So, und jetzt haben wir ja im März einen Beschluss gehabt,
Und den ignorieren wir eigentlich hier.
In dem geht es nämlich darum, dass hier zwei Sachen gegeneinander ausgespielt werden.
Also das Wohnheim schön und gut und das klingt auch alles wunderbar, so für die Azubis was zu schaffen.
Wäre auch ganz gut, wenn das zügig vorankommt und auch, sage ich mal, mit Eröffnung des Berufsschulzentrums dann stattfinden kann, diese Wohnraumbetreuung sozusagen.
Aber wie gesagt, also wir spielen hier zwei Sachen gegeneinander aus und das ist furchtbar, weil 15.000 Patienten werden durch dieses hausärztliche Zentrum dort versorgt und das fällt weg, das soll wegfallen.
Und das ist eine Sache, die tun wir als Stadtrat so einfach dann in Kenntnis nehmen.
Und das kann einfach nicht sein.
Wir haben ja heute auch gehört, dass es nicht diese adäquaten Angebote gab für die Ärzte, die dort tätig sind und dass es auch schwierig ist.
Und es ist auch so, dass
dass es nach Proles nicht unbedingt jetzt sich ein Arzt so schnell finden lässt, also der dann dort in diese Siedlung ziehen will.
Wir haben dort Probleme mit dem Sozialraum quasi, also ist auch alles analysiert worden, dass es dort Einkommensarmut gibt.
dass es dort viele ältere Leute gibt, die auch mobilitätseingeschränkt sind.
In dem Zusammenhang, ich habe vor Ort auch mich mit Älteren unterhalten, die dort den Arzt ... Und ich komme jetzt zum Schluss gleich, noch zwei Sätze so.
Und es ist furchtbar, da zu hören, zu sagen, die gehen jetzt über die Straße, ist alles okay und jetzt fällt das weg, müssen mit dem Taxi vielleicht durch die Stadt fahren, weil sie einen Hausarzt suchen.
Ja, die Stadt, dachte ich, sieht sich in der Pflicht, da was zu tun.
Deswegen gab es ja auch dieses...
Hatten versprochen, zum Schluss zu kommen?
Ja, also es gab ja viele Ansätze, wo man, sag ich mal, das schaffen wollte, dass man eine Ersatzlösung findet, aber es nicht passiert.
Okay, letzter Satz noch.
4:34:38
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Bitte jetzt zum Schluss kommen.
4:34:41
Dominik Hecker (BSW)
Es ist für mich in solchen Zeiten, wo es eben sehr, sehr schwierig ist und wo auch, sag ich mal, Gerechtigkeit und Verteilungsprobleme zum Himmel schreien.
4:34:52
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Bitte zum Schluss kommen.
4:34:54
Dominik Hecker (BSW)
Eine schlimme Sache und damit ende ich auch und hoffe, dass man da einen Blick behält.
Danke.
4:35:04
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Fraktion FDP, Freie Bürger, Herr Dr. Mende, Sie sind bei Bedarf gemeldet.
Kein Bedarf jetzt.
PVP-Frau, Stadträtin Herpels, Sie haben das Wort.
4:35:24
Anne Herpertz (PVP)
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, werte KollegInnen, liebe Menschen hier im Saal und im Stream.
Die Errichtung von einem Azubi-Wohnheim ist grundsätzlich einfach jetzt wirklich eine, ich muss einfach sagen, eine coole Sache, mal wirklich eine
Was heißt Top-Idee?
Aber einfach mal eine tolle Sache.
Für Studis ist es ja relativ selbstverständlich, sage ich mal, seit einer Weile.
Aber wir haben nun mal die Situation in Sachsen, es findet so viel Peripherisierung statt.
Es ist nicht mehr möglich, dort noch bei den Eltern zu wohnen, wenn man eine Ausbildung machen will und Ähnliches und diese Möglichkeit zu vergrößern.
Finde ich wirklich, wirklich super.
Ich will nur auf eine kleine Sache noch eingehen, was mich wirklich enorm gefreut hat, auch im Finanzausschuss, wie wir das noch irgendwie zusammengekettet haben an der Stelle.
Und das ist tatsächlich die Angst davor, dass die Kosten zu hoch sind, aber gleichzeitig die Möglichkeiten der Nutznießerfinanzierung mit in den Raum zu stellen.
Ich weiß, dass dieses Wort bei vielen vermutlich was auslöst, was sonst der Teufel wie das Weihwasser gescheut hat.
Wir haben das an sehr vielen Stellen schon gesagt.
Ich finde es super, dass das hier drin ist und zwar in der Gestalt, dass Unternehmen natürlich eine Verantwortung für ihre Auszubildenden haben und tatsächlich nicht nur einen, ich möchte denen die Verantwortung überstülpen, sondern die bringen sie selber mit.
Herr Donauser hatte selbst auch berichtet in Görlitz und Co., die Unternehmen wollen das auch tatsächlich an der Stelle ihren Auszubildenden dabei zu helfen,
besser zu wohnen oder günstiger zu wohnen oder überhaupt nach Dresden ziehen zu können.
Und das steckt ja auch dahinter.
Natürlich profitiert ein Unternehmen davon, wenn die Auszubildenden nicht jeden Morgen anderthalb Stunden pendeln müssen und ähnliches.
Deshalb ist das eine wunderschöne Sache.
Ich freue mich, in der Zukunft noch viel häufiger das Wort Nutzen dieser Finanzierung zu lesen.
Das war jetzt der eine kleine Sprung, den man mal machen kann.
Da freue ich mich super drauf und ich freue mich noch auf viel mehr Verantwortungsübernahme im Sinne der Nutzen dieser Finanzierung.
Dankeschön.
4:37:17
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Vielen Dank, das war kurz und knapp.
Wünscht die AfD-Fraktion das Wort?
Nein?
Herr Stadtrat Schneider nochmal aus der CDU-Fraktion, bitte.
4:37:32
Denny Schneider (CDU)
Vielen Dank, Frau Zweite Bürgermeisterin.
Ich möchte es auch ganz kurz machen, aber ich fühle mich nach der sehr langatmigen Rede von Ihnen, Herr Hegger, genötigt, nochmal nach vorne zu gehen.
Also,
Als Stadtrat und Stadtbezirksbeirat aus dieser Gegenpolis freue ich mich, dass Sie endlich mit in der Debatte dabei sind.
Ich hätte mir das auch schon viel eher gewünscht.
Wir haben schon vor langer Zeit über das Ärztehaus gesprochen.
Es lief eine Petition.
Also irgendwie hätten Sie davon schon mitkriegen können.
Dann wohnen Sie in Polis.
Ich habe Sie bei Stadtbezirksbeiratssitzungen auch noch nie dabei sitzen sehen.
Jetzt sagen Sie in Ihrer Rede zu Recht, Ihre Sorgen und auch, dass das nicht so schön ist.
Das haben wir hier auch schon alle getan im März und auch über die Sommerpause hinweg liefen die Diskussionen.
Dass das alles für Sie sehr schnell ging, wundert mich nicht, nachdem ich Ihren Redebeitrag folgen konnte und Ihren Gedanken kreisend mitbeobachtet hatte.
Es tut mir leid, Sie sind jetzt zu spät.
Das Ärztehaus, das ist auch leider schon vorbei.
Wir müssen jetzt über das Studentenwohnheim reden und da bitte ich, dass wir hier zu einer Entscheidung kommen, dass wir eine Entscheidung für unsere Azubis treffen, egal von welcher Schule Sie kommen, und dass wir eine Entscheidung für diesen Stadtteil treffen
Und das ist nun mal das Azubi-Wohnheim an der Stelle, wo das Ärztehaus einmal war.
Danke.
4:38:56
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Es gibt jetzt keine Wortmeldung mehr.
Sie können abstimmen.
Ich würde jetzt zuerst den ergänzenden Änderungsantrag zum Ausschussbericht zur Abstimmung stellen und dann nochmal die Gesamtabstimmung mit dem Ausschussbericht machen.
Herr Kühn hat mir signalisiert, dass er das Wort nicht wünscht und dass die Stadtverwaltung den Beschluss prüfen wird.
Deshalb habe ich ihn jetzt nicht aufgerufen.
Danke für die Nachfrage.
Er nickt also.
Ja, also es wird geprüft.
Sie werden die Ergebnisse dann hören im Bericht.
Abstimmung ist klar.
Wer stimmt dem Änderungsantrag der CDU zu?
Frau Ringler, es gab doch noch eine Nachfrage.
Wir wollten ja noch punktweise Abstimmungen beantragen für den Ergänzungsantrag von der CDU.
Zum Ergänzungsantrag, aber nicht zum Ausschussbericht.
Also die drei Punkte, die hier beantragt worden sind,
Gibt es dazu Widerspruch seitens des Stadtrates?
Wird eine Abstimmung gewünscht?
Das sehe ich nicht.
Dann machen wir es punktweise.
Also Punkt 7, CDU-Antrag, die Ergänzung.
Wer stimmt dieser zu?
Das ist die Mehrheit.
Sie werden gleich die Zahlen nochmal sehen.
4:40:16
Abstimmung
Ja
60 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Nein
3 Stimmen
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
4:40:17
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Da sind Sie und ich rufe Punkt 8 CDU-Antrag auf.
Wer stimmt diesem zu?
Das ist auch die Mehrheit bei mehr Gegenstimmen.
4:40:36
Abstimmung
Ja
51 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Nein
12 Stimmen
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
4:40:36
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Und nun stimme ich den so ergänzten Ausschussbericht zur Abstimmung.
Wer stimmt insgesamt zu?
4:40:56
Abstimmung
Ja
54 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Enthaltung
10 Stimmen
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Beschluss
Zustimmung mit Änderung
Ja
54 Stimmen
TOP 13: Nutzungskonzept innerstädtischer Plätze für Sondernutzungen am Neumarkt
4:41:00
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Vielen Dank.
Ich schließe diesen Tagesordnungspunkt und rufe Punkt 13 auf.
Nutzungskonzept innerstädtischer Plätze für Sondernutzung auf öffentlich gewidmeten Straßen des Neumarkts.
Jetzt beginnt die linke Fraktion.
Wünschen Sie das Wort?
Nein.
Wie ist es bei der SPD?
Wort gewünscht?
Nein.
Team Zastrow, Wort gewünscht?
BSW, Herr Böhme, bei Bedarf, haben Sie solchen?
Nein.
FDP, Freie Bürger, Wort gewünscht?
Nein.
PVP, Wort gewünscht?
Nein.
AfD, Wort gewünscht?
Aber die CDU, Herr Stadtratgarten, Sie haben das Wort.
4:41:43
Steffen Kaden (CDU)
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, ein paar Worte möchte ich zu dieser Vorlage schon sagen.
Man kann sich ja mal den Verlauf des Anliegens der Stadtverwaltung anschauen.
Es geht ja um die Nutzungsmöglichkeiten am Neumarkt.
Und da stellen wir fest, dass dieses Thema seit April 2024 uns als Stadträte beschäftigt.
Und die Frage, die man sich an dieser Stelle noch mal stellen kann und unbedingt sollte, ist, warum hat das jetzt so lange gedauert?
Jetzt haben wir doch einen Ausschussbericht, der eindeutig ist, woran hat es denn gelegen?
Und da möchte ich gerne noch mal zwei Ursachen hier benennen, weil sie, denke ich, auch für zukünftige Entscheidungen von Bedeutung sein werden.
Wenn Sie sich die Ursprungsvorlage anschauen, stellen wir fest, dass es darum die Ausschreibung einer Dienstleistungskonzession ging, was jetzt zum Glück gemündet ist in einem Interessensbekundungsverfahren.
Und so wie wir bei der
Aneignung der Filmnächte schon einen großen Kampf aufgemacht haben, haben wir das hier auch getan, weil wir nach wie vor der Meinung sind, dass der Palais-Sommer eben nicht verstaatlicht gehört, indem sich die Stadtverwaltung das kulturelle Konzept aneignet und dann meistbietend auf den Markt wirft im Rahmen einer Dienstleistungskonzession und damit selbst Veranstalter wird.
Sondern das haben wir von vornherein gerügt und wir haben auch durchgehalten.
Und es hat dazu geführt, dass der Oberbürgermeister dann dieses Kräftemessen beendet hat, und zwar im Februar 2026 und mit einem Änderungsantrag Abhilfe geschaffen hat.
Und der ist auch zustimmungsfähig.
Der zweite Grund, warum diese Vorlage so lange gebraucht hat, ist das Thema Terrorschutz.
Und auch hier haben sich die Ausschüsse in der Kraftprobe mit der Stadtverwaltung ausreichend gefestigt gezeigt, worüber ich sehr froh bin, indem wir eben auch bei dieser Vorlage Wert darauf gelegt haben, dass Kosten für Veranstalter für die Nutzung von Terrorsperren nicht erhoben werden, was ja bis in den Juni diesen Jahres gängige und rechtswidrige Praxis der Stadtverwaltung gewesen ist.
Und insofern hat es eine Weile gebraucht.
Ich glaube, wir haben diese Kraftprobe mit der Stadtverwaltung alle gemeinsam gut bestritten.
Wir haben sie am Ende auch gewonnen.
Und insofern haben wir jetzt einen Ausschussbericht, dem man zustimmen kann.
Ich bitte um Zustimmung.
Vielen Dank.
4:44:31
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Danke Ihnen.
Und jetzt Herr Stadtrat Schulze, Grüne Fraktion, abschließend in der Fraktionsrunde.
4:44:40
Torsten Schulze (GRÜNE)
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen Stadträte, der Wiederaufbau des Neumarktes ist wirklich eine herausragende städtebauliche Leistung der letzten Jahrzehnte.
Und insbesondere auch mit dem Wiederaufbau der Frauenkirche haben wir hier nochmal ein Ort geschaffen, mitten im Stadtzentrum, was eine internationale Aufmerksamkeit und auch Bedeutung letzten Endes für diesen Ort mit schafft.
Wir haben mit dem Wiederaufbau der Faulkirche auch solche Themen wie Frieden und Versöhnung an dieser Stelle mit betont.
Warum sage ich das dann?
Weil genau auch dann solche Themen letzten Endes dann auf diese Veranstaltungen, die dort nochmal stattfinden sollen auf dem Neumarkt, eine sehr hohe Bedeutung und noch eine Ausstrahlung haben.
Das zeigt auch diese Vorlage und das zeigt im Prinzip auch dann diese einzelnen Veranstaltungen, die bisher sozusagen jetzt nochmal als möglich dann auch eingestuft worden sind.
Also so etwas belanglosere Dinge dann jetzt dann, oder auch, sag ich mal, ja, also dass man eben halt, sag ich mal, tatsächlich eine sehr kulturelle, sehr kulturvolle und sehr kulturelle dann Nutzung an dieser Stelle mitbringen möchte dann, insbesondere auch dann noch mit den Museen dann und Kunstsammlungen, die da doch in unmittelbarer Nähe sind.
In diesem Kontext
So stehen wir auch diesen Weihnachtsmarkt, den wir an dieser Stelle hochwertig gestalten wollen.
Das war immer wieder ein Thema.
Für dieses jetzt gefundene Konzept war tatsächlich dann, also da hat auch Kollege Garten ja schon dazu gesprochen, ein wesentliches Thema diese Veranstaltungssicherheit.
Ja, das ist abgeräumt worden dann an dieser Stelle.
Man muss aber auch wirklich an der Stelle immer noch mal wieder betonen, dass wir das sozusagen als Kommune hier gerade leisten und dass sich auch dann der Freistaat, dann die sächsische Polizei, der Innenminister immer noch nicht mit diesem Thema so ordentlich befasst hat dann und uns hier als Kommune an der Stelle auch noch mal unter die Arme greift.
Wir bezahlen das alles alleine.
Wir machen das dann auch, damit überhaupt Veranstaltungen stattfinden.
Und es geht auch nochmal darum, dass man bei dieser Ausschreibung, bei diesen Interessenbekundungsverfahren letzten Endes überhaupt auch erstmal eine Möglichkeit schafft, dass nicht ein Bieter schon mit sehr, sehr hohen Voraussetzungen oder mit sehr, sehr hohen Kosten dann praktisch in die Ausschreibung reingeht, was diese Sicherheitseinrichtungen betrifft.
Wir werden demnächst noch mal dazu zusammensitzen, um auch diese einzelnen Kriterien für eine sehr kulturvolle, sehr gute, vielfältige Bespielung der Veranstaltungen im Sommer hier noch mal auf den Weg zu bringen und wünschen uns auch, dass mit diesem jetzt angepassten und kostenmäßig vertretbaren Konzept letzten Endes eine hohe Beteiligung bei dieser Ausschreibung, bei dieser Interessenbekundung auch stattfindet und wir an dieser Stelle tatsächlich auch in den Sommermonaten sehr viele
sehr bunter und sehr auch kulturvolle, vielfältige Veranstaltungen auf diesem Neumarktland, auf diesem sehr wichtigen Platz bekommen.
Von der Seite soweit auch unsere Zustimmung von unserer Fraktion.
Vielen Dank.
Danke Ihnen, Herr Schäuble.
4:47:47
André Schollbach (Die Linke)
Frau Zweite Bürgermeisterin, meine Damen und Herren, Herr Kaden hat es jetzt noch mal geschafft, mich zu motivieren, doch noch mal in die Bütt zu gehen.
Es gibt zwei Punkte, mit denen man sich auseinandersetzen muss.
Also er hat hier ja scharf polemisiert.
gegen den Vorschlag der Stadt, Konzessionsverträge zu vergeben.
Er sprach da sogar von, Achtung, Verstaatlichung.
Böse, böse.
Ich verweise mal darauf, dass in dieser Stadt Jahr für Jahr eine ganze Menge an Weihnachtsmärkten stattfinden.
Und zwar, weil der Stadtrat zuvor
Konzessionen davor dafür vergeben hat.
Interessanterweise sprechen Sie diesbezüglich nicht von Verstaatlichung.
Da legen Sie eine ganz andere Älle an.
Das verwundert doch.
Das zweite ist, wissen Sie, Sie verschweigen natürlich auch Wesentliches.
Denn die Stadtverwaltung hat ja ihre Intention für ihren Vorschlag,
den sie ursprünglich gemacht hatte, mit der Konzessionsvorgabe durchaus erläutert.
Sie hat nämlich die begründete Sorge, dass wenn man bestimmte Sachen weiter über Sondernutzungen regelt, dass es eben gerade nicht rechtssicher ist, dass möglicherweise andere Interessenten dort einfach auch störende Bewerbungen abgeben könnten.
und hat deshalb auch im Sinne des Erhalts bestehender Veranstaltungen agiert.
Das sollte man hier nicht unerwähnt lassen.
Es war also sozusagen kein böswilliger Akt der bösen Stadtverwaltung, sondern die haben sich Gedanken gemacht und Vorschläge entwickelt, wie sie etwas Gutes möglichst sichern können.
Und dann noch etwas.
Sie haben hier angeführt den großen Kampf mit der Stadtverwaltung.
Das klingt dann so herrlich abstrakt, dieses böse Ungeheuer, mit dem wir uns ja auseinandersetzen müssen.
Aber an der Spitze der Stadtverwaltung, da steht der Herr Oberbürgermeister Hilbert von der FDP.
Den haben Sie damals ganz eifrig unterstützt, als es darum ging, ihn wieder ins Amt zu bringen.
Ich kann verstehen, dass Ihnen das inzwischen ein bisschen peinlich ist und dass Sie daran nicht mehr so gerne erinnert werden wollen.
Aber nennen wir doch die Sachen beim Namen.
Jede Verwaltungsvorlage trägt eine Unterschrift.
Das ist Dirk Hilbert.
Er trägt die Verantwortung, wenn hier Vorlagen eingebracht werden.
Seine Vorlagen, ohne seinen Willen geschieht das nicht.
Und insofern, mit ihm findet die Auseinandersetzung statt.
Das müssen wir nochmal auf den Punkt bringen an dieser Stelle, damit wir hier Klarheit haben, lieber Herr Kahden.
Dann nochmal was zu dieser Terrorschutzdebatte.
Wir haben sie ja im Stadtrat ausführlich geführt.
Wir mussten sie anhand dieser Vorlage erneut
führen und ich will es hier auch noch mal ganz klar benennen.
Letztlich haben wir jetzt hier die Lösung gefunden, dass wir als Landeshauptstadt Dresden die Kosten übernehmen, dass wir damit die Veranstaltungen absichern.
Es ist auch richtig, die Veranstaltungen abzusichern, aber es ist nach wie vor ein Problem, dass sich hier die staatliche Ebene, sprich der Freistaat, einen schlanken Fuß machen und sich, obwohl sie zuständig wären,
für die Sicherheit, für die Gefahrenabwehr durch die Polizei dem Ganzen entziehen.
Und der Innenminister, wer ist das im Freistaat Sachsen?
CDU.
Und der Finanzminister, wer ist das im Freistaat Sachsen?
CDU.
Also insofern, wenn wir da die Kritik äußern, sollten wir sie auch ganz klar adressieren.
Es gibt
Parteien, die haben Verantwortung und der werden sie eben nicht in dem ausreichenden Maße wahr.
Und das sollten wir auch in aller Klarheit so benennen.
Frau Arnert, vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
4:51:48
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Da sich jetzt niemand mehr meldet, vielen Dank, können Sie abstimmen.
Wer stimmt der Vorlage federführende Ausschussbericht zu?
Es ist auf jeden Fall eine Mehrheit.
Wir sehen gleich nochmal das Ergebnis.
4:52:11
Abstimmung
Ja
53 Stimmen
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Lichdi
fraktionslos
Cası ry.
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Enthaltung
16 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Lorek
fraktionslos
4:52:13
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
53 Jahre und 16 Enthaltungen.
Vielen Dank dafür.
Beschluss
Zustimmung
Ja
53 Stimmen
TOP 14: Entwicklungskonzept für Areal der ehemaligen Staatsoperette Dresden
4:52:22
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Gesamtkonzeptentwicklung des Areals der ehemaligen Staatsoperette Dresden.
Es gibt hier zwei Anträge, mit denen würde ich anfangen.
Einen Änderungsantrag die Linke und einen Ergänzungsantrag der CDU.
Und wenn die vorgestellt sind, startet dann in dem Fall die SPD-Fraktion in die Reihenfolge.
Also die Linke, Frau Stadträtin Stephan, bitte.
4:52:54
Anja Stephan (Die Linke)
Frau Zweite Bürgermeisterin, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, ich will es ganz kurz machen.
Zum einen möchte ich gerne würdigen den Prozess um die Entstehung zu diesem Gelände und dass wir jetzt einen Vorschlag haben, wie das Operettengelände neu gestaltet werden kann.
Das freut uns sehr, dass es zum Stadthalz hat.
Darf ich auch einen ganz kleinen Moment?
Die Geräuschkulisse ist wieder sehr laut.
Das höre sogar ich hier.
Das sollte kein Grund sein, uns hier im Raum nicht zuzuhören.
Frau Stadträtin Stephan hat das Wort.
Ich würde es ja kurz machen.
Alles gut, ich fange gleich nochmal an.
Entschuldigung, wird angenommen, Sie haben das Wort und ich lege das dann bei der Redezeit auf.
Vielleicht sagen Sie mir kurz, wo der OB trinken ist, dann können Sie sich alle... Ah ja, Pichelmännel, alles klar, ist natürlich wichtiger.
Ich freue mich sehr, dass wir jetzt heute hier über die Entwicklung des Stadtteilzentrums reden, dass das Operettengelände zum Stadtteilzentrum weiterentwickelt wird.
Ich möchte an dieser Stelle vor allem der Bürgerinitiative Alte Operette danken, die sich seit Jahren
wirklich seit vielen Jahren mit großem Engagement und Sachkenntnis für die Wiederbelebung dieses sehr trostlosen Areals eingesetzt hat.
Und ich bitte die Stadtverwaltung darum, diese Initiative weiterhin in die Entwicklung einzubeziehen und wünsche der Initiative weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit.
Zu unserem Änderungsantrag.
Wir haben heute schon an vielen Punkten gehört, dass sozialer Wohnraum knapp ist, dass Wohnraum insgesamt knapp ist, aber insbesondere eben sozialer Wohnraum knapp ist.
schlagen wir Ihnen vor und beantragen, dass wir im Beschlusspunkt 2 den sozialen Wohnungsbau ergänzen.
Ihnen liegt das ja vor.
Ich würde es einmal kurz vorlesen.
Der Stadtrat beschließt, Teilflächen im Bereich der ehemaligen Staatsoperette Leuten entsprechend der in Anlag dargestellten
Kriterien zum Verkauf, zur Errichtung von sozialem Wohnungsbau und von Erschließungsanlagen konzeptionell auszuschreiben.
Wir versprechen uns davon, dass wir mit sozialem Wohnungsbau dort auch Entlassung und Erleichterung für den gesamten Wohnraum in der Stadt Dresden erzielen.
Wir sollten als Stadt an den Punkten, wo wir können, nämlich an den Punkten, wo wir städtische
Liegenschaften zur Betreibung und zur Errichtung ausschreiben, sozialen Wohnungsbau mit fordern und einfordern und ich bedanke mich für Ihre Zustimmung.
4:55:32
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Vielen Dank und jetzt Frau Stadträtin Arnott mit dem Ergänzungsantrag der CDU-Fraktion.
Sie haben das Wort.
4:55:42
Heike Ahnert (CDU)
Sehr geehrte Erste Bürgermeisterin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, schön, dass Sie sich für die Themen dieser Stadt interessieren.
Mein Herzensthema am Anfang meiner Zeit als Stadtrat war das Areal Operette Leuben.
war eines unserer wichtigsten Themen vor Ort, ist ein Herzensthemen für die Menschen im Dresdner Osten, weil klar war, wenn die Operette weggeht, was machen wir an dieser Stelle?
Und nun haben wir erlebt, dass zehn Jahre lang
die Stadtverwaltung hier sich verzettelt und verplant hat.
Wir haben nämlich hier das damals Schwierige geschafft, dass der Stadtrat einen einstimmigen Beschluss gefasst hat, schon ein halbes Jahr bevor die Operette ausgezogen ist aus Alt-Leuben, aus diesem schönen alten Standort.
haben wir die Diskussion aufs Gleis gesetzt und es gab dann einen einstimmigen Stadtratsbeschluss.
Nun, dann hat die Verwaltung eine Menge anderes getan.
Wir waren uns damals ganz sicher, wir wollen an dieser Stelle Wohnraum schaffen.
Da war auch die Linke intensiv mit im Gespräch.
Wir haben viele Diskussionen vor Ort geführt und wir haben sehr bewusst nicht damals in den Beschluss geschrieben, soziale Wohnungen, weil wir mit den Leuten vor Ort im Gespräch waren und weil wir genau hier in Leuben eben bereits einen sehr, sehr hohen Anteil an Sozialwohnungen haben.
Sondern wir haben gesagt, altersgerechtes Wohnen
Das ist etwas, was wir hier in Leuden wirklich brauchen.
Und wir haben gesagt, wir wollen eine Konzeptausschreibung.
Wir wollen an dieser Stelle dafür sorgen, dass es wieder eine öffentliche Nutzung gibt, dass es Belebung gibt, dass es hier, und da sind wir heute noch der Meinung, dass es Raum braucht für Kultur, für Bildung, für Lesungen, für die Vereine, für das Ehrenamt an dieser Stelle.
Und nach wie vor,
Gibt es den Bedarf für das Stadtteilhaus?
Was es nicht mehr gibt, ist der Kopfbau, in dem wir uns das ursprünglich vorgestellt haben.
Der Brand verändert nun die Lage erheblich, er sorgt aber auch dafür, dass wir 9 Millionen Euro von der Versicherung zur Verfügung haben.
nach Aussage der Stadtverwaltung nur drei Jahre lang, wenn wir entsprechend bauen.
Und deshalb haben sie uns im Eilverfahren, und das will ich durchaus loben, gezeigt, dass Verwaltung, wenn sie will und wenn alle zusammenarbeiten, verdammt schnell sein kann.
Also diese Vorlage und die Planung, die wir jetzt haben, die hätte unter normalen Umständen wahrscheinlich ein Jahr länger gedauert, vielleicht auch noch länger.
Dabei ist aber auch ein bisschen was runtergegangen.
Und das eine ist, und das haben wir jetzt an den Stellen vorher schon ein Stück weit bereinigt, dass wir sagen,
In der Gesamtentwicklung war damals auch von uns schon berücksichtigt das Areal für Wackerläuben.
Wackerläuben hat im Moment eine Situation, die man sich gar nicht so richtig vorstellen kann.
An der Seite vom Fußballfeld gibt es eine Baracke, sehr klein, da kann man sich umziehen und dann läuft man am Fußballfeld vorbei und dann geht man in das schicke alte Gebäude und da sind unten dann die Duschen drin.
Wackerläuben hat sich hervorragend entwickelt, trotz dieser Situation.
Aber uns allen muss klar sein, das ist auf die Dauer keine Situation, also braucht es für Wackerläuben da ein entsprechendes Multifunktionsgebäude und daran waren wir uns damals in der Perspektive einig und das sollten wir auch heute sein.
Und deshalb gibt es schon eine Veränderung.
Wir sind uns auch ganz sicher, dass es das braucht.
Aber die Gegenfinanzierung, mal so ganz schnell in wenigen Wochen zu sagen, das finanzieren wir über den Verkauf des Rathauses in Leuben, das geht dann doch ein Stück schnell.
Denn die wichtigen Fragen, die konnten den Kollegen in AV nie beantwortet werden.
Nichts Genaues zu den drei Jahren zum Thema Versicherung.
Deshalb steht das Thema auch nicht in dem Dringlichkeitsschreiben.
Im Dringlichkeitsschreiben wird sich auf den Antrag von damals berufen.
Das ist das eine und deshalb wollen wir sagen, ja, wir wollen uns das nochmal genau angucken, aber es gibt ein paar Fragen und es gibt ein Gesamtkonzept und das Thema hat der Bürgermeister vorhin bei der Fragerunde, Jan Kratzke, auch entsprechend vorgestellt.
Da gibt es Pläne, die wollen wir uns aber schon erstmal anschauen, wie das weitergeht, bevor wir sagen, also jetzt verkaufen wir hier mal gleich das wunderschöne alte Rathaus, was wirklich ein Markenkern
für unser Leuben ist.
Und da findet sich, und auch das haben wir gelernt in den letzten Jahren, da steht in der Anlage 1 noch ganz klein dabei, perspektivisch könnte in Laubegast die Bibliothek weg.
Schwuppdiwupp, dann hat man das hier beschlossen und dann erlebt man in drei Jahren,
Da ist die Bibliotheke einmal zu.
Das sage ich nicht einfach so, sondern seit 2014 bin ich Stadträtin, da habe ich schon einiges erlebt mit dieser Stadtverwaltung.
Und das wird es so mit uns nicht geben.
Denn wir haben eigentlich immer gesagt, an diesem Standort wollen wir die Bibliothek nicht, weil wir wollen die in Leuben erhalten.
Und genau das ist unser Änderungsantrag, in dem wir sagen, also die Bibliothek in Leuben,
bleibt bis zum Ende des Mietvertrages.
Das ist nicht so viel länger, als wir in Läuben sind.
Und dann werden wir Stadträte hier darüber entscheiden und nicht mal so nebenbei, still und heimlich in der Anlage Nummer 1 im Kleingedruckten.
So machen wir hier bitte keine Politik.
Dankeschön.
5:01:34
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Und jetzt folgt Frau Sturm-Karls für die SPD-Fraktion.
Sie haben das Wort.
5:01:44
Kristin Sturm-Karls (SPD)
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Gäste im Stream.
Genau, also exakt vor zehn Jahren haben wir ja hier gestanden, wie Frau Arnert gerade sagte und diese Konzeptausschreibung beschlossen, die es leider nicht gab.
Und jetzt, zehn Jahre später, bin ich doch sehr positiv überrascht, da die Stadtverwaltung einen fast 1 zu 1 SPD-Antrag umgesetzt hat.
Wir haben am 24.06. bereits unmittelbar nach dem Brand im Prinzip exakt das in den Verwaltungsumlauf gegeben, nämlich die Sicherung des Kopfbaus mit der alten Fassade, die ja so identifikationsstiftend ist.
Wir haben Wohnungsbau gefordert, insbesondere
Barrierefrei und auf Ältere ausgelegt.
Wir haben die Integration der Bürgerinitiative gefordert und auch diese Anbindung von Wackerläuben und der Sportanlage.
Ich möchte jetzt nochmal auf drei Dinge hinweisen.
Ich finde,
Die Zeitkette, die wir bis heute hingelegt haben, super, Kompliment.
Ich habe erst nicht daran geglaubt, aber ich glaube, dass der weitere Verlauf, nämlich dass wir in 28 hier einen Beschluss im Stadtrat zur Wohnbauentwicklung treffen, doch sehr ambitioniert ist.
Ich hoffe, dass wir das schaffen, weil eigentlich sollte ja im September jetzt schon die Ausschreibung rausgehen.
An dieser Stelle bitte ich Sie, Herr Kühn, wirklich Vollgas zu geben, damit wir eben
jetzt zur Finanzierung diese 8,4 Millionen Entschädigungszahlungen nicht verlieren, da wir ja an diese Drei-Jahres-Frist gebunden sind.
Und in der Tat finde ich es doch sehr sportlich, wenn wir dort lesen, 4 Millionen aus Grundstücksveräußerungen.
Irgendwie kann ich mir noch nicht vorstellen, dass das nur die Herzstraße betreffen soll.
Sondern ich vermute ja fast, dass da noch mehr Verwaltungsideen da sind.
Und ich finde es auch noch folgerichtig, das jetzt zu entkoppeln und hier eine Transparenz für alle herzustellen.
Deswegen beantragen wir heute als Abstimmungsgrundlage die Beschlussempfehlung des Ausschusses für allgemeine Verwaltung zu nehmen.
Und ja, da bleibt mir nur zu sagen, Vollgas für die Läubner und Läubnerinnen.
Danke.
Und als nächster ist Herr Böhme vom Team Zastro dran.
Sie haben das Wort.
5:04:22
Matteo Böhme (Team Zastrow)
Ganz schön interessant, alle zehn Jahre, jetzt war ich zehn Jahre nicht da und da ist nichts passiert und jetzt bin ich wieder da und da reden wir wieder über Leuten.
Also, sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin,
Liebe Kolleginnen und liebe Zuschauer, seit 2016 stand das Gebäude der ehemaligen Staatsoperette leer, nämlich damals, als die Operette in das neue Kulturkraftwerk Mitte umgezogen ist.
Aber bereits 2012, und das meinte ich, da war ich schon mal als Stadtrat aktiv,
und habe das mit beschlossen, beschloss der Stadtrat, das Grundstück, über was wir heute, über zehn Jahre später wieder diskutieren, und die Immobilie zu verkaufen und somit einen kleinen Teil der Sanierungskosten des Kulturkraftwerks Mitte mit zu refinanzieren.
Im Februar 2019 allerdings war die Weisheit des Stadtrates dabei, zu entscheiden, eine Konzeptausschreibung mit Wohnbebauung des Grundstücks vorzunehmen.
Fast zehn Jahre lang stand das Objekt daraufhin leer.
Die Stadtverwaltung stellte nach dem Beschluss von 2019 in sage und schreibe acht
verschiedenen Beschlusskontrollen, Untersuchungen, Prüfungen und Gutachten dar, was sie alles unternommen hat.
Das ist Wahnsinn.
Es wurde geprüft, welchen Umfang eine Bebauung des rückwärtigen Grundstücksteils für Wohnzwecke möglich ist.
Die Kosten für den Rückbau von den Gebäudeteilen wurden ermittelt.
Verkehrswertgutachten wurden ermittelt.
Ausschreibungsbedingungen wurden formuliert.
Es folgte eine Prüfung der städtischen Eigennutzung und Eigenbedarf zur öffentlichen Nutzung.
Eine Machbarkeitsstudie wurde erstellt, die dem Stadtrat bis zum Juni 21 eigentlich vorgelegt werden sollte.
Das ist aber nie passiert.
Nichts gekommen.
Eine Bürgerbeteiligung folgte.
Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung für Wohnbebauung durch einen privaten Investor wurde gemacht.
Nichts dergleichen wurde dem Stadtrat zur Kenntnis gegeben oder vorgestellt.
Informations- und Entscheidungsvorlagen wurden immer wieder angekündigt durch die Stadtverwaltung, aber nie vorgelegt.
All das hat ferner zu keiner Veränderung und gar keiner Wiederbelegung des Areals geführt.
Aber das war ja eigentlich das Ziel der Beschlussfassung im Stadtrat.
Was für ein unendliches Theater.
Sechs Jahre nach dem Beschluss des Stadtrates später war das Grünstück also weder saniert noch in Nutzung.
Eine Wohnbebauung mit altersgerechten Wohnen oder gar in öffentlicher Nutzung hat auch nie stattgefunden.
Das Gebäude verfiel immer wieder und immer mehr wurde ungenügend abgesichert.
Und dann genau am 6. Juni 2025 passierte es.
Es brannte.
Es brannte komplett nieder.
Wir als Team Zastrow haben direkt danach reagiert, im Juli 25.
Wir haben gesagt, wiederholt!
Erneuter Verkauf des Grundstückes, der ehemaligen Staatsoperette, zur Wohnbebauung natürlich, unverzüglich, direkt.
Und los geht's.
Einfach mal machen.
Und wieder erfolgten Prüfungen, Diskussionen innerhalb der Verwaltung.
Immer wieder wurden die Bürger, die Stadtbezirksbeiräte, wir Stadträte, wir wurden immer wieder hingehalten durch die Stadtverwaltung, durch unseren Baubürgermeister.
Aber endlich, nun endlich, ich habe es gar nicht geglaubt, nun ist es soweit.
Die Hoffnung, dass es nicht wieder zehn Jahre dauert und dass endlich
Bitte, bitte, dass Theater in Leuben nicht mehr weitergeschrieben wird, sondern wir nun endlich dieses Grundstück veräußern, dass wir Wohnbebauung draufbringen.
Ja, natürlich auch für Wacker-Leuben und ja, natürlich auch für das Stadtteilzentrum.
Wir bitten, den federführenden Ausschussbericht Stadtentwicklung und Bau auf den Weg zu bringen.
Lasst es uns unkompliziert machen.
Lasst uns einfach machen.
Wir haben es im Juli 2025 bereits als Team Zastrow auf den Weg gebracht.
Lasst es uns tun.
5:08:37
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Dankeschön.
Fraktion BSW.
Herr Böhme, bei Bedarf möchten Sie?
Sie haben das Wort.
5:08:50
Ralf Böhme (BSW)
Verehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, liebe Kolleginnen und Kollegen, mein Ja kam jetzt etwas zögerlich, weil ja tatsächlich vieles von dem, was man zum Thema sagen kann, schon gesagt wurde.
Gerade hat mein Namensvetter Matteo Böhme nochmal das Drama in der Rückschau geschildert.
Wir hatten ja, oder alles geht ja eigentlich auf dieses geniale Projekt hier am Kraftwerk Mitte zurück, wo man unter anderem eben ja der Operette eine neue Heimstadt gegeben hat, was unserer Kulturstadt
sehr gut zu Gesicht steht, aber man hat Inläuben eben vergessen oder verschleppt oder wie auch immer man das jetzt definieren will, diesen Leerstand zu verhindern, der ja dann nach dem Umzug dort entstanden ist.
Und dieser Leerstand ist, wie so oft bei Immobilien, ja dann auch die Ursache gewesen, das Risiko
Von Vandalismus besteht dann ja immer die Ursache dafür gewesen, dass es dann zu dieser Brandstiftung gab und sich dann dieses Gebäude eben in Rauch auflöste.
Jetzt hat die Stadtverwaltung ja, wie auch schon erwähnt wurde,
Ein relativ cleveres Versicherungskonstrukt wird gewählt, dass genügend Geld tatsächlich geflossen ist oder fließen wird für diesen Schaden.
Und jetzt müssen wir noch aus ein paar anderen Ecken ein bisschen Geld zusammenkratzen, um dann wirklich
aus meiner Sicht, aus unserer Sicht ein sehr gelungenes Konzept umsetzen zu können, was eben genau das, was dort auch vor Ort und ich glaube auch von der Bürgerschaft, die eben dort ja auch sich eingebracht hat in Leuben, unterstützt wird.
Eine Kombination aus Wohnen, aus Stadtteilzentrum, mit Bibliothek und so weiter, mit der Verbesserung für Wackerleuben, einen aufstrebenden Sportverein aus der Ecke.
Das kann jetzt erreicht werden.
Und das verdient natürlich volle Unterstützung.
Insofern ist aus unserer Sicht nur noch anzumerken, dass es uns ein bisschen zweifelhaft erscheint, dass in dieser Konzeptausschreibung eine Gewichtung des Preises nur mit zehn Prozent vorgenommen wurde.
Das ist angesichts unserer Haushaltssituation jetzt nicht unbedingt passend oder scheint zumindest nicht unbedingt passend.
Aber das ist jetzt nicht eine grundlegende Sache, weswegen wir uns hier sperren wollen.
Das Rathaus in Leuben, natürlich, ist auch uns da wohler, wenn wir das in
städtischer Hand behalten, weil es ja eben ein herausragendes Gebäude einer lokalen Selbstverwaltung war, teilweise eben noch ist und insofern durchaus verdient hätte, weiterhin zum Bestand der städtischen Immobilien zu gehören.
Ja, wenn es dann irgendwann mal vielleicht eine unterstützenswerte Lösung gibt, die man sich
sehr lukrativ von diesem Objekt trennen kann.
Und die Funktionen, die dort jetzt wahrgenommen werden, woanders darstellbar sind, dann ist das denkbar.
Aber das ist auch noch ein gewisser Zweifel, der bei uns bleibt.
Nichtsdestotrotz, wie ich schon sagte, stimmen wir hier dem federführenden Ausschussbericht zu.
Vielen Dank.
5:12:09
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Dankeschön, Herr Stadtrat Haug für die Fraktion FDP.
Freie Bürger.
5:12:24
Michael Hauck (FDP/FB)
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, liebe Kollegen Stadträte, liebe Dresdner Bürger, ich weiß ja nicht, was Sie am 6.6. vergangenen Jahres gemacht haben.
Ich war in Seitnitz beim Einkauf und wunderte mich, was da im Dresdner Osten für eine schwarze Rauchsäule hochstieg.
Und da ahnte ich schon,
Das kann nicht gut gehen.
Und als der erste Löschzug der Berufsfeuerwehr die Pirnaer Landstraße hinterdonnerte, dann ahnte ich, es muss irgendwas Schlimmes passiert sein.
Es dauerte nicht lange und ich bekam über WhatsApp die ersten Bilder von den Kameraden von der Einsatzstelle, die staatsoperiert werden.
Sie brennt Lichterloh und zwar als Großbrand.
Und zwei Löschzüge waren dort im Einsatz.
Völlig verrückt.
Ein Bild soll das nochmal dokumentieren und ich habe das einfach nochmal mitgebracht, um es in Erinnerung zu bringen.
Dort, wo ich jahrelang Theaterdienst gemacht hatte und durch die Dächer gestiegen bin, das hat mir richtig geschmerzt, dass dieses Objekt abbrennen wird.
Und ich hatte gehofft, dass noch was zu retten ist.
Leider nicht.
Die Statik, die machte nicht mehr mit.
Und letzten Endes musste das Ganze abgebrochen werden und bereinigt werden.
Und ich kann nur sagen, gut, dass die Staatsoperette als Kultureinrichtung Jahre zuvor ins Kraftwerk Mitte, ins Dresdner Zentrum gezogen ist und von dort aus für prima Kultur für die Bürger und für die Gäste sorgt.
Ein Besuch lohnt sich.
Ich kann es Ihnen versprechen.
Gehen Sie auch mal hin.
Was nun weiter mit dieser nun freien Fläche in Leuben?
Das war die Frage und eine Chance für Neues.
Und jetzt endlich ist es soweit.
Manchmal sind Versicherungsregeln, und da reden ja manchmal viele von Kleingedruckten, bei Schadensfällen eine Krux.
Aber in dem Fall ist es ja sogar noch ein Segen, dass wir einen Druck gekriegt haben und den üblichen Planungsprozess wesentlich beschleunigt haben.
Und die Verwaltung hat tatsächlich geliefert.
Ich möchte mich deshalb bei den Ämtern, bei den vielen, die dort beigetragen haben, es wurde der Verein benannt, der dort sich eingebracht hatte, und vor allen Dingen auch beim Ortsamtsleiter, Stadtbezirksamtsleiter, den Herrn Lemmer, bedanken, dass für den Stadtteil, für das Stadtteilhaus und für die Entwicklungen, die dort sehen sollen, etwas entwickelt werden kann.
Ob das Gesicht des ehemaligen Apollo-Theaters, was ja viele nach dem Umbau zur Staatsoperette schätzen und lieben gelernt haben,
wieder entstehen kann?
Na, ich weiß es nicht.
Ich denke mal, nicht nur die SPD, sondern manchen Leubener würde es freuen, wenn sich dort irgendwas wiederfindet am Antlitz.
Was dort entstehen soll, zeugt von Weitblick, ja, unter Berücksichtigung lokaler Bedarfe.
Im hinteren Gebäudeteil werden bis 2032, und lieber Matteo, nicht erst in zehn Jahren, ich hoffe, es wird schneller, was die Ausschreibung anbetrifft, Wohnungen entstehen.
Wollen wir mal loslegen, dass das dann heute auch beschlossen wird.
Das ist das Wichtigste.
Und ich finde auch die Wohnkonzeption mit unterschiedlichen Wohnformen und auch für Menschen mit Unterstützung bedarf, finde ich klasse.
Und auch das neue Stadtteilgebäude, was entstehen soll, hat eine gute Menge an Ideen, die umgesetzt werden.
Also die Kegelanlage im Kellerbereich, die ja Ersatz für zwei verschlissene Anlagen oder in Gebäuden sind, die kaum noch zu halten sind.
Das ist eine elegante Lösung, die auch Kosten spart letzten Endes und vielleicht diesen Standort zum künftigen zentralen Kegelsportstandort im Dresdner Osten macht.
Ich finde es gut, dass
der geplanten Integration der Bibliothek an dieser Stelle die derzeitige etwas unterversorgenden Bereich etwas gelöst werden kann.
Und ich finde auch wichtig, dass für die ortsansächlichen Vereine auch die Möglichkeit gegeben wird, im Räumen ihrem Hobby zu freuen, ob Tanz oder ähnliches.
Das seht ihr ja in den Bildern.
Und ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Stadtteilgebäude zu einem wirklich neuen Bürgertreff für Leuben werden kann.
Und auch für die Schaffung von modernen Verwaltungsräumen, da kann ich auch etwas Positives abgewinnen, denn es wird an neuer Stelle zentral a. raumeffizient, möglicherweise künftig gearbeitet und auch repräsentativ.
Und es wird nicht nur ein digitales Büro entstehen, wie das der Kollege Patzke heute schon sagte, sondern es werden auch Mitarbeiter des Sozialamtes, des
Jugendamtes dort vor Ort auf einer anderen Qualität und auch sicher und neu und mit Brandschutzbestimmungen ausgestattet eine neue Qualität geben.
Aber was habe ich in der Diskussion in den verschiedensten Ausschüssen und Beiräten hier jetzt mitgekriegt?
Erstens, und das wurde schon gesagt, ist gut, dass schnell jetzt endlich die Vorlage erstellt wurde, nicht wieder alles zerquatscht wird und gute Ideen eingebracht werden.
dass die Notwendigkeiten, künftige Dinge zu berücksichtigen sind, mit eingebracht werden.
Doch eins möchte ich noch mit anmerken und deswegen unterstütze ich auch den Vorschlag der SPD.
Manchmal ist es nicht gut, wenn bestimmte... Kommen Sie bitte zum Schluss.
Wenn bestimmte Dinge verschärbelt werden sollen, ohne sich darüber Gedanken zu machen.
Also ich unterstütze den Antrag, den AV-Vorschlag mit einzubringen und wünsche dem Vorschlag
und dem Bau gutes Gelingen.
5:18:17
Maximilian Aschenbach (PVP)
Ja, wir haben es aus Gründen kurzfristig geändert.
Das wurde jetzt schon viel festgestellt, dass die ganze Sache ein Geschenk ist an die Stadt.
Sogar mit Kegelbahnen im Keller, da kann man nicht, jetzt ist die weg, aber die war eben noch da.
Und wird bald da sein, in zwei Jahren nur.
Und das ist wirklich ein größer Glücksfall.
Und diese Debatte war ja auch geprägt vom Dank, kann ich auch nur bestätigen, Danke.
Alle haben irgendwie mal ein bisschen Dank verdient.
Aber ich möchte ganz besonders den Personen danken, denen noch gar nicht gedankt wurde, obwohl die das alles nur ermöglicht haben.
Nämlich die kleinen Scheißer, die die Bude abgefackelt haben.
Wirklich, danke.
Das ist, was ihr ermöglicht habt, das schafft diese, die hier schaffen das nicht.
Und in diesem Sinne, das muss ich auch wirklich, alles Geschimpfe auf die Jugend und so, das ist ja völliger Scheiß.
Seht, was die ermöglichen.
Weil ganz in diesem Sinne, man muss halt manchmal die ganze Scheiße einfach abfackeln, damit was passiert.
So, und dann geht's.
Dann geht's auf einmal.
Und ich denke, wir werden dann später noch beantragen, dass wir die Bude ja auch nach denen benennen können.
Oder die Kegelbahn wenigstens.
Weltkegelzentrum Leuben und dann halt noch diese irgendwelche schönen, ja.
5:19:41
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Die AfD-Fraktion wäre dran.
Haben Sie Bedarf?
Bitte.
5:19:58
Falk Breuer (AfD)
Sehr geehrte Frau Beigeordnete, sehr geehrte Stadträte, liebe Dresdner, sehr geehrter Herr Kühn, Sie werden sich wundern, ich wundere mich auch, ich hätte nie gedacht, dass ich die Verwaltung mal bezüglich der Staatsoperette loben durfte.
Allerdings, nachdem jahrelang alles grob verbockt wurde, könnte es ja eigentlich nur noch besser werden.
Wir haben jetzt hier ein stimmiges Konzept, das die Bedarfe des Stadtteils und auch die Finanzierung sinnvoll zusammenbringt.
Wir haben gesehen, dass die Verwaltung Bürgerbeteiligung und auch Öffentlichkeitsarbeit ganz gut hingekriegt hat.
Ist auch nicht immer so.
Einen Knackpunkt gab es, wurde auch schon angesprochen, nämlich dass man heimlich, klammheimlich in Punkt 8 den Verkauf des Rathauses Leupen einfach so nicht beschließen wollte.
Interessanterweise wurde dieser Punkt aus allen Präsentationen in allen Ausschüssen auch im Stadtbezirk immer herausgehalten und kam dann erst auf Nachfrage zur Diskussion.
Gut, dass manche Leute auch die Vorlagen lesen.
und sich nicht nur auf die Präsentation verlassen.
Ein kleiner Punkt noch.
Wir hatten eben gesehen, die Verwaltungsunterbringung in den oberen zwei Geschossen.
Da steht was von neuen Arbeitswelten.
Das sollte man sich nochmal überdenken.
Es wurde davon gesprochen, dass der ASD-Leuben wieder dahin zurückziehen.
soll und da müsste man sich mit den neuen Arbeitswelten überlegen, ob das so sinnvoll ist, denn eine ASD hat Hilfeplangespräche, hat Einzelgespräche, Datenschutz ist wichtig, also da sind sicherlich kleinere Büros, zumindest ein Teil davon, notwendig.
Die Runden, die beim Oberbürgermeister, Quatsch, falsch, die Runden, die beim Ortsamtsleiter, bei Herrn Lemmerhirt, mehrfach durchgeführt wurden, mit den Stadtbezirksbeiräten und auch anderen, waren sehr offen, waren sehr zielorientiert.
Und ich persönlich freue mich ganz besonders, dass ich dort mit meiner Anregung, eine Stadtteilbibliothek in diesem Gebäude zu schaffen, auf offene Ohren gestoßen bin und dass das den Weg in die Vorlage geschafft hat.
Auch mit der Frage des sozialen Wohnungsbaus wurde sich schon in diesem Zusammenhang beschäftigt.
Der Stadtbezirksbeirat Leuben hat ziemlich einmütig festgestellt, dass das eigentlich keine gute Idee ist.
Die Frau Arnert hat es schon ganz gut hier nachgestellt.
Also zumindest ist es keine gute Idee, dieses verbindlich vorzuschreiben.
Es besteht die Gefahr der Sekretation, weil es gibt zwischen dem Abzweigreich Zamenhofstraße bis hin zur Straße des 17. Juni bereits ein riesengroßes Areal mit Sozialwohnungen.
Und das wollen wir nicht noch verstärken.
Das gibt dann ein soziales Ungleichgewicht.
Außerdem wurde auch schon oft darauf hingewiesen, dass, um ein gutes finanzielles Angebot zu bekommen und die Gegenfinanzierung für das Stadtteilhaus zu sichern, man natürlich den Investoren dann auch die Bedingungen geben muss, dass es sich am Ende rechnet.
Die Konzeptausschreibung hat auch bereits die Forderung nach unterschiedlichen Wohnformen mit drin.
Und auch die Kultus GmbH hat sich da schon geäußert, dass sie sich eventuell damit beteiligen wird.
Insofern ist dieser Antrag der Linken nur abzulehnen.
Eine zusätzliche Quote ist kontraproduktiv und würde vielleicht am Ende sogar das ganze Projekt gefährden.
Ich bitte Sie daher, stimmen Sie der Vorlage zu, ebenso auch dem CDU-Antrag.
Den Änderungsantrag der Linken empfehle ich dringend abzulehnen.
Danke.
5:23:52
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Dankeschön.
Frau Arnert, Sie hatten ja für die Fraktion auch schon gesprochen, jetzt in der Fraktionsrunde.
Sonst wären Sie jetzt dran gewesen.
Wünschen Sie noch mal das Wort jetzt in der Fraktionsrunde?
Herr Schmidt, Sie sind auf der Redeliste?
Okay, dann gern.
Bitte.
5:24:20
Mario Schmidt (CDU)
Ja, ja, kommt jetzt aber gar nicht.
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, jetzt habe ich es richtig.
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe Gäste, ich will noch mal ganz kurz auf das Thema Bibliothek eingehen, nicht auf das Thema Toilette, Kollege Aschenbach, weil das Thema Bibliothek bei der Kollegin Arnold vorhin aufgrund der Zeit dann doch ein bisschen zu kurz kam und weil ich von meinem Platz sehr gut sehen konnte, wie Sie reagiert haben, Frau Klepsch.
Aber wenn Sie sich die Vorlage genau anschauen, auf Seite 13 steht drin,
das mit der Integration der Stadtteilbibliothek, die entsprechende Unterversorgung, und dann ist verwiesen auf den Bibliotheksentwicklungsplan.
Und der sagt in seinem Beschluss ganz klar, dass wir eine weitere Stadtteilbibliothek im Dresdner Osten für Leuben und Niedersedlitz vorzugsweise im Umfeld des Bahnhofs Niedersedlitz wollen.
So haben wir es damals beschlossen in dem Bibliotheksentwicklungsplan.
Vorlagennummer aus dem Jahr 2020 steht drin.
Und da jetzt diese Bibliothek hier ja doch eine relativ geringe Nähe zum Standort Laubegast hat, habe ich Sie, Frau Klepsch, letzte Woche im Kulturausschuss explizit gefragt, welche Auswirkungen das für den Standort Laubegast haben wird.
Und Sie haben mir daraufhin bestätigt, dass mit der Eröffnung dieser Bibliothek der Standort Laubegast schließen wird.
Und genau das ist die Aussage, auf die wir unseren Änderungsantrag jetzt beziehen, weil wir genau das eben nicht mitmachen, wenn in der Vorlage einfach mal hinten auf Seite 13 irgendwo im Text steht, dass man eigentlich Bibliotheksentwicklungsplan umsetzen will, aber in Wirklichkeit durch die Hintertür eine Bibliothek einfach vom Netz nehmen will.
Und deswegen dieser Standort soll kommen.
Die Laubegasterbibliothek soll, solange wie der Mietvertrag läuft, das ist aktuell bis Ende 2030 der Fall, so lange auch am Netz bleiben.
Und alle anderen Änderungen, die am Bibliotheksnetz vorzunehmen sind, die sind uns zur Beschlussfassung vorzulegen in Form einer Änderung zum Bibliotheksentwicklungsplan.
Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie im Rahmen der Konsolidierungsmaßnahmen jetzt vielleicht irgendwie Änderungen an dem Netz vornehmen wollen, dann können Sie ja gern eine Evaluierung auf den Weg bringen, Frau Bürgermeisterin.
Das nur noch mal kurz zum Thema Bibliothek.
Und ansonsten, Frau Zweite Bürgermeisterin, ich finde schon, dass die Äußerungen zur Brandstiftung rügenswürdig gewesen wären und hätte mir gewünscht, dass Sie es auch tun.
Vielleicht machen Sie es noch einen Nachgang.
Danke.
5:26:52
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Danke für den Hinweis.
Wir werden das noch mal abhören und prüfen.
Und das ist ja auch im Nachgang möglich.
Ich hatte es jetzt nicht so verstanden, wie Sie vielleicht.
Das werden wir noch mal prüfen und das nehmen wir ausdrücklich auf.
Ergebnis offen.
So, jetzt in der Fraktionsreihenfolge.
Grüne Fraktion, Frau Mühle, Frau Stadträtin Mühle, Sie haben das Wort.
5:27:20
Andrea Mühle (GRÜNE)
Sehr geehrte Frau Zweite Bürgermeisterin, liebe Kolleginnen, liebe Zuhörerinnen im Stream und auf der Empore.
Als erstes auch von mir vielen Dank vor allem an die Bürgerinitiative, die sich dort unermüdlich eingesetzt hat und auch an die Verwaltung, die das jetzt so schnell umgesetzt hat.
Herr Hauck, ich weiß genau, wo ich noch war.
Ich war so ein bisschen außerhalb von Dresden und habe die Rauchwolke gesehen, habe ins Internet auf die Feuerwehr Dresden geschaut und gesehen, wo der Einsatz stattfindet und habe gesehen, dass das in unmittelbarer Nähe meines Wohnorts ist und dort jetzt das
es eigentlich so dann an dem Moment unfassbar passiert ist und die Staatsoperette wirklich abgebrannt ist.
Dass das jetzt sozusagen notwendig war, um dort endlich einen Schritt zu gehen, das ist eine Katastrophe und ich hoffe, wir kommen in Dresden nicht noch oft an so einen Punkt, dass sowas notwendig ist, um irgendwie ins Handeln zu kommen.
Zum Beispiel, dass es noch mehr Hitzesommer braucht, bis endlich zu erkennen, dass wir hier auch einen Hitzeaktionsplan brauchen.
Genau, zu der Nutzung, zu den ganzen Vorteilen und so weiter ist jetzt schon viel gesagt worden.
Ich möchte nur noch mal einen Punkt anbringen, der mir sehr gut gefällt in der Vorlage.
Das ist was, was wir vielleicht auch für andere ähnliche Vorhaben so machen können, dass nämlich dort explizit für den Bereich, der für die Wohnnutzung geplant ist, Herr Hauk hat es vorhin in der Präsentation
gezeigt, eine Zwischennutzung mit einem Sport- und Bewegungsangebot vorgesehen ist, was schon ziemlich kurzfristig jetzt auch eingerichtet und bis zum Baubeginn dann der Wohnnutzung auch dort vorgesehen sein soll.
Wenn man sieht, wie dort die Brandstiftung entstanden ist oder der Brand entstanden ist, ist gerade Freiräume für Kinder und Jugendliche in dem Gebiet und in ganz Dresden besonders wichtig.
Und dann nochmal zu der Bibliotheksache.
Die CDU, wenn ich mich richtig erinnere, war es auch der CDU im Finanzausschuss, hat sich extra nochmal einen Plan, also eine Aufstellung geben lassen, wie sich das mit den Finanzen verhält, wo man was sparen kann, wie sich das rentiert, wenn bestimmte Dinge abgemietet werden können.
Und jetzt fällt uns aber plötzlich ein, in Zeiten, wo überall gespart werden muss, wir machen noch eine zusätzliche Bibliothekstandort auf.
Ich finde den Bibliotheksstandort dort in dem Stadtteilhaus wichtig.
Ich denke, da gibt es Synergien.
Der ist Luftlinie, ich weiß nicht, also weniger als ein Kilometer von der Laubegaste Bibliothek entfernt.
Es wird ein viel attraktiverer, viel besser zugänglicher Ort sein, der auch für eine Bibliothek eine schöne Infrastruktur hat und ringsherum sozusagen eingebettet ist.
Ich halte das für logisch, dann die Bibliothek in Laubegast zu schließen.
Die Bibliothek in Proles gibt es genauso noch, die Bibliothek im Otto-Dix-Center, sodass das dann aus meiner Sicht ein rundes Bild wird.
Räumlichkeiten im Umfeld des Bahnhofs Niedersedlitz sehe ich im Moment nicht.
Genau deswegen lehnen wir diesen Änderungsantrag der CDU ab.
Dem Änderungsantrag der Linken werden wir zustimmen, allerdings wünsche ich mir trotzdem, dass diese Konzeptausschreibung, also ich finde das wirklich ein gutes Plan, ich finde es auch gut, dass der Kaufpreis
nicht das wichtigste Kriterium ist, sondern die Qualität des städtebaulichen Entwurfs und die Berücksichtigung der anderen Kriterien, auch der Nachhaltigkeit, sodass wir dort wirklich ein attraktives Stadtzentrum in ein Gebiet kriegen, was teilweise auch nie so ganz attraktiv bebaut ist.
Wir können der, ich wette auch dem federführenden Ausschussvotum zugestimmt, diese Ergänzung im AV, die nochmal jetzt ein bisschen sachfremd zu der Vorlage eigentlich eine Aufstellung für den Bürgerbüros, eine Konzeption zu den Bürgerbüros fordert, können wir aber auch zustimmen, auch angesichts der Diskussion, die wir heute hier schon gehört haben über die weiteren Bürgerbüros.
Ja, so viel von uns.
Dankeschön.
Wird seitens der linken Fraktion nochmal das Wort gewünscht?
Nein.
Dann setzen wir mit den Wortmeldungen fort.
Der Nächste ist Herr Böhme vom Team Zastrow und dann Herr Delvantier.
Ja, von Platz aus direkt.
5:31:52
Matteo Böhme (Team Zastrow)
Wir sind da ja sehr pragmatisch.
Und dass sich noch mal ein Ausschuss nach dem federführenden Ausschuss beschäftigt mit dem ganzen Thema, nämlich der AV, das ist schon ein bisschen schlumig.
Aber wir wollen es pragmatisch und einfach machen und einfach halten.
Deswegen sehen auch wir das so, dass wir dem AV-Bericht bitte zur Abstimmung stimmen, so wie es die Frau Sturm schon mit beantragt hat.
Und damit sind wir, glaube ich, schnell im Konsens und können die Vorlage auf den Weg bringen.
Für die Kürze, Herr Stadtrat Devanthier, dann Herr Stadtrat Aschenbach, bitte.
5:32:22
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Ich mach's auch kurz, deswegen ohne Begrüßung.
5:32:34
Maurice Devantier (BSW)
Ich würde bloß noch mal kurz zu dem Antrag zu den Sozialwohnungen sprechen.
Das ist natürlich prinzipiell für uns auch eine wichtige Forderung, Sozialwohnungsbau.
Der Punkt ist ja jetzt bloß, dass es hier um die Flächenbereitstellung geht, die damit sozusagen implementiert werden soll.
Und der Punkt ist ja, es liegt ja nicht an den Flächen.
Wir haben ja Flächen.
Die WID hat ja viele Flächen, wo sie gerne bauen würde, aber sie kann es nicht.
Sie kann es nicht bauen, weil es zu teuer ist.
Und das ist unser Problem.
Und deswegen würde uns das nichts nützen, wenn wir Flächen dazu auswählen, sagen, da soll auch Sozialwohnungen gebaut werden, wenn wir es nicht bezahlen können.
Das liegt ja an ganz anderen Punkten, über die wir jetzt hier nicht widersprechen müssen.
Deswegen Sozialwohnungen, ja, aber so wird es leider nichts.
Reicht uns das nicht aus und werden wir deswegen jetzt uns dazu enthalten.
5:33:27
Maximilian Aschenbach (PVP)
Herr Aschenbach, dann Herr Hans.
Ich muss jetzt aus zwei Gründen leider noch mal nach vorne kommen.
Also zu beiden hat mich der Klobeauftragte der CDU, Supermario Schmidt, bewogen.
Also das eine ist natürlich selbstverständlich, habe ich nicht zur Brandstiftung aufgerufen.
Ich weiß, dass dem Kulturpolitiker der CDU die Form der Metapher fremd ist.
Das ist okay, aber damit stelle ich das jetzt nochmal dar für all die Kinder, die jetzt hier 21.30 Uhr im Stream zugucken.
Liebe Kinder, Brandstiftung ist keine gute Sache.
Außer manchmal, Hashtag Bomber Harris.
Und das Zweite ist, worüber ich mich wirklich nochmal, also das ist der eigentliche Grund, der mich bewogen hat, nochmal hier vorzugehen, Super Mario.
Also die gleiche CDU, die ununterbrochen Haushalte mit beschließt und mitträgt, in denen die 5.000 Euro für jede nächste scheiß Schulbibliothek fehlt, in dem die Kohle einfach nicht drin ist im Kulturbereich, der es möglich machen würde, den Bibliothekentwicklungsplan umzusetzen.
Die gleiche CDU stellt sich dann jedes Mal immer wieder hin und sagt, wir haben zwar das Geld nicht gegeben, aber warum wurde das nicht gemacht?
Das ist eine Unverschämtheit.
Und das ist wirklich, diese Dreistigkeit ist krass, ist also wirklich sehr bemerkenswert und skrupellos.
Super, Mario, weiter so.
Danke, Herr Aschenbach.
5:35:29
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Frau Stadträtin Arnott, habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie ein Geschäftsordnungsamt sind?
Habe ich Sie alle?
5:35:38
Heike Ahnert (CDU)
Ich bitte herzlich um zwei Minuten Auszeit, weil es hier an verschiedenen Stellen, es gab einen AV-Beschluss, der nach dem federführenden SB-Beschluss ist und bei den Redebeiträgen war gerade offenkundig, dass hier nicht alle vom Gleichen sprechen und deshalb bitte ich um zwei Minuten Auszeit.
5:35:57
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Das würde ich vor der Abstimmung machen.
Also wenn alle drangekommen sind, ich glaube, das muss nicht beschlossen werden, und würde noch alle drannehmen.
Frau Klepsch möchte kurz was zur Bibliotheksfrage sagen, Herr Kühn möchte auch noch was richtigstellen.
Und dann sage ich die Abstimmungsreihenfolge, wenn Sie alle dran waren, und dann kann die Auszeit stattfinden.
Frau Stadträtin Arnott, hat sich Ihre Wortmeldung damit erledigt?
Ja.
Dann ist jetzt Herr Hans dran und dann Herr Schollbach, bitte.
5:36:26
Torsten Hans (GRÜNE)
Ich möchte nur noch einen Änderungsantrag stellen, weil leider das in den vielen Beratungen in den anderen Ausschüssen nicht mehr aufgenommen wurde.
Der Sportausschussbericht hat sozusagen den ersten Satz des Punktes 7 der Ursprungsvorlage bestätigt und der ist auch wichtig, weil der enthält, dass die Vermögenswerte in das Sondervermögen des Eigenprotekts Sportstätten
eingelegt werden sollen.
Und zumal ja sowohl der AV als auch der federführende Ausschussbericht den Punkt 7 quasi als gestrichen sehen, passt es auch sehr gut, wenn man diesen ersten Satz des Punktes 7 wieder aufnimmt, bitte.
Also Herr Donrauser ist jetzt leider nicht da, sonst hätte ich gedacht, dass er das zumindest auch noch mal vorträgt.
Der zweite Satz soll ja weiter gestrichen bleiben, da ging es um die Herzstraße.
Da haben wir ja einen anderen zusätzlichen Punkt jeweils beschlossen in den Ausschüssen.
Also sozusagen Ergänzung ist das.
Werde ich dann einbauen in die Abstimmung, ist glaube ich verständlich.
Gewesen also der erste Satz des Punktes 7, aber nicht der zweite.
Gut, jetzt Herr Schollbach und dann Frau Schipps.
5:37:39
André Schollbach (Die Linke)
Frau Zweite Bürgermeisterin, meine Damen und Herren, ich möchte noch mal auf das Thema des sozialen Wohnungsbaus eingehen, weil mir die Debatte gezeigt hat, dass hier offenbar die Vorlage nie ganz genau gelesen wurde.
Ich möchte auf die Ziffer 2 der Vorlage verweisen.
Dort, diese enthält einen Beschlussvorschlag, nämlich der Stadtrat beschließt, dass Teilflächen im Bereich der ehemaligen Staatsoperette entsprechend der in Anlage 2 dargestellten Kriterien zum Verkauf und zur Errichtung von Wohngebäuden konzeptionell auszuschreiben.
Es geht also nicht darum,
dass die Stadt Dresden beziehungsweise die städtische Tochter W.I.D.
selbst
sozialen Wohnungsbau auf diesem Grundstück betreibt, sondern es geht darum, es ist hier vorgeschlagen, dort soll Wohnungsbau stattfinden.
Und unser Verbesserungsvorschlag ist der folgende, wir sagen, wenn wir jetzt diese städtische Fläche ausschreiben zum Verkauf, zum Zwecke des sozialen Wohnungsbaus, dann soll dort auch
sozialer Wohnungsbau stattfinden.
Auch darum geht es in diesem Antrag.
Nichts weiter.
Und jetzt verweise ich nochmal auf den Beginn der heutigen Stadtratssitzung.
Da hatten wir schon einmal die Situation des angespannten Wohnungsmarktes in unserer Stadt, der explodierenden Mieten, der drastisch steigenden Zahl obdachloser Menschen.
Die Sozialbürgermeisterin hat deutlich gemacht, dass wir
alle Möglichkeiten, die wir haben, auch wirklich zielgerichtet einsetzen müssen, um diesen negativen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt hier in Dresden entgegenzuwirken.
Und da ist nun mal ein
wichtiger Baustein, dass sozialer Wohnungsbau stattfindet.
Und deshalb, wenn wir hier eine städtische Fläche verkaufen, dann sagen wir, sollten wir das nur dann tun, wenn dort eben auch der soziale Wohnungsbau realisiert wird.
Deshalb haben wir diesen Antrag gestellt und ich bitte um Zustimmung im Sinne der Mieterinnen und Mieter.
Vielen Dank.
5:40:09
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Frau Stadträtin Dr. Schöps, bitte.
5:40:11
Dr. Silke Schöps (AfD)
Ich mache es gleich vom Platz aus.
Eigentlich ist es mehr geschäftsordnend, aber zuerst möchte ich noch was zu Herrn Aschenbach kurz sagen.
Also ich verwehre mich im Namen meiner Fraktion hier, dass hier Verbrechen an Tausenden von unschuldigen Menschen, Frauen und Kindern in Dresden
gebilligt werden, indem man hier sagt, es wäre eine gute Brandstiftung gewesen damals bei der Zerstörung von Dresden am 13. Februar.
Sowas ist nicht hinnehmbar und ich bin noch ein bisschen enttäuscht von der Sitzungsleitung von Ihnen, Frau Jähnichen, dass Sie das nicht umgehend entsprechend gerügt haben.
So, jetzt zu meinem Geschäftsordnungsantrag.
Ich gehe mal davon aus, dass zuerst der CDU-Antrag abgestimmt wird.
Und dann, wenn der sollte, dann halt nicht beschlossen werden oder jemals wollen wir dann über den AV-Bericht abstimmen als maßgeblichen Ausschussbericht und nicht über den federführenden Ausschuss, denn ich war ja selber im AV und da haben wir ja letztlich noch einen Beschluss gefasst, der über den federführenden noch hinausgeht, was eben den Verkauf des Ortsamtsgebäudes da in Leuben betrifft.
Also zur Abstimmung sage ich da noch was und dann könnten Sie auch noch mal fragen.
Ich hatte ja schon die Prüfung der Aussagen zugesagt.
5:41:30
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Ich habe es als noch zulässige, eben nicht persönlich bezogene Schmähkritik hier vorne verstanden.
Der Raum ist akustisch jetzt nicht super, aber wir prüfen das noch mal.
Und dann wird der OP Ihnen im Ältestenrat entsprechend vortragen, das Ergebnis.
Das machen wir natürlich.
So, jetzt Frau Kollegin Klepsch zur Frage der Geschäftsordnung.
Herr Aschenbach.
5:42:00
Maximilian Aschenbach (PVP)
Ich denke, da es die ganze Zeit um mich geht, bin ich berechtigt, mal kurz was zu sagen.
Und ich möchte gar nicht viel sagen, außer es wurde jetzt schon so oft hier wiederholt gesagt von der Bühne hier, nicht jetzt von Ihnen persönlich, dass meine Aussagen geprüft würden.
Aber leider hat das nie dazu geführt, dass ein Ergebnis dieser Prüfung verkündet wurde.
Herr Aschenbach, ganz ehrlich, das ist jetzt kein Geschäftsordnungsantrag.
Moment, nein, ich sage was.
Lassen Sie mich mal reden, ich bin dran.
Herr Aschenbach, Sie können gerne... Ich möchte einfach darum bitten... Herr Aschenbach... Nein, stopp, lassen Sie mich doch einfach ausreden.
Ich habe die Setzungsleitung...
Das machen Sie die ganze Zeit, Sie können einfach ausreden, dann wird es viel schneller gehen.
Hören Sie mir bitte zu, Sie können gerne eine persönliche Erklärung abgeben.
Es würde nach der Abstimmung stattfinden.
Es gibt auch eine Regel darüber, wenn man erwähnt wird.
Ich möchte das Ergebnis der Prüfung mal erfahren.
Fertig.
Wir sind schon fertig.
Ich habe das jetzt fertig gesagt.
Wir müssen also nicht weitermachen.
Und ich möchte nur als Tipp, wenn Sie die Leute ausreden lassen würden, würde es schneller gehen.
5:43:06
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Natürlich haben Sie ein Recht darauf, das Ergebnis zu erfahren, das ist ganz klar.
Und wenn Sie wollen, können Sie sich nach der Abstimmung persönlich melden.
Herr Schulte-Wissermann, ich habe es gesehen, würde das noch vorziehen, dass die Kollegen dann noch etwas sagen können und dann erkläre ich die Abstimmung.
Bitte.
5:43:26
Dr. Martin Schulte-Wissermann (PVP)
Es wäre jetzt natürlich sehr sinnvoll, wenn der Oberbürgermeister auch hier wäre.
Ja, dann könnte er nämlich bestätigen, dass was alle im Ältestenrat, die dabei sind, wissen.
Und ich möchte jetzt nur kurz Grund geben, damit es hier zur Klärung beiträgt.
Anders als normalerweise hat sich der Ältestenrat zur Wahrung von Fristen dazu entschlossen, dass wir zwar die federführende Ausschusssitzung nicht
vertagen, sondern durchführen.
Wir aber danach, das kommt sehr selten vor, danach noch die AV-Sitzung haben und dann haben sich alle gegenseitig in die Augen geguckt und gesagt, wir tun dann so, als ob die AV-Sitzung das Federführende wäre, was technisch gesehen darauf hinausläuft, dass irgendjemand hier das heute beantragt zur Grundlage zu stellen.
Aber es gibt an der Stelle eigentlich überhaupt nichts, um sich zu verkämpfen.
Das ist im Ältestenrat und auch in beiden Ausschüssen, also SB und AV, ganz genau so auch immer kommuniziert worden.
5:44:29
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
So ist es.
Jetzt Frau Kollegin Klepsch zu den Bibliotheken.
5:44:34
Annekatrin Klepsch (Zweite Bürgermeisterin)
Ja, vielen Dank, Frau Zweite Bürgermeisterin.
Meine Damen und Herren, lassen Sie uns über Bibliotheken sprechen.
Herr Schmidt, ich bin ja dankbar, dass Sie das Thema aufgreifen.
Und ja, es gibt einen Bibliotheksentwicklungsplan aus 2020 meines Erachtens, und dort wurden Ziele für die Standortentwicklung formuliert.
Nur, es ist die Erweiterung
der Standorte natürlich nicht rechtssicher dahingehend, dass es schon auch mit Ressourcen untersetzt war, sondern es war erstmal eine Vision, die Ihnen da vorgestellt wurde und es ist der ausdrückliche Wille auch der Verwaltung, auch die Fortschreibung des Bibliotheksentwicklungsplanes mit Ihnen als Stadtrat zu diskutieren und dann auch durch Sie beschließen zu lassen.
Vor dem Hintergrund der finanziellen Entwicklung der Landeshauptstadt ist es allerdings tatsächlich so, dass die Bibliotheksleitung in der Abwägung zwischen der Optimierung des Standortnetzes mit einem neuen Standort in Leuben
sich dann vor dem Hintergrund der Personalkostenkonsolidierung und des anstehenden Stellenabbaus dazu entscheiden musste, dass wir mit der Neueröffnung des Standortes in Leuben dann den Standort Laubegast aufgeben müssen.
Warum?
Weil in zwei, drei Jahren schlicht nicht mehr das Personal in dem notwendigen Umfang zur Verfügung stehen wird,
um weitere zusätzliche Standorte zu betreuen personell.
Und das ist sozusagen der Hintergrund.
Und ich sage an der Stelle nochmal zu, wir sollten auch den Bibliothekentwicklungsplan in seiner zukünftigen Akzentuierung dann natürlich auch im Fachausschuss diskutieren.
Danke soweit und Herr Kollege Köhn.
5:46:35
Stephan Kühn
Ja, nochmal ganz kurz zu dem Aspekt, den Frau Sturm-Casa angesprochen hat, nämlich die Frage, wie erfolgreich werden wir das Grundstück jetzt an den Markt geben.
5:46:46
Stephan Kühn
Zunächst erstmal die Voraussetzung, wir verkaufen natürlich nicht unter Verkehrswert.
Insofern ist der Preis jetzt nicht das ausschlagende Kriterium, weil wir sozusagen nicht unter dem Verkehrswert verkaufen dürfen.
Wir werden das Areal jetzt auf der Expo Real anfangen.
Oktober in München anbieten.
Das ist sozusagen die wichtigste Immobilienmesse im deutschsprachigen Raum, um dort mit Projektentwicklern und Interessenten ins Gespräch zu kommen.
Es ist also eines von vier zentralen Projekten, sodass wir davon ausgehen und in froher Hoffnung sind, den Verkauf auch hinzubekommen, um eben die vollständige Finanzierung für das Stadthallehaus dann auch abzusichern.
5:47:28
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Soweit jetzt die Informationen von uns zur Abstimmungsreihenfolge.
Es ist so, wie Herr Schulte-Wissermann gesagt hat, der Ausschuss hat, das war der Wunsch des Staatsrates, wir hatten aber natürlich keine Zeit, die Beratung jetzt noch generell zu verschieben, nach dem federführenden Ausschuss beraten.
Und deshalb würde ich jetzt, wie auch beantragt, diesen Antrag als Abstimmungsgrundlage, ja oder nein, als erstes abstimmen.
Also wird der die Abstimmungsgrundlage, als ob er federführend gewesen wäre, was er formal nicht war,
Und dann würde ich alle anderen Anträge auf diesen oder eben auf den federführenden, wenn Sie es ablehnen, würden beziehen.
Die wären wie folgt.
Der weitestgehende Änderungsantrag der Linken, weil der den Punkt 2 des Ausschussberichtes modifiziert, der käme als nächster.
Dann käme der zusätzliche Punkt der CDU als ein zusätzlicher Punkt, das war ganz unten in der Reihenfolge, wie das dann nummeriert wird, das machen wir im Protokoll.
Und dann käme der Antrag von Herrn Stadtrat Hans, nach dem Punkt 6 von dem gestrichenen Punkt 7 den Satz 1 wieder aufzunehmen und insoweit dann den Ausschussbericht zu ergänzen.
Und dann würde ich noch mal eine Schlussabstimmung machen, damit Sie sich zu dem geänderten Bericht so positionieren können.
So, gibt's dazu Fragen?
Sehe ich nicht zwei Minuten Auszeit, also bis 46.
Zeit ist auch vorbei.
Gibt es noch Anträge?
So, Sie haben sich verständigt.
Gibt es jetzt noch Anträge, Änderungen?
Bitte schön.
5:53:03
Heike Ahnert (CDU)
Ich würde den Antrag stellen, wir bleiben für die Beschlussfassung AV, rauszunehmen aus dem Punkt 8 die Formulierung im Bestand.
sodass wir das noch offen halten.
Also der Oberbürgermeister wird beauftragt, eine Konzeption zur Zukunft der Liegenstadt Herzstraße und dann streichen im Bestand der Landeshauptstadt Dresden, den Punkt streichen, sodass wir hier noch offen sind, wie es entsprechend weitergehen kann.
Das ist ein Änderungsantrag für den Punkt 8.
5:53:52
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Würde diesen nach dem Antrag von Herrn Hans abstimmen, also sozusagen erst die zusätzlichen Änderungsantrag Linke, Ergänzungsantrag CDU zusätzlicher Punkte, und dann stimme ich sozusagen Hans, also den Antrag von Herrn Stadtrat Hans und den Antrag von Ihnen, Frau Stadträtin, an und nacheinander ab, und dann gibt es die Schlussabstimmung, wenn niemand was anderes vorschlägt.
5:54:19
André Schollbach (Die Linke)
Herr Schollbach, was ist unklar?
Das kann ich Ihnen sagen, liebe Frau Jähnigen.
Ich bin gerade wirklich maximal irritiert, nicht über Sie, sondern den Vorschlag, den Frau Arnert gerade unterbreitet hat, also die Wortgruppe im Bestand herauszustreichen,
Die ist in mühevoller Kleinarbeit im Ausschuss für Allgemeine Verwaltung in einer Auszeit von Herrn Dr. Brauns, in Klammern CDU, hineingeschrieben worden.
Und jetzt kommt die CDU-Fraktionsvorsitzende und will genau das widerstreichen.
Jetzt frage ich mich, was ist denn jetzt Ihre Haltung?
Was wollen Sie?
5:55:00
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Das war jetzt noch mal ein Wortbeitrag zu dem Antrag.
Das ist zulässig.
Der Antrag ist jetzt noch nicht weiter begründet worden.
Andere sind begründet worden, aber da ist jetzt kein Bedarf und es gibt auch keine Wortmeldung.
Vom Abstimmungsverfahren ist alles klar.
Okay, dann fangen wir an mit der Frage, ob der Bericht des Ausschusses allgemeine Verwaltung die Abstimmungsgrundlage wird.
Wer ist dafür?
Erstmal eine ganz große Mehrheit, also bei einer Enthaltung.
So beschlossen.
Dann stimmen wir jetzt den Änderungsantrag Linke ab.
Veränderung Punkt 2.
Sie wissen Bescheid.
Wer stimmt dafür?
Wir warten.
Es gibt technische Probleme.
Es können nicht alle abstimmen.
Wir warten.
Das zählt jetzt nicht.
Nein, nein, nein, nein.
Das ist klar.
Danke, dass Sie es angezeigt haben.
Hoffentlich klappt das jetzt.
Frage dann nochmal, ob alle abstimmen konnten.
5:56:28
Abstimmung
Ja
25 Stimmen
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Caspar
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Nein
39 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Lorek
fraktionslos
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Enthaltung
4 Stimmen
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
5:56:31
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Konnten alle abstimmen?
Ja.
Dann haben wir ein Ergebnis, 25 Ja, also mehrheitlich abgelehnt, dieser Punkt 2.
Jetzt kommen wir zum Änderungsantrag der CDU, also die Ergänzung des zusätzlichen Punktes, Bibliotheken.
Sie wissen Bescheid, wer stimmt zu?
Das hat eine Mehrheit.
35 Ja, 14 Nein, 19 Enthaltung.
Jetzt kommt der Antrag von Herrn Stadtrat Hans, also vom ursprünglichen Beschlusstext wieder aufzunehmen, den ersten Satz des Punktes 7.
Ich glaube, Sie wissen Bescheid.
Wer stimmt diesem zu?
5:57:35
Abstimmung
Ja
32 Stimmen
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Caspar
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Nein
34 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Lorek
fraktionslos
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Enthaltung
1 Stimme
Aschenbach
PVP-Kooperation
5:57:36
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Und wir haben ein Ergebnis, der ist abgelehnt worden mit 32 Ja zu 34 Nein bei einer Enthaltung.
Und jetzt, Herr Stadtrat Hans, Geschäftsordnungsantrag.
Wir hören ihm alle zu.
Sie haben das Wort.
5:57:55
Torsten Hans (GRÜNE)
Also ich möchte Wiederholungserzählung beantragen, weil anscheinend die CDU-Fraktion nicht verstanden hat, dass wir nur den ersten Satz des Punktes 7, das heißt den positiven Beschluss des Sportausschusses, den wir einstimmig gefasst haben zu dem Punkt 7, dass wir den wieder aufnehmen wollen.
Und mir hat auch der Sportbürgermeister nichts anderes gesagt.
Und es gehört dazu, das war die ganze Zeit in der Vorlage, wenn die CDU eine andere Erkenntnis hat, dann hätten Sie uns die vorher mitteilen können.
Aber es war in mehreren Ausschüssen prinzipiell bekannt und es wurde nur aus formalen Gründen dort nicht aufgenommen.
Es gehört, glaube ich, einfach dazu, damit das so fortgesetzt werden kann.
5:58:31
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Zur Wiederholung der Zählung.
Wie gesagt, es geht um den Satz 1
Ich lese Ihnen mal vor, dass einfach die Konzentration da ist.
Also, der Antrag lautet, zu ergänzen, der Stadtrat beschließt, die in der Anlage 5 dargestellten Vermögenswerte in das Sondervermögen des Eigenbetriebes Sportstätten Dresden nach Fertigstellung zum Verkehrswert einzulegen.
Punkt.
Das haben Sie beantragt.
Ja.
Ist jetzt klar, worum es geht?
Wer stimmt diesem Antrag zu?
5:59:25
Abstimmung
Ja
33 Stimmen
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Caspar
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Aschenbach
PVP-Kooperation
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Nein
33 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Plötze
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Lorek
fraktionslos
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Enthaltung
1 Stimme
Reschke
TeamZastrow
5:59:29
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Jetzt haben wir trotzdem eine Ablehnung mit einem anderen Stimmergebnis.
Ich stimme jetzt ab den Änderungsantrag von Frau Stadträtin Arnott in dem Punkt, der Oberbürgermeister wird beauftragt, eine Konzeption zur Zukunft der Liegenschaft Herzstraße 23
und dann zu streichen im Bestand der Landeshauptstadt Dresden, also sozusagen den ursprünglichen federführenden Bericht wieder aufzunehmen.
Alle wissen, worum es geht.
Herr Stadtrat Hans, ist irgendwas unklar?
Nein.
Also nicht mit mir.
Okay, ich bin beruhigt.
Sie können abstimmen.
Wer stimmt diesem Antrag zu?
Das hat eine Mehrheit gefunden mit 40 Jahren bei 27.
Nein, und jetzt mache ich, weil es ja doch etwas Änderungen gegeben hat und verschiedene Ziele, noch eine Schlussabstimmung.
Wer stimmt der so geänderten Vorlage zu?
Die mögen sich jetzt melden, bitte.
Pardon, auf Grün drücken.
Ich mache das auch schon so lange, ich weiß.
So, das macht eine Mehrheit mit 59, ja, einer Nein und sieben Enthaltungen.
6:00:50
Abstimmung
Ja
59 Stimmen
Breuer
AfD
Dagen
AfD
Dittrich
AfD
Hanisch
AfD
Ladzinski
AfD
Lommel
AfD
Müller
AfD
Pinkert
AfD
Poppe
AfD
Promnitz
AfD
Reck
AfD
Schöps
AfD
Walter
AfD
Wünsch
AfD
Devantier
BSW
Hecker
BSW
R. Böhme
BSW
Schönfeld
BSW
Böhm
CcDU
Ahnert
CDU
Brauns
cDu
Dietze
CDU
Göhler
CDU
Kaden
CDU
Kempe-Gebert
CDU
Krüger
CDU
Lehmann
CDU
Schmidt
CDU
Schneider
CDU
Schwenk
cDu
Wagner
CDU
Hauck
FDP/FB
J. Zastrow
FDP/FB
Mende
FDP/FB
Probst
FDP/FB
Caspar
GRÜNE
Deppe
GRÜNE
Haı
GRÜNE
Knot
GRÜNE
Mühle
GRÜNE
Rine
GRÜNE
Scharnetzky
GRÜNE
Schulze
GRÜNE
Wacker
GRÜNE
Herpertz
PVP-Kooperation
Roitzsch
PVP-Kooperation
Schulte-Wissermann
PVP-Kooperation
Engel
SPD
Frohwieser
SPD
Hartl
SPD
Lames
SPD
Martius
SPD
Sturm-Karls
sPD
Genschmar
Team Zastrow
M. Böhme
Team Zastrow
Große
TeamZastrow
H. Zastrow
TeamZastrow
Liebscher
TeamZastrow
Reschke
TeamZastrow
Nein
1 Stimme
Lorek
fraktionslos
Enthaltung
7 Stimmen
Dänhardt
DIE LINKE.
Keckeis
DIE LINKE.
Kießl
DIE LINKE.
Muth
DIE LINKE.
Schollbach
DIE LINKE.
Stephan
DIE LINKE.
Aschenbach
PVP-Kooperation
6:00:55
Eva Jähnigen (Beigeordnete)
Und ich möchte diesen Tagesordnungspunkt schließen und würde noch, soll ich noch?
Nein, okay.
Also ich glaube, die Mehrheit ist für Nein.
Ich lasse das jetzt nicht abstimmen.
Kommen Sie alle gut nach Hause, erholen Sie sich gut.
Wir sehen uns morgen hier wieder, Punkt 15 Uhr.
Einen schönen Feierabend.